Hexenjagd, verbotene Liebe und politische Machtkämpfe im mittelalterlichen Ostfriesland.
1399. Mysteriöse Todesfälle erschüttern die Küste: Drei Männer erliegen einer qualvollen Seuche, und die Angst vor schwarzer Magie greift um sich. Der junge Mönch Enno soll der Hexerei auf die Spur kommen und gerät in einen Strudel aus Aberglauben, alten Gelübden und einer verbotenen Liebe. Derweil entbrennt unter den friesischen Häuptlingen ein erbitterter Machtkampf um die Vorherrschaft im sechsten Seenland – und mittendrin: der legendäre Seewolf Klaus Störtebeker, der nicht nur Allianzen, sondern auch sein Herz aufs Spiel setzt.
Mit „Bruder Enno und das Herz des Störtebeker“ setzt Maike Salhofen ihre historische Krimireihe um den jungen Zisterzienser Enno fort und entführt ihre Leser erneut in das Ostfriesland des ausgehenden 14. Jahrhunderts. Die Handlung verbindet rätselhafte Todesfälle, religiösen Aberglauben, politische Machtkämpfe und die Legende um Klaus Störtebeker zu einem historischen Kriminalroman. Der Roman knüpft an die Ereignisse des ersten Bandes an, lässt sich aber auch ohne Vorwissen eigenständig lesen. Ich kannte den ersten Teil (BRUDER ENNO UND DIE HAND DES STÖRTEBEKER) nicht und fand mich im zweiten Teil gut zurecht. Wirklichen Zugang zur Geschichte habe ich aber nicht bekommen. Ob das daran lag, dass mir der erste Teil gefehlt hat, kann ich nicht sagen. Ich hatte zumindest nicht das Gefühl, dass ich Wissenslücken hatte.
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Freitag, 10. Juli 2026
Donnerstag, 9. Juli 2026
C. J. Cooke: The Book of Witching (Hörbuch)(Rezension)
Der Prozess gegen die mutmaßliche Hexe Allison Balfour (oder Margaret Balfour) aus dem Jahr 1594 zählt zu den am häufigsten angeführten Hexenprozessen Schottlands. Balfour lebte auf den schottischen Orkney-Inseln, in der Gegend von Stenness. Zu jener Zeit sah der *Scottish Witchcraft Act* von 1563 für eine Verurteilung wegen Hexerei die Todesstrafe vor.
Patrick Stewart, 2. Earl of Orkney – bekannt als „Black Patie“ – übte 1594, zur Zeit von Balfours Prozess, die Herrschaft über die Orkney-Inseln aus. Patie war davon überzeugt, dass seine jüngeren Brüder, allen voran John Stewart, Earl of Carrick, ein Komplott zu seiner Ermordung schmiedeten. Patie entdeckte Gift im Besitz eines von Johns Dienern, Thomas Paplay; dieser legte nach elf Tagen Folter ein Geständnis ab und belastete Balfour als eine seiner Mitverschwörerinnen.
Obwohl Paplay sein Geständnis kurz vor seiner Hinrichtung widerrief, wurden Balfour und ihre Familie nach Kirkwall gebracht und dort so lange gefoltert, bis man ihnen ein Geständnis abgerungen hatte. Balfour wurde der Prozess gemacht; sie wurde der Hexerei für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Ebenso wie Paplay widerrief auch Balfour ihr Geständnis unmittelbar vor ihrer Hinrichtung am 16. Dezember 1594; sie beteuerte öffentlich ihre Unschuld und schilderte detailliert die Folterungen, denen sie und ihre Familienangehörigen unterzogen worden waren. Sie wurde am 16. Dezember 1594 am Richtplatz „Gallow Ha'“ in Kirkwall hingerichtet.
