Martins Buchgelaber
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Mittwoch, 24. Juni 2026
Jo Fischler: Klein aber tot (Hörbuch)(Rezension)
Willkommen in Knuffingen, der malerischen Miniaturwelt zwischen Harz und Alpen – ein Ort, der vor allem eines ist: überschaubar. Und friedlich. Zumal die Knuffinger gar nicht ahnen, dass sie Teil eines berühmten Miniaturuniversums sind … Doch die Idylle trügt, denn plötzlich steht Kommissar Jojo Wunder vor einem Riesenproblem. Friedrich Frank, Journalist und berüchtigter Schmähkritiker, wird ermordet aufgefunden. Der Tote hatte mehr Feinde als Freunde, was den Fall nicht leichter macht. Und ausgerechnet die Menschen, die Jojo am nächsten stehen, geraten unter Verdacht: seine heimliche Liebe, die undurchschaubare Blumenhändlerin Liora Märklin – und seine eigene Mutti, deren Restaurant Frank zuvor vernichtend verrissen hat. Als Jojo sie verhaften soll, ist für ihn endgültig Schluss mit lustig.
Dienstag, 23. Juni 2026
Jo Nesbø: Das Nachthaus (Rezension)
Wer einmal im Nachthaus gewesen ist, kommt als ein anderer heraus: Nach dem tragischen Tod seiner Eltern bei einem Hausbrand wird der vierzehnjährige Richard Elauved zu Tante und Onkel in das abgelegene, düstere Städtchen Ballantyne geschickt. Kaum angekommen, haftet ihm das Stigma des Außenseiters an – und als sein Mitschüler Tom spurlos verschwindet, sind sich alle sicher: Der neue, zornige Junge muss etwas damit zu tun haben. Niemand glaubt Richard, als er behauptet, die Telefonzelle am Waldrand habe Tom wie in einem Horrorfilm in den Hörer gesogen. Niemand – außer Karen, eine rätselhafte Außenseiterin, die Richard ermutigt, den Hinweisen zu folgen, die die Polizei ignoriert.
Wer einmal im Nachthaus gewesen ist, kommt als ein anderer heraus ...
DAS NACHTHAUS ist das erste Buch das ich von Jo Nesbø gelesen habe, und ich gebe zu, dass ich Blut geleckt habe. Ist er hauptsächlich als Krimiautor bekannt so legt er hier ein genrefremdes Werk vor, das man der PHANTASTIK zuordnen kann. Ich wurde durchaus mehrmals überrascht, vor allem, weil ich (trotz Klappentext) davon ausgegangen bin, es mit einem Krimi zu tun zu haben.
Wer einmal im Nachthaus gewesen ist, kommt als ein anderer heraus ...
DAS NACHTHAUS ist das erste Buch das ich von Jo Nesbø gelesen habe, und ich gebe zu, dass ich Blut geleckt habe. Ist er hauptsächlich als Krimiautor bekannt so legt er hier ein genrefremdes Werk vor, das man der PHANTASTIK zuordnen kann. Ich wurde durchaus mehrmals überrascht, vor allem, weil ich (trotz Klappentext) davon ausgegangen bin, es mit einem Krimi zu tun zu haben.
Montag, 22. Juni 2026
Viola Eigenbrodt: Schuhe, Wald und schräge Vögel (Hörbuch)(Rezension)
Campaspargo am Gardasee - Blankes Entsetzen bei Erntehelfer Joe Diop: Was er soeben ausgegraben hat, ist kein Spargel, sondern die Hand einer Leiche! Der Tote ist Bippo Conte, ein junger Förster, der sich für den Vogelschutz engagiert hat. Wer sollte Grund gehabt haben, ihn zu erschießen? Und warum hat man ihn in einem Spargelfeld verscharrt, wo man ihn binnen Stunden finden würde? Ispettore Paul Messner von der Kripo und die Carabinieri aus Riva del Garda stehen vor einem Rätsel. War es eine Beziehungstat? Sowohl Bippos Ex als auch die Familie seiner neuen Freundin haben Geheimnisse. Das gilt aber auch für Oberförsterin Monica und den Eigentümer des Spargelfelds. Als es im Umfeld des Försters zu einem weiteren Mord kommt, tun sich neue Fragen auf. Womit hat das zweite Opfer eigentlich sein Geld verdient …?
