FINGERHUT-SOMMER ist etwas ruhiger als seine Vorgänger. So lässt unter anderem der Schlagabtausch zwischen Peter und Nightingale auf sich warten und auch der "Gesichtslose Mann“ spielt eine eher untergeordnete Rolle. Kaum zu glauben, wenn man sich an das Ende von DER BÖSE ORT erinnert. Der Roman konzentriert sich stärker auf Atmosphäre und Weltaufbau als auf die übergreifende Serienhandlung, zeigt dabei aber trotzdem, dass es sinnvoll erscheint die Romane in der richtigen Reihenfolge liest und nicht (beispielsweise) mit Band fünf versucht in die Serie einzusteigen. Vielleicht ist man dann etwas überfordert. Aaronovitch gelingt es, alltägliche Polizeiarbeit und übernatürliche Ereignisse so selbstverständlich miteinander zu verbinden, dass selbst Feenköniginnen und Einhörner glaubwürdig erscheinen. Aber trotz der etwas entschleunigten Erzählweise weiß FINGERHUT-SOMMER gut zu unterhalten. Peter entwickelt sich weiter, man erfährt mehr über Nightingale (auch wenn dieser sich hier rar macht) und es gibt ein paar witzige Wortgefechte oder humorvolle Umschreibungen (die irgendwie mit Sex zu tun haben, oder eher nicht). Gute URBAN FANTASY, die auch mit dem fünften Band noch empfehlenswert ist.
Martins Buchgelaber
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Donnerstag, 25. Juni 2026
Ben Aaronovitch: Fingerhut-Sommer (Rezension)
Obwohl sich Police Constable Peter Grant schon unwohl fühlt, wenn er Londons Skyline auch nur ein paar Kilometer weit hinter sich lässt, wird er jetzt in die tiefste Provinz geschickt: in einen kleinen Ort in Herefordshire – wo sich Fuchs, Hase und der Dorfpolizist Gute Nacht sagen. Aber es werden zwei Kinder vermisst, und ihr Verschwinden erfolgte womöglich unter magischen Umständen. Also muss Peter notgedrungen sein angestammtes Biotop verlassen. Mit der Flusstochter Beverley Brook begibt er sich mutig nach Westen, hinein ins ländliche England ...
FINGERHUT-SOMMER ist etwas ruhiger als seine Vorgänger. So lässt unter anderem der Schlagabtausch zwischen Peter und Nightingale auf sich warten und auch der "Gesichtslose Mann“ spielt eine eher untergeordnete Rolle. Kaum zu glauben, wenn man sich an das Ende von DER BÖSE ORT erinnert. Der Roman konzentriert sich stärker auf Atmosphäre und Weltaufbau als auf die übergreifende Serienhandlung, zeigt dabei aber trotzdem, dass es sinnvoll erscheint die Romane in der richtigen Reihenfolge liest und nicht (beispielsweise) mit Band fünf versucht in die Serie einzusteigen. Vielleicht ist man dann etwas überfordert. Aaronovitch gelingt es, alltägliche Polizeiarbeit und übernatürliche Ereignisse so selbstverständlich miteinander zu verbinden, dass selbst Feenköniginnen und Einhörner glaubwürdig erscheinen. Aber trotz der etwas entschleunigten Erzählweise weiß FINGERHUT-SOMMER gut zu unterhalten. Peter entwickelt sich weiter, man erfährt mehr über Nightingale (auch wenn dieser sich hier rar macht) und es gibt ein paar witzige Wortgefechte oder humorvolle Umschreibungen (die irgendwie mit Sex zu tun haben, oder eher nicht). Gute URBAN FANTASY, die auch mit dem fünften Band noch empfehlenswert ist.
FINGERHUT-SOMMER ist etwas ruhiger als seine Vorgänger. So lässt unter anderem der Schlagabtausch zwischen Peter und Nightingale auf sich warten und auch der "Gesichtslose Mann“ spielt eine eher untergeordnete Rolle. Kaum zu glauben, wenn man sich an das Ende von DER BÖSE ORT erinnert. Der Roman konzentriert sich stärker auf Atmosphäre und Weltaufbau als auf die übergreifende Serienhandlung, zeigt dabei aber trotzdem, dass es sinnvoll erscheint die Romane in der richtigen Reihenfolge liest und nicht (beispielsweise) mit Band fünf versucht in die Serie einzusteigen. Vielleicht ist man dann etwas überfordert. Aaronovitch gelingt es, alltägliche Polizeiarbeit und übernatürliche Ereignisse so selbstverständlich miteinander zu verbinden, dass selbst Feenköniginnen und Einhörner glaubwürdig erscheinen. Aber trotz der etwas entschleunigten Erzählweise weiß FINGERHUT-SOMMER gut zu unterhalten. Peter entwickelt sich weiter, man erfährt mehr über Nightingale (auch wenn dieser sich hier rar macht) und es gibt ein paar witzige Wortgefechte oder humorvolle Umschreibungen (die irgendwie mit Sex zu tun haben, oder eher nicht). Gute URBAN FANTASY, die auch mit dem fünften Band noch empfehlenswert ist.
