- ein verschollenes altes Buch wiederfinden
- einen verdächtigen Todesfall auf einer Party der Reichen und Schönen Londons aufklären
- versuchen, es sich dabei nicht völlig mit Lady Ty zu verderben
- vermeiden, vom Gesichtslosen ins Jenseits befördert zu werden
- sich mit einem ganzen Haufen rauflustiger Amerikaner herumschlagen, die definitiv zu viel ›24‹ gesehen haben.
Kurz: Peter bekommt die einzigartige Gelegenheit, es sich mit alten Freunden zu verderben und sich dabei jede Menge neue Feinde zu machen. Mal vorausgesetzt, er überlebt die kommende Woche.
Mit Der Galgen von Tyburn kehrt Peter Grant nach den ländlichen Ereignissen aus Fingerhut-Sommer wieder nach London zurück. Der sechste Band verbindet einen klassischen Kriminalfall mit den politischen und gesellschaftlichen Strukturen der magischen Unterwelt Londons und führt gleichzeitig mehrere Handlungsstränge der Reihe konsequent weiter. Wieder schafft es Aaronovitch seiner Geschichte seinen Stempel aufzudrücken. London ist längst nicht mehr nur Schauplatz, sondern eine lebendige Figur der Handlung. Ob exklusive Villen, historische Orte oder verborgene Treffpunkte der magischen Gemeinschaft – jede Kulisse wirkt glaubwürdig recherchiert und mit viel Liebe zum Detail beschrieben, nichts wirkt konstruiert oder unglaubwürdig. Aaronovitch bleibt seinem Stil treu: humorvoll, dialogstark und voller britischer Ironie. Die Mischung aus Polizeiarbeit, Fantasy, Gesellschaftssatire und historischen Exkursen funktioniert ausgezeichnet.
Und eigentlich kann ich nur sagen, was ich bei anderen Bänden der Reihe bereits gesagt/geschrieben habe: Gut geschrieben, gut erzählt. So darf es gerne weiter gehen. Und wer Urban Fantasy mag, der wird seine Freude an Peter Grant haben. Fans der Reihe bekommen was sie kennen (und lieben) und Neueinsteioger ... sollten dieses Buch erst lesen, nachdem sie Band 1 - 5 gelesen habe. Sonst macht alles keinen Sinn. Aber ... es lohnt sich.
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