Mittwoch, 31. März 2021

Marie Christin Spitznagel: Nur Monster mögen Ananas auf Pizza (Rezension)

Zwei junge Menschen leben gemeinsam in einer WG. Sie feiern, sie lernen Menschen kennen und haben ihre kleinen, unbedeutenden Dramen. Doch eine von ihnen hat nebenher noch ein ganz anderes, ein echtes Problem. Sie kann sich an nichts erinnern, was vor einem Jahr passierte. Aber das ist noch nicht alles, sie kann ausserdem ihr Äußeres beliebig verändern. Kim ist ein Gestaltwandler, ohne Erinnerung an ihre ursprüngliche, ihre wahre Identität. Warum ist sie, wie sie ist? Was ist mit ihr passiert? Ist es überhaupt wichtig zu wissen, wer man war oder ist es wichtiger zu wissen wer man ist? Machen Kims Fähigkeiten sie zu einem Monster? Werden wir als Monster geboren oder machen unsere Entscheidungen uns dazu? So viele Fragen. Aber wer hat darauf Antworten? 
Nur Monster mögen Ananas auf Pizza war für mich eine kleine Enttäuschung. Anhand des Titels, des Klappentextes und dem Hinweis Horrorkomödie war ich sehr gespannt, was mich erwartet. Aber die Erfahrung zeigt immer wieder, dass Humor nicht jedermanns Sache ist und ich manchmal den Humor nicht nachvollziehen kann, bzw. Dinge witzig finde, über die andere nur den Kopf schütteln würden. Dabei habe ich gar keine hohen Ansprüche ...
Andererseits ist Humor auch stimmungsabhängig. Aber soviel zum Allgemeinen.
Nur Monster mögen Ananas trifft meinen Humor überhaupt nicht, bzw. muss ich gestehen, dass ich ihn nicht entdeckt habe. tatsächlich wirkt die Geschichte auf mich sehr ernst und sehr überfrachtet. Die Geschichte wird aus der Sicht unterschiedlicher Personen beschrieben und jede hat seine besonderen Eigenheiten, die alleine schon mehrere hundert Seiten Buch füllen könnten. Knapp 200 Seiten für eine Gruppe skurriler Absonderlichkeiten, die jede Anspruch darauf erheben eine ernst genommene Persönlichkeit darzustellen, ist zu viel des Guten. 
Da bleibt die Story auch auf der Strecke und ich kann zum einen sagen, dass das Buch viele Ideen beinhaltet, die nicht wirklich zur Geltung kommen und ich weder Spannung noch Humor in den Zeilen finden konnte.

Vielleicht war der Witz der Geschichte auch zu subtil für mich. 
Vielleicht hätte die Geschichte auch einfach nur mehr Zeit, sprich Seiten, gebraucht um mich fesseln zu können. 

Dienstag, 30. März 2021

Ellen Barksdale: Tee? Kaffee? Mord! - Der Besuch des lächelnden Belgiers (Rezension)

Wer hat Stuart Burlington umgebracht? Der weit über die Grenzen Earlsravens bekannte Antiquitätenhändler wurde ermordet - mit einem Samuraischwert aus seinem eigenen Laden! Nathalie und Louise suchen nach Spuren des Täters. Und diesmal haben sie prominente Hilfe: Hector Peroux, seines Zeichens erfolgreicher Privatdetektiv aus Belgien. Gemeinsam können Sie schon bald einen Verdächtigen ausfindig machen. Aber ist die Lösung des Falls wirklich so einfach? Und wie passt die alte Lady ins Bild, die sich so verdächtig benimmt?
Teil  der Serie ... kann man hören, muss man aber nicht. Die Geschichten sind durchaus amüsant und werden von Vera Teltz auch liebevoll vorgetragen, aber es täuscht nicht darüber hinweg, dass die Geschichte banal ist und trotz beteiligter ehemaliger Geheimagenten und Polizisten das Offensichtliche ignoriert wird. Die Geschichte hätte den Titel "Der Besuch des lächerlichen Belgiers" verdient und Hercule Poirot würde sich im Grabe umdrehen, wäre er eine reale Person und hätte eines. 
Meine Favorite Cozy Krimi-Reihe wird Tee? Kaffee? Mord! nie, da gibt es bessere, die man auch gerne hört. Aber zur Berieselung nebenbei tut es nicht weh.
Man muss sich überlegen ob man wirklich das Geld dafür ausgeben muss. Ich gebe zu ich würde es nicht, aber mit Spotify hat man durchaus gewisse Möglichkeiten (das als kleiner Tipp am Rande).

Der Besuch des lächelnden Belgiers ist einer der schwächeren Teile.
Das Ende ist nicht überraschend, der Belgier nervt, die Story an sich hat einige Lücken ... 
Es gibt unterhaltsamere Kuschelkrimis und ich weiß nicht, warum ich noch weiter höre ... irgendwas muss die Serie dann doch haben und vielleicht finde ich irgendwann heraus was es ist.

