Freitag, 27. Februar 2026

Jørn Lier Horst: Clue 2 - Jagd auf die Juwelendiebe (Rezension)

Die verschwundene Malteseruhr
Juwelendiebe räumen Oslos bekanntestes Schmuckgeschäft aus. Die Räuber werden gefasst, doch plötzlich taucht ein Verdächtiger in der Skutebucht auf - ein neuer Fall für Cecilia, Leo, Une und Hund Egon! Können die vier Freunde den verschwundenen Schmuck, darunter die bedeutende Malteseruhr, wiederfinden? Die Spur der Beute führt geradewegs in die düsteren, stillgelegten Bunkeranlagen am Ortsrand. Eine nervenaufreibende Jagd beginnt ...

Der zweite Teil der Kinderkrimiserie von Jørn Lier Horst muss sich nicht hinter dem ersten Teil verstecken. Leicht verständlich, natürlich kindgerecht (was den Erwachsenen auch nicht davon abhält es zu lesen und Vergnügen daran zu finden) und durchaus spannend. Der Schauplatz, das Hotel an der Skutebucht, bietet viele möglichkeiten. Neue (Zwielichtige?) Gäste, skurrile (liebenseerte?) Nachbarn und interessante Schauplätze (Bunker?) und eine philosophische Frage: Was ist Zeit.
Kurzweilige Unterhaltung für Kinder ab 9. Horst entwickelt seine Charaktere weiter, klärt offene Fragen und lässt neue entstehen. Die Protagonisten (die immer noch an Enid Blytons Helden erinnern, aber wen interessiert das, der Erwachsene, der die alten Bücher und Serien kennt wird durchaus in Erinnerungen schwelgen, auch wenn Horst etwas neues bietet) harmonieren gut miteinander, Freundschaft ist sehr wichtig, ebenso wie Vertrauen. Und ... man freut sich auf Band drei. Man muss dem Oetinger-Verlag durchaus dankbar sein, dass er diese Serie auch dem deutschen Publikum zugänglich macht. 

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Donnerstag, 26. Februar 2026

Fergus Craig: Betreutes Morden (Rezension)

Eigentlich möchte Carol nur in Ruhe ihren Lebensabend genießen. Doch das ist nicht so leicht – für eine Serienmörderin
Als sie ins Seniorenheim Sheldon Oaks einzieht, ist Carol selig: endlich ihre eigenen vier Wände. Endlich Freiheit. Denn die letzten 35 Jahre hat sie im Gefängnis verbracht. Wegen siebenfachen Mordes. Carol ist Serienmörderin. Na ja, war Serienmörderin. Jetzt ist sie im Ruhestand. Und froh, in Sheldon Oaks etwas für sie gänzlich Neues zu finden: Freundschaft. Bis genau vor Carols schönem neuen Balkon jemand ermordet wird. Dummerweise wimmelt es in ihrem neuen Freundeskreis nur so von ehemaligen Ermittlern, die sich flugs an die Arbeit machen. Denn wer wird als Erstes verdächtigt? Carol natürlich. Wenn sie ihre neu gefundene Freiheit und ihre Freunde behalten will, muss sie ihre Unschuld beweisen. Und zwar schnell.
Eine Innenministerin, ein Kriminalkommissar, eine Pathologin und eine Serienmörderin im Seniorenheim – Bühne frei für Carol und ihre Ermittlungstruppe der besonderen Art!

Mittwoch, 25. Februar 2026

Ellen Barksdale: Tee? Kaffee? Mord! - Es war einmal ein Mord (Hörbuch)(Rezension)

Mord im Märchenwald! Die Besitzerin des Restaurants Witch You Were Here wird tot aufgefunden - in ihrem eigenen Backofen. Nathalie und Louise machen sich mit Unterstützung ihrer Freunde auf die Suche nach dem Täter. Und dabei stoßen sie auf jede Menge Konflikte und Intrigen ...
Als ein weiterer Mitarbeiter des Märchenwalds angegriffen wird, stehen die beiden Ermittlerinnen vor der Frage: Ging es bei den Angriffen allein um die Opfer oder will jemand dem gesamten Märchenwald ein ganz und gar unmärchenhaftes Ende bereiten?