Patrick Stewart, 2. Earl of Orkney – bekannt als „Black Patie“ – übte 1594, zur Zeit von Balfours Prozess, die Herrschaft über die Orkney-Inseln aus. Patie war davon überzeugt, dass seine jüngeren Brüder, allen voran John Stewart, Earl of Carrick, ein Komplott zu seiner Ermordung schmiedeten. Patie entdeckte Gift im Besitz eines von Johns Dienern, Thomas Paplay; dieser legte nach elf Tagen Folter ein Geständnis ab und belastete Balfour als eine seiner Mitverschwörerinnen.
Obwohl Paplay sein Geständnis kurz vor seiner Hinrichtung widerrief, wurden Balfour und ihre Familie nach Kirkwall gebracht und dort so lange gefoltert, bis man ihnen ein Geständnis abgerungen hatte. Balfour wurde der Prozess gemacht; sie wurde der Hexerei für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Ebenso wie Paplay widerrief auch Balfour ihr Geständnis unmittelbar vor ihrer Hinrichtung am 16. Dezember 1594; sie beteuerte öffentlich ihre Unschuld und schilderte detailliert die Folterungen, denen sie und ihre Familienangehörigen unterzogen worden waren. Sie wurde am 16. Dezember 1594 am Richtplatz „Gallow Ha'“ in Kirkwall hingerichtet.
Mittwoch, 8. Juli 2026
Thomas Michael Glaw: Mach dir kein Bild (Rezension)
Eine Unbekannte ersticht den Direktor der berühmten Alten Pinakothek mitten in der Nacht vor einem angeblichen Vermeer. Dr. de Rijk pflegte ein offenes Haus in München Schwabing, auch was seine Geliebten anbelangte. Sein Bruder leitet eine Gemäldegalerie in Amsterdam und interessiert sich außerordentlich für einige Bilder und Unterlagen. Frauen und Gemälde führen Kriminalrat Benedict Schönheit in das Leben eines kühl rechnenden Charmeurs, der sich am Ende doch verkalkuliert hat.
MACH DIR KEIN BILD ist der dritte Fall in dem Benedict Schönheit ermittelt, aber es ist nicht nötig, die Vorgänger zu kennen. MACH DIR KEIN BILD ist ein schnörkelloser Krimi, bei dem das Privatleben des Ermittlers zwar präsent ist, aber nicht das Geschehen bestimmt. Ein klassischer Krimi, bei dem die Ermittlungsarbeit im Vordergrund steht. Thomas Michael Glaw beschränkt sich auf das Wesentliche und sorgt dabei für kurzweilige Unterhaltung. Schönheit und sein Team gehen Hinweisen nach, befragen Zeugen und Verdächtige und kommen der Lösung immer näher bis zur Auflösung. Glaw verzichtet auf Action, die Ermittlungen sind ruhig, sorgen aber auf ihre Art für Spannung und trotz der manchmal gemächlich wirkenden Erzählweise kann man das Buch nicht zur Seite legen. Glaw hat einen angenehmen Schreibstil und auch wenn auch Schönheit in München ermittelt liegen Welten zwischen ihm und Jana Vecera, einer weiteren in München ermittelnden Romanfigur.
Freunde von schnörkellosen Krimis, bei dem das Verbrechen im Vordergrund steht, werden auf ihre Kosten kommen. Und trotz der klaren Linie findet Glaw auch Wege das alles nicht ganz so ernst zu schreiben. MACH DIR KEIN BILD ist keine Komödie, aber ein guter Krimi mit Witz.
MACH DIR KEIN BILD ist der dritte Fall in dem Benedict Schönheit ermittelt, aber es ist nicht nötig, die Vorgänger zu kennen. MACH DIR KEIN BILD ist ein schnörkelloser Krimi, bei dem das Privatleben des Ermittlers zwar präsent ist, aber nicht das Geschehen bestimmt. Ein klassischer Krimi, bei dem die Ermittlungsarbeit im Vordergrund steht. Thomas Michael Glaw beschränkt sich auf das Wesentliche und sorgt dabei für kurzweilige Unterhaltung. Schönheit und sein Team gehen Hinweisen nach, befragen Zeugen und Verdächtige und kommen der Lösung immer näher bis zur Auflösung. Glaw verzichtet auf Action, die Ermittlungen sind ruhig, sorgen aber auf ihre Art für Spannung und trotz der manchmal gemächlich wirkenden Erzählweise kann man das Buch nicht zur Seite legen. Glaw hat einen angenehmen Schreibstil und auch wenn auch Schönheit in München ermittelt liegen Welten zwischen ihm und Jana Vecera, einer weiteren in München ermittelnden Romanfigur.
