Donnerstag, 9. April 2026

Valentina Morelli: Kloster, Mord und Dolce Vita - Der Geist von Santa Caterina (Hörbuch)(Rezension)

Im Kloster von Santa Caterina herrscht helle Aufregung: Nachts erklingen unheimliche Geräusche, Statuen stürzen von den Wänden - und die Schwestern sind überzeugt, dass ein Geist sein Unwesen treibt! Während Schwester Isabella noch nach rationalen Erklärungen sucht, engagieren ihre Mitschwestern kurzerhand einen selbsternannten Geisterjäger. Doch als eine Frau während einer nächtlichen Klosterführung spurlos verschwindet und kurz darauf tot aufgefunden wird, wird aus dem Spuk blutiger Ernst.
Zwischen alten Geheimnissen, frommem Aberglauben und einem handfesten Mord muss Isabella all ihren Mut - und ihren Verstand - einsetzen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen ...

Ich bin ein bisschen zwiegespalten. Ich weiß nicht, ob ich KLOSTER, MORD UND DOLCE VITA weiter hören soll. Chris Nonnast ist auch im 34. Teil Klasse wie immer, ein Hörvergnügen sondergleichen, nur ... die Geschichten verlieren an Esprit. Manchmal (so wie hier) habe ich das Gefühl, dass da einfach nur eine Folge abgenudelt wird. Vorhersehbar und wenig Spannend, obwohl man aus dem Plot meiner Meinung nach mehr hätte machen können... aber vermutlich nicht in der kurzen Zeit, die der Autorin zur Verfügung steht. Und so weiß man natürlich was man von den Geistern zu halten hat (und wenn ich damit irgend jemanden spoilere tut mir das nicht wirklich leid ... wer erwartet auch ernsthaft eine Sukerscheinung ...). Isabella und Konsorten (sprich Klosterschwestern und Carabinieri Matteo) sind liebenswert und sympathisch wie immer, es gibt ein paar nette Wendungen (die aber auch nicht wirklich überraschend sind, sondern das Ende nur unwesentlich hinauszögern), aber irgendwie hat die Serie für mich den Reiz verloren. Da ist zwar noch die Geschichte mit dem neuen Bürgermeister, die noch nicht abgeschlossen ist und die sich wie ein roter Faden durch die letzten Teile gezogen hat, aber ... so wirklich interessiert mich die Auflösung nicht. Die Luft ist für mich raus. Adieu Chris Nonnast... es war schön mit dir, ich hoffe ich höre dich mal wieder. Tja, erst war ich zwiegespalten, aber die Rezension hat mir geholfen eine Entscheidung zu treffen. Es gibt andere schöne CosyKrimi-Hörbücher-

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Mittwoch, 8. April 2026

David Safier: Jesus liebt mich (Rezension)

Marie hat das beeindruckende Talent, sich ständig in die falschen Männer zu verlieben. Kurz nachdem ihre Hochzeit geplatzt ist, lernt sie einen Zimmermann kennen. Und der ist so ganz anders als alle Männer zuvor: einfühlsam, selbstlos, aufmerksam. Dummerweise erklärt er beim ersten Rendezvous, er sei Jesus persönlich. Zunächst denkt Marie, dieser Zimmermann habe nicht alle Zähne an der Laubsäge. Doch bald dämmert ihr: Joshua ist wirklich der Messias. Und Marie fragt sich, ob sie sich diesmal nicht in den falschesten aller Männer verliebt hat.
JESUS LIEBT MICH ist der zweite Roman von David Safier, aber ich habe schon ein paar andere Gelesen. Mein Einstieg mit MIESES KARMA war nicht so wirklich gelungen, und die Fortsetzung habe ich nicht vor z lesen, aber es gibt doch einige Bücher des Autors, die mir sehr gefallen haben. JESUS LIEBT MICH gehört tatsächlich zu den Büchern, die mir gefallen haben. ich hatte erst Bedenken, wegen des Titels und des Klappentextes, aber ich wurde angenehm überrascht. Bibelfest muss man nicht sein, aber es ist herrlich zu sehen wie Jesus in der heutigen Zeit zurechtkommt und mit Gleichnissen um sich wirft und mit anderen Brot brechen will. Und dann gibt es noch Satan, menschgewordene Engel, brennende Dornbüsche (die Gefühle zeigen können) und und und. Es passiert viel, es ist spannend und witzig erzählt. Und die Frage wie das alles enden soll steht ständig im Raum. Und die Lösung ist, durchaus befriedigend und passend. Hin und wieder bekommt man Szenen geboten, die sehr an Slapstick erinnern, dann wird es wieder ernst. Aufgelockert wird das Ganze durch unterhaltsame Cartoons, die den Stil der Geschichte gut wiedergeben.
Die Grundhandlung ist vollkommen absurd, einige der handelnden Personen ebenfalls, die Geschichte selbst wandelt zwischen Fantasy und Liebesgeschichte. Für Leser, die es gerne skurril mögen und sich nicht an den biblischen Gestalten stören ... irgendwie ein Muss.

