Mittwoch, 31. Dezember 2025

Otfried Preußler: Krabat (Hörbuch)(Rezension)

Die Krabat-Sage spielt in der Lausitz und erzählt von der Verführung und Überwindung dunkler Macht. Der vierzehnjährige Waisenjunge Krabat folgt eines Tages einer geheimnisvollen Stimme, die ihn zur Schwarzen Mühle ruft. Dort wird er Lehrling eines Müllermeisters, der sich bald als mächtiger schwarzer Magier entpuppt. Gemeinsam mit elf weiteren Gesellen erlernt Krabat nicht nur das Müllerhandwerk, sondern auch schwarze Zauberkünste, die Macht und Vorteile versprechen. Doch Krabat erkennt schnell den hohen Preis dieser Fähigkeiten: Jedes Jahr in der Neujahrsnacht fordert der Meister ein Menschenopfer aus den Reihen der Gesellen. Wer versucht zu fliehen oder sich zu widersetzen, stirbt. Krabat gerät in einen inneren Konflikt zwischen Machtstreben, Angst und seinem wachsenden Wunsch nach Freiheit. Trost und Hoffnung findet er in der Liebe zu einem Mädchen aus dem Dorf, das ihm Mitgefühl und Menschlichkeit bewahrt. Als erneut eine Opfernacht bevorsteht, wagt Krabat den entscheidenden Schritt. Mit Mut, Selbstverleugnung und der Hilfe des Mädchens stellt er sich dem Meister. Durch Liebe und Standhaftigkeit wird der Bann der schwarzen Magie gebrochen, die Mühle verliert ihre Macht, und Krabat ist frei. Die Sage verbindet düstere Volksmythologie mit einer zeitlosen Botschaft über Freiheit, Verantwortung und die Überwindung des Bösen.

Dienstag, 23. Dezember 2025

Ellen Barksdale: Tee? Kaffee? Mord! - Der Geist von Sparrow's Deep (Hörbuch)(Rezension)

Das kleine Küstendorf Sparrow's High könnte normalerweise nicht verschlafener sein, aber jetzt sind die Bewohner in heller Aufregung. Denn in der Burg Sparrow's Deep spukt es - und zwar gewaltig! Kurz bevor die Polizei eintrifft, hört der Spuk allerdings jedes Mal auf.
Niemand traut sich mehr auch nur in die Nähe des Anwesens - niemand bis auf Nathalie und Louise! Die beiden sind überzeugt, dass es eine natürliche Erklärung für die unheimlichen Geräusche und Erscheinungen gibt. Doch manchmal ist die Wahrheit unheimlicher als jeder Spuk ...

Der Geist von Sparrow's Deep, Teil 31 der Serie "Tee? Kaffee? Mord!" ... und alles ist wie immer... "Gelesen" wird diese Geschichte um "Geister" und "merkwürdige Erscheinungen" wie üblich von Vera Teltz. Und wie üblich ist das ein Hörvergnügen erster Sahne. Natürlich geht es nicht um Geister, aber es ist trotzdem ein spannendes Hörvergnügen, da am Ende durchaus so etwas wie einen Showdown aufwarten lässt. Allerdings ... wer die Serie kennt (und man muss sie kennen, zumal es nicht unbedingt von Schaden ist, 30 unterhaltsame Hörbücher von kurzweiligem Hörvergnügen durchzusuchten), hat eher Mitleid mit all jenen, die Nathalie Ames und ihren Freunden etwas Böses will (egal ob "Geister" oder irdische Verbrecher). Aber das Vergnügen wird durch dieses Wissen nicht geschmälert.