Nun ja, ich glaube niemand erwartet bei TEE? KAFFEE? MORD! ein Märchen. Obwohl... wirft man einen genauen Blick auf die Originale, so wird man sich wohl bewusst ... märchenhaft ist wohl das was Walt Disney daraus gemacht hat und nicht das was die Brüder Grimm aufgeschrieben haben. Und so wird in ES WAR EINMAL EIN MORD mehr oder weniger märchenhaft gemordet (der Backofen ... nun ja, schon etwas makaber, aber passend). Bereits zum 33. Mal ermitteln Nathalie Ames und ihre Freunde und wie eigentlich immer (Ausnahmen habe ich verdrängt, würden aber vermutlich die Regel bestätigen). Die Geschichte selbst ist, wie soll es anders sein, amüsant und natürlich sehr humorvoll (Neben dem WITCH YOU WERE HERE gibt es noch andere Restaurants mit Wortspiel, THE NOT SO UGLY DUCKLING). Kurzweilige Unterhaltung für Zwischendurch. Wie üblich. Und wer weiß, vielleicht wird man vom Märchenwald noch öfter hören. Warum? Das erklärt das Buch, bzw. das Hörbuch, da ich nach wie vor nicht vorhabe die Bücher zu lesen, Ich fürchte, dass sich danach meine Begeisterung in Grenzen halten wird, aber die Hörbücher sind ... einfach hörenswert. Und das liegt, natürlich, an Vera Teltz ... immer noch. Ein wahrer Hörspaß.

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Dienstag, 24. Februar 2026

Ursula Poznanski: Das Signal (Hörbuch)(Rezension)

Du dachtest, ein GPS-Tracker liefert Antworten – doch er stößt dich in finstere Abgründe
Digital, emotional und hoch raffiniert: Dieser Psychothriller ist Domestic Noir vom Feinsten von Bestseller-Autorin Ursula Poznanski. Ein spannender Technologie-Thriller um ein altes Haus, eine Frau mit Handicap und ein digitales Katz-und-Maus-Spiel zwischen Wahrheit und Wahnsinn.
Gefangen im eigenen Haus: Bei einem Unfall verliert die junge Innenarchitektin Viola Decker ein Bein – und plötzlich besteht ihre Welt nur noch aus Hindernissen. Zwar kümmert ihr Mann Adam sich rührend um sie; mit dem barrierefreien Umbau ihres abgelegenen alten Hauses scheint er es allerdings nicht eilig zu haben. Viola sitzt buchstäblich im Erdgeschoss fest, alleine mit einer wortkargen Pflegerin, von der sie sich ständig überwacht fühlt.
Und immer wieder verschwinden wichtige Dinge aus Violas Reichweite. Um nicht lange danach suchen zu müssen, stattet sie sie mit winzigen GPS-Trackern aus. Als Adams Verhalten sich zu verändern beginnt und er immer häufiger spät nach Hause kommt, beginnt sie heimlich, auch ihn zu tracken, und entdeckt schon bald beunruhigende Muster. Offensichtlich belügt er über seinen Tagesablauf – und nicht nur er. Warum? Mit jedem Tag und jeder Lüge wächst in Viola ein furchtbarer Verdacht …

Montag, 23. Februar 2026

Cornelia Kiener: U-Bahn zur Hölle (Rezension)

Sie fahren gerne mit Bus, U-Bahn oder dem Zug?
Sie fürchten sich nicht vor Vampiren, Werwölfen, Geistern oder Dämonen?
Dann heisst es für Sie: Zusteigen bitte!
Aber Vorsicht!
Die Geschichten, die Sie hier erwarten, sind wahrhaft höllisch.
Sieben Kurzgeschichten rund um den öffentlichen Nahverkehr, unterhaltsam, spannend und mit Sicherheit blutig.

Für manche ist das Fahren mit Bus und Bahn schon Horror genug, was aber, wenn Vampire, Werwölfe und Co. mitmischen? Das zeigt Cornelia Kiener in ihrer neuesten Anthologie (der zweiten). Nur ... der Klappentext verspricht mehr als man letztendlich bekommt. Mag die Titelgeschichte U-Bahn zur Hölle noch ein Highlight des Bandes sein, so merkt man schnell, dass sich die anderen Geschichte (mehr oder weniger) nach dem gleichen Schema richten: Eine böse Person wird durch eine gute Person "gerichtet". Der klassische Konflikt Gut gegen Böse mit dem Schauplatz Öffentlicher Nahverkehr. Da wäre mehr möglich gewesen. Und leider sind diese Geschichten dadurch weder wirklich höllisch oder spannend. Zu vorhersehbar ist das alles, zu wenig überraschendes wird geboten. Vielleicht ist das auch der Kürze der Geschichten geschuldet, denn 8 Geschichten auf knapp siebzig Seiten ... da bleibt nicht viel für die einzelnen Geschichten, inklusive Spannungsaufbau ... und ja, ich habe mehrmals nachgezählt... es sind acht Geschichten, nicht sieben, wie der Klappentext verspricht. Kann vorkommen, ändert aber an der Qualität der Geschichten nichts. Vielleicht erzeugen sie Grusel wenn man nachts alleine in der U-Bahn unterwegs ist. Ich garantiere für nichts ... andererseits verpasst man nicht viel, wenn man diese kleine Anthologie ignoriert. Wobei ... die paar Euros für eine unterhaltsame Geschichte (oder Kindle unlimited) ... die Entscheidung liegt beim Leser.

