Mittwoch, 17. April 2019

Nika S. Daveron: Königin der Monster

Lena Arimont hat eher ungewöhnliche Freunde. Zum Beispiel den Serienkiller Ridgeway, den Dämon Kezramon und den Voodoo-Hexer Cobalt.
Denn Lena ist anders als die anderen. Ihre höchst lebendige Fantasie erweckt jeden Bösewicht aus Büchern oder Filmen zum Leben, wodurch sie fortan in ihrer Welt herumgeistern. Mittlerweile hat sie sich daran so gut wie gewöhnt und lebt ein fast normales Leben - auch wenn die Themen, die Lena mit ihren Freunden bespricht, ein bisschen düsterer sind, als die der anderen Achtzehnjährigen in ihrer Abschlussklasse.
Doch als eines Tages Matteo in ihr Leben stolpert, steht Lenas Kleinstadtleben plötzlich Kopf. Denn Matteo ist Dämonenjäger. Und er sieht verdammt gut aus.
Ich weiß nicht wirklich, was ich erwartet habe. Einen ungewöhnlichen Horrorroman vielleicht, gemischt mit einer Teenager-Liebesgeschichte. Nett zu lesen, aber mehr auch nicht. Aber ... ich habe etwas ganz anderes serviert bekommen und das ist auch gut so.
Königin der Monster lässt sich am Ehesten als Horrorkomödie bezeichnen.
Lena ist ein toughes Mädchen, das sich der Gefahr stellt und nicht schreiend davon läuft.Sie lässt sich auch nichts von Dämonenjägern sagen (und diese wirken in vieler Hinsicht eher hilflos).
Die Story um Lena und ihre Monster ist witzig (in erster Linie) und spannend (danach), aber nie gruselig (das geht gar nicht, wenn man liest wie Lena ihren Serienkiller oder den Voodoo-Hexer in Schach hält. Neben den genannten mag ich auch das Monster unter dem Bett, auch wenn es eine eher unbedeutende Rolle hat.
Ich habe etwas gebraucht, um in die Story eintauchen zu können, aber dann war ich gebannt bis zum Schluss.
Lesenswert für alle, die schon immer ein Faible für die dunkle Seite hatten ... und was die Liebesgeschichte anbelangt (die man mit dem Auftauchen des Dämonenjägers Matteo erwarten könnte) ... nun ja ... diesen Aspekt kann man getrost ignorieren.

Mittwoch, 10. April 2019

Chris Philbrook: Dunkle Erinnerungen (Adrians Tagebuch der Untoten 1)


Einem Zombie den Kopf abzuschlagen, ist alles andere als einfach in einer Welt, in der man mehr Angst vor den Lebenden als vor den Toten haben muss …
Das ruhige Leben von Adrian Ring ist abrupt zu Ende, als die Welt von einer Flut aus Untoten und einer Armee verzweifelter Überlebender überschwemmt wird. Während um Adrian der Wahnsinn tobt, zieht er sich in Auburn in eine Schule zurück und versucht Freunde und Verwandte auf dem Weg dorthin zu retten. In seinem nicht enden wollenden Überlebenskampf flieht er vor Wahnsinnigen und kann seine Katze Otis retten, muss aber seine eigene Mutter erschießen – alles in allem ein erfolgreicher Anfang.
DUNKLE ERINNERUNGEN bildet den ersten Teil von Adrians Geschichte, die nach "jenem Tag" spielt. In "Mr. Tagebuch" notiert er seine Gedanken über die Zeit seines Überlebens in einer dystopischen Welt, nachdem das unvorstellbare Böse das Land in eine scheinbar nicht enden wollende Finsternis getaucht hat. Der Auftakt von ADRIANS TAGEBUCH DER UNTOTEN erzählt die epische Geschichte eines Mannes in der Postapokalypse, in der er zuerst annimmt, unverschuldet in dieses Dilemma geraten zu sein, aber schnell herausfindet, dass alles aus einem bestimmten Grund passiert.

Dienstag, 9. April 2019

Rick Yancey: Der Monstrumologe (Rezension)

1888: Der Junge Will Henry ist ein Waisenkind und arbeitet als Assistent des kauzigen Dr. Warthrop. Der gute Doktor hat sich auf ein ganz besonderes Gebiet spezialisiert: Er ist Monstrumologe, das heißt, er studiert Monster und macht notfalls Jagd auf sie.
Eines Abends kommt ein Grabräuber zu Will und dem Doktor ins Labor. Er hat einen schrecklichen Fund gemacht: eine Leiche, in die sich ein zahnbewehrtes Monster verbissen hat. Der Doktor weiß, diese Monsterart ist äußerst gefährlich, da sie Menschen tötet und sich rasend schnell vermehrt. Und die einzigen, die nun zwischen diesen Bestien und den Menschen stehen, sind der Doktor und der kleine Will ...
Ich mag Bücher, die um die Jahrhundertwende spielen, vor allem, wenn es sich um kriminalistische/Fantastische Literatur handelt. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen, die ich in den Monstrumologen setzte.

Mittwoch, 3. April 2019

Jules Verne: Von der Erde zum Mond

Es wird mal wieder Zeit für eine Jules Verne-Rezension.
Von der Erde zum Mond wurde erstmals 1865 unter dem französischen Titel De la Terre à la Lune von dem Verleger Pierre-Jules Hetzel veröffentlicht. Die erste deutschsprachige Ausgabe erschien 1873 unter dem Titel Von der Erde zum Mond. Der englische Titel des Romans lautet From the Earth to the Moon. Es handelt sich um ein frühes Werk des Science-Fiction-Genres, das die Mondfahrt um etwa hundert Jahre vorwegnimmt. Allerdings geht es hier vor allem noch um die Vorbereitung des Abenteuers. Der Roman Reise um den Mond (Autour de la Lune) von 1870 setzte die Geschichte fort (und wird irgendwann auch hier im Blog beschrieben werden).