Dienstag, 10. Februar 2026

Valentina Morelli: Kloster, Mord und Dolce Vita - Mord in der Parfümvilla (Hörbuch)(Rezension)


Matteo wird zu einer verlassenen Villa gerufen, die einst einem bedeutenden Parfümeur gehörte. Dort findet er zu seinem Entsetzen eine tote Frau vor. Die Ermordete ist eine Botanikerin, die sich auf seltene Pflanzen spezialisiert hat. Kurz darauf gibt es einen Einbruch in das Parfüm-Museum in Florenz, bei dem die alten Forschungsunterlagen des Parfümeurs gestohlen werden. Matteo und Isabella vermuten, dass es dem Dieb um die Rekonstruktion eines legendären Parfüms geht, das mit dem Tod des Parfümeurs verschollen gegangen ist. Musste deshalb die Forscherin sterben?

Jetzt bin ich etwas verunsichert. Nachdem mir die letzten beiden Teile von KLOSTER,MORD UND DOLCE VITA nicht gefallen haben (siehe hier und hier) wird mit Band 33 typisches Toskanakrimiflair geboten. Mag sein, dass die eine oder andere Nebenperson hierbei etwas in den Hintergrund gerät, aber hier wird mal wieder ein CosyCrime geboten, der den Namen verdient hat und auch noch sehr spannend ist. Nach dem beiden schwächeren Bänden ein echtes Highlight. Kurz und knapp steuert Morelli auf den Höhepunkt hin, es wird nicht langweilig und am Ende bin ich als Hörer sehr zufrieden gestellt. Also doch weiter hören?
Nun, vielleicht hat sich die Reihe erholt und es geht weiter wie beim MORD IN DER PARFÜMVILLA. Was dagegen immer gleich bleibt (und das ist alles andere als negativ gemeint) ist Chris Nonnast, der ich immer wieder gerne zuhöre. Ach ja, der rote Faden der Bürgermeisterwahl, bzw. des Bürgermeistertauschs wird hier fortgeführt aber noch nicht beendet. Wie es mit den Bürgermeister zu Ende geht wird man wohl erst zu einem späteren Zeitpunkt erfahren.

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Montag, 9. Februar 2026

Robert Köhnen: Die Schule der Abenddämmerung - Der Violette Mann (Rezension)

Nach dem Angriff der Dämonen herrscht an der Schule der Abenddämmerung eine gespannte Ruhe. Der Unterricht läuft weiter, doch unter der Oberfläche bleiben Angst und Zweifel. Äußerlich wirkt die Schule, als habe sie sich gefangen – doch etwas in ihr ist noch immer erschüttert.
Schon bald machen Gerüchte die Runde:Tief im Fundament der Akademie soll ein uraltes Wesen eingesperrt sein, ein Relikt aus den Frühzeiten der Schule, über das die Lehrmeister nur in Andeutungen sprechen. Die meisten halten es für eine Legende. Andere nicht.
Maidin spürt, dass mehr dahintersteckt. Seit dem Angriff wird er von Träumen heimgesucht – Visionen eines jungen Kriegers in der Paschinkasteppe, die seltsam klar wirken, zu deutlich, um nur Traum zu sein.
Gleichzeitig verdichten sich die Hinweise, dass Aldisso, der umstrittene Lehrer, weiterhin im Verborgenen agiert. Einige Schüler sind überzeugt, dass er noch immer mit den Dämonen im Bund steht – und versuchen, seinen nächsten Schritt zu verhindern, während der Unterricht sie stärker denn je in Anspruch nimmt.
Je tiefer Maidin nach Antworten sucht, desto deutlicher erkennt er, dass seine Träume und die Geheimnisse der Schule miteinander verwoben sind. Und dass die Wahrheit ihn tiefer in die Schatten der Abenddämmerung führen wird, als er je erwartet hätte.

Samstag, 7. Februar 2026

Jackie Baldwin: Der Tote in Edingburgh

Nach einem persönlichen Schicksalsschlag wagt Grace McKenna einen Neuanfang als Privatdetektivin in Portobello bei Edinburgh. Doch der erste größere Auftrag lässt nicht lange auf sich warten: Die schillernde Witwe eines prominenten Mediums ist überzeugt, dass ihr Mann ermordet wurde – obwohl alles auf Selbstmord hindeutet.
Gemeinsam mit dem skeptischen, wenn auch charmanten, Journalisten Tobias Sloan nimmt Grace die Ermittlungen auf und stößt auf ein undurchsichtiges Netzwerk aus Betrug, spirituellem Geschäftssinn und persönlichen Abgründen. Die Spur führt sie direkt ins berüchtigte Merchiston College of Psychic Studies – und zu einer zweiten Leiche.
Während das Ermittlerduo den tödlichen Machenschaften immer näher kommt, geraten sie selbst ins Visier der Täter. Das Spiel wird immer gefährlicher – und die Grenzen zwischen Ermittlungen und persönlicher Verwicklung beginnen zu verschwimmen. Kann Grace den tödlichen Machenschaften ein Ende setzen oder wird sie selbst das nächste Opfer?

