Donnerstag, 15. Oktober 2026

Greg Hurwitz: Orphan X (Rezension)

1. Gebot: Keine voreiligen Schlüsse.
Das schwarze Satellitentelefon klingelt. Am anderen Ende ist ein Mädchen, das von einem korrupten Cop verfolgt wird. Evan Smoak wird ihr helfen.
4. Gebot: Es ist nie persönlich.
Evan ist ein Absolvent des Orphan-Programms, in dem Waisenkinder zu hocheffizienten Killern ausgebildet wurden. Nach Jahren des Mordens für die Regierung ist er in den Untergrund gegangen. Er hilft nun den Verzweifelten, die nicht zur Polizei gehen können. Dabei hält er sich strikt an seine eigenen Gebote. Doch diesmal muss er gegen eine Regel nach der anderen verstoßen, damit die allerwichtigste unangetastet bleibt:
10. Gebot: Lasse niemals einen Unschuldigen sterben.

Mittwoch, 14. Oktober 2026

David J. Edmonds , John A. Eidinow: Wie Ludwig Wittgenstein Karl Popper mit dem Feuerhaken drohte (Rezension)

Nach einer in vielen Varianten überlieferten Anekdote bedrohte bei ihrer ersten und einzigen persönlichen Begegnung Wittgenstein Popper mit einem Feuerhaken. Was sich tatsächlich hinter der bekannten Geschichte verbirgt, was am 25. Oktober 1946 bei der Begegnung wirklich geschah, decken die beiden Autoren in einer historisch-philosophischen Recherche auf.
Was so in zehn Minuten passieren kann ... Bestimmt mehr als man in WIE LUDWIG WITTGENSTEIN KARL POPPER MIT DEM FEUERHAKEN DROHTE erwarten darf. Eine Begegnung, eine Tat, aber ... keine Verletzten, demnach auch keine Toten. Und trotzdem kann man darüber ein Buch schreiben, das wie ein Krimi oder eine Fallanalyse klingt, aber auf der einen Seite viel mehr als das ist, auf der anderen viel weniger. Und dennoch, wenn man sich für Philosophie interessiert. Was also wie eineskurrile Anekdote aus der Philosophiegeschichte erscheint, entwickelt sich zu einer faszinierenden Untersuchung über wissenschaftliche Rivalität, persönliche Eitelkeiten und die intellektuellen Auseinandersetzungen des 20. Jahrhunderts.

Montag, 12. Oktober 2026

Sonya Bateman: The Lodge (Rezension)

Ich wäre fast nicht zu unserem fünfzehnjährigen Klassentreffen gekommen. Aber jetzt bin ich hier. Und eine Person ist bereits tot.
Es hätte ein besonderes Wiedersehen werden sollen. Kostenloser Champagner. Ein Fünf-Sterne-Resort. Erinnerungen. Die Aussicht, endlich abzuschließen. Alte Freunde – auch wenn sie mich eigentlich nie wirklich kannten.
Wir waren zu acht.
Aber eine ist nach dem Abschlussball verschwunden. Und einer hat sich umgebracht.
Es muss jemand geben, der weiß, was in der Nacht vor 15 Jahren wirklich passiert ist. Wir wurden aus einem bestimmten Grund hierher eingeladen.
Und sie werden uns nicht wieder gehen lassen.

Ein luxuriöses Resort, ein Wiedersehen nach fünfzehn Jahren und eine Gruppe ehemaliger Freunde, die eine gemeinsame Vergangenheit verbindet, über die offenbar niemand die ganze Wahrheit erzählt: Mit THE LODGE greift Sonya Bateman eine klassische Thriller-Konstellation auf und entwickelt daraus ein spannendes Kammerspiel voller alter Schuld, Lügen und gegenseitigen Misstrauens. Und so wie ich es bisher von der Autorin kenne spielen auch hier Ereignisse aus der Vergangenheit eine große Rolle.

Freitag, 9. Oktober 2026

John W. Vance: The Death - Quarantäne (Rezension)

»Der Tod« braucht sieben Tage für eine ganze Welt.
Devin Chase ging seinem Alltag nach, als die ersten Meldungen kamen. Ein Virus, dem man den Namen »Der Tod« gab, suchte die Erde heim und streckte binnen einer Woche neun von zehn Infizierten nieder. Devin verriegelte seine Tür und zählte sechs Monate ab. Als er wieder hinaustritt, ist die Welt, die er kannte, nicht mehr da. Er trifft andere, die immun sind wie er — und lernt die einzige Regel, die geblieben ist: töten oder getötet werden.
Tausende Meilen entfernt steht auch das Leben von Lori Roberts Kopf. Mutter, Ehefrau, Geschäftsfrau — und plötzlich eine von wenigen Überlebenden. Mit ihrer Familie sucht sie Hilfe in einem Camp der Katastrophenschutzbehörde. Zelte, Essen, Ordnung, ein Anfang. Bis Lori zufällig erfährt, was in diesem Camp wirklich vor sich geht. Von da an ist die Frage nicht mehr, wie man draußen überlebt, sondern wie man hier wieder herauskommt.
Zwei Fremde, tausende Meilen auseinander, mit demselben einzigen Ziel: den nächsten Tag erleben.