Montag, 29. März 2021

Jay Kristoff: Nevernight - Die Prüfung (Rezension)

In einer Welt mit drei Sonnen,
in einer Stadt, gebaut auf dem Grab eines toten Gottes,
sinnt eine junge Frau, die mit den Schatten sprechen kann, auf Rache.
Mia Corvere kennt nur ein Ziel: Rache. Als sie noch ein kleines Mädchen war, haben einige mächtige Männer des Reiches – Francesco Duomo, Justicus Remus, Julius Scaeva – ihren Vater als Verräter an der Itreyanischen Republik hinrichten und ihre Mutter einkerkern lassen. Mia selbst entkam den Häschern nur knapp und wurde unter fremdem Namen vom alten Mercurio großgezogen, einem Antiquitätenhändler. Mercurio ist jedoch kein gewöhnlicher Bürger der Republik, er bildet Attentäter für einen Assassinenorden aus, die »Rote Kirche«. Und Mia ist auch kein gewöhnliches Kind, sie ist eine Dunkelinn: Seit der Nacht, in der ihre Familie zerstört wurde, wird sie von einer Katze begleitet, die in ihrem Schatten lebt und sich von ihren Ängsten nährt. Mercurio bringt Mia vieles bei, doch um ihre Ausbildung abzuschließen, muss sie sich auf den Weg zur geheimen Enklave der »Roten Kirche« machen, wo sie eine gefährliche Prüfung erwartet …

Sonntag, 28. März 2021

Valentina Morelli: Kloster, Mord und Dolce Vita 6 - Gruß aus dem Jenseits (Rezension)

Santa Caterina feiert das Fest seiner Namenspatronin. Als zum Höhepunkt die Reliquie der Heiligen Katharina - ihr Zeigefinger - enthüllt werden soll, offenbart sich Schreckliches: Der eigentlich knochige Finger besteht aus Fleisch und Blut! Zeichen Gottes oder schlimmes Verbrechen?
Als bald darauf eine Leiche auftaucht, wird klar, woher der Finger stammt. Doch was steckt hinter der Tat? Isabella und Matteo sind ratlos. Allerdings scheint Don Francesco, der Pfarrer von Santa Caterina, etwas zu verbergen...
Gruß aus dem Jenseits unterscheidet sich in der Lockerheit und dem Flair nicht von den Vorgängern. Wie auch bei allen anderen Teilen habe ich auch diesmal das Hörbuch gehört und bin nach wie vor begeistert von Chris Nonnast. Natürlich ist das Verbrechen eher Beiwerk (aber ich gebe zu, dass die ganze Sache durchaus ihre amüsanten Züge hat) ... aber Kloster, Mord und Dolce Vita besticht nicht durch ausgefeilte Kriminalfälle, sondern durch das Ambiente, die liebenswerten Personen (und in der Hörbuchfassung durch die Interpretation von Chris Nonnast).
Am Ende gibt es tatsächlich eine kleine (teilweise vorhersehbare) Überraschung und man will wissen wie es weiter geht. 

Leichte Unterhaltung für zwischendurch und definitv keine Enttäuschung für Fans der Reihe

Samstag, 27. März 2021

Helena Marchmont: Lesen kann tödlich sein (Rezension)


Bunburry hat wieder eine Bücherei! Und als Gründungsmitglied arbeitet Alfie ehrenamtlich in der beeindruckenden Bibliothek mit, die in der Villa der großzügigen Miss Radford-Jones eingerichtet wurde. Mindestens genauso wohl wie Alfie fühlt sich dort der elfjährige Noah, der Krimis über alles liebt und davon träumt, einmal in Sherlock Holmes‘ Fußstapfen zu treten. Kein Wunder also, dass der Junge fest davon überzeugt ist, dass es bei dem eigenartigen Buchclub, dessen Mitglieder sich regelmäßig in der Bibliothek treffen, nicht mit rechten Dingen zugeht. Zuerst weist Alfie dies als die übertriebene Fantasie eines Kindes ab, doch dann wird er selbst angegriffen. Hat Noah vielleicht doch recht?
Lesen kann tödlich sein ist der neunte Teil der Bunburry-Serie von Helena Marchmont. Fans der Reihe (und als solcher darf ich mich wohl bezeichnen, nachdem ich jedem neuen Band entgegenfiebere ... nicht weil mich der minimale Krimiaspekt der Reihe interessiert, sondern weil ich Bunburry mag) bekommen was sie erwarten: Ein liebenswertes Dorf mit schrulligen Bewohnern und am Rande ein Verbrechen ... (oder mehrere).
Wer sich amerikanische Serien anschaut ist mit Buchclubs vertraut und so sollte es dem Leser von Anfang an suspekt sein, wenn ein Buchclub nur aus Männern besteht...Von daher ist es mehr als offensichtlich, das hier etwas nicht stimmt.
Aber der Buchclub, die Protagonisten, die öffentliche Bücherei ... sind nur Beiwerk eines Gesamtwerks, das fröhlich dahinplätschert und seichte Unterhaltung bietet (trotz des einen oder anderen Mordes). Überrascht wird man trotzdem.
Bunburry ist wirklich ein Idyll zum Sterben. Kurzweilige Unterhaltung für diejenigen, die gerne Krimis lesen wollen ohne vor Spannung nahe eines Herzinfarkts stehen.
Gemütlich, aber nicht langweilig, mit überzeugenden (manchmal überzeichneten) Charakteren und viel Dorfidyll, das wird auch in Teil 9 der Bunburry-Reihe geboten. 

Leider ist das Vergnügen immer nur von kurzer Dauer ...