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Dienstag, 7. April 2026

Lilly Labord: Tee und Magie versagen nie (Rezension)

Spannend und trotzdem cosy: Wegen der magischen Auseinandersetzungen in London hat sich Moira Denziel nach Schottland zurückgezogen. Dort lebt sie friedlich in einem kleinen Cottage, allerdings nur, bis der Schwarzmagier Emmet Walsh ihre Abwehrzauber entkräftet und über ihre Schwelle spaziert.
Er ist auf der Suche nach seinem kleinen Sohn Josh, der nach einer Begegnung mit den Fae spurlos verschwunden ist. Da Moira auf der Grenze zur Anderwelt wandeln kann, will Emmet ihre Unterstützung. Doch erste Versuche der Kontaktaufnahme gehen schief.
Die Fae sind schwierig und nachtragend, Emmet ist wütend und gefährlich. Wie soll Moira aus diesem Konflikt heil herauskommen? Nun, vielleicht sind es die kleinen Dinge, die alles zu ändern vermögen. Knusprige, frisch gebackene Kekse beispielsweise.

Montag, 6. April 2026

Roland Zingerle: Die Rotkäppchenmisere (Hörbuch)(Rezension)

Ein bayerisches Dorf im Märchenfieber – In oberbayrischen Fackenreuth ist scheinbar alles wie immer – bis Lucia Montagmorgen die Zeitung austrägt und plötzlich ein junges Mädchen vor ihr steht. Spärlich bekleidet und mit einer roten Kappe sucht sie ihre Großmutter. Die Verwunderung ist Dorfpolizist Xaver ins Gesicht geschrieben, als sich das Mädchen als Rotkäppchen vorstellt. Wie gibt es denn so etwas? Dann überschlagen sich die Ereignisse im Dorf. Am Keilerberg wird die Leiche von Basti gefunden. Dann tauchen auch noch Blogger, auf der Jagd nach einer Sensation, im Dorf auf. Und schließlich gibt es auch noch einen neuen Escortservice, geleitet ausgerechnet von Xavers Ex-Freundin Bettina, die kürzlich noch vom religiösen Wahn befallen war. Wie im Märchen tauchen immer neue rätselhafte Gestalten auf und stellen die Ermittlungen auf den Kopf. In was für eine Misere ist Fackenreuth da nur hineingeraten?

Donnerstag, 2. April 2026

Sven Stricker: Sörensen geht aufs Haus (Rezension)

Sörensen wird von seiner Vergangenheit eingeholt und hadert mit der Gegenwart - sein sechster und bisher persönlichster Fall! Veränderungen stehen an bei Sörensen - und Veränderungen sind wie saure Milch: braucht man nicht. Nachdem er seinen kranken Vater bei sich aufgenommen hat, taucht überraschend auch noch ein alter Schulfreund auf. Schiefel heißt er, und er bringt einen Sack voller Probleme mit. Hinter seinem Haus werden menschliche Leichenteile gefunden. Handelt es sich um die Überreste eines vor Jahren verschwundenen Mädchens? Schon wird aus einem Cold Case ein heißer, steckt Sörensen in der nächsten Mordermittlung. Für die er dringend seine Kollegin Jennifer braucht - die sich allerdings ebenfalls verändern möchte ...
SÖRENSEN GEHT AUFS HAUS ist der sechste Teil der Serie und der erste, den ich gelesen habe. Es wird auch der letzte sein. Nicht, dass das Buch schlecht wäre, das ist es bei weitem nicht, nur ... die vorherigen Bücher habe ich gehört, gelesen von Sven Stricker und ... das habe ich hier tatsächlich vermisst. SÖRENSEN GEHT AUFS HAUS ist ein gutes Buch, typisch Sörensen, aber ... ich bin mir sicher, dass das HörBuch besser ist. Aber genug des Gejammeres, ich habe es ja so gewollt. Aber wie gesagt, die nächsten Sörensen-Bücher werde ich wieder hören, das ist viel lustiger. Außerdem ist es etwas schwierig den Sätzen zu folgen, da sie teilweise schon sehr lang sind. Das fängt bereits beim ersten Satz an, aber ich denke dass das typisch ist. Und wenn man Sven Strickers Stimme im Hinterkopf hat (Okay, ich höre schon auf). Also, der Stil ist gewöhnungsbedürftig, aber wer die anderen Bücher geliebt hat wird auch dieses lieben.
Und so kann man auch nur das sagen, was auf alle Sörensen-Krimis zutrifft: Witzig und Spannend, mit irgendwie ikonischen skurrilen Charakteren. Eine Krimireihe der anderen Art. Und die Dialoge und Gedankengänge ... manchmal schwer nachzuvollziehen, aber extrem unterhaltsam. Und es gibt ein Widersehen mit Malte (wers braucht und möchte, wer nicht, bekommts auch). Vor einem Lesen in der Öffentlichkeit würde ich jedoch absehen, manchmal muss man einfach schmunzeln (oder kichern oder hysterisch lachen) oder komische Geräusche des Unglaubens von sich geben. Sörensenfans kommen auf ihre Kosten, und Krimifans, die mal etwas anderes zum Lesen wollen, dürfen sich gerne mal an die Reihe wagen.