Dienstag, 9. Juni 2026
Kelsey Cox: Party of Liars (Rezension)
Ein luxuriöses Anwesen, elegant gekleidete Gäste und Champagner auf einer mit Lichtern geschmückten Terrasse. Bei einer glanzvollen Party hoch über den Texas Hills treffen vier Frauen aufeinander, die kaum gegensätzlicher sein könnten: eine überforderte junge Mutter, eine verbitterte Ex-Frau, eine Sechzehnjährige, die mit dem Feuer spielt, und eine Nanny, die mehr weiß, als gut für sie ist. Sie alle sind an diesem Abend zusammengekommen, um Sophie Matthews' Geburtstag zu feiern. Doch kurz bevor die Kerzen auf der dreistöckigen Torte ausgeblasen werden, stürzt einer der Anwesenden vom Balkon - und ist sofort tot. Schnell wird klar: Jede der Frauen hat etwas zu verbergen. Würde eine von ihnen töten, damit es niemals ans Licht kommt?
PARTY OF LIARS war anders, als ich es aufgrund des Klappentextes erwartet hätte, was aber nicht ungewöhnlich ist. Mancher Klappentext (sehr viele um genau zu sein) sind mit Vorsicht zu genießen. Ich würde PARTY OF LIARS auch nicht wirklich als Thriller bezeichnen. Welche Kategorie man aber sonst wählen sollte ist schwierig, denn auch wenn man einen Thriller erwarten könnte, so ist die Geschichte dann doch etwas langatmig und spannungsarm. Von einem Thriller erwarte ich mehr.
Die Geschichte wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt, was leider nicht unbedingt für Lesevergnügen sorgt. Die Erzählungen sind mal kürzer, mal länger, nicht unbedingt linear und manchmal werden Ereignisse aus der Vergangenheit beschrieben. Lange Zeit weiß man eigentlich nicht, was passiert, obwohl es zumindest Andeutungen gibt, die jedoch nicht auf das Opfer hinweisen. Es dauert lange, bis tatsächlich etwas passiert, aber das passiert fast nebenbei und führt zu einem unbefriedigenden Ende, das sich zudem noch etwas hinzieht, da ja alle (überlebenden) Beteiligten noch einen Schluss bekommen müssen.
Die Kapitel sind insgesamt viel zu kurz, die Sichtweisen wechseln viel zu oft und ein roter Faden in der Geschichte fehlt leider. Dafür findet man in den Kapiteln unnötig viele kleine Details, die größtenteils überflüssig sind und weder der Spannungsaufbau (der nicht vorhanden ist) noch der Charakterentwicklung (die, wenn überhaupt sehr schleichend ist) dienen.
Verwirrend für den Leser, aber da scheint eine interessante Grundidee in den Sand gesetzt zu werden. Für Thrillerfans keine Bereicherung und sonst ... muss man PARTY OF LIARS nicht gelesen haben.
PARTY OF LIARS war anders, als ich es aufgrund des Klappentextes erwartet hätte, was aber nicht ungewöhnlich ist. Mancher Klappentext (sehr viele um genau zu sein) sind mit Vorsicht zu genießen. Ich würde PARTY OF LIARS auch nicht wirklich als Thriller bezeichnen. Welche Kategorie man aber sonst wählen sollte ist schwierig, denn auch wenn man einen Thriller erwarten könnte, so ist die Geschichte dann doch etwas langatmig und spannungsarm. Von einem Thriller erwarte ich mehr.
Die Geschichte wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt, was leider nicht unbedingt für Lesevergnügen sorgt. Die Erzählungen sind mal kürzer, mal länger, nicht unbedingt linear und manchmal werden Ereignisse aus der Vergangenheit beschrieben. Lange Zeit weiß man eigentlich nicht, was passiert, obwohl es zumindest Andeutungen gibt, die jedoch nicht auf das Opfer hinweisen. Es dauert lange, bis tatsächlich etwas passiert, aber das passiert fast nebenbei und führt zu einem unbefriedigenden Ende, das sich zudem noch etwas hinzieht, da ja alle (überlebenden) Beteiligten noch einen Schluss bekommen müssen.
Die Kapitel sind insgesamt viel zu kurz, die Sichtweisen wechseln viel zu oft und ein roter Faden in der Geschichte fehlt leider. Dafür findet man in den Kapiteln unnötig viele kleine Details, die größtenteils überflüssig sind und weder der Spannungsaufbau (der nicht vorhanden ist) noch der Charakterentwicklung (die, wenn überhaupt sehr schleichend ist) dienen.