Donnerstag, 25. März 2021

Chris Colfer: Land of Stories 2 - Die Rückkehr der Zauberin (Rezension)

Das magische Land der Geschichten wird von einer düsteren Bedrohung heimgesucht: Die böse Zauberin ist zurück und hat die Mutter der Zwillinge entführt, um sie alle zu erpressen. Alex und ihr Bruder Conner müssen erneut in das magische Land reisen, sonst sehen sie ihre Mutter womöglich nie wieder! Bald schon sind sie auf der Suche nach einem seltenen Artefakt, dem sogenannten »Stab des Staunens«. Um seine Kraft nutzen zu können, begeben sich die Geschwister an die am meisten gefürchteten Orte im ganzen magischen Land – denn nur so können sie der Zauberin Einhalt gebieten!
Die Rückkehr der Zauberin ist der zweite Teil der LAND OF STORIES-Serie... und fast könnte ich wiederholen, was ich bereits zum ersten Teil (Die Suche nach dem Wunschzauber) geschrieben habe, aber ... nur fast... denn...der zweite Teil ist besser: Der Anfang ist nicht so zäh, es wird schnell spannend (und lustig, spätestens dann wenn Mutter Gans mit Lester auftaucht) und auch wenn man denken könnte es wird ein Abklatsch von Teil eins (immerhin müssen in beiden Teilen Zutaten für einen Zauber/magischen Gegenstand gesucht werden), so sprüht Die Rückkehr der Zauberin nur so über vor Witz, kreativen Ideen und überraschenden Wendungen und Enthüllungen über. Die Zwillinge treffen auf alte Bekannte und lernen neue Personen (Märchenfiguren ...) kennen und natürlich ist Rotkäppchen (auf ihre eigene selbstsüchtige Art) wieder großartig. 
Besser als der Vorgänger, der auch nicht schlecht war, aber mehr Schwächen aufwies, aber ... Teil zwei macht ohne Teil eins weniger Spaß obwohl man ihn vermutlich auch ohne Vorkenntnisse lesen könnte.

Märchen sollte man aber kennen ... 

Mittwoch, 24. März 2021

C. S. Harris: Die Tote von Brighton (Rezension)

Brighton, England, 1811. Die schöne Frau eines alternden Marquis wird tot aufgefunden – ausgerechnet in den Armen des Prinzregenten. Ein Skandal für die englische Krone! Doch der Fall wird noch verstrickter. Um den Hals der toten Frau befindet sich eine mythische Halskette, die ausgerechnet auf Sebastian St. Cyr, Viscount Devlin deutet. Schon wieder sieht Sebastian sich damit in einen Mordfall verwickelt. Verfolgt von seiner Vergangenheit untersucht er sowohl den Tod der Marquise als auch seine eigene mögliche Verbindung dazu – und stößt dabei auf ein komplexes Gerüst aus Lügen und Täuschungen.
Mit Hilfe seiner Geliebten Kat Boleyn und einem ehemaligen Straßenjungen kommt Sebastian dem Mörder immer näher. Und als ein Mord nach dem nächsten geschieht, sieht er sich mit einer Verschwörung konfrontiert, die seine eigene Identität bedroht ... und die Monarchie selbst in Gefahr bringt.

Die Tote von Brighton ist, nach Die Schatten von Westminster, der zweite Fall in den der ungewöhnliche Sebastian St. Cyr verwickelt wird.
Anfangs scheint eine persönliche Beteiligung am Tod ausgeschlossen zu sein, doch je tiefer Sebastian gräbt, desto tiefer dringt er in seine eigene Vergangenheit ein und entdeckt das eine oder andere Familiengeheimnis.
Die Tote von Brighton ist ein historischer Kriminalfall, mit einigen künstlerischen Freiheiten (was die einen oder anderen existierenden oder erfundenen Personen anbelangt). Neben dem eigentlichen Kriminalfall, der mehr oder weniger eine Beteiligung des Königshauses impliziert, ist auch der Blick in Sebastians Vergangenheit nicht uninteressant, vertieft es doch den Charakter des Protagonisten und seiner Familie.
Nicht ganz so gut wie Die Schatten von Westminster, aber immer noch ein unterhaltsamer, spannender historischer Krimi, der sich durch die Hauptperson sehr von anderen historischen Krimis unterscheidet. 
Vorkenntnisse zum Vorgänger sind aber nicht nötig. 

Ich giere nach mehr, denn es gibt noch einige unbeantwortete Fragen ...

Dienstag, 23. März 2021

Kai Meyer: Frostfeuer (Rezension)

Seit Anbeginn der Zeit herrscht die Schneekönigin über die weiße Öde am Rande der Welt. Kalt ist ihr Reich und aus Eis ihr Herz. Doch dann wagt die junge Magierein Tamsin Spellwell, was keiner zuvor je gewagt hat - sie raubt einen Zapfen vom Eisherzen der Schneekönigin, um die Macht der Tyrannin zu brechen. In Sankt Petersburg, im eisigsten Winter seit Menschengedenken, treffen die beiden erneut aufeinander. Ein fantastisches Zauberduell entbrennt - doch nicht Magie bestimmt die Siegerin, sondern der Mut des Mädchens Maus.
Frostfeuer war das erste Buch von Kai Meyer, dass ich (nachdem ich eine Lesung besucht hatte) von ihm gelesen habe. Das war 2005 (oder so). Inzwischen sind ja schon ein paar Jahre vergangen und vor Kurzem habe ich erneut angefangen Kai Meyer zu lesen, darunter auch FROSTFEUER. Und die Faszination von damals ist immer noch vorhanden. Ein magisches St. Petersburg, Schnee, eine interessante Neuinterpretation der Schneekönigin, ungewöhnliche Charaktere und eine spannende Handlung an einem einzigen Schauplatz ... einem Hotel.
Fantasievoll erzählt (und dabei nicht so überfrachtet wie manch andere Bücher des Autors) bleibt es spannend von Beginn bis Ende und bietet dabei die eine oder andere Überraschung.
Ich weiß nur nicht, was ich von den Nihilisten, bzw. der Bombe im Hotel halten soll. Irgendwie gehören sie zum Hintergrund von FROSTFEUER dazu, aber alleine die Überlegung die Bombe zu nutzen, für ein Kinder/Jugendbuch fand ich das doch etwas heftig.
Abgesehen davon ist FROSTFEUER eine wunderschöne Erzählung in einem kalten Land mit einer sanft magisch angehauchten Atmosphäre.