Mittwoch, 24. Juni 2026
Jo Fischler: Klein aber tot (Hörbuch)(Rezension)
Willkommen in Knuffingen, der malerischen Miniaturwelt zwischen Harz und Alpen – ein Ort, der vor allem eines ist: überschaubar. Und friedlich. Zumal die Knuffinger gar nicht ahnen, dass sie Teil eines berühmten Miniaturuniversums sind … Doch die Idylle trügt, denn plötzlich steht Kommissar Jojo Wunder vor einem Riesenproblem. Friedrich Frank, Journalist und berüchtigter Schmähkritiker, wird ermordet aufgefunden. Der Tote hatte mehr Feinde als Freunde, was den Fall nicht leichter macht. Und ausgerechnet die Menschen, die Jojo am nächsten stehen, geraten unter Verdacht: seine heimliche Liebe, die undurchschaubare Blumenhändlerin Liora Märklin – und seine eigene Mutti, deren Restaurant Frank zuvor vernichtend verrissen hat. Als Jojo sie verhaften soll, ist für ihn endgültig Schluss mit lustig.
Dienstag, 23. Juni 2026
Jo Nesbø: Das Nachthaus (Rezension)
Wer einmal im Nachthaus gewesen ist, kommt als ein anderer heraus: Nach dem tragischen Tod seiner Eltern bei einem Hausbrand wird der vierzehnjährige Richard Elauved zu Tante und Onkel in das abgelegene, düstere Städtchen Ballantyne geschickt. Kaum angekommen, haftet ihm das Stigma des Außenseiters an – und als sein Mitschüler Tom spurlos verschwindet, sind sich alle sicher: Der neue, zornige Junge muss etwas damit zu tun haben. Niemand glaubt Richard, als er behauptet, die Telefonzelle am Waldrand habe Tom wie in einem Horrorfilm in den Hörer gesogen. Niemand – außer Karen, eine rätselhafte Außenseiterin, die Richard ermutigt, den Hinweisen zu folgen, die die Polizei ignoriert.
Wer einmal im Nachthaus gewesen ist, kommt als ein anderer heraus ...
DAS NACHTHAUS ist das erste Buch das ich von Jo Nesbø gelesen habe, und ich gebe zu, dass ich Blut geleckt habe. Ist er hauptsächlich als Krimiautor bekannt so legt er hier ein genrefremdes Werk vor, das man der PHANTASTIK zuordnen kann. Ich wurde durchaus mehrmals überrascht, vor allem, weil ich (trotz Klappentext) davon ausgegangen bin, es mit einem Krimi zu tun zu haben.
Wer einmal im Nachthaus gewesen ist, kommt als ein anderer heraus ...
DAS NACHTHAUS ist das erste Buch das ich von Jo Nesbø gelesen habe, und ich gebe zu, dass ich Blut geleckt habe. Ist er hauptsächlich als Krimiautor bekannt so legt er hier ein genrefremdes Werk vor, das man der PHANTASTIK zuordnen kann. Ich wurde durchaus mehrmals überrascht, vor allem, weil ich (trotz Klappentext) davon ausgegangen bin, es mit einem Krimi zu tun zu haben.
Montag, 22. Juni 2026
Viola Eigenbrodt: Schuhe, Wald und schräge Vögel (Hörbuch)(Rezension)
Campaspargo am Gardasee - Blankes Entsetzen bei Erntehelfer Joe Diop: Was er soeben ausgegraben hat, ist kein Spargel, sondern die Hand einer Leiche! Der Tote ist Bippo Conte, ein junger Förster, der sich für den Vogelschutz engagiert hat. Wer sollte Grund gehabt haben, ihn zu erschießen? Und warum hat man ihn in einem Spargelfeld verscharrt, wo man ihn binnen Stunden finden würde? Ispettore Paul Messner von der Kripo und die Carabinieri aus Riva del Garda stehen vor einem Rätsel. War es eine Beziehungstat? Sowohl Bippos Ex als auch die Familie seiner neuen Freundin haben Geheimnisse. Das gilt aber auch für Oberförsterin Monica und den Eigentümer des Spargelfelds. Als es im Umfeld des Försters zu einem weiteren Mord kommt, tun sich neue Fragen auf. Womit hat das zweite Opfer eigentlich sein Geld verdient …?