Montag, 22. Dezember 2025

Tatjana Kruse: Tagebuch einer Wasserleiche aus dem Canale Grande (Rezension)

Ich bin dann mal weg …
Astrid muss weg von daheim! Sie findet heraus, dass ihr Partner sie betrügt, und will ihren Herzschmerz in Venedig kurieren, einem Sehnsuchtsort ihrer Bucketlist. Nichts lenkt besser von einer traumatischen Trennung ab, als die wunderschöne Serenissima. Denkt Astrid. Aber: Statt romantischem Dolce Vita und köstlichem Vino findet sie in der Stadt der Gondeln und Kanäle vor allem Hitze. Und Leichen. Jede Menge Leichen. Denn die "Familie" ihres Gastgebers Cesare handelt mit weit mehr als nur mit Dogenköpfen aus Gips. Astrid gerät unversehens in mafiöse Verstrickungen. Entführungsversuche, Verfolgungsjagden in Motorbooten, Schläger und Schmuggler – immerhin wird Astrid dadurch von ihren privaten Kümmernissen abgelenkt. Aber wird sie diese ungeplanten Abenteuer auch überleben?

Freitag, 19. Dezember 2025

Nancy Springer: Enola Holmes 1 - Der Fall des verschwundenen Lords (Rezension)

Anders als ihre berühmten älteren Brüder Sherlock und Mycroft führt Enola Holmes ein freies aber abgeschiedenes Leben auf dem Land – bis eines Tages ihre Mutter verschwindet und ihr neben versteckten Banknoten auch einige verschlüsselte Hinweise hinterlässt. Heimlich macht sich Enola auf den Weg ins düstere viktorianische London, um ihre Mutter zu suchen. Doch dort wird sie in die Entführung eines jungen Lords verwickelt und muss in zwielichtigen Gegenden vor mörderischen Gaunern fliehen – immer auf der Hut vor ihren scharfsinnigen Brüdern, die sie zur Erziehung in ein Internat stecken wollen. Wird sie es zwischen all dem Chaos schaffen, die Hinweise zu entschlüsseln und gleichzeitig dem Internat zu entkommen? Der erste Band einer rasant spannenden Buch-Serie über die sympathische kleine Schwester von Meisterdetektiv Sherlock Holmes.
Schon seit einiger Zeit habe ich ein Auge auf die Enola Holmes-Romane geworfen. Tatsächlich hatte ich aber erst die Gelegenheit den Film zu sehen und ich muss sagen, das dieser zwar ganz nett war, aber ich hätte auch damit leben können, wenn ich ihn nicht gesehen hätte.

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Katja Montejano: Bis alles verschwand (Rezension)

Du kannst dem Tod entkommen. Aber nicht dir selbst …
Polizistin Emma Winter tötet einen Mann, um ein Kind zu retten – und setzt damit eine Kettenreaktion in Gang, die sie ins Herz ihrer dunkelsten Erinnerungen führt. Ihr Ex-Mann verschwindet spurlos. Seine Schwester beschuldigt Emma des Mordes. Und ein skrupelloser Serienkiller hat es auf sie abgesehen – nicht, um sie zu töten, sondern um sie Stück für Stück zu zerstören.
Emma kämpft um die Wahrheit. Um ihren Sohn. Und gegen die größte Bedrohung von allen: den Zerfall ihres eigenen Verstands.

Eine Polizistin mit beginnender Demenz? Das klingt mal nach etwas anderem. Und BIS ALLES VERSCHWAND hat durchaus einige interessante Momente. Aber ich muss zugeben, dass mir die Geschichte nicht ganz gefallen hat, bzw. ich mir mehr erwartet habe. Einige Szenen steuern vom Aufbau auf etwas Großartiges hin, zumindest hat es den Anschein, aber irgendwie verpufft alles dann in Belanglosigkeiten.

Mittwoch, 17. Dezember 2025

A. Rae Dunlap: Wer die Toten stört (Rezension)

Schottland, 1828. Der naive, aber unbeirrbare James Willoughby gibt sein behütetes Leben in Oxford auf, um in Edinburgh Medizin zu studieren. Die Universität der Stadt bietet alles - außer der Möglichkeit, an einem menschlichen Leichnam zu arbeiten und somit chirurgisches Wissen zu erlangen. Nye MacKinnon, ein schneidiger junger Sezierer, verspricht James zu helfen. Doch Nye ist ein Grabräuber, ein Leichenfledderer. Und James ist unwissentlich sein Komplize geworden. Schon bald geraten die beiden zwei besonders zwielichtigen Grabräubern namens Burke und Hare in die Quere, deren Nachschubbedarf an Toten so hoch ist, dass sie dafür bereit sind, über Leichen zu gehen ...
WER DIE TOTEN STÖRT behandelt ein interessantes Thema, bzw. gleich mehrere. Zum einen ist es ein historischer Roman, der ein bisschen Krimi ist, aber viel mehr Abenteuer. Es geht um die Anfänge der Chirurgie, Grabräuberei und die West-Port-Morde.

