Dienstag, 7. April 2026

Lilly Labord: Tee und Magie versagen nie (Rezension)

Spannend und trotzdem cosy: Wegen der magischen Auseinandersetzungen in London hat sich Moira Denziel nach Schottland zurückgezogen. Dort lebt sie friedlich in einem kleinen Cottage, allerdings nur, bis der Schwarzmagier Emmet Walsh ihre Abwehrzauber entkräftet und über ihre Schwelle spaziert.
Er ist auf der Suche nach seinem kleinen Sohn Josh, der nach einer Begegnung mit den Fae spurlos verschwunden ist. Da Moira auf der Grenze zur Anderwelt wandeln kann, will Emmet ihre Unterstützung. Doch erste Versuche der Kontaktaufnahme gehen schief.
Die Fae sind schwierig und nachtragend, Emmet ist wütend und gefährlich. Wie soll Moira aus diesem Konflikt heil herauskommen? Nun, vielleicht sind es die kleinen Dinge, die alles zu ändern vermögen. Knusprige, frisch gebackene Kekse beispielsweise.

Montag, 6. April 2026

Roland Zingerle: Die Rotkäppchenmisere (Hörbuch)(Rezension)

Ein bayerisches Dorf im Märchenfieber – In oberbayrischen Fackenreuth ist scheinbar alles wie immer – bis Lucia Montagmorgen die Zeitung austrägt und plötzlich ein junges Mädchen vor ihr steht. Spärlich bekleidet und mit einer roten Kappe sucht sie ihre Großmutter. Die Verwunderung ist Dorfpolizist Xaver ins Gesicht geschrieben, als sich das Mädchen als Rotkäppchen vorstellt. Wie gibt es denn so etwas? Dann überschlagen sich die Ereignisse im Dorf. Am Keilerberg wird die Leiche von Basti gefunden. Dann tauchen auch noch Blogger, auf der Jagd nach einer Sensation, im Dorf auf. Und schließlich gibt es auch noch einen neuen Escortservice, geleitet ausgerechnet von Xavers Ex-Freundin Bettina, die kürzlich noch vom religiösen Wahn befallen war. Wie im Märchen tauchen immer neue rätselhafte Gestalten auf und stellen die Ermittlungen auf den Kopf. In was für eine Misere ist Fackenreuth da nur hineingeraten?

Donnerstag, 2. April 2026

Sven Stricker: Sörensen geht aufs Haus (Rezension)

Sörensen wird von seiner Vergangenheit eingeholt und hadert mit der Gegenwart - sein sechster und bisher persönlichster Fall! Veränderungen stehen an bei Sörensen - und Veränderungen sind wie saure Milch: braucht man nicht. Nachdem er seinen kranken Vater bei sich aufgenommen hat, taucht überraschend auch noch ein alter Schulfreund auf. Schiefel heißt er, und er bringt einen Sack voller Probleme mit. Hinter seinem Haus werden menschliche Leichenteile gefunden. Handelt es sich um die Überreste eines vor Jahren verschwundenen Mädchens? Schon wird aus einem Cold Case ein heißer, steckt Sörensen in der nächsten Mordermittlung. Für die er dringend seine Kollegin Jennifer braucht - die sich allerdings ebenfalls verändern möchte ...
SÖRENSEN GEHT AUFS HAUS ist der sechste Teil der Serie und der erste, den ich gelesen habe. Es wird auch der letzte sein. Nicht, dass das Buch schlecht wäre, das ist es bei weitem nicht, nur ... die vorherigen Bücher habe ich gehört, gelesen von Sven Stricker und ... das habe ich hier tatsächlich vermisst. SÖRENSEN GEHT AUFS HAUS ist ein gutes Buch, typisch Sörensen, aber ... ich bin mir sicher, dass das HörBuch besser ist. Aber genug des Gejammeres, ich habe es ja so gewollt. Aber wie gesagt, die nächsten Sörensen-Bücher werde ich wieder hören, das ist viel lustiger. Außerdem ist es etwas schwierig den Sätzen zu folgen, da sie teilweise schon sehr lang sind. Das fängt bereits beim ersten Satz an, aber ich denke dass das typisch ist. Und wenn man Sven Strickers Stimme im Hinterkopf hat (Okay, ich höre schon auf). Also, der Stil ist gewöhnungsbedürftig, aber wer die anderen Bücher geliebt hat wird auch dieses lieben.
Und so kann man auch nur das sagen, was auf alle Sörensen-Krimis zutrifft: Witzig und Spannend, mit irgendwie ikonischen skurrilen Charakteren. Eine Krimireihe der anderen Art. Und die Dialoge und Gedankengänge ... manchmal schwer nachzuvollziehen, aber extrem unterhaltsam. Und es gibt ein Widersehen mit Malte (wers braucht und möchte, wer nicht, bekommts auch). Vor einem Lesen in der Öffentlichkeit würde ich jedoch absehen, manchmal muss man einfach schmunzeln (oder kichern oder hysterisch lachen) oder komische Geräusche des Unglaubens von sich geben. Sörensenfans kommen auf ihre Kosten, und Krimifans, die mal etwas anderes zum Lesen wollen, dürfen sich gerne mal an die Reihe wagen.