Freunde von schnörkellosen Krimis, bei dem das Verbrechen im Vordergrund steht, werden auf ihre Kosten kommen. Und trotz der klaren Linie findet Glaw auch Wege das alles nicht ganz so ernst zu schreiben. MACH DIR KEIN BILD ist keine Komödie, aber ein guter Krimi mit Witz.
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Dienstag, 7. Juli 2026
Montag, 6. Juli 2026
Sascha Sprikut: Raskova und die Macht der Schatten (Rezension)
Es ist kein Geschenk. Es ist keine Gabe. Trau ihren Lügen nicht. In einer Welt, in der Bäume ein Relikt der Vergangenheit sind, gilt Yulyas Fähigkeit, Holz zu spüren, als Fluch. Denn aus den Wäldern kamen einst die Schatten, die alles vernichteten. Als ihre Gabe entdeckt wird, bleibt ihr nur die Flucht. Auf sich allein gestellt macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit über ihre Kräfte – und über die Vergangenheit, die ihre Welt geprägt hat. Doch Yulya gerät zwischen die Fronten: Die geheimnisvollen Redma, die einst zur Zerstörung beitrugen, wollen sie für sich gewinnen. Gleichzeitig ist ihr ein skrupelloser Sklavenhändler dicht auf den Fersen und hält ihre beste Freundin bereits gefangen. Um sie zu retten, muss Yulya entscheiden, wem sie trauen kann … und welchen Preis sie bereit ist zu zahlen.
Freitag, 3. Juli 2026
Ben Aaronovitch: Der Galgen von Tyburn (Rezension)
In seinem sechsten Fall muss der fabelhafte Peter Grant
- ein verschollenes altes Buch wiederfinden
- einen verdächtigen Todesfall auf einer Party der Reichen und Schönen Londons aufklären
- versuchen, es sich dabei nicht völlig mit Lady Ty zu verderben
- vermeiden, vom Gesichtslosen ins Jenseits befördert zu werden
- sich mit einem ganzen Haufen rauflustiger Amerikaner herumschlagen, die definitiv zu viel ›24‹ gesehen haben.
Kurz: Peter bekommt die einzigartige Gelegenheit, es sich mit alten Freunden zu verderben und sich dabei jede Menge neue Feinde zu machen. Mal vorausgesetzt, er überlebt die kommende Woche.
- ein verschollenes altes Buch wiederfinden
- einen verdächtigen Todesfall auf einer Party der Reichen und Schönen Londons aufklären
- versuchen, es sich dabei nicht völlig mit Lady Ty zu verderben
- vermeiden, vom Gesichtslosen ins Jenseits befördert zu werden
- sich mit einem ganzen Haufen rauflustiger Amerikaner herumschlagen, die definitiv zu viel ›24‹ gesehen haben.
Kurz: Peter bekommt die einzigartige Gelegenheit, es sich mit alten Freunden zu verderben und sich dabei jede Menge neue Feinde zu machen. Mal vorausgesetzt, er überlebt die kommende Woche.
Donnerstag, 2. Juli 2026
David Safier: 00 Laschet (Hörbuch)(Rezension)
LIZENZ ZUM LACHEN!
Wer wäre als Spitzenagent der Bundesrepublik wohl besser geeignet als Armin Laschet? Nun, vermutlich sehr viele Menschen.