Dienstag, 16. Dezember 2025

Elizabeth George: Mein ist die Rache (Rezension)

Was als fröhliches Verlobungswochenende von Lynley mit der Fotografin Deborah im Freundes- und Familienkreis auf Howenstow, dem feudalen Stammsitz der Ashertons, geplant war, entpuppt sich nach und nach als Alptraum. Im nahe gelegenen Dorf wird ein junger Journalist bestialisch ermordet - und alle Spuren führen nach Howenstow, zum gräflichen Verwalter zu Lynleys Gästen, ja sogar zu seinem eigenen Bruder. Auf der Suche nach dem Täter verfangen sich Lynley und St. James mit jedem Schritt mehr in einem schmerzhaften Netz aus lange unterdrückten Feindseligkeiten, nicht eingestandenen Schuldgefühlen und scheinheiliger Moral.
Anfang der 2000er entdeckte ich eine unterhaltsame englische Krimiserie: Inspector Lynley. Mir haben die Fälle und die Hauptpersonen gefallen und ich habe mir lange vorgenommen, die Buchvorlage zu lesen. Das hat dann doch etwas gedauert, die ursprüngliche Inspector Lynley gibt es schon nicht mehr (nach sechs Staffeln war Schluss) und demnächst kommt eine Neuauflage/Neuversion von Inspector Lynley (Lynley und Havers) im TV. Immerhin habe ich es zu Beginn der neuen Serie geschafft meinen ersten Elizabeth George-Roman zu lesen, und gleichzeitig meinen ersten Lynley-Roman, obwohl MEIN IST DIE RACHE Teil vier der Reihe ist. Aber, und deswegen habe ich damit angefangen, bevor ich mich an die anderen Teile wage, dies ist die "Vorgeschichte" zu den Lynley-Romanen. Also ist alles anders und Havers spielt noch keine Rolle. Irgendwie schade, in der Serie hat sie mir besser gefallen als Lynley und ich bin gespannt, wie sie in den Romanen ist.

Montag, 15. Dezember 2025

Carolyn Haines: Wer die Toten stört (Rezension)

Sarah Booth Delaney ist eine unkonventionelle Südstaaten-Schönheit mit einem Problem: Ledig, über 30 und ohne Arbeit, steht sie kurz davor, den angestammten Familiensitz zu verlieren. Obendrein wird sie vom Geist des Kindermädchens ihrer Ururgroßmutter heimgesucht, der sie mit Freude immer wieder auf ihre bedauernswerte Lage hinweist.
Aus Zufall und der Not heraus wird Sarah Privatdetektivin - und schlittert gleich in einen handfesten Mordfall: Hamilton Garrett V. kehrt nach über zwanzig Jahren zurück nach Zinnia, Mississippi. Als Kind soll er in der Kleinstadt seine Mutter getötet haben. Was ist dran an dem Gerücht? Und ist es vernünftig, dass Sarah sich in den mutmaßlichen Mörder verliebt? Bald wird sie selbst zur Verdächtigen - und stellt fest: Wer die Toten stört, steht sehr schnell mit einem Fuß im Grabe ...
Ein Wohlfühl-Krimi mit Geist und Humor

Freitag, 12. Dezember 2025

Scholastique Mukasonga: Sister Deborah (Rezension)

