Dienstag, 13. April 2021

M. C. Beaton: Hamish hat ein Date mit dem Tod (Rezension)

Constable Hamish Macbeth schwebt mit der schönen Priscilla auf Wolke sieben. Aber als in deren Tommel Castle Hotel acht hoffnungsfrohe Mitglieder eines Single Clubs einchecken, kehrt für die beiden wieder die Realität ein. Am eigentlich romantisch geplanten Wochenende läuft alles schief, was schief laufen kann. Der tragische Höhepunkt: Eine Frau wird tot aufgefunden. In ihrem Mund: ein Apfel. Hamish steht vor einem großen Rätsel. Fest steht nur: Auf jeden Fall ein Sündenfall ... Es ist schön, dass sich die Bücher um den schottischen Polizisten Hamish Macbeth nicht als Enttäuschung erweisen und auch wenn nicht jeder Band ein Highlight ist (und Hamish Macbeth ist reif für die Insel bisher eine Ausnahme der Regel war). Nun ja, wer die anderen Bände kennt weiß, was ihn erwartet und nichts anderes bekommt er.
Aber ich finde das zum Abspannen sehr unterhaltsam und es gibt weitaus schlimmeres (in Bezug auf Cosy Krimis sogar sehr sehr viel, Hamish gehört tatsächlich noch zu den guten Vertretern des Genres ... meiner Meinung nach: Krimis für Zartbesaitete, die kein Blut sehen können, wobei dieser Fall auch ganz schön heftig ist ..... in anderer Hinsicht).
Der Klappentext des Buchs ist ein bisschen irreführend, weder Hamish noch Priscilla sind im siebten Himmel, die Beziehung der beiden ist kompliziert (wie man es sagen könnte ... wenn es denn eine Beziehung wäre ...) Es dauert etwas, bis das Verbrechen beginnt, aber bis dahin ist es nicht langweilig (irgendwie hat dieser Teil etwas von diversen Datingshows und auch wenn ich diese nicht anschaue, so ist zumindest die literarische Variante sehr unterhaltsam ... und auch schnell beendet), dann wird es etwas eklig (allerdings hat das eher etwas mit Essen zu tun) und es dauert viel zu lange bis die auch beim Leser verhasste Person endlich tot ist. Dann wird fröhlich ermittelt, es gibt die eine oder andere Liebelei, Wünsche diverser beteiligter Polizisten und eigentlich alles was man sonst bei den Hamish-Büchern bekommt. Und am Ende gibt es doch noch eine kleine Überraschung.
 
Ich wurde gut unterhalten, auch Hamish hat ein Date mit dem Tod kann man schön nebenbei lesen, es gibt viel fürs Herz, einiges zu lachen, etwas (nicht zu viel) Spannung und vielleicht ein paar zu stark übertriebene Charaktere...

Aber als Cosy Krimi: Gelungen!!!!!

Montag, 12. April 2021

Katharina Schwendel: Hummelstich - Ein Mord kommt selten allein (Rezension)

