Dienstag, 10. März 2026

Klaus Reichold: Warum Bayern ein orientalisches Land ist und andere weiß-blaue Wahrheiten (Rezension)

Der Ausspruch »Mia san mia« ist schon immer ein ausgemachter Schmarrn. Denn kein Mensch weiß, wer die Bayern wirklich sind und woher sie kommen. Aus Bayern jedenfalls nicht. Selbst die Landespatronin, die Muttergottes, ist eine »Zuagroaste« aus Galiläa. Zugegeben: Der Orient ist nur eine der Quellen, aus denen sich das weiß-blaue Wesen speist. Bayern ist aber ähnlich exotisch, geheimnisvoll und rätselhaft – viel bunter und widersprüchlicher, als man gemeinhin denkt. Seine Identität schöpft das Land vor den Bergen daraus, dass es seit Jahrhunderten Menschen, Kulturtechniken und Traditionen aus aller Herren Länder höchst erfolgreich integriert und vereinnahmt. Von der Weite der bayerischen Welt erzählt Klaus Reichold auf ebenso amüsante wie kenntnisreiche Weise.
Bayern ist das flächengrößte Bundesland Deutschlands und liegt im Südosten des Landes. Seine Hauptstadt ist München. Bayern ist bekannt für seine Alpenlandschaften, Seen, Wälder und historischen Städte. Traditionen wie Lederhosen, Dirndl und Volksfeste – besonders das Oktoberfest – prägen das kulturelle Bild.

Annette Marie: Kein Kuchen für Vampire (Rezension)

Magie habe ich mein ganzes Leben lang gemieden. Und trotzdem bin ich nun an einen Dämon gebunden – einen mächtigen, eigensinnigen Gefährten, der mich überraschenderweise beschützt … im Tausch gegen Selbstgebackenes.
Während wir versuchen, unseren verbotenen Pakt geheim zu halten, geraten wir in eine gefährliche Intrige voller dunkler Magie und uralter Machtspiele.
Je tiefer Zylas und ich in dieses Netz aus Lügen und Verrat gezogen werden, desto klarer wird: Hinter jeder Fassade lauert Gefahr. Doch wenn wir die Wahrheit über das Grimoire meiner Familie ans Licht bringen wollen, bleibt uns nur eines: zusammenzuarbeiten. Auch wenn manche Geheimnisse stark genug sind, um uns beide zu zerstören.

Nach EIN COOOKIE FÜR DEN DÄMON ist KEIN KUCHEN FÜR VAMPIRE nun der zweite Teil von GUILD CODEX: Demonized. Und dieser Teil legt noch einmal einiges drauf, was die Spannung anbelangt.

Montag, 9. März 2026

Lilly Labord: Die Gummienten-Morde - Ein Zombie ermittelt (Rezension)

Eliot Podmore will sich auf Malford Manor in aller Ruhe der Durchsicht alter Briefe widmen, die ein Forscher vor über hundert Jahren hinterlassen hat. Das bringt ihn in Kontakt mit magischen Riten und haarsträubenden Aufzeichnungen. Womit er nicht rechnet, ist ein Mord. Mitten in der Küche wird eine vollkommen Fremde niedergestochen und neben ihr eine quietschgelbe Gummiente platziert. Bald schreiben die Medien über den "Gummi-Enten-Mord". Eliot gerät mitten in familiäre Intrigen und handfeste Auseinandersetzungen. Als er selbst in den Fokus genommen wird, bekommt er Hilfe von gänzlich unerwarteter Seite - denn der Ahnherr von Malford Manor hat durchaus noch einiges zu sagen.
Persönlich. Und außerordentlich deutlich.

Lust auf CosyCrime? Lust auf Zombies? Geht das? Vermutlich nicht, wenn man an die klassischen Zombies denkt. Das dürfte eine echte Herausforderung sein. Denkt man an "I ZOMBIE", dann würde es funktionieren. Und Lilly Labord zeigt uns ihre Version eines CosyCrime mit Zombies. Und auch wenn die Geschichte auch ohne Zombie funktionieren würde, so ist sie auf jeden Fall unterhaltsam. Der Schreibstil ist flüssig und man ist schnell in der Geschichte. Die Charaktere sind gut skizziert, glaubwürdig (selbst wenn es sich um einen Zombie handelt), die Handlung ... leicht abgedreht, aber noch im Bereich des nicht ganz so überdrehten. Irgendwie ein bisschen Landhauskrimi, nur eben mit einem Zombies. Wendungsreich und spannend, so wie ein Krimi sein soll. Und weil es eher unblutig zu geht (trotz des Mordens) auch für Zartbesaitete geeignet (wenn diese sich mit dem Konzept eines ermittelnden Zombies abfinden kann .... allerdings ... dieser Zombie isst kein Hirn). Kurzweilige Unterhaltung für Zwischendurch, für Freunde die es gerne Cosy mögen (und das bezieht sich sowohl auf den Krimi, wie auch den Phantastikaspekt)