Ruanda in den 1930er Jahren: Während sich in Ostafrika immer mehr Menschen zum Christentum bekennen, verkündet Sister Deborah, eine Missionarin aus den USA, dass der Messias niemand anderes als eine schwarze Frau sein wird. Sister Deborah wird der Hexerei angeklagt und verschwindet auf mysteriöse Weise. Zwei Jahrzehnte später beschließt Ikirezi, eine geniale Akademikerin in Washington, die einst von ihr behandelt wurde, sich auf die Spuren der legendären Prophetin zu begeben. Sie taucht ein in die Vergangenheit, um ihre Geschichte zu erzählen, doch der Zauber von Sister Deborah ist gewaltiger als sie ahnt.
Mit Sister Deborah entwirft Scholastique Mukasonga einen vielschichtigen Roman über Glauben, Macht und Erinnerung im kolonialen Ruanda der 1930er Jahre. Im Zentrum steht die amerikanische Missionarin Sister Deborah, die mit ihrer provokanten Verkündigung eines schwarzen, weiblichen Messias die religiösen und kolonialen Ordnungssysteme erschüttert. Ihr mysteriöses Verschwinden nach einer Anklage wegen Hexerei verleiht der Figur früh einen mythischen, beinahe legendären Status. Zwei Jahrzehnte später greift Mukasonga den Faden erneut auf: Ikirezi, eine brillante Akademikerin in Washington, macht sich auf die Suche nach der Wahrheit hinter der Prophetin, die sie einst selbst behandelt hatte. Ihre Nachforschungen strukturieren den Roman als Spurensuche zwischen Kontinenten, Zeiten und Erzählstimmen. Vergangenheit und Gegenwart überlagern sich, Fakten und Legenden lassen sich kaum trennen.

Donnerstag, 11. Dezember 2025

Lucy Clarke: You let me in (Rezension)

Sie muss ihre Vergangenheit um jeden Preis schützen
Nichts fühlt sich richtig an, seit Elle in ihr spektakuläres Haus an Cornwalls Küste für eine Woche an Fremde vermietet hat. Sie hört Geräusche in der Nacht, Dinge wurden bewegt, jemand war in ihrem abgeschlossenen Schreibzimmer, und in ein Tischbein ist »Lügnerin« eingeritzt. Ihr wahrgewordener Traum von einem Platz zum Schreiben am Meer, den sie sich nach dem überwältigenden Erfolg ihres ersten Romans geschaffen hat, wird zum Albtraum. Bildet Elle sich alles nur ein, wie ihre Schwester Fiona meint, oder hat es wirklich jemand auf sie abgesehen? Und kennt nun ihr dunkelstes Geheimnis …

YOU LET ME IN ... der Klappentext ist vielversprechend und auch die Rezensionen, die ich im Vorfeld zu lesen bekommen habe. Autorin in einsamen Haus ... Schriftsteller bieten sich ja anscheinend dazu an in irgendwelche merkwürdigen Geschichten verwickelt zu werden (man denke an YELLOWFACE oder HARRY QUEBERT).

Mittwoch, 10. Dezember 2025

Wolfgang Hofer: Fritz und Donald - Im mörderischen Bayern(Rezension)

Unser Kanzler aus dem Sauerland, verbringt seinen Urlaub unter CSU-blauem Himmel, als ein Blogger mit einer Mistgabel ermordet wird. Als Fritz und Ehefrau Charlotte über den Königssee schippern, ein Todesschrei samt Echo: Leiche Nummer zwei. Plus zwei weitere sind vier! Droht dem Berchtesgadener Land die Entvölkerung? Zum Glück hat Fritz Unterstützung: Spürhund Donald, der dem amerikanischen Präsidenten ähnelt, aber ganz lieb ist, sowie der Hacker Hubsi. Da hat Markus Söder gerade noch gefehlt. Trotz der Ermittlungen findet Fritz noch Zeit zum Fingerhakeln beim Trachtenabend – im passenden Outfit samt Gamsbarthut. Wer außerdem wissen möchte, was Mozart mit dem Fall zu tun hat und welche Granden der Politik es in Tiefgaragen miteinander treiben, kommt um dieses Buch nicht herum. Fritz und Donald ermitteln. Überparteilich, völkerverbindend, tierisch spannend, und absolut komisch!

