Freitag, 29. Mai 2026

Sonya Bateman: The Party (Rezension)

An ihrem Hochzeitstag verliert Indigo alles: Ihren Mann, ihr Geld, ihre Zukunft. Drei Jahre später bekommt sie die Nachricht, die ihr endlich Antworten verspricht. Aber Antworten haben einen Preis. Ich wollte nichts anderes, als meine Hollywood-Karriere hinter mir zu lassen. Nach all dem Glamour und Geld bleiben jetzt nur noch Verrat und Herzschmerz übrig. Doch jetzt holt mich meine Vergangenheit mit mysteriösen und verschlüsselten Nachrichten wieder ein.
Die Codierung dieser Texte kannte nur meine beste Freundin, doch sie ist schon seit Jahren tot.
Die Nachrichten drehen sich um meinen Ehemann Roman.
Roman, der mein Vermögen gestohlen hat. Roman, der anschließend ermordet wurde.
Der Absender schreibt, ich könnte alles aufklären, wenn ich zu einer exklusiven Party meiner ehemaligen Rivalin gehe.
Aber bin ich wirklich bereit für die Wahrheit?

Donnerstag, 28. Mai 2026

Saratoga Schaefer: Serial Killer Support Group

Willkommen im gefährlichsten Club der Welt: der Selbsthilfegruppe für Serienmörder!
Tief verborgen im Darknet lauert der geheimste und gefährlichste Club, den man sich nur vorstellen kann: die Selbsthilfegruppe für Serienmörder. Wahrlich kein Ort für normale Menschen. Doch als Cyras Schwester von einem Serienkiller ermordet wird und die Ermittlungen ins Stocken geraten, tritt sie dem Club bei, überzeugt davon, dort deren Mörder zu finden. Um sich als eine von ihnen auszugeben, muss Cyra ihre dunkelste Seite hervorbringen und der Preis, den sie dafür zahlt, ist hoch. Möglicherweise zu hoch …

Ein Buch, das wie eine Komödie klingt, aber VORSICHT! Die SERIAL KILLER SUPPORT GROUP ist nicht das was man vermuten möchte. Und witzig ist dieser Thriller ganz und gar nicht. Vielmehr zeigt er wie weit ein Mensch gehen kann, wenn er/sie ... nun, das ist ein Teil des Reizes, den das Buch ausmacht. Irgendwie ist es so normal, zumindest was die Ausgangssituation anbelangt. Aber dann entwickelt der Roman eine Eigendynamik in eine unerwartete Richtung und ... ja, die Existenz dieser Gruppe ist schräg, aber man sollte sich nicht einlullen lassen. Es ist eine Supportgruppe, keine Selbsthilfegruppe. Ein kleiner, aber feiner Unterschied. Und Cyra ist die einzige Frau dort... da muss man sich auch erst einmal durchsetzen. Und ja, natürlich kann sie es. Irgendwie gespenstisch. Saratoga Schaefer fesselt den Leser von Anfang an, selbst, wenn die Geschichte erstaunlich unblutig ist (obwohl, und ich spoilere vermutlich nicht, es doch ein paar Tote gibt ... was soll man sonst von Serienkillern erwarten).

Mittwoch, 27. Mai 2026

Theodor Storm: Der Schimmelreiter (Rezension)

Theodor Storms Meisterwerk Der Schimmelreiter, erstmals 1888 veröffentlicht, zählt zu den bedeutendsten Erzählungen des deutschen Realismus. Im Zentrum der Novelle steht Hauke Haien, ein junger, intelligenter Mann, der in der nordfriesischen Marschlandschaft aufwächst und sich als Deichgraf gegen die Urgewalten der Natur und die Aberglauben der Dorfgemeinschaft behaupten muss. Hauke plant und baut einen neuen Deich, der das Land vor Sturmfluten schützen soll – doch seine Vision und sein Ehrgeiz führen ihn in einen unheilvollen Konflikt mit der Dorfgemeinschaft.
Die Sage um den Schimmelreiter, der bei Sturmfluten auf einem gespenstischen Pferd den Deich entlangreitet, spiegelt die tragische Lebensgeschichte eines Mannes wider, der an seinem eigenen Hochmut und den Naturgewalten zerbricht. Durch den einzigartigen Aufbau und die psychologische Tiefe der Figuren gilt Der Schimmelreiter als ein zeitloses Werk, das Fragen nach Fortschritt, Aberglauben und der Beziehung des Menschen zur Natur aufwirft.

