Der Prozess gegen die mutmaßliche Hexe Allison Balfour (oder Margaret Balfour) aus dem Jahr 1594 zählt zu den am häufigsten angeführten Hexenprozessen Schottlands. Balfour lebte auf den schottischen Orkney-Inseln, in der Gegend von Stenness. Zu jener Zeit sah der *Scottish Witchcraft Act* von 1563 für eine Verurteilung wegen Hexerei die Todesstrafe vor.
Patrick Stewart, 2. Earl of Orkney – bekannt als „Black Patie“ – übte 1594, zur Zeit von Balfours Prozess, die Herrschaft über die Orkney-Inseln aus. Patie war davon überzeugt, dass seine jüngeren Brüder, allen voran John Stewart, Earl of Carrick, ein Komplott zu seiner Ermordung schmiedeten. Patie entdeckte Gift im Besitz eines von Johns Dienern, Thomas Paplay; dieser legte nach elf Tagen Folter ein Geständnis ab und belastete Balfour als eine seiner Mitverschwörerinnen.
Obwohl Paplay sein Geständnis kurz vor seiner Hinrichtung widerrief, wurden Balfour und ihre Familie nach Kirkwall gebracht und dort so lange gefoltert, bis man ihnen ein Geständnis abgerungen hatte. Balfour wurde der Prozess gemacht; sie wurde der Hexerei für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Ebenso wie Paplay widerrief auch Balfour ihr Geständnis unmittelbar vor ihrer Hinrichtung am 16. Dezember 1594; sie beteuerte öffentlich ihre Unschuld und schilderte detailliert die Folterungen, denen sie und ihre Familienangehörigen unterzogen worden waren. Sie wurde am 16. Dezember 1594 am Richtplatz „Gallow Ha'“ in Kirkwall hingerichtet.
Martins Buchgelaber
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Donnerstag, 9. Juli 2026
Mittwoch, 8. Juli 2026
Thomas Michael Glaw: Mach dir kein Bild (Rezension)
Eine Unbekannte ersticht den Direktor der berühmten Alten Pinakothek mitten in der Nacht vor einem angeblichen Vermeer. Dr. de Rijk pflegte ein offenes Haus in München Schwabing, auch was seine Geliebten anbelangte. Sein Bruder leitet eine Gemäldegalerie in Amsterdam und interessiert sich außerordentlich für einige Bilder und Unterlagen. Frauen und Gemälde führen Kriminalrat Benedict Schönheit in das Leben eines kühl rechnenden Charmeurs, der sich am Ende doch verkalkuliert hat.
MACH DIR KEIN BILD ist der dritte Fall in dem Benedict Schönheit ermittelt, aber es ist nicht nötig, die Vorgänger zu kennen. MACH DIR KEIN BILD ist ein schnörkelloser Krimi, bei dem das Privatleben des Ermittlers zwar präsent ist, aber nicht das Geschehen bestimmt. Ein klassischer Krimi, bei dem die Ermittlungsarbeit im Vordergrund steht. Thomas Michael Glaw beschränkt sich auf das Wesentliche und sorgt dabei für kurzweilige Unterhaltung. Schönheit und sein Team gehen Hinweisen nach, befragen Zeugen und Verdächtige und kommen der Lösung immer näher bis zur Auflösung. Glaw verzichtet auf Action, die Ermittlungen sind ruhig, sorgen aber auf ihre Art für Spannung und trotz der manchmal gemächlich wirkenden Erzählweise kann man das Buch nicht zur Seite legen. Glaw hat einen angenehmen Schreibstil und auch wenn auch Schönheit in München ermittelt liegen Welten zwischen ihm und Jana Vecera, einer weiteren in München ermittelnden Romanfigur.
Freunde von schnörkellosen Krimis, bei dem das Verbrechen im Vordergrund steht, werden auf ihre Kosten kommen. Und trotz der klaren Linie findet Glaw auch Wege das alles nicht ganz so ernst zu schreiben. MACH DIR KEIN BILD ist keine Komödie, aber ein guter Krimi mit Witz.