Dienstag, 9. Juni 2026
Kelsey Cox: Party of Liars (Rezension)
Ein luxuriöses Anwesen, elegant gekleidete Gäste und Champagner auf einer mit Lichtern geschmückten Terrasse. Bei einer glanzvollen Party hoch über den Texas Hills treffen vier Frauen aufeinander, die kaum gegensätzlicher sein könnten: eine überforderte junge Mutter, eine verbitterte Ex-Frau, eine Sechzehnjährige, die mit dem Feuer spielt, und eine Nanny, die mehr weiß, als gut für sie ist. Sie alle sind an diesem Abend zusammengekommen, um Sophie Matthews' Geburtstag zu feiern. Doch kurz bevor die Kerzen auf der dreistöckigen Torte ausgeblasen werden, stürzt einer der Anwesenden vom Balkon - und ist sofort tot. Schnell wird klar: Jede der Frauen hat etwas zu verbergen. Würde eine von ihnen töten, damit es niemals ans Licht kommt?
PARTY OF LIARS war anders, als ich es aufgrund des Klappentextes erwartet hätte, was aber nicht ungewöhnlich ist. Mancher Klappentext (sehr viele um genau zu sein) sind mit Vorsicht zu genießen. Ich würde PARTY OF LIARS auch nicht wirklich als Thriller bezeichnen. Welche Kategorie man aber sonst wählen sollte ist schwierig, denn auch wenn man einen Thriller erwarten könnte, so ist die Geschichte dann doch etwas langatmig und spannungsarm. Von einem Thriller erwarte ich mehr.
Die Geschichte wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt, was leider nicht unbedingt für Lesevergnügen sorgt. Die Erzählungen sind mal kürzer, mal länger, nicht unbedingt linear und manchmal werden Ereignisse aus der Vergangenheit beschrieben. Lange Zeit weiß man eigentlich nicht, was passiert, obwohl es zumindest Andeutungen gibt, die jedoch nicht auf das Opfer hinweisen. Es dauert lange, bis tatsächlich etwas passiert, aber das passiert fast nebenbei und führt zu einem unbefriedigenden Ende, das sich zudem noch etwas hinzieht, da ja alle (überlebenden) Beteiligten noch einen Schluss bekommen müssen.
Die Kapitel sind insgesamt viel zu kurz, die Sichtweisen wechseln viel zu oft und ein roter Faden in der Geschichte fehlt leider. Dafür findet man in den Kapiteln unnötig viele kleine Details, die größtenteils überflüssig sind und weder der Spannungsaufbau (der nicht vorhanden ist) noch der Charakterentwicklung (die, wenn überhaupt sehr schleichend ist) dienen.
Verwirrend für den Leser, aber da scheint eine interessante Grundidee in den Sand gesetzt zu werden. Für Thrillerfans keine Bereicherung und sonst ... muss man PARTY OF LIARS nicht gelesen haben.
PARTY OF LIARS war anders, als ich es aufgrund des Klappentextes erwartet hätte, was aber nicht ungewöhnlich ist. Mancher Klappentext (sehr viele um genau zu sein) sind mit Vorsicht zu genießen. Ich würde PARTY OF LIARS auch nicht wirklich als Thriller bezeichnen. Welche Kategorie man aber sonst wählen sollte ist schwierig, denn auch wenn man einen Thriller erwarten könnte, so ist die Geschichte dann doch etwas langatmig und spannungsarm. Von einem Thriller erwarte ich mehr.
Die Geschichte wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt, was leider nicht unbedingt für Lesevergnügen sorgt. Die Erzählungen sind mal kürzer, mal länger, nicht unbedingt linear und manchmal werden Ereignisse aus der Vergangenheit beschrieben. Lange Zeit weiß man eigentlich nicht, was passiert, obwohl es zumindest Andeutungen gibt, die jedoch nicht auf das Opfer hinweisen. Es dauert lange, bis tatsächlich etwas passiert, aber das passiert fast nebenbei und führt zu einem unbefriedigenden Ende, das sich zudem noch etwas hinzieht, da ja alle (überlebenden) Beteiligten noch einen Schluss bekommen müssen.
Die Kapitel sind insgesamt viel zu kurz, die Sichtweisen wechseln viel zu oft und ein roter Faden in der Geschichte fehlt leider. Dafür findet man in den Kapiteln unnötig viele kleine Details, die größtenteils überflüssig sind und weder der Spannungsaufbau (der nicht vorhanden ist) noch der Charakterentwicklung (die, wenn überhaupt sehr schleichend ist) dienen.
Verwirrend für den Leser, aber da scheint eine interessante Grundidee in den Sand gesetzt zu werden. Für Thrillerfans keine Bereicherung und sonst ... muss man PARTY OF LIARS nicht gelesen haben.
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