Die Ankunft der exzentrischen Bea von Maarstein im beschaulichen Örtchen Hummelstich stellt das Leben der Dorfbewohner gehörig auf den Kopf: Bea behauptet, ihre Freundin Henrietta sei keines natürlichen Todes gestorben. Als dann noch zwei Wirtsleute ermordet werden, ist es endgültig vorbei mit der Dorfidylle. Gemeinsam mit dem Halbtagspolizisten Sven Grüneis und ihrem Papagei Dr. Jekyll beginnt Bea zu ermitteln und gerät dabei selbst in größte Gefahr...
Cosy Krimis ... ein Genre das irgendwie so verbreitet ist wie Sand am Meer. Ich dachte immer, dass mir das Genre liegt, aber bei den Unmengen an Krimireihen scheint es auch viel schlechte oder durchschnittliche zu geben. Oder mein Anspruch wird höher. Und ich habe festgestellt, dass sich Cosy Krimis gut als Hörbücher eignen, natürlich abhängig vom Sprecher. Aber ich bin eher geneigt ein Hörbuch gut zu finden, weil man die banale Handlung nebenbei gut hören kann, während es oft verschwendete Lesezeit ist. Ich könnte Beispiele geben, aber hier geht es um Hummelstich, das Hörbuch, lesen würde ich die Reihe wohl nicht.
Hummelstich ist einer jener belanglosen Geschichten, die dörfliche Idylle durch ein Verbrechen aufschrecken. Ermitteln darf in diesem Fall (zusammen mit dem Dorfpolizisten) eine rüstige ältere Frau, die natürlich nichts von Miss Marple hat und auch keine Einwohnerin von Hummelstich ist. Eigentlich ganz unterhaltsam und auch das Verbrechen bekommt eine durchaus exotische Note durch die Zirkusvergangenheit der Verstorbenen.
Zusammen mit Bea lernt der Leser/Zuhörer die Bewohner Hummelstichs kennen (u. a. die beiden Bestattungsunternehmen Ruhe und Erdmann ... naja...). Das Entdecken des kleinen Ortes ist durchaus amüsant und auch die Recherchen von Bea führen zu manch komischer Situation.
Mir fehlt aber das Besondere. So wirklich neu wirkte das auf mich nicht (auch wenn mich die Sache mit den wertvollen Messern am Ende überrascht hat) und was mich persönlich gestört hat war der Papagei. Dass er auf Menschen fehlgeprägt ist und nicht fliegen kann, stört mich nicht, aber dass er fast wie ein Mensch spricht (und dadurch eine seltsame Art von Intelligenz aufweist) finde ich unpassend

Hummelstich - Ein Mord kommt selten allein kann man hören, muss man aber nicht (aber ich glaube dass das Hören ein größeres Vergnügen als das Lesen ist). Und das Ende lässt fast vermuten, dass es keine Fortsetzungen geben wird (Gibt es aber ..)

Sonntag, 11. April 2021

Josefine Gottwald: Eiselfen - Das Bündnis (Rezension)

Eine uralte Fehde zweier Völker. Ein Mann, der sie vereinen kann. Und eine Frau, die sich dafür opfern muss.
Mit einem Ritual versucht die junge Priesterin Auriel ihr Volk zu retten, das gegen die Armee der Eiselfen in den Krieg zieht. Dem grausamen König Thírion scheint jedes Opfer recht, seine Feinde zu bezwingen, doch als er die gegnerische Prinzessin entführen lässt, weiß er noch nicht, was für verschlungene Pfade das Schicksal vorsieht. Auriel findet plötzlich alle Fäden in ihrer Hand, aber sie fürchtet, dass sie den Frieden mit ihrem Leben bezahlt
»Das Bündnis« bildet den Auftakt der neunteiligen EISELFEN-Saga, die von Feindschaften der Völker erzählt – und von Leidenschaft, die den Hass überwindet...klingt sehr episch, aber die einzelnen Teile sind sehr dünn, knapp über 100 Seiten. Nun, auf 100 Seiten kann viel passieren, muss es aber nicht und auch wenn ich die Nachfolgebände noch nicht kenne (und mir auch nicht sicher bin ob ich sie kennen möchte) hätte es den Eiselfen besser getan wenn man zwei oder drei Bände zusammengelegt hätte (was man später anscheinend in Form von Sammelbänden auch getan hat).
Aber abgesehen von der Kürze des ersten Bandes konnte er mich inhaltlich nicht überzeugen. Die bisherige Handlung ist mir teilweise zu vorhersehbar, zu unverständlich und zu spannungsarm. Die Charaktere sind austauschbar und der Stil an sich ist nichts, was ich mit epischer Fantasy in Einklang bringen kann. Fantasy wird gerne gelesen, aber nicht jeder kann auch wirklich gute Fantasy schreiben. Die Konkurrenz ist hart. 
Ich bin mir nicht sicher was ich von der Eiselfensaga halten soll, der Einstieg ist meiner Meinung nach nicht gelungen und ich bin nicht angefixt. Zäh und inspirationslos.