Dienstag, 9. Dezember 2025

Birgit Aschmann: Die Deutschen und die Natur (Rezension)

Der deutsche Wald, der Rhein, der Umweltschutz: Die Deutschen und die Natur
Am Anfang dieser seit jeher spannungsreichen Geschichte stehen im 19. Jahrhundert Künstler wie Caspar David Friedrich und Naturforscher wie Carl Gustav Carus, die die Natur verehren und verstehen wollten. Gleichzeitig setzten Ingenieure wie Johann Gottfried Tulla alles daran, mit der Rheinbegradigung die scheinbar unvollkommene Natur zu verbessern. Dass man sich vor der Natur fürchtete, zeigt die folgenreiche Auseinandersetzung mit Krankheiten wie der Cholera. In der Industrialisierung wurde die Natur rücksichtslos erobert und ausgebeutet. In Dienst genommen wurde sie aber auch, um soziale Hierarchien wie die Geschlechterordnung oder »Rassenkonzepte« zu begründen. Doch am Ende des Jahrhunderts mündete die Kritik an den Auswüchsen der Moderne in den lautstarken Appell der Lebensreform: »Zurück zur Natur!«.
Die Historikerin Birgit Aschmann bietet mit dieser großen historischen Erzählung nicht nur einen erfrischend anderen Blick auf das 19. Jahrhundert, sondern legt zugleich die Wurzeln des heutigen, oft widersprüchlichen Umgangs mit der Natur frei.

Montag, 8. Dezember 2025

Niklas Sonnenschein: Eisige Nacht (Rezension)

Im eisigen Norwegen lauert tödliche Kälte – und ein Mörder in der Dunkelheit Der packende Kriminalroman vor der düsteren Kulisse Skandinaviens Im hohen Norden Norwegens verschwinden Forscher von einer arktischen Wetterstation – ohne jede Spur. Kommissar Karl Sortland und sein neuer Partner Mats Samuelsson werden nach Bjørnøya entsandt, um das Mysterium zu lüften. Vor Ort erwarten sie eine verwüstete Forschungsstation, eine Leiche und eine schwer verletzte Stationsleiterin. Schnell werden die Ermittlungen zu einem Überlebenskampf gegen die eisige Wildnis und gegen die eigene dunkle Vergangenheit. In einer verzweifelten Jagd nach der Wahrheit enthüllen die Kommissare ein Netz aus Geheimnissen und Intrigen, das sie bis an ihre Grenzen bringt …
Ich lese tatsächlich weniger Skandinavienkrimis als ich könnte, aber das ist etwas, das ich durchaus ändern will, zumal ich ja durchaus gerne Bücher lese, die in den kälteren Regionen der Welt spielen. Wie soll ich da bei einem Krimi, der in Norwegen(Spitzbergen spielt, widerstehen können? Aber ... EISIGE NACHT ist der Beginn einer bisherig drei Teile umfassenden Reihe, die, mich jedoch nicht überzeugen konnte.

Donnerstag, 4. Dezember 2025

Lizzie Pook: Die glorreiche Rache der Maude Horton (Rezension)

Vom viktorianischen London in die Arktis: eine Abenteuerinnengeschichte über das unzertrennliche Band der Schwesternschaft
London, 1850: Constance Horton ist verschwunden. Maude, ihre ältere Schwester, weiß nur, dass Constance als Junge verkleidet an Bord eines Schiffes gegangen ist, das auf den Spuren des verschollenen Sir John Franklin und seiner Mannschaft unterwegs in die Arktis war. Danach verlieren sich ihre Spuren. Der Kapitän erwähnt einen tragischen Unfall. Doch Maude entdeckt im Tagebuch ihrer Schwester Hinweise, die etwas anderes vermuten lassen. Um Antworten zu finden, muss Maude in die dunkle Unterwelt Londons vordringen und sich mächtigen Männern in den Weg stellen. Es ist eine lebensgefährliche Mission. Aber Maude hat ihre eigenen geheimen Fähigkeiten und stellt sich ihren Widersachern ...