Dienstag, 26. Mai 2026

Trudy Cos: Yoga kann tödlich sein (Rezension)

Samy Wilde, die in Windsor ein neues Leben beginnen möchte, kommt einfach nicht zur Ruhe. Während sie sich den schönen Dingen des Lebens zuwendet und am liebsten Yoga macht, wird ihr eine Stelle an der renommierten Universität von Oxford angeboten. Beim Versuch, sich Klarheit zu verschaffen, ob sie bereit für einen neuen Berufsalltag ist, stolpert sie (erneut) über eine Leiche. Als wäre dies nicht schlimm genug, handelt es sich bei der Toten um die Besitzerin des angesagten Windsor Yoga Studios, das Samy täglich besucht. Alarmiert erörtert sie den Fall mit ihrem scharfsinnigen Freund Cornelius, der kurzerhand beschließt, nach Windsor zu reisen. Obwohl er selbst nicht viel von Yoga hält, möchte er gemeinsam mit Samy herausfinden, wer Jennifer Dalton in die ultimative Totenstellung versetzt hat.
YOGA KANN TÖDLICH SEIN, der zweite Fall für Samy Wilde ... und (wie angekündigt) mein letzter. Wer Spaß an MORD IN WINDSOR hatte, der wird auch hier seine Freude haben. Das Konzept des ersten Bandes wird fortgeführt... Die Autorin hält sich mit allerlei Belanglosigkeiten auf und versäumt es dabei, für Spannung zu sorgen. Da gibt es mehr Klatsch und Tratsch und viele Personen, die dann am Ende so überhaupt nichts mit dem Mord zu tun haben und in der Geschichte nur Erwähnung finden, weil sie in irgendeiner Beziehung zu Samy Wilde stehen. Und jeder mal kurz erwähnte Charakter bekommt seine Lebensgeschichte. Es ist auch nicht zwinghaft notwendig, den ersten Teil zu lesen, das, was man versäumt hat (das wichtige und das unwichtige) findet Erwähnung. Langatmig und ohne erkennbaren Spannungsbogen. Extrem Cosy, das kann man sagen. Muss man mögen, ich mag es nicht. Es fällt schwer YOGA KANN TÖDLICH SEIN als Krimi zu sehen. Ich kann aber auch nichts finden, was mich dazu bringen würde, die Reihe weiter zu verfolgen.

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Donnerstag, 21. Mai 2026

Romain Haas: Jagd durch Luxemburg (Rezension)

Als der berüchtigte Millionär Charles Cannes stirbt, hinterlässt er seiner Familie ein sagenhaftes Vermögen – unter einer Bedingung: Wer erben will, muss spielen. Eine verhängnisvolle Schatzsuche beginnt, deren Hinweise quer durch Luxemburg führen. Auch Cannes’ junge Enkelin Charlie lässt sich auf den Wettlauf ein. Doch schon bald erkennt sie, dass sich nicht alle an die Spielregeln halten. Die ersten Toten bleiben nicht aus. Und am Ende zählt nur eines: Wer gewinnt? Und wer bezahlt den Preis?
Ein Krimi aus Luxemburg, da kann ich kaum widerstehen. Ich mag das Land, ich mag die Sprache (naja.... mögen ist vielleicht der falsche Ausdruck ... aber die Luxemburger können für ihre Sprache ja nichts). Und weil ich schon oft in Luxemburg war (okay, einmal in der Stadt und sonst nur in Bettemburg) ... egal. Ich war sehr neugierig und hatte den Eindruck, dass es sich um eine witzige Krimikomödie handeln könnte. Aber so ist es nicht. JAGD DURCH LUXEMBURG ist todernst und bietet genau das, was der Titel andeutet. Eine Jagd durch Luxemburg, das Land, nicht nur die Stadt, ist aber bei weitem kein Krimi mit Reiseführerflair. Und doch lernt man nebenbei etwas über das Land (inklusive einiger landesüblicher Ausdrücke). Romain Haas, dessen Romandebut das ist, bietet einen rasanten Krimi, mit interessanten Charakteren einer spannenden Handlung und einer passenden, aber unerwarteten Auflösung. Freunde von Luxemburg oder Rätseln (die man vielleicht nur lösen kann, wenn man mit Luxemburg sehr sehr vertraut ist ... was aber auch egal ist, es macht auch Spaß zu sehen, wie andere die Lösungen suchen, und größtenteils auch scheitern).
JAGD DURCH LUXEMBURG zeigt, was Menschen für Geld alles machen und was Freundschaft oder Familienbande wirklich zählt. Ich hoffe, dass Romain Haas noch weitere gute Romane schreibt (gerne mit Luxemburg als Schauplatz).

