Martins Buchgelaber
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Montag, 3. August 2026
Michael Crichton: Timeline (Rezension)
An der idyllischen Dordogne in Frankreich liegt das Ausgrabungscamp des amerikanischen Geschichtsprofessors Edward Johnston. Hier bekämpften sich Engländer und Franzosen Mitte des 14. Jahrhunderts während des Hundertjährigen Krieges, und die vier Ruinen – zwei Festungen, eine Mühle und ein Kloster – sind für Johnston und seine Studenten ein ideales Betätigungsfeld. Eines Tages kommt Professor Johnston ein unheimlicher Verdacht: Könnte es sein, dass die amerikanische High-Tech-Firma ITC, die sein Forschungsprojekt seit Jahren großzügig unterstützt, eine Zeitmaschine entwickelt hat und damit bereits in die Vergangenheit gereist ist? Wie sonst ist die Genauigkeit eines Aufrissplans des Klosters zu erklären, der ihm aus Amerika in die Hände gespielt wurde? Wutentbrannt fährt Johnston in die USA. Nur wenige Tage später erreicht ein erregter Anruf das Camp: Der Professor sei ins Mittelalter gereist, und seine Studenten würden dringend gebeten, ihn von dort zurückzuholen. Auf den Wissenschaftshistoriker Chris, die Architektin Katherine und den Alltagshistoriker André wartet die Begegnung mit einer sensationellen Maschinerie, die die Erfüllung eines uralten Menschheitstraum in greifbare Nähe rückt – und eine Reise zurück in eben die Zeit, an deren Erforschung sie schon seit Jahren arbeiten. Die Verlockung, sie hautnah zu erleben – und dabei den Professor zu retten – ist größer als jede Angst...
Samstag, 1. August 2026
Martina Wildner: Letizia und der unheimliche Fluch (Rezension)
Wilma Malatesta lebt in einer morbiden Villa an einem malerischen See. Dort begegnet sie dem seltsamen Mädchen Letizia, die behauptet, bald sterben zu müssen, weil ein Fluch auf ihrer Familie liege. Wilma glaubt nicht an Spuk. Doch je tiefer sie forscht, desto nebliger werden die Geheimnisse um die mysteriöse Familie Lombroso. Bis Wilma selbst um ihr Leben fürchten muss.
LETIZIA UND DER UNHEIMLICHE FLUCH ist ein atmosphärischen Gruselroman, der unterschwellige Spannung, Geheimnisse und eine Prise Übernatürliches gekonnt miteinander verbindet. Und dabei wirkt die Erzählweise sehr unaufgeregt. Der Roman lebt von dem was nicht passiert, aber passieren könnte und erinnert vom Stil her ein bisschen an Shirley Jackson, wenn auch auf kindgerechte Art und Weise. Mit ihrem Schauplatz, der düsteren Villa und der neblige See, schafft Martina Wildner eine dichte, unheimliche Atmosphäre und zeigt ein Italien, weitab von jeglicher Ferienromantik. Die Autorin versteht es, Spannung langsam aufzubauen und immer wieder überraschende Wendungen einzubauen, ohne dabei die Leser zu überfordern.
Auch die Figuren sind überzeugend gestaltet. Wilma ist eine mutige und neugierige Protagonistin, deren Zweifel und Entdeckungen nachvollziehbar wirken. Letizia bleibt lange geheimnisvoll, was den Reiz der Geschichte zusätzlich steigert. Themen wie Freundschaft, Mut und der Umgang mit Angst verleihen dem Roman neben der Spannung auch emotionale Tiefe. Die Sprache ist leicht verständlich und richtet sich vorrangig an Jugendliche ab etwa 11 Jahren. Aber wer sagt, dass man das Buch nicht auch als Erwachsener lesen kann und darf. Kurzweilige Unterhaltung schadet (fast) keinem Alter. Actionreichen Horror wird man hier vermissen, aber die Stimmung von der LETIZIA UND DER UNHEIMLICHE FLUCH verbreiten, ist um einiges besser und auch für jene, die sich eher an ruhigen Momenten erfreuen. Vielleicht ein bisschen schade, dass das Ende dann doch sehr plötzlich und unerwartet kommt.
LETIZIA UND DER UNHEIMLICHE FLUCH ist ein atmosphärischen Gruselroman, der unterschwellige Spannung, Geheimnisse und eine Prise Übernatürliches gekonnt miteinander verbindet. Und dabei wirkt die Erzählweise sehr unaufgeregt. Der Roman lebt von dem was nicht passiert, aber passieren könnte und erinnert vom Stil her ein bisschen an Shirley Jackson, wenn auch auf kindgerechte Art und Weise. Mit ihrem Schauplatz, der düsteren Villa und der neblige See, schafft Martina Wildner eine dichte, unheimliche Atmosphäre und zeigt ein Italien, weitab von jeglicher Ferienromantik. Die Autorin versteht es, Spannung langsam aufzubauen und immer wieder überraschende Wendungen einzubauen, ohne dabei die Leser zu überfordern.