Ich weiß, dass viele Selfpublisher ihr Herzblut in ihre Arbeit stecken, aber hier sehe ich das leider nicht. Ich erwarte keine nobelpreisträchtige Literatur, ich will nur gut unterhalten werden. Meine Ansprüche könnte man schon fast als gering bezeichnen: Eine spannende Story, eine interessante Welt mit Charakteren, die man mögen oder hassen kann ...
Der erste Band der Eiselfensage bietet mir nichts davon. 

Samstag, 10. April 2021

Andrea Penrose: Der Tote in der Black Swan Lane (Rezension)

Der Earl von Wrexford verfügt über einen brillanten Verstand, aber Langeweile und Stolz verführen ihn regelmäßig zu rücksichtslosem Verhalten. Als der aufgeblasene Reverend Josiah Holworthy ihn öffentlich anprangert, schlägt Wrexford zurück. Ihr Wortgefecht eskaliert und Londons populärster satirischer Karikaturist A.J. Quill macht beide zum Mittelpunkt seiner neuesten Karikatur. Dann wird der Geistliche tot in einer Kirche aufgefunden – sein Gesicht von Chemikalien verbrannt, seine Kehle von Ohr zu Ohr aufgeschlitzt – und Wrexford findet sich als Hauptverdächtiger wieder.
Die eigenständige Künstlerin Charlotte Sloane ist heimlich in die Rolle ihres verstorbenen Ehemannes geschlüpft, indem sie dessen Pseudonym A.J. Quill benutzt. Als Wrexford ihre wahre Identität herausfindet, fürchtet sie, dass dies ihr Verderben sein könnte. Doch stattdessen schließen sich Lord Wrexford und die mysteriöse Mrs. Sloane zusammen, um einen gerissenen Gegner in die Falle zu locken – bevor ein neues Opfer folgt.

Donnerstag, 8. April 2021

Ellen Barksdale: Tee? Kaffee? Mord! 6 - Tod eines Schneemanns (Rezension)

Weihnachten steht vor der Tür und Nathalie genießt den Winter in Earlsraven in vollen Zügen. Über den großen Schneemann, der eines Morgens auf ihrem Parkplatz steht, wundert sie sich zunächst, doch er passt einfach perfekt zum verschneiten Pub. Aber dann passiert es: Auf der vereisten Straße kommt ein Transporter ins Rutschen, fährt mitten in den Schneemann - und enthüllt eine Leiche! Wer um Himmels Willen versteckt eine Leiche in einem Schneemann? Nathalie und Louise wollen wissen, was mit dem Toten vor ihrem Pub wirklich geschehen ist. Ihre Ermittlungen führen sie bis in die höchsten Kreise und schon bald müssen sie feststellen, dass dem Täter auch kurz vor Weihnachten nichts heilig ist...
Alles ist wie immer, und ich habe schon fast den Eindruck, dass ich zu den nächsten Folgen von Tee? Kaffee? Mord! nichts anderes zu sagen habe. Der sechste Teil der Reihe Tod eines Schneemanns ist banal und belanglos wie die Vorgänger. Warum ich mir die Krimis dann anhöre? 
Es ist netter Zeitvertreib, besser als Radio (weil da auch immer nur dieselben Lieder gespielt werden, da bietet ein Hörbuch durchaus Abwechslung. Und ich weiß, dass der Vergleich hinkt, denn ich könnte auch ein anderes Buch hören) und irgendwie doch ganz unterhaltsam. Berieselung fürs Hirn (fast wie träumen).
Natürlich ist eines der Gründe warum ich die Bücher höre und warum Tod eines Schneemanns keine Ausnahme ist: Vera Teltz liest hervorragend, sie macht die Geschichte, so belanglos sie auch sein mag, interessanter als sie ist und zu einem unterhaltsamen Hörvergnügen.
Ansonsten alles wie immer: Der Krimi ist minder spannend (eigentlich fast nie), die agierenden Personen von tolerierbar bis nervig. Auch wenn ich zugebe, dass die Eltern von Natalie für den einen oder anderen Schmunzler sorgen.

Kann man hören, muss man aber nicht.
Lesen? ich glaube ich werde die reihe weiterhören, aber um die Bücher einen Bogen machen, dazu ist mir dann die Zeit doch zu schade.