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Mittwoch, 20. Mai 2026

Norma Schneider: Queer 100 Seiten

Queer bedeutet Vielfalt: Queere Menschen haben unterschiedliche sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten, queer ist alles, was Kategorien sprengt und Heteronormativität in Frage stellt.
Norma Schneider führt ein in all things queer, erzählt von queerer Identität und Community, macht neugierig auf Queer Theory und Queer Culture und beschreibt den bis heute andauernden Kampf für Gleichstellung und gegen Queerfeindlichkeit.

Norma Schneider, geb. 1988, ist freie Journalistin, Lektorin und Sachbuchautorin. Sie schreibt über kulturelle, gesellschaftliche und queere Themen.
Die „100 Seiten“-Reihe des Reclam Verlags ist eine Sachbuchreihe, die seit 2016 kurze, allgemeinverständliche Einführungen in die unterschiedlichsten Themen bietet. Jeder Band umfasst etwa 100 Seiten und richtet sich an Leserinnen und Leser, die sich schnell, fundiert und unterhaltsam über ein Thema informieren möchten.

Dienstag, 19. Mai 2026

Irene Hanappi: Lesereise Tschechien (Rezension)

Eine Idee, geboren in Olomouc, veränderte die Welt – und machte die barocke Garnisonsstadt zum unerwarteten Ausgangspunkt des »Tractatus logico-philosophicus«. Ein Stadtspaziergang durch Brünn erhebt das Flanieren zur Kunstform und erzeugt auf dem alten Kopfsteinpflaster den Widerhall Tausender Schritte prominenter Dichter, Denker und Komponisten. In Pilsen öffnen sich die Türen zu einer anderen Welt. In den von Adolf Loos geschaffenen, wie durch ein Wunder erhalten gebliebenen Interieurs aus Marmor und Mahagoni manifestiert sich der mondäne Lebensstil der 1930er Jahre. Und in Ostrava, einst ein rauchender Moloch aus Stahl und Kohle, zeigt sich der Wandel – heute eine Stadt im Aufbruch, grün, lebendig, architektonisch mutig und voller Energie. In neun atmosphärisch dichten Reportagen zeichnet Irene Hanappi das Porträt eines Landes, das vielen vertraut erscheint, weil es auf den ersten Blick an zu Hause erinnert. Ein Land, das zugleich nah und fern wirkt und oft unterschätzt wird, obwohl es in vielerlei Hinsicht wegweisend ist. Weil hier Geschichte geschrieben wurde. Und weil hier Zukunft entsteht.
Prag, Plzen oder Olomouc (oder auch nicht) sind Städte, die man sofort mit Tschechien in Verbindung bringt. Pilsener Urquell oder die Karlsbrücke... kennt man, und vielleicht war man sogar schon einmal da. Aber... Tschechien hat so viel mehr zu bieten, auch in den Städten, die man vermeintlich zu kennen glaubt. Und so lernt der Leser hier ein anderes Tschechien kennen, Orte, die geschichtsträchtig sind, aber vergessen wurden, und Orte, die man in einem normalen Reiseführer nicht findet. Dabei ist LESEREISEN TSCHECHIEN kein Reiseführer. Man kann sich inspirieren lassen, nicht nur von den Beschreibungen der Orte, auch "neue" Autoren und Komponisten (jeglichen Geschlechts) kann man kennenlernen. Kurz und knapp zeigt und Irene Hanappi ein unbekanntes Tschechien, spannend erzählt und neugierig machend. Und warum nicht einmal ein Ausflug nach Brno... oder ein Buch von Karel Čapek lesen.
132 Seiten ... und ein anderer Blick auf Tschechien, für Freunde des Landes und solche, die es werden wollen.