Mittwoch, 3. Dezember 2025

Roland Zingerle: Mörderisches Halleluja (Hörbuch)(Rezension)

Ein bayerisches Dorf im Ausnahmezustand - Im idyllischen oberbayerischen Fackenreuth könnte das Leben nicht ruhiger sein. Dorfpolizist Xaver ist gerade mit Kleinkram-Problemen beschäftigt: Pfarrer Hartl vermisst Geld aus dem Klingelbeutel, und Xavers Freundin Bettina ist nicht gerade glücklich mit ihm, obwohl er keinen blassen Schimmer hat, warum. Doch alles ändert sich, als Jesus im Wald auftaucht – zumindest glaubt das die tiefgläubige Monika. Während einige Fackenreuther die Wiederkehr des Heilands feiern, vermuten andere einen Schwindel. Doch die Wahrheit wird schnell blutiger als erwartet: Ein Mord geschieht, und noch während Xaver im Dunkeln tappt, wird auch Monika ermordet – ans große Kreuz in der Kirche genagelt. Damit nimmt das Chaos seinen Lauf. Satanisten, fanatische Christen und sogar eine päpstliche Kommission ziehen ins Dorf und die Lösung der Morde ist schwieriger als gedacht. Xaver weiß bald nicht mehr, wo ihm der Kopf steht – das Dorf ist ein einziges mörderisches Halleluja.

Dienstag, 2. Dezember 2025

B. P. Walter: The Tree House

Was, wenn dein dunkelstes Geheimnis plötzlich zum Plot einer Fernsehserie wird – und jemand weiß, was du damals getan hast?
Robert führt ein ruhiges Leben in London – bis er zufällig eine neue Fernsehserie entdeckt. Sie zeigt zwei Jungen, die in einem Baumhaus ein Mädchen vergiften. Die Dialoge. Die Details. Alles kommt ihm schrecklich bekannt vor.
Denn genau das ist vor über zwanzig Jahren geschehen. Mit ihm. Und seinem Bruder Kieran. In einem abgelegenen Dorf in Cornwall.
Damals haben sie geschwiegen. Haben verdrängt. Haben weitergelebt.
Doch jetzt kennt jemand die Wahrheit – und hat ihre Geschichte verfilmt. Wer steckt hinter der Serie? Und wie lange wird es dauern, bis die ganze Welt weiß, was die Brüder getan haben?

Natürlich hat mich der Klappentext sofort fasziniert und ich wollte mehr lesen. Leider habe ich nicht bekommen was ich erwartet habe. Oder anders gesagt: ich hatte andere Vorstellungen von der Geschichte. Aber ... manchmal wird man angenehm überrascht, manchmal nicht. In diesem Fall ...

Montag, 1. Dezember 2025

Hisashi Kashiwai: Das Restaurant der verlorenen Rezepte (Hörbuch)(Rezension)

Nagare und seine zwanzigjährige Tochter Koishi betreiben ein kleines Restaurant in Kyoto, das Kamogawa-Café. Kaum jemand kennt das Lokal, doch wer es dringend braucht, der findet es. Neben den traditionellen Köstlichkeiten der japanischen Küche bieten Nagare und Koishi ihren Gästen nämlich einen besonderen Service an: Sie kochen Gerichte nach, die man irgendwann einmal gegessen hat und deren Rezept man nicht kennt. Mit detektivischem Spürsinn finden sie heraus, wie die verstorbene Ehefrau ihre Udon-Nudelsuppe kochte, beschwören die verschüttete Erinnerung an eine große Liebe herauf oder schenken mit dem Geschmack eines Kindheitsessens Trost.
Der Klappentext klingt interessant und auch wenn ich etwas gehadert habe, habe ich mich dann doch "überreden" lassen, das Buch zu lesen, bzw. zu hören. Food Detectives klingt ja durchaus mal außergewöhnlich.
So außergewöhnlich ist die Geschichte dann leider nicht, und ich muss sagen ... eigentlich ist sie ziemlich langweilig.