Montag, 22. März 2021

Kevin Hearne: Tinte & Siegel (Rezension)

»Tote Schüler sind auf Dauer schlecht für den Ruf. Inzwischen frage ich mich, ob meiner noch zu retten ist.« Al MacBharrais Al MacBharrais ist gesegnet. Gesegnet mit einem ungewöhnlich schönen Schnurrbart, einem Sinn für kunstvoll gemixte Cocktails – vor allem aber mit einem einzigartigen magischen Talent. Er schreibt mit Geheimtinte kraftvolle Zaubersprüche. Und als ehrbarer Schotte setzt er alles daran, unsere Welt vor den schurkischen Knechten verschiedener Pantheons zu beschützen, im Besonderen vor Feenwesen, die alles andere als nett sind. Traurig, aber wahr: Al ist auch verflucht. Jeder, der seine Stimme hört, geht sofort mit unvorstellbarem Hass auf ihn los. So kann er nur schriftlich oder mit Sprach-Apps kommunizieren. Und schlimmer noch: Alle seine Lehrlinge starben bei höchst sonderbaren Unfällen. Fergus wurde bei den Highland-Spielen von einem schlecht geworfenen Baumstamm erschlagen, Ramsey wurde von schusseligen amerikanischen Touristen, die auf der falschen Straßenseite unterwegs waren, überfahren. Als sein letzter Lehrling Gordie tot in seiner Wohnung in Glasgow aufgefunden wird – er erstickte an einem rosinenhaltigen Gebäck –, entdeckt Al, dass Gordie ein geheimes, verbrecherisches Doppelleben führte und in einen schwunghaften Menschenhandel mit nichtmenschlichen Wesen verstrickt war ...

Sonntag, 21. März 2021

Chris Colfer: Land of Stories 1 - Die Suche nach dem Wunschzauber (Rezension)

Als Alex und ihr Zwillingsbruder Conner ein altes Buch zum Geburtstag geschenkt bekommen, ahnen sie nicht, dass der dicke Schmöker ein Portal in ein magisches Reich ist. Sie geraten in eine Welt, in der es nicht nur gute Feen und verwunschene Prinzen gibt, sondern auch ein böses Wolfsrudel und eine noch viel bösere Königin. Doch ganz so einfach ist die Sache mit Gut und Böse leider nicht. Denn in all den Jahren nach dem Happy End haben die Märchenwesen einige Marotten entwickelt, was die Zwillinge in so manche verzwickte Lage bringt. Außerdem haben sie nicht den blassesten Schimmer, wie sie wieder nach Hause finden sollen. In einem geheimnisvollen Tagebuch steht die Lösung – doch hinter dem ist auch die böse Königin her …
Chris Colfer ist ein amerikanischer Schasuspieler/Sänger, der vor allem durch seine Rolle als Kurt Hummel aus der Serie Glee, aber auch als Autor ist er erfolgreich, was er seit 2012 mit LAND OF STORIES beweist.

Samstag, 20. März 2021

Paul Decrinis: Tödliches Gelübde (Rezension)

Graz: Ein unbekannter Täter erschießt den Rektor des Bischöflichen Gymnasiums. Die Mordkommission um Sabrina Mara und Kurt Hutnagl nimmt sofort die Ermittlungen auf, und das gefährliche Spiel beginnt. Obwohl sie die Identität des Täters aufdecken können, stehen die beiden vor einem Rätsel: Was ist sein Motiv? Und wie kann er gestoppt werden? Als weitere Menschen getötet werden, findet Mara eine unerwartete Verbindung zwischen den Opfern – eine Verbindung, die zu einem alten Ritterorden führt. Bald merkt sie, dass sie einer tödlichen Verschwörung auf der Spur ist. Und die Gefahr ist viel näher, als sie denkt …
Blutiges Gelübde erschien bereits im Juni 2020 unter dem Titel Verdacht: Was du nicht siehts, warum auch immer. Aber das scheint eine übliche Taktik des dp-Verlags zu sein. Nachvollziehen kann ich es nicht, ich finde das verwirrend, aber der Verlag wird sich (hoffentlich) etwas dabei gedacht haben. Am Inhalt des Buchs ändert sich ja nichts, nur Cover und Titel. 

Donnerstag, 18. März 2021

Markus Heitz: Die Meisterin 2 - Spiegel und Schatten (Rezension)

Die Heilerin Geneve ist die letzte Nachfahrin der Scharfrichter-Dynastie Cornelius. Als in ihrer Wahlheimat Leipzig eine junge Frau ermordet wird, führt die Spur direkt zu Geneve. Die Ermordete war Mitglied des Londoner Wicca-Covens und extra nach Leipzig gereist, um Geneves Rat einzuholen – offenbar wollte sie die Heilerin zu einer antiken Spiegel-Scherbe befragen.
Geneve kontaktiert ihren Freund, den Vatikan-Polizisten Alessandro Bugatti. Gemeinsam versuchen sie, den Mord an der jungen Wicca aufzuklären und Licht in die Hintergründe des Verbrechens zu bringen.
Schnell sehen Geneve und Alessandro sich schier übermächtigen Gegnern gegenüber. Um gegen dieses tödliche Bündnis anzukommen, müssen sie einander bedingungslos vertrauen – doch ihrem Feind ist es längst gelungen, in Geneve Zweifel an Alessandros Aufrichtigkeit zu säen.
Auch vor hunderten Jahren stand Geneve einst einer mörderischen Kreatur gegenüber, die bis dahin keinen Fuß auf das Festland gesetzt hatte. Hängen Gegenwart und Historie einmal mehr zusammen?
 

