ABALYS ist ... ein Hotel in Brest, Frankreich. Steht so im Buch, und ich habe nachgeschaut. Erstaunlich, dass man sonst nichts findet. Aber irgendwie witzig, nur ... das Hotel spielt (abgesehen von einer kurzen Erwähnung) gar keine Rolle. Schauplatz von Lilly Labords kurzem Roman ist Irland. Und Abalys kein Hotel sondern ein Wesen aus der Sagenwelt (man kann es auf dem Cover sehen). Lilly Labords flüssiger Schreibstil entführt den Leser sofort in eine mystische Welt und auch wenn man denkt, das eine oder andere schon einmal irgendwo gelesen zu haben (Feenkreise sind keine Seltenheit in der Fantasyliteratur). Trotzdem behält die Geschichte eine gewisse Eigenständigkeit und wechselt ein bisschen zwischen Grusel und Cuteness, gewürzt mit einer Prise Humor. Über Spannung kann man sich nicht beklagen. Bedingt durch die Kürze bleibt die Anzahl der Charaktere überschaubar und, wenn ihre Rollen eher klein sind, ein bisschen oberflächlich (oder soll ich sagen: nebulös?).
Freunde von mystischen Geschichten werden durchaus auf ihre Kosten kommen. Lilly Labord weiß zu unterhalten, aber ABALYS ist alles andere als eine Kindergeschichte, auch wenn das Cover darauf hinweisen mag. Und so sehr mir die Geschichte gefallen hat ... hätte ich mir doch gewünscht, dass sie etwas länger gewesen wäre, denn ... es passiert sehr viel auf relativ wenig Seiten. Kein Nachteil, aber man glaubt, eine längere (oder eine andere) Geschichte im Hintergrund gären zu hören.
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