Freitag, 25. September 2026

Liz Nugent: Die Wahrheit über Ruby Cooper (Rezension)

»Wäre meine Schwester nicht so schön gewesen, dann wäre all das nie passiert.«
Ruby Cooper und ihre Schwester Erin führen ein idyllisches Leben in Boston, getragen vom starken Zusammenhalt ihrer Kirchengemeinde. Als Ruby sechzehn ist, wird sie in einen Vorfall verwickelt, der die geordnete Welt ihrer Familie einstürzen lässt. Ruby flieht in die Heimat ihrer Mutter. Doch über Jahrzehnte hinweg werden die Nachwirkungen eine Spur der Verwüstung hinterlassen – für Ruby in Dublin und für Erin in Boston.
Ruby möchte eigentlich nicht an die Vergangenheit denken.
Doch Geheimnisse lassen sich nicht für immer bewahren.

Nachdem ich SELTSAME SALLY DIAMOND gelesen habe, hatte ich so eine Ahnung, was mich in DIE WAHRHEIT ÜBER RUBY COOPER erwarten würde: Kein klassischer Thriller als ein psychologisch geprägter Spannungsroman, dessen besondere Stärke in seinen Figuren und der allmählichen Enthüllung ihrer Vergangenheit liegt.
Die Spannung entsteht weniger durch rasante Action als durch die Frage, was tatsächlich geschehen ist und warum die Beteiligten so handeln, wie sie handeln. Nugent verteilt Informationen geschickt und verändert dadurch immer wieder den Blick auf Figuren und Ereignisse. Einige vermeintliche Gewissheiten geraten ins Wanken, ohne dass der Roman ausschließlich von spektakulären Wendungen abhängig wäre.
Besonders gelungen ist die psychologische Atmosphäre. Familie, Abhängigkeit, Schuld, Manipulation und die langfristigen Folgen traumatischer Erfahrungen spielen eine wichtige Rolle. Dabei wird das Buch stellenweise ausgesprochen düster und unangenehm. Ein Buch das nachwirkt.
Und so, wie auch SALLY DIAMOND einen längeren Zeitraum abdeckt, ist es auch bei RUBY COOPER. DIE WAHRHEIT ÜBER RUBY COOPER ist ein Familienroman über Geheimnisse und ihre Auswirkung. SALLY DIAMOND ist ein gutes Buch, das es wert ist gelesen zu werden, aber RUBY COOPER ist ... trotz des Themas noch besser. Hier ist alles so wie es sein soll, auch wenn der Leser das unangenehm empfinden wird. Ein psychologisches Drama, das es in sich hat.

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Donnerstag, 24. September 2026

Chris Carter: Du kriegst mich nicht (Rezension)

Dreizehn Jahre. So lautet das Urteil gegen Nelson Stewart – verurteilt für das, was er Samantha angetan hat. Doch noch im Gerichtssaal macht er ihr eines unmissverständlich klar: Er wird zurückkommen. Samantha verschwindet, zieht immer wieder um, und sie gibt sich einen neuen Namen. Als Mary Smith will sie in Frieden leben. Durchatmen. Aber Mary weiß, warum Nelson nicht locker lassen wird.
DENN NICHTS IST, WIE ES SCHEINT.
Es beginnt eine gnadenlose Verfolgung – bei der Marys Leben auf d
em Spiel steht.
GETÄUSCHT. GEJAGT. GEFANGEN.
EINE FRAU AUF DER FLUCHT.
EIN MANN, DER SIE ZUR STRECKE BRINGEN WILL.

Mittwoch, 23. September 2026

Karin Slaughter: Tödliches Verderben (Rezension)

Eine Stadt voller Geheimnisse. Ein Killer ohne Grenzen.
Als eine Polizistin in ihrem Haus brutal angegriffen wird, gerät der Frieden in der Kleinstadt Verona ins Wanken. Bei ihren Ermittlungen stößt Sheriff Emmy Clifton auf eine jahrzehntealte Verschwörung, in die die mächtigsten Persönlichkeiten der Stadt verstrickt sind. Gemeinsam mit ihrer Schwester, der ehemaligen Bundesagentin Jude Archer, wird sie in ein Labyrinth aus Lügen und Schweigen hineingezogen, in dem jemand skrupellos mordet. Während mächtige Feinde im Schatten lauern, beginnt für Emmy und Jude ein Wettlauf gegen die Zeit, der alles zerstören könnte, was ihnen lieb ist.

Mit TÖDLICHES VERDERBEN kehrt Karin Slaughter nach North Falls zurück und beweist erneut, dass ihre Thriller weit mehr zu bieten haben als brutale Verbrechen und die Suche nach einem Täter. Im Mittelpunkt stehen menschliche Abgründe, familiäre Verstrickungen und die Frage, wie gut man die Menschen eigentlich kennt, mit denen man seit Jahren zusammenlebt.