Mittwoch, 17. März 2021

Günther Kienle/Jörg Fuchs Alameda: Waypoint 59 (Rezension)

In der Anthologie des Jahres 2020 entführt der Leseratten Verlag die Leser zusammen mit seinen Autoren zu einem wilden Tag voller Geschichten in die verrückteste Weltraumkneipe der Galaxie, das Waypoint FiftyNine. Zwei nicht immer nüchterne Herausgeber und 20 Autoren aus der deutschsprachigen Funtastikszene bereiten mit ihren Storys einen direkten Angriff auf das Humorzentrum der Leser*innen.
Humor ist ja immer so eine Sache und in Verbindung mit SF nicht unbedingt immer gelungen. Kurzgeschichten sind auch nicht jedermanns Sachen und so hat es eine Anthologie mit einem doch sehr speziellen Thema schwer allen zu gefallen.
In Waypoint Fiftynine versuchen 18 Autoren eine Weltraumkneippe zum Leben zu Erwecken und ein bisschen fühlt man sich an DAS RESTAURANT AM ENDE DES UNIVERSUMS erinnert. 

Dienstag, 16. März 2021

John Boyne: Die Geschichte eines Lügners (Rezension)

Maurice Swift ist Schriftsteller. Er hat Stil, kann brillant erzählen, doch ihm fehlen die Geschichten. In Westberlin trifft er auf sein Idol, Erich Ackermann, der gerade mit einem großen Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Ackermann verfällt dem charmanten jungen Mann, der sich für alles, was er sagt, interessiert. Er nimmt ihn mit auf Lesereise durch Europa und erzählt ihm sein Geheimnis. Es ist diese Geschichte, für die Maurice endlich als Autor gefeiert wird. Und die Ackermanns Karriere beendet. Maurice dagegen ist schon auf der Suche nach dem nächsten Stoff…
Maurice Swift hat einen Roman geschrieben... das es sich dabei um eine wahre Geschichte handelt und er dabei das Leben eines anderen zerstört, ist ihm egal. 
Maurice Swift schreibt wieder einen Roman, das es sich dabei um den einer anderen handelt und er dabei ihr Leben zerstört ist ihm egal. 
Maurice Swift weiß was er will und alle anderen sind ihm egal.

Montag, 15. März 2021

Markus Heitz: Die Meisterin - Der Beginn (Rezension)

Eine uralte Familien-Fehde, eine unbekannte Bedrohung aus der Anderswelt und eine Frau, die alles aufs Spiel setzen muss – fesselnder Mix aus Fantasy und Thriller-Elementen von Bestseller-Autor Markus Heitz
Seit Jahrhunderten bemüht sich die Heilerin Geneve Cornelius um Neutralität in der ewigen Fehde ihrer Familie mit der Scharfrichter-Dynastie der Bugattis. Doch dann wird ihr Bruder im Hinterhof eines Londoner Pubs brutal enthauptet. Ein Racheakt, der den uralten Zwist zwischen den Scharfrichter-Familien Bugatti und Cornelius anfachen soll – so scheint es zumindest.
Denn zur gleichen Zeit häufen sich in Geneves Heimatstadt Leipzig unheimliche Vorfälle. Die Anderswelt mit ihren mystischen Kreaturen ist in Aufruhr. Die unsterbliche Heilerin ahnt, dass ihr eine Entscheidung bevorsteht: Behält sie ihre Neutralität bei oder nimmt sie gegen all ihre Überzeugungen den Kampf gegen die unbekannte Bedrohung auf und findet dabei vielleicht den Tod?

Sonntag, 14. März 2021

Cassandra Clare/Holly Black: Magisterium 1 - Der Weg ins Labyrinth (Rezension)

Geschlagen mit einem lahmen Bein und einer scharfen Zunge ist der zwölfjährige Callum nicht gerade der beliebteste Junge auf dem Planeten. Doch das ist erst mal sein geringstes Problem. Denn just in diesem Moment befindet er sich auf dem Weg ins Magisterium. Der unterirdischen Schule für Zauberei. Ein dunkler und geheimnisvoller Ort. Dort soll er bei Master Rufus, dem mächtigsten Magier der Schule, in die Lehre gehen. Doch alles was Call über ihn und das Magisterium weiß, lässt ihn befürchten, das erste Schuljahr nicht lebend zu überstehen ...
Es ist nicht leicht ein Buch über eine Magierschule zu lesen ohne Vergleiche zu Harry Potter anzustellen. Und ich habe den Eindruck, dass es schwer ist diesen Klassiker zu übertrumpfen. Aber es wird immer wieder versucht, bisher erfolglos (in meinen Augen)

Samstag, 13. März 2021

Kai Meyer: Serafin - Das kalte Feuer (Rezension)

Serafins Venedig ist voller Magie. In einer Neumondnacht begibt er sich mit seiner geflügelten Katze auf Beutezug. Wie jeden Monat ist für eine Nacht das Wasser aus den Kanälen verschwunden. Doch statt Kostbarkeiten findet Serafin auf dem Grund des Canal Grande zwei fremde Mädchen, leblos am Fuß eines goldenen Spiegels. Mächtige Gegner machen Jagd auf die beiden. Die Gilde der Glasbrenner, die Kartographen der Spiegelwelt und eine legendäre Katzengöttin – sie alle sehen in den Mädchen Junipa und Merle den Schlüssel zu Venedigs uraltem Zauber.
Die Merle-Trilogie geht weiter und wurde mit dem Erscheinen von Serafin zu einem Zyklus ausgeweitet. Aber war das wirklich nötig? Eigentlich ist mit DAS GLÄSERNE WORT Merles Geschichte abgeschlossen, auch wenn die Möglichkeit einer Fortsetzung immer bestand. Aber Serafin hat mich enttäuscht. Auf mich wirkt die Geschichte so als ob man unbedingt etwas schreiben wollte um an den Erfolg der früheren Bücher anknüpfen zu können (und vielleicht auch um Merle-Fans ein Wiedersehen zu ermöglichen).