Mittwoch, 7. April 2021

Florian C. Clever: Der weiße Kristall - Eisige Fehde (Rezension)

Der Söldner Molovin ist eine lebende Waffe. Zum Winteranfang gerät er in der nördlichen Provinz an übernatürliche Kräfte: Ein kriegerischer Herzog will den ›Weißen Kristall‹ an sich reißen, den mächtigsten magischen Stein aller Zeiten. Molovin muss sich entscheiden – Befehle befolgen oder mit allen Regeln brechen und sich gegen seinen herzoglichen Auftraggeber stellen. Das Schicksal des ganzen Nordens steht auf dem Spiel.
Florian C. Clever kehrt zu seinen Ursprüngen zurück und bietet nach seiner SF-Trilogie SOONTOWN wieder Fantasy á la Schwert & Meister. Von dieser Reihe war ich nicht so begeistert (bisher kenne ich auch nur die ersten beiden Teile ...), deswegen war ich auch etwas skeptisch. Das Cover ist vielversprechend, der Klappentext wieder nicht, aber ich war trotzdem neugierig. Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden, obwohl mich das Setting von beginn an fasziniert hat. Ich hatte nur Probleme mit den Personen. Aber das legte sich bald (und man muss Schwert & Meister nicht kennen, die Zyklen lassen sich unabhängig voneinander lesen. Gemeinsamkeiten konnte ich oberflächlich gesehen nur bei den Göttern sehen) und ich war schnell von der Handlung gefesselt, die allerdings schneller als erwartet ein Ende fand und Lust auf mehr macht.
Die Geschichte ist ähnlich in andere Fantasyromanen zu finden (es gibt sogar Drachen ... in Form von fliegenden Echsen, die sich auch reiten lassen), weist aber doch genügend Eigenständigkeit auf, um interessant zu bleiben. Spannende Kämpfe, Intrigen, Magie ... all das bietet EISIGE FEHDE, dazu alte Geschichten und Legenden, die für die Gegenwart wichtiger sind als es den Anschein hat. Und natürlich gibt es das klassische Schwarz & Weiß nicht. Florian C. Clever bietet ein klassisches Epos, das aber nicht sehr seitenstark ist (was man als Nach- oder Vorteil sehen mag .. aber: Die Länge ist nicht auschlaggebend, auf den Inhalt kommt es an, und dieser überzeugt in diesem Fall).
EISIGE FEHDE ist rasant, spannend, schwächelt aber auch nicht in den ruhigen Momenten, wenn die Charakterentwicklung vorangetrieben wird. Wenn man sich auf eine kalte Welt einlassen möchte.


Dienstag, 6. April 2021

Chris Colfer: Tale of Magic: Die Legende der Magie 1 – Eine geheime Akademie (Rezension)

Willkommen in Madame Weatherberrys geheimer Akademie!
Brystal Evergreen liebt Bücher. Aber im Südlichen Königreich, wo sie lebt, ist Lesen für sie verboten. Als sie trotzdem an ein geheimnisvolles Buch gerät, ändert sich ihr Leben für immer: Brystal erfährt, dass sie magische Fähigkeiten besitzt! Sie wird an einer geheimen Akademie aufgenommen, wo sie zusammen mit anderen Schülern in guter Magie ausgebildet wird. Doch die magische Gemeinschaft kennt nicht nur gute, sondern auch böse Magie. Brystal, die zu Erstaunlichem bestimmt ist, findet sich mit ihren Freunden plötzlich inmitten eines Kampfs gegen finsterste Hexenkraft wieder. Und nicht nur die Zukunft der Akademie ist in Gefahr – sondern das Schicksal der ganzen Welt.
Wie Chris Colfers erste Erfolgsserie »Land of Stories« stand auch »Tale of Magic« monatelang auf der New York-Times Bestsellerliste. Die neue magische Serie besticht als Feuerwerk der Phantasie und mit einer mutigen Heldin, die sich gegen Ungerechtigkeit wehrt. Ein Muss für »Land of Stories«-Fans – und alle Leser die große, phantastische Abenteuer lieben!