Mittwoch, 1. April 2026

Ellen Barksdale: Tee? Kaffee? Mord! - Mord hinter den Kulissen (Hörbuch)(Rezension)

Endlich ist es so weit: Die Dreharbeiten für Martins Film beginnen, und er schlüpft überzeugend in seine Rolle als Vampir. Doch dann wird eine Schauspielerin ermordet aufgefunden - und die Mordwaffe ist ausgerechnet Martins Vampirgebiss!
Nathalie und Louise sind überzeugt, dass jemand ihrem guten Freund diesen Mord in die Schuhe schieben will. Doch warum? Die beiden beginnen nachzuforschen, und die Leidenschaften und Intrigen, die sie aufdecken, lassen selbst den dramatischsten Film blass aussehen. Und es bleibt nicht bei dem einen Opfer ...

MORD HINTER DEN KULISSEN, Teil 35 von Tee? Kaffee? Mord! Es ist erstaunlich, dass der Autorin immer noch etwas Neues einfällt und sie ihre Idee dann auch noch humorvoll verpacken kann. Es ist immer wieder schön, diese Cosy Krimis zu lesen, fast wie ein Heimkommen. Das Earlsraven-Ensemble ist so herrlich bei seinem Zusammenhalt und die Fälle sind durchaus unterhaltsam. MORD HINTER DEN KULISSEN ist jedoch, trotz all dem Vergnügen, nicht ganz so perfekt wie man es sich wünschen würde, bzw. wie man es kennt. Schauspieler wuselten schon einmal durch die Umgebung von Earlsraven und auch wenn es Unterschiede gibt. In LETZTER VORHANG FÜR MR GOODFELLOW waren es Theaterschauspieler, jetzt geht es um den Film. Aber skurrile Gestalten tummeln sich auf beiden Bühnen. Natürlich ist das Filmgeschäft ein anderes und so gibt es genug Unterschiede. Witzig auch die Anspielung (ob beabsichtigt oder nicht) auf THE PRODUCERS/FRÜHLING FÜR HITLER, in der es um eine ähnliche Thematik Geht (was Martins Film anbelangt). Also... eigentlich ist alles wie immer, und natürlich ist Sprecherin Vera Teltz wunderbar, aber ... das Ende ... ich würde spoilern, aber man kennt es schon. Das fand ich ein bisschen schade. Wenn bei der Auflösung oder der Täterüberführung keine neue Ideen mehr kommen ... dann ist auch das ganze unterhaltsame Rumgeplänkel am Ende nur halb so schön. Aber ich hoffe, dass das ein Ausrutscher war und nicht das Ende der Serie eingeleitet wird ... was den Unterhaltungsfaktor anbelangt.

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Dienstag, 31. März 2026

Marisha Pessl: Darkly (Hörbuch)(Rezension)

Wofür würdest du töten? Diese Frage muss die siebzehnjährige Dia beantworten, um einen begehrten Praktikumsplatz bei der Louisiana Veda Foundation in London zu gewinnen. Dia ist seit Jahren besessen von der legendären Veda, deren ebenso geniale wie furchteinflößende Darkly-Spiele Kultstatus erreicht haben. Die wenigen Werke, die nach Vedas mysteriösem Tod erhalten blieben, werden für mehrere Millionen Dollar gehandelt. Unter Tausenden Bewerbern aus aller Welt werden Dia und sechs andere Jugendliche als Praktikanten ausgewählt. Doch gleich nach der Ankunft in London werden sie auf eine abgelegene Insel gebracht – das Herzstück von Vedas Spiele-Imperium. Dort finden sie sich in einem Darkly-Spiel auf Leben und Tod wieder. Wer führt die Fäden in diesem Netz? Dia weiß nicht, wem sie noch trauen kann.
Ein Labyrinth voller verborgener Hinweise, ein dunkles Vermächtnis und ein Geheimnis in Dias Vergangenheit