Donnerstag, 11. März 2021

Doktor Maxwells skurriles Zeitexperiment (Rezension)

Madeleine »Max« Maxwells Woche beginnt nicht gut. Aus irgendeinem Grund sind beinahe sämtliche Mitarbeiter der zeitreisenden Historiker von St. Mary's blau gefärbt. Da sie so wohl kaum in eine andere Epoche reisen können, ohne dort aufzufallen, bleibt es an Doktor Maxwell hängen, einen Freund ihres Chefs zu einem Besuch bei Sir Isaac Newton zu begleiten. Dort werden sie von einem aufgebrachten Mob verfolgt. Im letzten Moment erreichen sie wieder ihre Zeitreisekapsel, die eine verhängnisvolle Fehlfunktion hat und die beiden Zeitreisenden im absoluten Nichts stranden lässt! Dieses Mal wird Max nicht nur vom Chaos verfolgt – es hat sie eingeholt!
Doktor Maxwells skurriles Zeitexperiment  ist der dritte Teil der Chroniken von St. Marys und steht den Vorgängern in nichts nach, sieht man davon ab, dass etwas ernstere Töne angeschlagen werden (und ich noch nicht weiß, was ich von dem Ende halten soll ... es hat mir nicht gefallen, aber wer weiß wie es weiter geht... und es geht weiter) und (ich erlaube mir den Spoiler) auch einige bekannte Personen (ob man sie mag oder nicht lasse ich offen) sterben (aber kann in einer Zeitreisegeschichte etwas wirklich tot sein?).
Max reist mit ihren Freunden und Kollegen wie in den Vorgängern durch die Zeit (und darf unter anderem auch den trojanischen Krieg miterleben).
Flüssig-witzig erzählt, skurrile Personen und Ereignisse, eine Geschichte, wie man sie nicht unbedingt kennt, mit ernsten und beängstigenden Tönen (vor allem die Überlegung von Max häuslich zu werden ... andererseits ist das auch nicht ganz so beängstigend, jedenfalls kann ich mir Max nicht als Hausfrau und Mutter vorstellen ...).
Wer die ersten beiden Bände der Reihe kennt wird nicht enttäuscht werden (okay, vielleicht vom Ende) und für mich ist es immer eine Freude wenn Doktor Maxwell durch die Zeit reist (und auch diesmal gibt es wieder Dinosaurier ...)

Mittwoch, 10. März 2021

Kai Meyer: Merle - Das gläserne Wort (Rezension)

Merles Venedig ist voller Magie. Doch nach dem Verschwinden der Fließenden Königin versinkt die Lagunenstadt im Chaos. Merle und ihre Gefährten sind unterwegs ins Land der Sphinxe, wo eine uralte Macht eine neue Eiszeit heraufbeschwört. Nicht nur Ägypten, der ganzen Welt droht ein ewiger Frost. Unsterbliche Götter und Horuspriester, fantastische Meerwesen und treue Freunde ziehen mit Merle in einen schrecklichen Krieg. In der Spiegelfestung der Sphinxe entfesseln sie den Zauber des Gläsernen Wortes.
Teil 3 des Merle-Zyklus und nicht schlechter als die Vorgänger. Tatsächlich könnte ich einfach widerkäuen was ich bereits zu den anderen beiden Teilen geschrieben habe, denn das Niveau wird beibehalten. Vielleicht steigert es sich sogar, denn es wird eine Geschichte zu Ende erzählt und lose Fäden werden beendet, wenn auch nicht unbedingt so, wie man es erwartet oder sich wünschen würde. Natürlich ist es hilfreich die Vorgänger zu kennen, aber wer liest schon den dritten Teil einer Serie, die aufeinander aufbaut (*hüstel*, ich weiß, das ich das hin und wieder mache, aber das heißt nicht, dass das jeder andere auch tun muss).
Die Charaktere entwickeln sich weiter, neue Charaktere tauchen auf und natürlich gibt es die eine oder andere Überraschung. 
Das gläserne Licht ist ein würdiger Abschluss einer Reihe (auch wenn der Zyklus weiter geht) und trotzdem wünscht man mehr von Merle zu lesen (und dieser Wunsch wurde erhört). 

Im Allgemeinen kann man zu dieser Trilogie sagen, dass sie spannende Unterhaltung mit interessanten Charakteren bietet und eine lustige Mischung aus Mythologie und Märchen darstellt. Ägyptische Gottheiten, Magie, Meerjungfrauen ...