Auch die Figuren sind überzeugend gestaltet. Wilma ist eine mutige und neugierige Protagonistin, deren Zweifel und Entdeckungen nachvollziehbar wirken. Letizia bleibt lange geheimnisvoll, was den Reiz der Geschichte zusätzlich steigert. Themen wie Freundschaft, Mut und der Umgang mit Angst verleihen dem Roman neben der Spannung auch emotionale Tiefe. Die Sprache ist leicht verständlich und richtet sich vorrangig an Jugendliche ab etwa 11 Jahren. Aber wer sagt, dass man das Buch nicht auch als Erwachsener lesen kann und darf. Kurzweilige Unterhaltung schadet (fast) keinem Alter. Actionreichen Horror wird man hier vermissen, aber die Stimmung von der LETIZIA UND DER UNHEIMLICHE FLUCH verbreiten, ist um einiges besser und auch für jene, die sich eher an ruhigen Momenten erfreuen. Vielleicht ein bisschen schade, dass das Ende dann doch sehr plötzlich und unerwartet kommt.
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Freitag, 31. Juli 2026
Frank Maria Reifenberg: Gods & Heroes (Rezension)
Als der 14-jährige Pjetur aus Island Zugang zum exklusiven Online-Game EDDA erhält, ahnt er nicht, worauf er sich einlässt. Er erkennt, dass sich hinter den herausfordernden Levels voller Götter und Kämpfe im Zeichen der nordischen Mythologie, weitaus mehr verbirgt als nur ein Spiel – und eine Wahrheit, die mächtige Gegner auf den Plan ruft. Plötzlich wird Pjetur selbst zur Zielscheibe.
Auch Orma in England gehört zu den wenigen Auserwählten mit Zugang zu EDDA . Im Spiel entfalten sich seine Fähigkeiten und geraten schließlich außer Kontrolle. Doch als seine über die ganze Welt verstreuten Mitspieler spurlos verschwinden und die Grenzen zwischen Game und Realität immer mehr verwischen, wird klar: Das ist erst der Anfang!
Mit Gods & Heroes verbindet Frank Maria Reifenberg nordische Mythologie, Gaming und einen Jugendthriller zu einer interessant klingenden Geschichte. Graphic-Novel-Elemente lockern die Handlung auf und verleihen actionreichen Szenen zusätzliche Dynamik. Gleichzeitig sorgen kurze Hintergrundinformationen zur nordischen Mythologie dafür, dass auch Leserinnen und Leser ohne Vorkenntnisse der Geschichte gut folgen können.
Die beiden Hauptfiguren sind sympathisch und vor allem Pjetur erreicht schnell das Herz des Lesers. Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. Durch die kurzen Kapitel entsteht ein hohes Erzähltempo, sodass kaum Langeweile aufkommt. Allerdings entwickelt sich die Geschichte teilweise sehr langsam, streckenweise, vor allem am Anfang wird die Geschichte sehr langsam erzählt. Das Ende kommt dann viel zu schnell und lässt den Leser etwas unbefriedigt zurück.
Ich finde die Idee interessant. EDDA, das Spiel macht auch mich neugierig, und eigentlich müsste mir auch die Geschichte gefallen, aber auch wenn man Vergleiche mit Rick Riordan und Neil Gaimans nordischen Geschichten ziehen möchte, so bleibt GODS & HEROES etwas hinter den Erwartungen zurück. Eine nette Idee mit vorhandenem Potential, aber noch nicht ganz ausgegoren. Da ist noch viel Platz nach oben.
Auch Orma in England gehört zu den wenigen Auserwählten mit Zugang zu EDDA . Im Spiel entfalten sich seine Fähigkeiten und geraten schließlich außer Kontrolle. Doch als seine über die ganze Welt verstreuten Mitspieler spurlos verschwinden und die Grenzen zwischen Game und Realität immer mehr verwischen, wird klar: Das ist erst der Anfang!
Mit Gods & Heroes verbindet Frank Maria Reifenberg nordische Mythologie, Gaming und einen Jugendthriller zu einer interessant klingenden Geschichte. Graphic-Novel-Elemente lockern die Handlung auf und verleihen actionreichen Szenen zusätzliche Dynamik. Gleichzeitig sorgen kurze Hintergrundinformationen zur nordischen Mythologie dafür, dass auch Leserinnen und Leser ohne Vorkenntnisse der Geschichte gut folgen können.