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Samstag, 21. Februar 2026

KI und Rezensionen

Mal was nicht wirklich ernst gemeintes...

Nachdem ich DIE BURG von Ursula Poznanski gelesen habe, habe ich ChatGPT nach einer Rezension gefragt. Nachdem mir diese passend erschien (wegen der Thematik des Buchs, sonst wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen) habe ich sie auch veröffentlicht. Das funktioniert aber nicht immer ... und manchmal ist es auch etwas ... unterhaltsam (und meilenweit von der Realität vorbei).

Ich habe mir erlaubt ein bisschen herum zu spielen:

Donnerstag, 19. Februar 2026

Liz Moore: Der andere Arthur (Hörbuch) (Rezension)

Arthur Opp, einst Literaturprofessor, wiegt mittlerweile 250 Kilo und hat sein Haus in Brooklyn seit über einem Jahrzehnt nicht mehr verlassen. Die wenigen Schritte zur Haustür, um Lieferungen entgegenzunehmen, sind seine tägliche Herausforderung. Nur 30 Kilometer entfernt kämpft der siebzehnjährige Kel um seinen Schulabschluss und seine Chance auf ein besseres Leben: ein Sportstipendium. Doch während er um seine Zukunft ringt, hält ihn die Sorge um seine kranke Mutter in Atem. Arthur und Kel sind zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch etwas Entscheidendes teilen: ihre Einsamkeit. Als sich Kels Mutter, einst Arthurs Studentin, nach Jahren der Funkstille mit einem verzweifelten Hilferuf an ihn wendet, nimmt eine Geschichte ihren Lauf, die alte Wunden aufreißt, aber auch neue Wege freilegt und eindrücklich zeigt, wie in der Fürsorge für andere die eigene Rettung liegen kann.

Dienstag, 17. Februar 2026

Sophie Oliver: Die Gentlemen vom Sebastians Club (Rezension)

London, 1895: Eine Mordserie erschüttert die Stadt. Die Opfer gehören verschiedenen Gesellschaftsschichten an und werden scheinbar zufällig ausgewählt. So zufällig, dass die Metropolitan Police nicht an einen Einzeltäter glaubt. Ein Fall für die Ermittler des Sebastian Club, eines vornehmen Londoner Herrenclubs, der sich zum Ziel gesetzt hat, Verbrechen aufzuklären, an denen Scotland Yard scheitert. Die Gentlemen entdecken ein Muster hinter den Gräueltaten: Um an ein wertvolles Juwel zu gelangen, setzt der Täter mittelalterliche Foltermethoden ein. Für die Detektive ist die Sache klar: Der Mörder muss schnellstens zur Strecke gebracht werden. Um jeden Preis. Auch mit Hilfe einer schlauen jungen Frau, die sich als Mann verkleidet, um ermitteln zu dürfen.

Montag, 16. Februar 2026

Stefan Zeh: Ohne Ausweg (Rezension)

Fünf ehemalige Schulfreunde. Ein exklusiver Escape-Room. Und ein perfider Täter, der keine Gnade kennt.
Ein entspanntes Wochenende im Schwarzwald sollte es werden. Ein altes Sanatorium, ein exklusives Escape-Game, zehntausend Euro Preisgeld. Ein Abenteuer, nichts weiter.
Doch was harmlos beginnt, wird zum Albtraum.
Die Räume sind echt. Die Fallen gnadenlos. Und der einzige Ausweg ist ein Rätsel, das mit jedem Fehler tödlicher wird.
Mit jeder neuen Prüfung wächst die Angst – und das Misstrauen.
Denn der Spielleiter kennt uns. Kennt mich.
Er weiß genau, wovor ich Angst habe … und er wird nicht aufhören, bis ich daran zugrunde gehe.

