Montag, 4. Mai 2026

Tami Hoag: Tödlich ist die Nacht (Hörbuch)(Rezension)

Der junge Fahrradkurier Jace Damon erledigt gerade den letzten Auftrag vor Feierabend, als er plötzlich von einem Auto gejagt wird. Schüsse fallen und Jace kommt nur knapp mit dem Leben davon. Was immer in dem Umschlag steckt, den Jace für den Strafverteidiger Lenny Lowell ausliefern soll - irgendjemand ist bereit, ihn dafür zu töten. Als er Lenny Lowell zur Rede stellen will, findet Jace ihn tot in seinem Büro - ermordet. Für Jace beginnt ein verzweifelter Wettlauf mit der Zeit. Denn der skrupellose Killer hat längst wieder seine Fährte aufgenommen, und es gibt nur einen Menschen, der Jace retten kann: die Polizistin Renee Ruiz. Doch leider hält auch sie Jace für Lenny Lowells Mörder ...
Tami Hoag arbeitete unter anderem als Stenotypistin, Fotoassistentin, Verkäuferin und Pferdetrainerin, bevor sie zu schreiben begann. 1988 wurde ihr erstes Buch, The Trouble With J.J (dt. Lust auf dich), veröffentlicht, dem bald weitere folgten.

Mittwoch, 29. April 2026

Louise Jensen: Die Ungebetenen (Rezension)

Man sagte uns, wir sollten uns von dem Haus fernhalten. Man warnte uns vor seiner Vergangenheit, seinem Ruf. Doch das Angebot war zu perfekt, um es abzulehnen. Vielleicht hätten wir doch auf die anderen hören sollen …
Ein Herrenhaus, mietfrei, im Austausch gegen simples Housesitting. Als Cass und James dieses ungewöhnliche Angebot entdecken, scheint ihr Traum zum Greifen nah. Seit Jahren sparen sie für die Anzahlung ihres eigenen Hauses. Diese Chance können sie unmöglich ausschlagen.
Doch Newington House hat eine dunkle Vergangenheit. Fast dreißig Jahre steht es bereits leer, seit bei einem Einbruch fast alle Bewohner ums Leben kamen. Doch für das Paar überwiegt die Hoffnung, sich eine Zukunft aufzubauen.
Aber ist es den Preis wert?
Kurz nach ihrem Einzug nehmen die Dinge eine unheimliche Wendung. Gegenstände verschwinden und tauchen an seltsamen Orten wieder auf, die Uhr bleibt immer zur gleichen Zeit stehen, das Haus wirkt seltsam bedrückend und manchmal haben Cass und James das Gefühl, nicht allein zu sein.
Newington House mag eine schlechte Energie und einen dunklen Ruf haben. Aber es gibt doch sicher keinen Grund, warum sich die Geschichte wiederholen sollte, oder?
Zwischen unheimlichen Ereignissen, verdrängter Geschichte und der Frage, wem sie noch trauen können, geraten Cass und James an ihre Grenzen. Düster, nervenaufreibend und psychologisch tief: ein Mysterythriller, der sich langsam unter die Haut gräbt.

Dienstag, 28. April 2026

Ben Aaronovitch: Ein Wispern unter Baker Street (Rezension)

Es ist ja nicht so, dass Peter Grant, Zauberer in Ausbildung und Police Constable in London, nichts für das Üben von Zaubersprüchen und das Pauken von Lateinvokabeln übrig hätte - bestimmt nicht! Aber es ist doch immer wieder schön, wenn zur Abwechslung auch mal reelle Polizeiarbeit gefragt ist. Eine unbekannte Person wird im U-Bahn-Tunnel nahe der Station Baker Street tot aufgefunden - erstochen, und es deuten unübersehbare Anzeichen auf die Anwesenheit von Magie hin. Ein Fall für Peter, keine Frage. Der unbekannte Tote stellt sich als amerikanischer Kunststudent und Sohn eines US-Senators heraus, und ehe man noch "internationale Verwicklungen" sagen kann, hat Peter bereits die FBI-Agentin Kimberley Reynolds mitsamt ihren felsenfesten religiösen Überzeugungen am Hals. Dabei gestalten sich seine Ermittlungen auch so schon gruselig genug, denn tief in Londons Untergrund, in vergessenen Flüssen und viktorianischen Abwasserkanälen, hört er ein Wispern von alten Künsten und gequälten Geistern ...
Teil drei der amüsanten Urban Fantasy-Reihe DIE FLÜSSE VON LONDON. Und was soll ich sagen. Ich bin überrascht, wie schnell man das Buch lesen kann, man kann es richtig wegsuchten, die Seiten fliegen nur so dahin. Nicht, dass besonders viel passiert, über 400 Seiten lesen sich auch normalerweise langsamer. Aber irgendwie fesselt Aaronovitch seine Leser von Beginn an, Peter Grant überzeugt auf jeder Linie, auch wenn die Magie eher dezent ist und auch das Übernatürliche, obwohl immer irgendwie präsent, doch eher im Hintergrund bleibt. Dafür gibt es viele witzige Wortgefechte, skurrile Personen und durchaus auch absurde Situationen. Auch die Spannung bleibt nicht auf der Strecke und so wird hier rundum ein gelungener UrbanFantasy geboten, der auf vielen Ebenen zu unterhalten weiß.

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Montag, 27. April 2026

Leo Brandt: Das Gehöft (Rezension)

Ein kleines Team um die Biologin Lara hat ein Gehöft auf der menschenleeren Hallig Westeroog gekauft, um es ökologisch zu bewirtschaften. Doch bald nach der Ankunft geschehen seltsame Dinge. Laras Bruder Malte verschwindet spurlos, kurz darauf reißt die Funkverbindung ab. Die Gruppe ist von der Außenwelt abgeschnitten; ein Entkommen ist wegen der gefährlichen Strömung in einem Priel unmöglich. Lara ist sich sicher, dass sie nicht allein auf der Insel sind. Zugleich verdichten sich Hinweise, dass ihr Lebensgefährte Henry etwas mit dem Verschwinden von Malte zu tun hat. Werden sie von einem Unbekannten verfolgt oder besitzt Henry eine dunkle, gewalttätige Seite? Als eine weitere Person verschwindet, eskaliert die Situation ...
Ein Thriller auf einer Hallig, das klingt ja durchaus höchst ... interessant. Eine Gruppe von Personen auf einer Insel. Ein Szenario, das man kennt und das immer wieder funktioniert. Viel falsch machen kann man dabei nicht ... möchte man meinen, aber ...