Donnerstag, 14. Mai 2026

Anita Waller: The Girls next door (Rezension)

Vier Frauen. Eine Straße. Ein Leben lang Loyalität.
Wir sind zusammen aufgewachsen, haben alles geteilt: Geheimnisse, Männer, Träume.
Vor allem aber haben wir uns geschworen, einander immer zu beschützen.
Jetzt ist jemand tot.
Und eine von uns weiß mehr, als sie je zugeben dürfte.
Manche Morde geschehen aus Wut – unserer geschah aus Notwendigkeit.
Chantelle glaubte, sie wisse, wer ihr Mann ist … bis sie ihn zufällig mit einer anderen Frau sieht. Statt eines lauten Streits entscheidet sie sich für einen kühlen Plan: Scheidung, Absicherung, Kontrolle. Ihre drei besten Freundinnen stehen geschlossen hinter ihr. So wie immer.
Doch dann taucht plötzlich Jessicas Mutter auf: die Frau, die ihr Kind vor Jahrzehnten zurückließ und spurlos verschwand. Ihr Auftauchen reißt alte Wunden auf und bringt Wahrheiten ans Licht, die besser begraben geblieben wären.
Wenig später ist sie tot.
Während die Polizei Fragen stellt, rücken die vier Frauen enger zusammen. Jede von ihnen weiß etwas. Jede von ihnen verschweigt etwas. Und Loyalität kann gefährlicher sein als Verrat.
Man sagt, Nachbarn halten zusammen.
Koste es, was es wolle.

Mittwoch, 13. Mai 2026

Stephen Greenblatt: Dunkle Renaissance (Hörbuch)(Rezension)

Das England des 16. Jahrhunderts war eine brutale Welt, geprägt von politischen Intrigen, religiösen Kämpfen und grassierenden Seuchen. Und dennoch wurde das elisabethanische Zeitalter zu einer überragenden Blütezeit der englischen Literatur. Ihr Wegbereiter war Christopher Marlowe: Im gleichen Jahr wie William Shakespeare wurde er als Sohn eines Schusters geboren. Allen Widrigkeiten zum Trotz erkämpfte er sich ein Stipendium in Cambridge, ließ sich in den Spionagedienst der Königin verwickeln und schuf einige der spektakulärsten Meisterwerke der englischen Literatur, bevor er im Alter von nur 29 Jahren unter mysteriösen Umständen ums Leben kam.
Mitreißend erzählt Pulitzer-Preisträger Stephen Greenblatt vom kurzen, bewegten Leben Christopher Marlowes. Er zeigt ihn als einen Getriebenen, einen Mann voll unbezähmbarer Neugier, mit Lust auf das Fremde und einem Hang zur Selbstzerstörung, der gerade deshalb Revolutionäres denken und Außergewöhnliches schaffen konnte.

Dienstag, 12. Mai 2026

Sebastian Hotz: Sidekick (Rezension)

Nach Jahrzehnten der TV-Geschichte ist es so weit: Der legendäre Showmaster Falk Anders kündigt seinen Ruhestand an. In unzähligen Sendungen hat er »dem Land den Puls gefühlt«, die Grenzen von Komik und gutem Geschmack ausgetestet und darüber entschieden, wer mitlachen darf und über wen gelacht wird – Letzteres war oft genug: Boris.
Als Sidekick, stets unterlegener Sparringspartner und Trottel vom Dienst blickt Boris auf eine spezielle Karriere im Rampenlicht zurück – aber war es eine, die ihn auf den frei werdenden Chefposten führt? Programmchefin Marianne hat ganz andere Pläne: Auf Falk Anders wird die Influencerin Sara Massoudi folgen, neue Reichweiten, neue Zielgruppen. Oder wird es alles ganz anders kommen?
Plötzlich findet sich Boris im Bentley seines ehemaligen Chefs wieder, irgendwo in den Weiten des deutschen Autobahnnetzes; im Kofferraum eine kostbare Fracht und am Telefon die Programmchefin. Es entspinnt sich ein dramatisches und absurdes Kammerspiel – unter den Augen der Öffentlichkeit.

Montag, 11. Mai 2026

Nancy A. Collins: Die Hitze des Blutes (Rezension)

Vorbei die Zeiten, als Adam Rossiter noch in einem Atemzug mit Jimi Hendrix, Janis Joplin und Jim Morrison genannt wurde, Der Ex-Rockstar ist ein ausgebrannter, eisenharter Bastard, aber genau der Mann, nach dem sich Charlotte Calder immer gesehnt hat. Nur, dass sie zwischen Zungenküssen und Ekstasennummern nicht wahrnimmt, was wirklich Sache ist. Denn adam Rossiter war schon immer auf der Suche nach der Erfahrung, die alle Grenzen sprengt - und er ist näher dran als je zuvor.
In meinen jungen Erwachsenenjahren habe ich Nancy A. Collins entdeckt und sehr gerne gelesen ... irgendwann wurde ich der Vampire im Allgemeinen müde (und damals habe ich viel gelesen ... so viel, dass es zur Übersättigung kam ... aber inzwischen bin ich Vampirromanen nicht mehr abgeneigt) und auch Nancy A. Collins entschwand meinen Augen. Aber hin und wieder stoße ich noch auf sie und so ist auch DIE HITZE DES BLUTES wieder in meinen Besitz gelangt. Es geht nicht vorrangig um Vampire, es ist eher ein atmosphärisch sehr dichter Roman über gute und böse Geister, Priesterinnen und viel Blut. Voodoo ... wie er realistisch dargestellt wird (mit vielen Freiheiten natürlich) und sehr beängstigend in Szene gesetzt wird. Nichts für schwache Nerven, aber für Freunde wirklich gelungener Horrorromane absolut empfehlenswert (auch wenn das Buch schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel hat). Viel Sex, viel Gewalt, also vielleicht nichts für jeden, aber wer sich für Vodoo interessiert, der wird ein wirklich großartiges Buch bekommen. Allerdings ist es vielleicht auch ein bisschen hilfreich, wenn man sich ein bisschen mit der Welt der Loas auskennt.
Und weil das Buch wirklich älter ist ... nun ja, ich habe es in einem Bücherschrank gefunden ...