Mittwoch, 11. Februar 2026

Thomas Lang: Melville verschwindet (Rezension)

Ein Roman über den amerikanischen Jahrhundertdichter Herman Melville, den Schöpfer von »Moby Dick«
»Darum ging es in allem, was er tat: unterzugehen.«
Über das abenteuerliche Leben des amerikanischen Schriftstellers Herman Melville und den Stoff, der seine Werke zu Weltliteratur machte. Der Erzähler Meander, ein Mann der Gegenwart, hat einen Lebensbruch erfahren. Beim Räumen des elterlichen Hauses findet und liest er seinen unbeendeten Roman über Herman Melville wieder. In der abenteuerlichen, beinah tragischen Vita des amerikanischen Schriftstellers erkennt Meander die eigenen existenziellen Gefühle und künstlerischen Fragen wieder – oder ist es umgekehrt? Sein gefühltes Scheitern und das Gewinnen einer neuen Autonomie sind dabei Teil eines größeren Bildes von der sich rapide verändernden Gegenwart. Ein Roman über einen Neubeginn, der sich mit dem Lebensweg des Verfassers von Moby-Dick ebenso auseinandersetzt wie mit der härtereichen Gesellschaft in den USA jener Zeit, ihren Verwerfungen und Umbrüchen, die den heute weltberühmten Autor beinah zum Verstummen zwangen.

Dienstag, 10. Februar 2026

Valentina Morelli: Kloster, Mord und Dolce Vita - Mord in der Parfümvilla (Hörbuch)(Rezension)


Matteo wird zu einer verlassenen Villa gerufen, die einst einem bedeutenden Parfümeur gehörte. Dort findet er zu seinem Entsetzen eine tote Frau vor. Die Ermordete ist eine Botanikerin, die sich auf seltene Pflanzen spezialisiert hat. Kurz darauf gibt es einen Einbruch in das Parfüm-Museum in Florenz, bei dem die alten Forschungsunterlagen des Parfümeurs gestohlen werden. Matteo und Isabella vermuten, dass es dem Dieb um die Rekonstruktion eines legendären Parfüms geht, das mit dem Tod des Parfümeurs verschollen gegangen ist. Musste deshalb die Forscherin sterben?

Jetzt bin ich etwas verunsichert. Nachdem mir die letzten beiden Teile von KLOSTER,MORD UND DOLCE VITA nicht gefallen haben (siehe hier und hier) wird mit Band 33 typisches Toskanakrimiflair geboten. Mag sein, dass die eine oder andere Nebenperson hierbei etwas in den Hintergrund gerät, aber hier wird mal wieder ein CosyCrime geboten, der den Namen verdient hat und auch noch sehr spannend ist. Nach dem beiden schwächeren Bänden ein echtes Highlight. Kurz und knapp steuert Morelli auf den Höhepunkt hin, es wird nicht langweilig und am Ende bin ich als Hörer sehr zufrieden gestellt. Also doch weiter hören?
Nun, vielleicht hat sich die Reihe erholt und es geht weiter wie beim MORD IN DER PARFÜMVILLA. Was dagegen immer gleich bleibt (und das ist alles andere als negativ gemeint) ist Chris Nonnast, der ich immer wieder gerne zuhöre. Ach ja, der rote Faden der Bürgermeisterwahl, bzw. des Bürgermeistertauschs wird hier fortgeführt aber noch nicht beendet. Wie es mit den Bürgermeister zu Ende geht wird man wohl erst zu einem späteren Zeitpunkt erfahren.

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Montag, 9. Februar 2026

Robert Köhnen: Die Schule der Abenddämmerung - Der Violette Mann (Rezension)

Nach dem Angriff der Dämonen herrscht an der Schule der Abenddämmerung eine gespannte Ruhe. Der Unterricht läuft weiter, doch unter der Oberfläche bleiben Angst und Zweifel. Äußerlich wirkt die Schule, als habe sie sich gefangen – doch etwas in ihr ist noch immer erschüttert.
Schon bald machen Gerüchte die Runde:Tief im Fundament der Akademie soll ein uraltes Wesen eingesperrt sein, ein Relikt aus den Frühzeiten der Schule, über das die Lehrmeister nur in Andeutungen sprechen. Die meisten halten es für eine Legende. Andere nicht.
Maidin spürt, dass mehr dahintersteckt. Seit dem Angriff wird er von Träumen heimgesucht – Visionen eines jungen Kriegers in der Paschinkasteppe, die seltsam klar wirken, zu deutlich, um nur Traum zu sein.
Gleichzeitig verdichten sich die Hinweise, dass Aldisso, der umstrittene Lehrer, weiterhin im Verborgenen agiert. Einige Schüler sind überzeugt, dass er noch immer mit den Dämonen im Bund steht – und versuchen, seinen nächsten Schritt zu verhindern, während der Unterricht sie stärker denn je in Anspruch nimmt.
Je tiefer Maidin nach Antworten sucht, desto deutlicher erkennt er, dass seine Träume und die Geheimnisse der Schule miteinander verwoben sind. Und dass die Wahrheit ihn tiefer in die Schatten der Abenddämmerung führen wird, als er je erwartet hätte.