MACH DIR KEIN BILD ist der dritte Fall in dem Benedict Schönheit ermittelt, aber es ist nicht nötig, die Vorgänger zu kennen. MACH DIR KEIN BILD ist ein schnörkelloser Krimi, bei dem das Privatleben des Ermittlers zwar präsent ist, aber nicht das Geschehen bestimmt. Ein klassischer Krimi, bei dem die Ermittlungsarbeit im Vordergrund steht. Thomas Michael Glaw beschränkt sich auf das Wesentliche und sorgt dabei für kurzweilige Unterhaltung. Schönheit und sein Team gehen Hinweisen nach, befragen Zeugen und Verdächtige und kommen der Lösung immer näher bis zur Auflösung. Glaw verzichtet auf Action, die Ermittlungen sind ruhig, sorgen aber auf ihre Art für Spannung und trotz der manchmal gemächlich wirkenden Erzählweise kann man das Buch nicht zur Seite legen. Glaw hat einen angenehmen Schreibstil und auch wenn auch Schönheit in München ermittelt liegen Welten zwischen ihm und Jana Vecera, einer weiteren in München ermittelnden Romanfigur.
Freunde von schnörkellosen Krimis, bei dem das Verbrechen im Vordergrund steht, werden auf ihre Kosten kommen. Und trotz der klaren Linie findet Glaw auch Wege das alles nicht ganz so ernst zu schreiben. MACH DIR KEIN BILD ist keine Komödie, aber ein guter Krimi mit Witz.
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Dienstag, 7. Juli 2026
Montag, 6. Juli 2026
Sascha Sprikut: Raskova und die Macht der Schatten (Rezension)
Es ist kein Geschenk. Es ist keine Gabe. Trau ihren Lügen nicht. In einer Welt, in der Bäume ein Relikt der Vergangenheit sind, gilt Yulyas Fähigkeit, Holz zu spüren, als Fluch. Denn aus den Wäldern kamen einst die Schatten, die alles vernichteten. Als ihre Gabe entdeckt wird, bleibt ihr nur die Flucht. Auf sich allein gestellt macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit über ihre Kräfte – und über die Vergangenheit, die ihre Welt geprägt hat. Doch Yulya gerät zwischen die Fronten: Die geheimnisvollen Redma, die einst zur Zerstörung beitrugen, wollen sie für sich gewinnen. Gleichzeitig ist ihr ein skrupelloser Sklavenhändler dicht auf den Fersen und hält ihre beste Freundin bereits gefangen. Um sie zu retten, muss Yulya entscheiden, wem sie trauen kann … und welchen Preis sie bereit ist zu zahlen.
Freitag, 3. Juli 2026
Ben Aaronovitch: Der Galgen von Tyburn (Rezension)
In seinem sechsten Fall muss der fabelhafte Peter Grant
- ein verschollenes altes Buch wiederfinden
- einen verdächtigen Todesfall auf einer Party der Reichen und Schönen Londons aufklären
- versuchen, es sich dabei nicht völlig mit Lady Ty zu verderben
- vermeiden, vom Gesichtslosen ins Jenseits befördert zu werden
- sich mit einem ganzen Haufen rauflustiger Amerikaner herumschlagen, die definitiv zu viel ›24‹ gesehen haben.
Kurz: Peter bekommt die einzigartige Gelegenheit, es sich mit alten Freunden zu verderben und sich dabei jede Menge neue Feinde zu machen. Mal vorausgesetzt, er überlebt die kommende Woche.
- ein verschollenes altes Buch wiederfinden
- einen verdächtigen Todesfall auf einer Party der Reichen und Schönen Londons aufklären
- versuchen, es sich dabei nicht völlig mit Lady Ty zu verderben
- vermeiden, vom Gesichtslosen ins Jenseits befördert zu werden
- sich mit einem ganzen Haufen rauflustiger Amerikaner herumschlagen, die definitiv zu viel ›24‹ gesehen haben.
Kurz: Peter bekommt die einzigartige Gelegenheit, es sich mit alten Freunden zu verderben und sich dabei jede Menge neue Feinde zu machen. Mal vorausgesetzt, er überlebt die kommende Woche.
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