Donnerstag, 5. Februar 2026

Roland Zingerle: Mörderisches Therapieren (Hörbuch)(Rezension)

Ein bayerisches Dorf im Therapie-Wahn… Der Schnee hat das oberbayerische Dorf Fackenreuth im Griff und Dorfpolizist Xaver Gottwald macht sich eine ruhige Zeit. Bis ein alter Bekannter hereinschneit und meldet, dass Kriminalpolizistin Bea Krüger verschwunden ist. Auch im Rest des Dorfes geschehen seltsame Dinge. Ein Psychotherapeut mietet sich im örtlichen Gasthof ein und therapiert nicht nur einen besonderen Patienten in der nahegelegenen Psychiatrie, sondern nimmt sich gleich das gesamte Dorf vor. Dann geschieht ein Mord: Ein Seelenklempner aus der Psychiatrie verbrennt in seinem Wagen. Und das ist erst der Anfang. Eine geheimnisvolle Frau tritt in Xavers Leben, eine als Mönch verkleidete Leiche wird in der Kirche gefunden und ganz Fackenreuth gerät aus den Fugen. Lässt sich das alles überhaupt noch therapieren?

Mittwoch, 4. Februar 2026

Anthony Horowitz: Tod zur Teestunde (Rezension)

Susan Ryeland, Lektorin außer Dienst ist nach London zurückgekehrt. Sie arbeitet jetzt für einen kleinen Verlag, und auf ihrem Tisch ist das Manuskript eines jungen Autors namens Eliot Crace gelandet: Atticus Pünds letzter Fall. Die Geschichte handelt vom überraschenden Tod der schwerreichen Lady Chalfont, die anscheinend von einem Familienmitglied vergiftet wurde.
Zu Susans Überraschung stellt sich heraus, dass Eliot Crace der Enkel der weltberühmten Kinderbuchautorin Miriam Crace ist, die 15 Jahre zuvor verstarb – ermordet, vergiftet, wie Eliot behauptet. Je weiter Susan in die Story eintaucht, desto klarer wird ihr, dass Eliot in Atticus Pünds letzter Fall die Geschichte seiner eigenen Familie und des Todes seiner Großmutter erzählt. Zugleich verhält er sich immer merkwürdiger, wird zunehmend aggressiv – und dann wird er bei einem Unfall mit Fahrerflucht getötet. War es Mord? Plötzlich ist Susan die Hauptverdächtige, und erschrocken wird ihr klar, dass sie das selber aufklären muss, um nicht das nächste Opfer zu werden …

TOD ZUR TEESTUNDE ist der dritte Teil in dem Susan Ryeland mit Atticus Pünd in Berührung kommt und das, obwohl der Erfinder/Autor des Detektivs bereits tot ist. Aber das kennt man ja auch von Sherlock Holmes oder Hercule Poirot ... andere übernehmen das was erfolgreich war und lassen manchen Ermittler unsterblich werden (in höherem Maße als er es schon ist). Atticus Pünd also ... und wie die Vorgänger werden wieder zwei Geschichten erzählt, die Fragmente des neuesten (letzten?) Atticus Pünd und die Schwierigkeiten die Susan Ryland mit dem Autor und seiner Familie hat- Und was muss ich sagen ... was habe ich mich gelangweilt. Anthony Horowitz kann es besser, dass zeigt er immer wieder und die beiden anderen Atticus Pünd/Susan Ryland Bücher waren sehr unterhaltsam. Aber TOD ZUR TEESTUNDE ... es ist zäh und nicht wirklich spannend und ich könnte sagen, dass es das Papier nicht wert ist auf dem es geschrieben ist (keine Ahnung was das Gegenstück bei ebooks ist), aber leider (das muss man so schon fast sagen) wird das Buch gegen Ende wirklich gut, und zeigt dabei was hätte sein können. Davon hätte ich gerne mehr gelesen, denn die Familienverwicklungen in Vergangenheit und Gegenwart geben mehr her als die versteckten Botschaften im Pünd-Fragment (bei dem ich der Lektorin sogar Recht geben muss: Pünd in Frankreich? Das braucht es wirklich nicht, auch wenn es natürlich mit den "realen" Ereignissen zusammenhängt ... hätte man aber auch weniger langatmig erzählen können).
Horowitz kann schreiben und auch unterhalten, aber manchmal ... manchmal schafft er es nicht mich zu überzeugen. Und TOD ZUR TEESTUNDE ist ein netter Krimi, der allerdings im Vergleich zu DIE MORDE VON PYE HALL oder DER TOTE AUS ZIMMER 12 weit zurückbleibt und einen Tiefpunkt der Reihe darstellt. Das Potential wird sehr spät entfaltet und in meinen Augen nicht so genutzt wie es möglich gewesen wäre. Schade ...

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