Freitag, 8. Mai 2026

Trudy Cos: Mord in Windsor (Rezension)

Gerade als Samy Wilde ihr neues Leben in Windsor zu genießen beginnt, fällt ihr ein Toter vor die Füße. Das passt ihr gar nicht, denn die Informatikerin war durch den Verkauf einer App zu Geld gekommen und möchte sich endlich einmal den angenehmen Dingen des Lebens widmen. Stattdessen wird sie selbst des Mordes verdächtigt. Als Frau der Tat beginnt Samy mithilfe ihres guten und etwas skurrilen Freundes Cornelius, ihre eigenen Recherchen rund um das Windsor Castle durchzuführen. Dabei werden beide mit Samys Vergangenheit konfrontiert. Könnte es sein, dass der Mord mit ihrem jüngst verstorbenen Vater zusammenhängt?
Also ...einfach mal vorweg gesagt ... und vielleicht lehne ich mich weit hinaus: Zwei Bände habe ich von Samy Wilde, mehr werde ich wohl auch nicht lesen, es sei denn Band zwei entpuppt sich als unerwartetes Highlight. MORD IN WINDSOR ist ein englischer Krimi, der ... nun ja, da fehlt mir etwas die Beschreibung.

Mittwoch, 6. Mai 2026

Jürgen Kehrer: Heldenreise ins ewige Eis (Rezension)

Im August 1912 bricht die Besatzung der Herzog Ernst unter Expeditionsleiter Herbert Schröder-Stranz nach Spitzbergen auf. Es ist die Zeit der großen Polarfahrten, der Wettlauf zum Südpol ist in vollem Gange. Auch die Deutsche Arktische Expedition soll aus mutigen Männern Helden machen. Doch die Mission, gescheitert an Unerfahrenheit und grenzenloser Selbstüberschätzung, endet in einem Desaster.
Von immer waghalsigeren Kursänderungen, dem zermürbenden Kampf gegen die eisige Kälte und spektakulären Rettungsmissionen: Mit atemraubender Spannung erzählt Jürgen Kehrer die packende Geschichte dieses katastrophalen Abenteuers - und geht der uralten Sehnsucht auf den Grund, ein Held sein zu wollen.

Jürgen Kehrer dürfte vielleicht am ehesten als Autor der Wilsberg-Romane bekannt sein. Wenn man Krimis mag (egal ob in Buch- oder Serienform, denn der geniale Wilsberg treibt auch im TV sein Unwesen ...höchst amüsant). Aber ... Kehrer ist auch Journalist und vielseitig bewandert.

Dienstag, 5. Mai 2026

Florian Lang: Das Blühen der Finsternis (Rezension)

Seit jeher ranken sich Gerüchte um okkulte Bücher, deren verbotenes Wissen in dem Ruf steht, die Mächte des Übersinnlichen zu beschwören. Sind das nur Legenden?
Probiere es aus … erlebe das surreale Grauen, wenn der Rockstar Mickey Hutton sein dämonisches Buch aufschlägt. Berauscht von übernatürlichen Mächten, versetzt der Gitarrist die Musikwelt in Ekstase. Doch was wird der Preis sein für den Ruhm?
Camping, Bier und Rock ’n’ Roll – dafür steht das legendäre Monster-FM-Festival. Bugneat, Brenda und Chad genießen das Event in vollen Zügen. Doch als der Auftritt von Mickey Huttons Band Stretched näher rückt, werden sie Zeugen unheimlicher Vorkommnisse.
Indessen gelangt der Dämonologe Doktor Price zu einer frappierenden Erkenntnis: Das ›Collum Hermes Trismegistos‹, die verheerendste aller dämonischen Schriften, existiert tatsächlich. Er begibt sich auf die Jagd nach dem Buch. Doch er ist nicht der Einzige …

Montag, 4. Mai 2026

Tami Hoag: Tödlich ist die Nacht (Hörbuch)(Rezension)

Der junge Fahrradkurier Jace Damon erledigt gerade den letzten Auftrag vor Feierabend, als er plötzlich von einem Auto gejagt wird. Schüsse fallen und Jace kommt nur knapp mit dem Leben davon. Was immer in dem Umschlag steckt, den Jace für den Strafverteidiger Lenny Lowell ausliefern soll - irgendjemand ist bereit, ihn dafür zu töten. Als er Lenny Lowell zur Rede stellen will, findet Jace ihn tot in seinem Büro - ermordet. Für Jace beginnt ein verzweifelter Wettlauf mit der Zeit. Denn der skrupellose Killer hat längst wieder seine Fährte aufgenommen, und es gibt nur einen Menschen, der Jace retten kann: die Polizistin Renee Ruiz. Doch leider hält auch sie Jace für Lenny Lowells Mörder ...
Tami Hoag arbeitete unter anderem als Stenotypistin, Fotoassistentin, Verkäuferin und Pferdetrainerin, bevor sie zu schreiben begann. 1988 wurde ihr erstes Buch, The Trouble With J.J (dt. Lust auf dich), veröffentlicht, dem bald weitere folgten.