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Freitag, 6. März 2026

Elizabeth George: Gott schütze dieses Haus (Rezension)

Jahrhunderte lag ein Dorf im englischen Yorkshire im Dornröschenschlaf – bis ein brutaler Mord die Idylle stört: Der Dorfpfarrer entdeckt die enthauptete Leiche seines treuen Schäfchens William in einer Scheune. Neben dem Toten kauert Roberta, seine leicht debile Tochter. Sie behauptet: »Ich war's.« Und verstummt.
Scotland Yard schickt Inspector Thomas Lynley und Seargeant Barbara Havers. Die beiden arbeiten zum ersten Mal zusammen und sind ein eher ungewöhnliches Team. Doch der Fall lässt ihnen keine Eingewöhungszeit. Vor Ort erwartet sie ein undurchsichtiges Gewirr von Geheimnissen und Abhängigkeiten – hinter dem sich eine grausige Wahrheit verbirgt ...

GOTT SCHÜTZE DIESES HAUS mag der erste Lynley-Krimi sein, denn Elizabeth George geschrieben hat, aber es ist nicht der erste. In MEIN IST DIE RACHE wird die Vorgeschichte erzählt, aber man kann die Bücher auch in der Reihenfolge lesen, in der sie geschrieben wurden. GOTT SCHÜTZE DIESE HAUS ist kein actionreicher Thriller, sondern ein klassischer britischer Ermittlungsroman mit starkem Fokus auf Charaktere und Atmosphäre. Und so lässt sich George auch Zeit, baut ihre Geschichte langsam auf. Auch mit der Vorstellung ihrr Protagonisten lässt sie sich Zeit, ohne dabei den Leser zu langweilen. Von Anfang an schafft sie es den Leser bei der Stange zu halten und so langsam sich ihr Fall aufbaut so langsam (aber nachhaltig) steigt das Entsetzen und der Unglaube des Lesers. Ein intelligenter, psychologisch ausgefeilter Krimi, der hinter die Fassade englischen Dorflebens blickt. Havers und Lynley harmonieren gut, auf ungewöhnliche Weise und trotz aller Unterschiede weiß Lynley Havers zu nehmen und sie in ihre Schranken zu weisen und sie gleichzeitig zu fördern. Und man merkt auch, welchen Einfluss Havers langsam auf ihren Vorgesetzten ausübt. Und so bietet GOTT SCHÜTZE DIESES HAUS nicht nur einen spannenden Krimi, der trotz fehlender Gemetzel durchaus nahegeht, sondern auch zwei faszinierende Ermittler, mit Ecken und Kanten.
Ein Muss für jeden Fan klassischer Krimis und es ist schon fast schade, dass ich sie erst jetzt lese obwohl ich das schon so lange vor hatte (seit der ersten Lynley Serie)

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Donnerstag, 5. März 2026

Gustav Seibt: Ein Sommer mit Goethe (Rezension)

"Es ist keine Schande, Goethe nicht gelesen zu haben. Es ist nur schade. Und man kann es ändern." Goethe .... ich habe durchaus gelernt ihn zu schätzen, aber eher seine Person weniger sein Werk, denn das ... so muss ich gestehen, kenne ich nur Auszugsweise. FAUST kenne ich als Musical (muss man aber nicht), seinen ERLKÖNIG auch als vertontes Musikstück (obwohl ich die Ballade in der Schule auswendig lernen musste). Und dann noch so Dinge wie sein GINGO BILOBA oder BEI BETRACHTUNG VON SCHILLERS SCHÄDEL ... aber es gibt so vieles, das ich nicht gelesen habe, dabei bin ich im Laufe der letzten Jahre sehr oft auf Goethe geschrieben ... denn .... Goethe war gut.

Bei manchen Dingen kann ich einfach nicht wiederstehen, dabei war Goethe wirklich gut in dem was er machte. Und als Deutscher kommt man an Goethe kaum vorbei ... wobei ... das muss man auch nicht.