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Montag, 18. Mai 2026

Ross Montgomery: Tee, Tod und die versiegelte Tür (Rezension)

Ein unmöglicher Mord und ein unvergessliches Ermittlerduo
Cornwall, 1910: Ein Komet über England wird die Menschheit auslöschen, da ist der Viscount von World’s End sicher. Er lädt seine engsten Vertrauten in sein abgelegenes Landhaus und lässt zum Schutz jede Tür, jedes Fenster versiegeln. Doch am nächsten Morgen ist ausgerechnet der Viscount tot, erschossen in einem von innen verriegelten Raum. Der Verdacht fällt sofort auf Stephen Pike, den neuen Diener. Ihm bleibt nur eine Möglichkeit: den wahren Mörder finden, bevor er verhaftet wird. Dabei erhält er unerwartet Hilfe von der Tante des Viscounts, der mürrischen, aber brillanten – und so gar nicht ladyliken – Miss Decima. Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt, denn der Mörder ist noch im Haus …

Freitag, 15. Mai 2026

Robert Sedlack: Ein unvergessliches Jahr im Leben des Fred Pickle (Rezension)

Wer Forrest Gump mochte, wird von Fred Pickle begeistert sein. Fred Pickle ist achtunddreißig, aber manchmal benimmt er sich, als wäre er neunzehn oder gar erst fünf. Früher war er eine Sportskanone, bis ein Unfall seiner Karriere ein jähes Ende bereitete. Nun lebt er auf der Schaffarm seines Onkels, mischt die Landbevölkerung auf und plant die Revolution. Fred hat zwei Leidenschaften: das alljährliche heilige Ritual, eine Eisbahn auf dem Grundstück seines Onkels anzulegen, und die Eishockeysaison, während deren er kein Spiel seiner Lieblingsmannschaft verpasst. Als man munkelt, seine kanadische Mannschaft solle an die »feindlichen« USA verkauft werden, sieht Fred rot und mit ihm Badger, ein 81-jähriger Anarchist und Berufsrevoluzzer. Gemeinsam schmieden sie Pläne, diesen infamen Verrat zu rächen.
Ein unvergessliches Jahr im Leben des Fred Pickle von Robert Sedlack will schräg wie warmherzig sein. Ähnlichkeiten zu Forrest Gump scheinen beabsichtigt, aber da ich den Film nicht kenne, kann ich mir dazu zumindest kein Urteil erlauben. Das Buch wird aber tatsächlich damit beworben: Wer Forrest Gump mochte, wird von Fred Pickle begeistert sein.

Donnerstag, 14. Mai 2026

Anita Waller: The Girls next door (Rezension)

Vier Frauen. Eine Straße. Ein Leben lang Loyalität.
Wir sind zusammen aufgewachsen, haben alles geteilt: Geheimnisse, Männer, Träume.
Vor allem aber haben wir uns geschworen, einander immer zu beschützen.
Jetzt ist jemand tot.
Und eine von uns weiß mehr, als sie je zugeben dürfte.
Manche Morde geschehen aus Wut – unserer geschah aus Notwendigkeit.
Chantelle glaubte, sie wisse, wer ihr Mann ist … bis sie ihn zufällig mit einer anderen Frau sieht. Statt eines lauten Streits entscheidet sie sich für einen kühlen Plan: Scheidung, Absicherung, Kontrolle. Ihre drei besten Freundinnen stehen geschlossen hinter ihr. So wie immer.
Doch dann taucht plötzlich Jessicas Mutter auf: die Frau, die ihr Kind vor Jahrzehnten zurückließ und spurlos verschwand. Ihr Auftauchen reißt alte Wunden auf und bringt Wahrheiten ans Licht, die besser begraben geblieben wären.
Wenig später ist sie tot.
Während die Polizei Fragen stellt, rücken die vier Frauen enger zusammen. Jede von ihnen weiß etwas. Jede von ihnen verschweigt etwas. Und Loyalität kann gefährlicher sein als Verrat.
Man sagt, Nachbarn halten zusammen.
Koste es, was es wolle.

Mittwoch, 13. Mai 2026

Stephen Greenblatt: Dunkle Renaissance (Hörbuch)(Rezension)

Das England des 16. Jahrhunderts war eine brutale Welt, geprägt von politischen Intrigen, religiösen Kämpfen und grassierenden Seuchen. Und dennoch wurde das elisabethanische Zeitalter zu einer überragenden Blütezeit der englischen Literatur. Ihr Wegbereiter war Christopher Marlowe: Im gleichen Jahr wie William Shakespeare wurde er als Sohn eines Schusters geboren. Allen Widrigkeiten zum Trotz erkämpfte er sich ein Stipendium in Cambridge, ließ sich in den Spionagedienst der Königin verwickeln und schuf einige der spektakulärsten Meisterwerke der englischen Literatur, bevor er im Alter von nur 29 Jahren unter mysteriösen Umständen ums Leben kam.
Mitreißend erzählt Pulitzer-Preisträger Stephen Greenblatt vom kurzen, bewegten Leben Christopher Marlowes. Er zeigt ihn als einen Getriebenen, einen Mann voll unbezähmbarer Neugier, mit Lust auf das Fremde und einem Hang zur Selbstzerstörung, der gerade deshalb Revolutionäres denken und Außergewöhnliches schaffen konnte.