Montag, 5. April 2021

Ellen Barksdale: Tee? Kaffee? Mord! - Der Club der Giftmischer (Rezension)

Ein gemütlicher Abend im Black Feather. Doch plötzlich fasst sich ein Gast an den Hals, röchelt und fällt vom Stuhl - und Nathalie und Louise schauen ungerührt zu! Aber natürlich gibt es eine Erklärung. Das "Opfer" gehört zum sogenannten "Club der Giftmischer": Etwa zwei Dutzend Apotheker halten ihr jährliches Treffen in Earlsraven ab und der Höhepunkt ist eine große Show mit "Heiterem Symptome-Raten" , "Tabletten-Bingo" und dem überaus beliebten "Rate das Gift". Doch aus dem heiteren Spaß wird tödlicher Ernst, als der Apotheker Travis Bertram tot auf der Bühne umfällt - vergiftet.
Nathalie und Louise helfen Constable Strutner bei den Ermittlungen und diesmal gibt es jede Menge Verdächtige - nämlich den gesamten Club! Und je mehr die beiden sich mit dem Fall beschäftigen, desto klarer wird, dass Liebe und Gier oftmals nah beieinander liegen...

Sonntag, 4. April 2021

Chris Colfer: Land of Stories 3 - Eine düstere Warnung (Rezension)

In Alex und Conners drittem Abenteuer im Land der Märchen stoßen sie auf eine jahrhundertealte Botschaft, die von niemand anderem als den Brüdern Grimm persönlich stammt. Dahinter verbirgt sich ein großes Rätsel, das sie lösen müssen, um das Märchenland vor dem Untergang zu bewahren – und das das Leben der Geschwister für immer verändern wird …
Eine düstere Warnung spielt zum Größten Teil (aber nicht nur) in der Anderswelt (also bei uns) nachdem die Tore der beiden Welten geschlossen wurden. Aber Connor bleibt eine der Hauptpersonen und es dauert etwas bis er wieder mit seiner Schwester vereint sein wird. Und dass das passieren wird sollte offensichtlich sein. 
Eine düstere Warnung beginnt mit den Gebrüder Grimm und bietet einen interessanten Vorgeschmack auf das was passieren wird. Bis es aber dazu kommt vergeht etwas Zeit und abgesehen von einigen interessanten Begebenheiten (die sich größtenteils in der Anderswelt ereignen, wie eine Lesung unbekannter Grimm-Märchen) zieht sich die Geschichte. Und auch dann wird meiner Meinung nach viel Potential verschwendet. So sehr mich die ersten beiden Bände der Serie fasziniert und begeistert haben, der dritte Band ist eine Enttäuschung. Darüber täuscht auch nicht das Wiedersehen mit alten Bekannten hinweg, auch wenn Rotkäppchen durchaus wieder sehr amüsant dargestellt wird. 
Eine düstere Warnung ist etwas anders als die Vorgänger, das Suchen diverser Gegenstände ist nicht der Hauptbestandteil (wenn auch ein wichtiger), aber die Gefahr ist dann weniger groß als erwartet und auch schnell vorbei. Da hilft auch ein große Enthüllung am Ende nicht.
Natürlich werde ich weiter lesen, aber dieser Band hatte nichts faszinierendes an sich und war nicht so kreativ und unterhaltsam wie die Vorgänger.
Ich hoffe die nachfolgenden Bände können wieder an das Niveau der ersten beiden Bände anknüpfen, ein Durchhänger darf erlaubt sein. 