Die beiden Hauptfiguren sind sympathisch und vor allem Pjetur erreicht schnell das Herz des Lesers. Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. Durch die kurzen Kapitel entsteht ein hohes Erzähltempo, sodass kaum Langeweile aufkommt. Allerdings entwickelt sich die Geschichte teilweise sehr langsam, streckenweise, vor allem am Anfang wird die Geschichte sehr langsam erzählt. Das Ende kommt dann viel zu schnell und lässt den Leser etwas unbefriedigt zurück.
Ich finde die Idee interessant. EDDA, das Spiel macht auch mich neugierig, und eigentlich müsste mir auch die Geschichte gefallen, aber auch wenn man Vergleiche mit Rick Riordan und Neil Gaimans nordischen Geschichten ziehen möchte, so bleibt GODS & HEROES etwas hinter den Erwartungen zurück. Eine nette Idee mit vorhandenem Potential, aber noch nicht ganz ausgegoren. Da ist noch viel Platz nach oben.
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Mittwoch, 29. Juli 2026
Ursula Poznanski: Cryptos
Wohin gehen wir, wenn wir nirgendwo mehr hinkönnen?
Kerrybrook ist Janas Lieblingswelt: Ein idyllisches Fischerdorf mit viel Grün und geduckten Häuschen. Es gibt Schafe, gemütliche Pubs und vom Meer her weht ein kühler Wind. Manchmal lässt Jana es regnen. Meistens dann, wenn es an ihrem Arbeitsplatz mal wieder so heiß ist, dass man kaum mehr atmen kann.
Jana ist Weltendesignerin. An ihrer Designstation entstehen alternative Realitäten, die sich so echt anfühlen wie das reale Leben: Fantasyländer, Urzeitkontinente, längst zerstörte Städte. Aber dann passiert ausgerechnet in Kerrybrook, der friedlichsten Welt von allen, ein spektakuläres Verbrechen. Und Jana ist gezwungen zu handeln … Extrem spannend – beklemmend aktuell!
Mit CRYPTOS legt Ursula Poznanski einen spannenden und beeindruckenden Jugendthriller vor. Sie verbindet spannende Science-Fiction mit einer glaubwürdigen. gleichzeitig aber auch sehr phantastischen und beängstigenden Zukunftsvision: Die Erde ist durch den Klimawandel weitgehend unbewohnbar geworden, und die meisten Menschen verbringen ihr Leben lieber in perfekt gestalteten virtuellen Welten und versuchen so wenig wie möglich in der realen Welt zu verbringen.
Kerrybrook ist Janas Lieblingswelt: Ein idyllisches Fischerdorf mit viel Grün und geduckten Häuschen. Es gibt Schafe, gemütliche Pubs und vom Meer her weht ein kühler Wind. Manchmal lässt Jana es regnen. Meistens dann, wenn es an ihrem Arbeitsplatz mal wieder so heiß ist, dass man kaum mehr atmen kann.
Jana ist Weltendesignerin. An ihrer Designstation entstehen alternative Realitäten, die sich so echt anfühlen wie das reale Leben: Fantasyländer, Urzeitkontinente, längst zerstörte Städte. Aber dann passiert ausgerechnet in Kerrybrook, der friedlichsten Welt von allen, ein spektakuläres Verbrechen. Und Jana ist gezwungen zu handeln … Extrem spannend – beklemmend aktuell!
Mit CRYPTOS legt Ursula Poznanski einen spannenden und beeindruckenden Jugendthriller vor. Sie verbindet spannende Science-Fiction mit einer glaubwürdigen. gleichzeitig aber auch sehr phantastischen und beängstigenden Zukunftsvision: Die Erde ist durch den Klimawandel weitgehend unbewohnbar geworden, und die meisten Menschen verbringen ihr Leben lieber in perfekt gestalteten virtuellen Welten und versuchen so wenig wie möglich in der realen Welt zu verbringen.
Dienstag, 28. Juli 2026
Oliver Pötzsch: Die Ludwigs-Verschwörung (Rezension)
Steven Lukas, ein Antiquar aus München, findet in seinen Regalen ein ihm unbekanntes altes Buch. Schon bald merkt er, dass es sich dabei um das Tagebuch eines engen Vertrauten von Ludwig II. handelt, den Assistenten des königlichen Leibarztes Max Schleiß von Loewenfeld. Das über hundert Jahre alte Buch ist in einer geheimen Kurzschrift verfasst, die Lukas nur Stück für Stück entziffern kann. Der ungeheuerliche Fund könnte die wahren Umstände des Todes von Ludwig II. verraten! Doch offenbar haben verschiedene Parteien ein Interesse daran, die Veröffentlichung des Tagebuchs zu verhindern. Und ein Fanatiker geht dabei über Leichen. Gemeinsam mit der Kunstdetektivin Sara Lengfeld gelingt es Lukas, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen – eine Rätselreise, die die beiden zu sämtlichen Schlössern des Märchenkönigs führt.
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