Armin freut sich wie ein Schneekönig, dass er nicht Kanzler geworden ist, sondern Bundespräsident sein darf. Doch schon am ersten Tag erfährt er, dass tief unter dem Schloss Bellevue die Zentrale des geheimsten Geheimdienstes der Welt liegt. Und er als Bundespräsident in Wahrheit nur eine Aufgabe hat: Agenten an Orte zu bringen, an die sie sonst nicht gelangen würden. Sogleich muss der überforderte Armin mit einer jungen Topagentin die Menschheit vor der Auslöschung retten. Sein Abenteuer führt ihn ins Schloss Windsor, an die Côte d'Azur, nach Grönland, in den Vatikan und sogar in die Arme des Popstars Madonna. Und so erstaunlich es auch ist: Die einzige Hoffnung auf ein Überleben der Welt trägt den Namen 00-Laschet!
Wer wäre als Spitzenagent der Bundesrepublik wohl besser geeignet als Armin Laschet? Nun, vermutlich sehr viele Menschen.
Armin freut sich wie ein Schneekönig, dass er nicht Kanzler geworden ist, sondern Bundespräsident sein darf. Doch schon am ersten Tag erfährt er, dass tief unter dem Schloss Bellevue die Zentrale des geheimsten Geheimdienstes der Welt liegt. Und er als Bundespräsident in Wahrheit nur eine Aufgabe hat: Agenten an Orte zu bringen, an die sie sonst nicht gelangen würden. Sogleich muss der überforderte Armin mit einer jungen Topagentin die Menschheit vor der Auslöschung retten. Sein Abenteuer führt ihn ins Schloss Windsor, an die Côte d'Azur, nach Grönland, in den Vatikan und sogar in die Arme des Popstars Madonna. Und so erstaunlich es auch ist: Die einzige Hoffnung auf ein Überleben der Welt trägt den Namen 00-Laschet!
Mittwoch, 1. Juli 2026
Eleanor Barraclough: Im Schein von Gold und Feuer (Rezension)
Das wahre Leben der Wikinger – so, wie es noch nie erzählt wurde.
Bei dem Wort Wikinger haben die meisten sofort das Bild eines Kriegers vor Augen, der von einem Boot an Land springt und die unglückliche Bevölkerung überfällt. Wild, maskulin, furchtlos. Doch das wird der historischen Wirklichkeit nicht gerecht. Eleanor Barraclough erzählt deshalb die faszinierende Geschichte der ganz normalen Menschen der Wikingerzeit anhand der Spuren, die sie hinterlassen haben: Ein Kamm, der seinem Besitzer wichtiger war als jede Axt, die Notiz einer wütenden Ehefrau an ihren Mann, der mal wieder in der Taverne versackt ist, oder die Kritzeleien eines gelangweilten Schülers auf Birkenrinde, die heutigen Kinderzeichnungen bestechend ähnlich sind.
Dieses Buch lässt uns in den Alltag einer außergewöhnlichen Kultur eintauchen, die sich von den skandinavischen Kerngebieten über die abgelegenen Fjorde Grönlands bis hin zum byzantinischen Reich und dem islamischen Kalifat erstreckte.
Bei dem Wort Wikinger haben die meisten sofort das Bild eines Kriegers vor Augen, der von einem Boot an Land springt und die unglückliche Bevölkerung überfällt. Wild, maskulin, furchtlos. Doch das wird der historischen Wirklichkeit nicht gerecht. Eleanor Barraclough erzählt deshalb die faszinierende Geschichte der ganz normalen Menschen der Wikingerzeit anhand der Spuren, die sie hinterlassen haben: Ein Kamm, der seinem Besitzer wichtiger war als jede Axt, die Notiz einer wütenden Ehefrau an ihren Mann, der mal wieder in der Taverne versackt ist, oder die Kritzeleien eines gelangweilten Schülers auf Birkenrinde, die heutigen Kinderzeichnungen bestechend ähnlich sind.
Dieses Buch lässt uns in den Alltag einer außergewöhnlichen Kultur eintauchen, die sich von den skandinavischen Kerngebieten über die abgelegenen Fjorde Grönlands bis hin zum byzantinischen Reich und dem islamischen Kalifat erstreckte.
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