Und die Hoffnung stirbt zuletzt 

Samstag, 3. April 2021

Arvid Heubner: Totenzug (Rezension)

Der Schnellzug von Paris nach Amsterdam erreicht seinen Zwischenhalt in Rotterdam pünktlich auf die Minute. Mit an Bord: Die Leiche eines toten norwegischen Staatsanwalts und Chloé Lambert, neue Ermittlerin bei EUROPOL. Sie wird sogleich in einen brisanten Fall hineingezogen, bei welchem ihr neuer Vorgesetzter, Kriminalhauptkommissar Tinus Geving, die Ermittlungsleitung übernimmt. Obwohl er und sein niederländischer Kollege Piet Veenstra ein eingespieltes Team sind, bringt die junge Französin frischen Wind mit und so beginnt schon bald die Jagd nach dem mutmaßlichen Täter. Diese führt das EUROPOL-Team über Paris bis nach Oslo. Im hohen Norden offenbaren sich Verstrickungen, deren Aufdeckung für das Team fatale Folgen hat …
Der zweite Teil der Tinus Greving-Reihe, aber die Vorgeschichte zu Totenstill
Wenn ich die Geschichte beurteilen muss, so kann ich sagen, dass sie mir gut gefallen hat. Wenn man TOTENSTILL kennt glaubt man eine Ahnung zu haben, was passieren wird und diese Vorfreude erhöht die Spannung der gut konstruierten Geschichte. 
Trotz der vielen agierenden Personen, ist es nicht schwer den Überblick zu behalten. Der Spannungsaufbau ist gelungen nur ... wenn man denkt dass der Showdown bevorsteht ist das Buch zu Ende und man hat das Gefühl, dass man irgendetwas verpasst oder dass irgend etwas vergessen wurde.
Das ist der Schwachpunkt der Geschichte. Spannend bis zum Schluß und dann bekommt man sozusagen eine Ohrfeige und alles ist vorbei. Irgendwie unbefriedigend. 
Vor allem, wenn man bedenkt dass das ebook noch nicht beendet ist. Statt also einer Weiterführung der Geschichte bekommt man eine sehr ausführliche Leseprobe zu Totenstill
Irgendwie kann man sich verar.... fühlen. 

Totenzug erschien bereits 2017 unter dem Titel "Der Kuckuck ruft in den Weiten" im Selbstverlag. 

Freitag, 2. April 2021

Valentina Morelli: Kloster, Mord und Dolce Vita 7 - Rezept für einen Mord (Rezension)

Nachdem es heute keine 5 am Freitag (Grund dafür weiß ich leider nicht) gibt, kann ich den Tag für eine weitere Rezension nutzen...

Buon appetito! Isabella begleitet Schwester Hildegard zum großen Tomatensoßen-Kochwettbewerb in Pisa. Carabiniere Matteo hat Urlaub und lässt es sich nicht nehmen, die Nonnen zu begleiten. Vor Ort passiert das Undenkbare: Einer der vier Finalisten bricht nach der Verköstigung seiner Soße zusammen - ist es ein Unfall, oder wurde er absichtlich vergiftet? Isabella und Matteo nehmen die Ermittlungen auf...
Teil 7 der amüsanten Cosy Crime Serie und alles ist wie immer. Unterhaltsam präsentiert von Chris Nonnast (denn natürlich habe ich mir das Hörbuch zugelegt, ich habe an diesen zu viel Spaß, als dass ich selber lesen wollte). 
Natürlich habe ich Teil sieben fast im Anschluss zu Teil 6 gehört, schließlich wollte ich wissen wie es weiter geht. Aber das war eine kleine Enttäuschung. Ich hätte mir mehr erwartet, aber das Leben geht einfach weiter ... und statt sich weiter mit Klosterangelegenheiten zu befassen fährt Isabella;mateo und ein paar Nonnen nach Pisa ... wegen eines Tomatensoßenwettbewerbs...
Aber Rezept für einen Mord unterscheidet sich nur vom Schauplatz von den Vorgängern, der Rest ist wie man es kennt: Sympathische Charaktere, italienisches Urlaubsflair, eine leicht verträumte Atmosphäre ... viel Cosy und ein bisschen Crime. 
Wer die Serie kennt bekommt genau das was er erwartet. Und ich freue mich auf weitere Hörbücher, auch wenn es langweilig wird immer wieder das selbe zu schreiben, denn bisher unterscheiden sich die Geschichten im Niveau nicht. Spannend? Nö. Aber das spielt bei dieser liebenswerten Serie keine Rolle. Es macht Spaß am Klosterleben teilzunehmen (auch wenn es mal nicht im Kloster spielt.