Dienstag, 12. Mai 2026

Sebastian Hotz: Sidekick (Rezension)

Nach Jahrzehnten der TV-Geschichte ist es so weit: Der legendäre Showmaster Falk Anders kündigt seinen Ruhestand an. In unzähligen Sendungen hat er »dem Land den Puls gefühlt«, die Grenzen von Komik und gutem Geschmack ausgetestet und darüber entschieden, wer mitlachen darf und über wen gelacht wird – Letzteres war oft genug: Boris.
Als Sidekick, stets unterlegener Sparringspartner und Trottel vom Dienst blickt Boris auf eine spezielle Karriere im Rampenlicht zurück – aber war es eine, die ihn auf den frei werdenden Chefposten führt? Programmchefin Marianne hat ganz andere Pläne: Auf Falk Anders wird die Influencerin Sara Massoudi folgen, neue Reichweiten, neue Zielgruppen. Oder wird es alles ganz anders kommen?
Plötzlich findet sich Boris im Bentley seines ehemaligen Chefs wieder, irgendwo in den Weiten des deutschen Autobahnnetzes; im Kofferraum eine kostbare Fracht und am Telefon die Programmchefin. Es entspinnt sich ein dramatisches und absurdes Kammerspiel – unter den Augen der Öffentlichkeit.

Montag, 11. Mai 2026

Nancy A. Collins: Die Hitze des Blutes (Rezension)

Vorbei die Zeiten, als Adam Rossiter noch in einem Atemzug mit Jimi Hendrix, Janis Joplin und Jim Morrison genannt wurde, Der Ex-Rockstar ist ein ausgebrannter, eisenharter Bastard, aber genau der Mann, nach dem sich Charlotte Calder immer gesehnt hat. Nur, dass sie zwischen Zungenküssen und Ekstasennummern nicht wahrnimmt, was wirklich Sache ist. Denn adam Rossiter war schon immer auf der Suche nach der Erfahrung, die alle Grenzen sprengt - und er ist näher dran als je zuvor.
In meinen jungen Erwachsenenjahren habe ich Nancy A. Collins entdeckt und sehr gerne gelesen ... irgendwann wurde ich der Vampire im Allgemeinen müde (und damals habe ich viel gelesen ... so viel, dass es zur Übersättigung kam ... aber inzwischen bin ich Vampirromanen nicht mehr abgeneigt) und auch Nancy A. Collins entschwand meinen Augen. Aber hin und wieder stoße ich noch auf sie und so ist auch DIE HITZE DES BLUTES wieder in meinen Besitz gelangt. Es geht nicht vorrangig um Vampire, es ist eher ein atmosphärisch sehr dichter Roman über gute und böse Geister, Priesterinnen und viel Blut. Voodoo ... wie er realistisch dargestellt wird (mit vielen Freiheiten natürlich) und sehr beängstigend in Szene gesetzt wird. Nichts für schwache Nerven, aber für Freunde wirklich gelungener Horrorromane absolut empfehlenswert (auch wenn das Buch schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel hat). Viel Sex, viel Gewalt, also vielleicht nichts für jeden, aber wer sich für Vodoo interessiert, der wird ein wirklich großartiges Buch bekommen. Allerdings ist es vielleicht auch ein bisschen hilfreich, wenn man sich ein bisschen mit der Welt der Loas auskennt.
Und weil das Buch wirklich älter ist ... nun ja, ich habe es in einem Bücherschrank gefunden ...

Freitag, 8. Mai 2026

Trudy Cos: Mord in Windsor (Rezension)

Gerade als Samy Wilde ihr neues Leben in Windsor zu genießen beginnt, fällt ihr ein Toter vor die Füße. Das passt ihr gar nicht, denn die Informatikerin war durch den Verkauf einer App zu Geld gekommen und möchte sich endlich einmal den angenehmen Dingen des Lebens widmen. Stattdessen wird sie selbst des Mordes verdächtigt. Als Frau der Tat beginnt Samy mithilfe ihres guten und etwas skurrilen Freundes Cornelius, ihre eigenen Recherchen rund um das Windsor Castle durchzuführen. Dabei werden beide mit Samys Vergangenheit konfrontiert. Könnte es sein, dass der Mord mit ihrem jüngst verstorbenen Vater zusammenhängt?
Also ...einfach mal vorweg gesagt ... und vielleicht lehne ich mich weit hinaus: Zwei Bände habe ich von Samy Wilde, mehr werde ich wohl auch nicht lesen, es sei denn Band zwei entpuppt sich als unerwartetes Highlight. MORD IN WINDSOR ist ein englischer Krimi, der ... nun ja, da fehlt mir etwas die Beschreibung.