(Und ich frage mich warum ich bei den Unmengen an Tierwesen darauf verzichtet habe die Trilogie auf dem Beutelwolf-Blog vorzustellen ... jetzt ist es aber auch schon egal)

Dienstag, 9. März 2021

Andreas Suchanek: Die 12 Häuser der Magie - Schicksalsretter (Rezension)


Die magische Gesellschaft steht am Abgrund. Gnadenlos treibt der Dämon sein zweites Regnum aus dem Verborgenen heraus voran. Niemand ahnt, dass der Kerker zerbrochen ist und die Welt kurz davor steht, in Asche zu vergehen. Nach dem Tod eines wichtigen Mitstreiters scheint es keine Hoffnung mehr für den Widerstand zu geben. Oder doch?
Das Ende der 12 Häuser der Magie und irgendwie schade. Mir hat die Trilogie gefallen und einige der auftauchenden Personen habe ich lieb gewonnen (selbst Dauernervensäge Nox ... irgendwie).
Aber bevor die Trilogie zu Ende geht wird es noch richtig spannend und sehr actionreich und ... irgendwie peinlich das zugeben zu müssen, aber am Ende habe ich doch die eine oder andere Träne vergossen.
Schicksalsretter unterscheidet sich von den Vorgängern nur in der Handlung, der Schreibstil ist wie gewohnt und auch die Action ist so, wie man es erwartet (und von anderen Suchanek-Werken auch gewohnt ist).
Wer mal kurz abspannen möchte und sich in eine bekannte Welt mit Magie begeben möchte, der ist mit dieser Trilogie gut bedient.
Spannung und Action pur, sympathische Charaktere, die eine oder andere überraschende Wendung und ... was nicht immer bei Abschlussbänden der Fall ist: Ein absolut würdiges Ende.

Wer anspruchsvolle Literatur erwartet ... sollte sich anderweitig umsehen, wer sich aber einfach nur gut unterhalten lassen will, der wird nicht enttäuscht werden. 

Montag, 8. März 2021

Ethan Cross: Die Stimme der Rache (Rezension)

Ein abgelegenes Farmhaus in Virginia. Hier versteckt die Polizei die junge November McAllister. Sie ist das letzte Opfer des berühmt-berüchtigten Black Rose Killers und die einzige, die ihm bis jetzt entkommen konnte. Francis Ackerman jr. und Nadia Shirazi persönlich sind auf dem Weg dorthin, um die junge Frau zu beschützen. Aber der Black Rose Killer ist schneller als sie. Er tötet die anwesenden Polizisten und entführt November ein zweites Mal. Damit ist die Jagd offiziell eröffnet, aber es scheint, als könne der Killer selbst Ackermans genialste Schachzüge vorhersagen ...
Die Stimme der Rache ist der zweite Fall den Ackerman und seine Partnerin Shirazi klären und diesmal wird es (zumindest für Nadja Shirazi) persönlich. Und, das gebe ich zu, man wird gut unterhalten. Es ist spannend und nervenaufreibend, manchmal etwas humoristisch oder sehr brutal. Eine gute Mischung für einen guten Popcorn-Thriller. Aber wie im Kino auch steht die Action im Vordergrund, so dass man einige Abstriche machen muss und nicht alles ist unbedingt logisch oder nachvollziehbar.
ich habe mir erlaubt über diese Schwächen hinwegzusehen und mich einfach nur berieseln und gut unterhalten zu lassen. 
Das täuscht aber nicht darüber hinweg dass Ackerman zu selbstsicher agiert (wobei mir das persönlich gut gefällt und ich mich bei dieser Reihe von realistischen Darstellungen verabschiedet habe, was durchaus ein Vorteil sein mag) und es einige Szenen gibt, auf die ich verzichten hätte können (auch wenn sie überraschend kamen). Der Gegner (der Black Rose Killer) mag auf den ersten Blick ziemlich bösartig und beängstigend sein (und ein bisschen an ein früheres Ich von Ackerman erinnern), aber er ist doch nicht mehr als eine Person, die seltsam reagiert (ich will nicht spoilern, aber ich verstehe die verspätete Reaktion auf ein lang zurückliegendes Ereignis nicht, das hätte schon viel früher stattfinden können)
Nun ja, manchmal darf man nicht viel hinterfragen...Hirn ausschalten und genießen, ich glaube das muss man bei den Ackerman/Shirazi-Büchern.
Und ich wurde, trotz aller Schwächen (einschließlich diverser merkwürdiger Übersetzungen und Grammatikfehler, die zu häufig sind, als dass ich sie ignorieren konnte), gut unterhalten und freue mich auf den dritten Band. 

Sonntag, 7. März 2021

Johannes Maria Stangl: Eiskaltes Blut (Rezension)

Nachdem ein junger Fußballspieler bei einem Autounfall ums Leben kommt, wird der Fall auf Grund der Bekanntheit des Opfers den Sonderermittlern Dr. Emil Gusenberg und Maryanne Schröder zugeteilt. Schnell wird ihnen klar, dass es sich nicht um einen Unfall, sondern um Mord handelt – und der Fall hat es in sich. Während ihrer Ermittlungen tun sich immer mehr Abgründe auf und sie stechen bald in ein Wespennest aus Lügen, zerstörten Träumen und Menschen, die für Geld und Ruhm über Leichen gehen. Doch als der einzige Tatverdächtige ermordet aufgefunden wird, rennt den beiden Ermittlern die Zeit davon. Denn ein weiterer Mörder treibt sein Unwesen und hat sein nächstes Opfer bereits im Visier …
Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich ein großer Fußballfan bin, aber ich kann mich auch für Krimis begeistern, die sich mit einem Thema befassen, dass mir fremd ist. Und Eiskaltes Blut kann durchaus fesseln, auch wenn ich mir nicht sicher bin ob es im Fußball tatsächlich so zugeht. Für unwahrscheinlich halte ich es nicht (schwarze Schafe gibt es überall) und selbst wenn einiges an den Haaren herbeigezogen werden sollte, so mag das künstlerische Freiheit sein und für mich keine Rolle spielen, denn zum einen habe ich schon unrealistische Thriller/Krimis gelesen und zum anderen wurde ich gut unterhalten. Und das ist mir wichtiger als Realismus. 