Verwirrend für den Leser, aber da scheint eine interessante Grundidee in den Sand gesetzt zu werden. Für Thrillerfans keine Bereicherung und sonst ... muss man PARTY OF LIARS nicht gelesen haben.
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Montag, 8. Juni 2026
M. C. Beaton: Agatha Raisin und die Tote im Feld (Rezension)
Eine militante Wanderin, die ihr Ende im Feld des Erzfeindes findet - dieser Fall schreit förmlich nach einer Spürnase wie Agatha Raisin, meint Deborah, eine Freundin der Toten. Die geschmeichelte Agatha ist zwar gerade erst wieder in den Cotswolds angekommen, lässt sich aber nicht zweimal bitten. Ihr Plan: Sie und ihr Schwarm James schleusen sich als Ehepaar getarnt in den Wanderkreis des Opfers ein, um ungestört herumschnüffeln zu können. Gesagt, getan. Als kurze Zeit später ein weiteres Mitglied der Wandergruppe ermordet wird, schwant es den beiden, dass sie sich geradewegs in die Höhle des Löwen begeben haben ...
AGATHA RAISIN UND DIE TOTE IM FELD ist der vierte Teil um die etwas eigenwillige Möchtegerndetektivin, aber im Großen und Ganzen ein großer Spaß. Agatha Raisin gehört nicht wirklich zu den sympathischsten Detektiven, aber irgendwie macht Fremdschämen auch Spaß und bei Agatha kann man das sehr oft. Von daher kann man durchaus behaupten, dass due Serie (und dieser Teil) höchst humorvoll ist (auf eine etwas gemeine Art). Ein bisschen weltfremd ist der Roman schon, die Ansichten der Charaktere sind teilweise schon sehr altmodisch und nicht unbedingt nachvollziehbar. Aber das gehört irgendwie dazu, Wenn man das mag dann wird man viel Spaß haben, wenn Agatha ihrem James hinterherschmachtet, ein Mauerblümchen einem Adligen hinterherjagt und eine Wandergruppe ihr Wegerecht einfordert ... Spannend? Bedingt. Aber trotzdem unterhaltsam. Cosy für all jene, die es cosy und irgendwie abgedreht haben möchten, Ja, mag sein, dass die Realität etwas gebogen wird, aber im Rahmen der Reihe ist alles schlüssig und nachvollziehbar. Realismus? Nö. Aber wenn man sich andere Cosy Crimes anschaut, dann darf man das auch hier nicht erwarten. Agatha Raisin (die Serie) ist gute Unterhaltung, angenehm Cosy und ein bisschen schräg. Was ich allerdings bei AGATHA RAISIN UND DIE TOTE IM FELD etwas befremdlich fand, war das Ende (das persönliche, nicht die Aufklärung des Falls), das kam etwas unerwartet und zu früh (und nicht nachvollziehbar).
AGATHA RAISIN UND DIE TOTE IM FELD ist der vierte Teil um die etwas eigenwillige Möchtegerndetektivin, aber im Großen und Ganzen ein großer Spaß. Agatha Raisin gehört nicht wirklich zu den sympathischsten Detektiven, aber irgendwie macht Fremdschämen auch Spaß und bei Agatha kann man das sehr oft. Von daher kann man durchaus behaupten, dass due Serie (und dieser Teil) höchst humorvoll ist (auf eine etwas gemeine Art). Ein bisschen weltfremd ist der Roman schon, die Ansichten der Charaktere sind teilweise schon sehr altmodisch und nicht unbedingt nachvollziehbar. Aber das gehört irgendwie dazu, Wenn man das mag dann wird man viel Spaß haben, wenn Agatha ihrem James hinterherschmachtet, ein Mauerblümchen einem Adligen hinterherjagt und eine Wandergruppe ihr Wegerecht einfordert ... Spannend? Bedingt. Aber trotzdem unterhaltsam. Cosy für all jene, die es cosy und irgendwie abgedreht haben möchten, Ja, mag sein, dass die Realität etwas gebogen wird, aber im Rahmen der Reihe ist alles schlüssig und nachvollziehbar. Realismus? Nö. Aber wenn man sich andere Cosy Crimes anschaut, dann darf man das auch hier nicht erwarten. Agatha Raisin (die Serie) ist gute Unterhaltung, angenehm Cosy und ein bisschen schräg. Was ich allerdings bei AGATHA RAISIN UND DIE TOTE IM FELD etwas befremdlich fand, war das Ende (das persönliche, nicht die Aufklärung des Falls), das kam etwas unerwartet und zu früh (und nicht nachvollziehbar).
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