Mittwoch, 6. Mai 2026

Jürgen Kehrer: Heldenreise ins ewige Eis (Rezension)

Im August 1912 bricht die Besatzung der Herzog Ernst unter Expeditionsleiter Herbert Schröder-Stranz nach Spitzbergen auf. Es ist die Zeit der großen Polarfahrten, der Wettlauf zum Südpol ist in vollem Gange. Auch die Deutsche Arktische Expedition soll aus mutigen Männern Helden machen. Doch die Mission, gescheitert an Unerfahrenheit und grenzenloser Selbstüberschätzung, endet in einem Desaster.
Von immer waghalsigeren Kursänderungen, dem zermürbenden Kampf gegen die eisige Kälte und spektakulären Rettungsmissionen: Mit atemraubender Spannung erzählt Jürgen Kehrer die packende Geschichte dieses katastrophalen Abenteuers - und geht der uralten Sehnsucht auf den Grund, ein Held sein zu wollen.

Jürgen Kehrer dürfte vielleicht am ehesten als Autor der Wilsberg-Romane bekannt sein. Wenn man Krimis mag (egal ob in Buch- oder Serienform, denn der geniale Wilsberg treibt auch im TV sein Unwesen ...höchst amüsant). Aber ... Kehrer ist auch Journalist und vielseitig bewandert.

Dienstag, 5. Mai 2026

Florian Lang: Das Blühen der Finsternis (Rezension)

Seit jeher ranken sich Gerüchte um okkulte Bücher, deren verbotenes Wissen in dem Ruf steht, die Mächte des Übersinnlichen zu beschwören. Sind das nur Legenden?
Probiere es aus … erlebe das surreale Grauen, wenn der Rockstar Mickey Hutton sein dämonisches Buch aufschlägt. Berauscht von übernatürlichen Mächten, versetzt der Gitarrist die Musikwelt in Ekstase. Doch was wird der Preis sein für den Ruhm?
Camping, Bier und Rock ’n’ Roll – dafür steht das legendäre Monster-FM-Festival. Bugneat, Brenda und Chad genießen das Event in vollen Zügen. Doch als der Auftritt von Mickey Huttons Band Stretched näher rückt, werden sie Zeugen unheimlicher Vorkommnisse.
Indessen gelangt der Dämonologe Doktor Price zu einer frappierenden Erkenntnis: Das ›Collum Hermes Trismegistos‹, die verheerendste aller dämonischen Schriften, existiert tatsächlich. Er begibt sich auf die Jagd nach dem Buch. Doch er ist nicht der Einzige …

Montag, 4. Mai 2026

Tami Hoag: Tödlich ist die Nacht (Hörbuch)(Rezension)

Der junge Fahrradkurier Jace Damon erledigt gerade den letzten Auftrag vor Feierabend, als er plötzlich von einem Auto gejagt wird. Schüsse fallen und Jace kommt nur knapp mit dem Leben davon. Was immer in dem Umschlag steckt, den Jace für den Strafverteidiger Lenny Lowell ausliefern soll - irgendjemand ist bereit, ihn dafür zu töten. Als er Lenny Lowell zur Rede stellen will, findet Jace ihn tot in seinem Büro - ermordet. Für Jace beginnt ein verzweifelter Wettlauf mit der Zeit. Denn der skrupellose Killer hat längst wieder seine Fährte aufgenommen, und es gibt nur einen Menschen, der Jace retten kann: die Polizistin Renee Ruiz. Doch leider hält auch sie Jace für Lenny Lowells Mörder ...
Tami Hoag arbeitete unter anderem als Stenotypistin, Fotoassistentin, Verkäuferin und Pferdetrainerin, bevor sie zu schreiben begann. 1988 wurde ihr erstes Buch, The Trouble With J.J (dt. Lust auf dich), veröffentlicht, dem bald weitere folgten.