Samstag, 6. März 2021

Guillermo Martinez: Der Fall Alice im Wunderland (Rezension)

Die ehrwürdige Oxforder Lewis-Carroll-Bruderschaft ist einer Sensation auf der Spur: Aus dem Tagebuch des weltberühmten Schöpfers von Alice im Wunderland ist eine bis dato verschollene Seite aufgetaucht, die Brisantes offenbart. Doch bevor die Bruderschaft den Fund veröffentlichen kann, geschehen mehrere Morde, die durch das literarische Universum von Lewis Carroll inspiriert zu sein scheinen. Auch in ihrem zweiten Fall müssen Logik-Professor Arthur Seldom und sein junger argentinischer Mathematik-Doktorand scharf kombinieren, um den rätselhaften Fall zu lösen.
Der Fall Alice im Wunderland hat seine guten und seine schlechten Momente, aber leider überwiegen die weniger guten Momente, obwohl das Potential für einen spannenden Krimi vertan wurde (man könnte Guillermo Martinez in dieser Hinsicht als Wiederholungstäter bezeichnen, denn bereits DIE OXFORD-MORDE gehören in diese Kategorie ... Bücher, die eher eine Zeitverschwendung sind ... leider).
Das Positive: Ein interessanter Hintergrund rund um die Mitglieder der Bruderschaft; ein Satz, dessen Inhalt man auch als Leser unbedingt erfahren möchte; interessante Einblicke in das Leben und Werk Lewis Carrolls.
Das Negative: Als Krimi zu langatmig und zäh, besser als Die Oxford-Morde, aber doch zu analytisch geschrieben ... das kann passieren wenn Mathematiker Krimis schreiben. Und das Ende ist auch nicht wirklich befriedigend. 
Ich habe mehr erwartet (allerdings dann auch wieder nicht, nach den Oxford-Morden ...). Sollte es einen weiteren Band mit Student G. und Professor Arthur Seldom geben werde ich mich hoffentlich daran erinnern, dass das Lesen den Aufwand nicht lohnt. Es gibt Besseres und ich verstehe nicht wie man die Bücher des Autors so hoch loben kann.

Vielleicht ist mein Intellekt aber auch nicht hoch genug um das ausgefeilte Katz- und Mausspiel zu erkennen.

Donnerstag, 4. März 2021

Guillermo Martinez: Die Oxford-Morde (Rezension)

An einem lauen Sommerabend in Oxford findet ein argentinischer Mathematik-Doktorand die Leiche seiner Vermieterin. Kurz darauf geschehen weitere Morde, und kein Geringerer als Arthur Seldom, der berühmte Professor für Logik, erhält jedes Mal eine Nachricht mit einem rätselhaften Symbol. Schnell ist klar: Wenn sie den nächsten Mord verhindern wollen, müssen Seldom und der junge Doktorand die logische Reihung der Symbole entschlüsseln ...
Ich habe viel Positives über DIE OXFORD-MORDE gelesen und anhand des Klappentextes entschlossen, mir das Buch zuzulegen, ich mag eigentlich Krimis dieser Art, ein klassischer Whodunit mit Rätseln. Aber anscheinend bin ich dem hohen Anspruch des Buchs nicht gewachsen. Oder ich versuche Anspruch in einer Geschichte zu sehen in der keiner vorhanden ist. 
Ich hatte den Eindruck, dass kaum etwas passiert und wenn etwas passiert dieses im nachhinein erst erzählt wird und dadurch an Dramatik verloren geht. Außerdem sind die mathematischen Erklärungen zu lang, zu weitschweifig, zu langweilig und das Ende ... einschließlich der Motive der handelnden Personen nicht nachvollziehbar.
Ein Buch das man bei Schlafstörungen verwenden kann, eine große Enttäuschung. 
Und ... ES GIBT KEINE OPOSSUMS in England...

Mittwoch, 3. März 2021

Neil Gaiman: Der Ozean am Ende der Straße (Rezension)

Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, es sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen ...
Ich mag nicht alles, was Neil Gaiman geschrieben hat. Er hat in meinen Augen auch einige hervoragende Werke geschrieben, aber auch das eine oder andere mit dem ich nicht viel anfangen kann. Die letzten beiden Bücher, die ich von ihm gelesen habe haben mir gut gefallen und von DER OZEAN AM ENDE DER STRASSE habe ich überwiegend Positives gehört. 
Die Enttäuschung war groß. Ich will nicht sagen, dass die ungewöhnlichen Kindheitserinnerungen uninteressant wären, aber trotz all der Fantasy fehlte mir etwas. Man findet im Internet zahlreiche Lobhuldeien und auch die Behauptung, dass es sich hierbei um Gaimans beste Geschichte handelt. Nun ja, so weit würde ich nicht gehen. Es gibt schlechters, aber auch besseres. Natürlich ist es nicht schlecht geschrieben (das kriegt Neil Gaiman anscheinend nicht hin), aber mich hat die Geschichte nicht überzeugt. Sie ist nett, aber mehr nicht. 
Mir fällt auch die Einteilung schwer: Ist es eine Geschichte für Erwachsene? Oder doch eher für Kinder?
Auf der einen Seite findet man eine naive (kindliche) Sichtweise der Dinge, dann ist sie wieder erwachsen. und sehr rational. 

Gaiman-Fans werden sie mögen, vielleicht auch der eine oder andere Fantasy-Liebhaber, aber ich hatte andere Erwartungen.
Vielleicht wurde ich deswegen enttäuscht.