Samstag, 7. Februar 2026

Jackie Baldwin: Der Tote in Edinburgh (Rezension)

Nach einem persönlichen Schicksalsschlag wagt Grace McKenna einen Neuanfang als Privatdetektivin in Portobello bei Edinburgh. Doch der erste größere Auftrag lässt nicht lange auf sich warten: Die schillernde Witwe eines prominenten Mediums ist überzeugt, dass ihr Mann ermordet wurde – obwohl alles auf Selbstmord hindeutet.
Gemeinsam mit dem skeptischen, wenn auch charmanten, Journalisten Tobias Sloan nimmt Grace die Ermittlungen auf und stößt auf ein undurchsichtiges Netzwerk aus Betrug, spirituellem Geschäftssinn und persönlichen Abgründen. Die Spur führt sie direkt ins berüchtigte Merchiston College of Psychic Studies – und zu einer zweiten Leiche.
Während das Ermittlerduo den tödlichen Machenschaften immer näher kommt, geraten sie selbst ins Visier der Täter. Das Spiel wird immer gefährlicher – und die Grenzen zwischen Ermittlungen und persönlicher Verwicklung beginnen zu verschwimmen. Kann Grace den tödlichen Machenschaften ein Ende setzen oder wird sie selbst das nächste Opfer?

Donnerstag, 5. Februar 2026

Roland Zingerle: Mörderisches Therapieren (Hörbuch)(Rezension)

Ein bayerisches Dorf im Therapie-Wahn… Der Schnee hat das oberbayerische Dorf Fackenreuth im Griff und Dorfpolizist Xaver Gottwald macht sich eine ruhige Zeit. Bis ein alter Bekannter hereinschneit und meldet, dass Kriminalpolizistin Bea Krüger verschwunden ist. Auch im Rest des Dorfes geschehen seltsame Dinge. Ein Psychotherapeut mietet sich im örtlichen Gasthof ein und therapiert nicht nur einen besonderen Patienten in der nahegelegenen Psychiatrie, sondern nimmt sich gleich das gesamte Dorf vor. Dann geschieht ein Mord: Ein Seelenklempner aus der Psychiatrie verbrennt in seinem Wagen. Und das ist erst der Anfang. Eine geheimnisvolle Frau tritt in Xavers Leben, eine als Mönch verkleidete Leiche wird in der Kirche gefunden und ganz Fackenreuth gerät aus den Fugen. Lässt sich das alles überhaupt noch therapieren?

Mittwoch, 4. Februar 2026

Anthony Horowitz: Tod zur Teestunde (Rezension)

Susan Ryeland, Lektorin außer Dienst ist nach London zurückgekehrt. Sie arbeitet jetzt für einen kleinen Verlag, und auf ihrem Tisch ist das Manuskript eines jungen Autors namens Eliot Crace gelandet: Atticus Pünds letzter Fall. Die Geschichte handelt vom überraschenden Tod der schwerreichen Lady Chalfont, die anscheinend von einem Familienmitglied vergiftet wurde.
Zu Susans Überraschung stellt sich heraus, dass Eliot Crace der Enkel der weltberühmten Kinderbuchautorin Miriam Crace ist, die 15 Jahre zuvor verstarb – ermordet, vergiftet, wie Eliot behauptet. Je weiter Susan in die Story eintaucht, desto klarer wird ihr, dass Eliot in Atticus Pünds letzter Fall die Geschichte seiner eigenen Familie und des Todes seiner Großmutter erzählt. Zugleich verhält er sich immer merkwürdiger, wird zunehmend aggressiv – und dann wird er bei einem Unfall mit Fahrerflucht getötet. War es Mord? Plötzlich ist Susan die Hauptverdächtige, und erschrocken wird ihr klar, dass sie das selber aufklären muss, um nicht das nächste Opfer zu werden …

TOD ZUR TEESTUNDE ist der dritte Teil in dem Susan Ryeland mit Atticus Pünd in Berührung kommt und das, obwohl der Erfinder/Autor des Detektivs bereits tot ist. Aber das kennt man ja auch von Sherlock Holmes oder Hercule Poirot ... andere übernehmen das was erfolgreich war und lassen manchen Ermittler unsterblich werden (in höherem Maße als er es schon ist). Atticus Pünd also ... und wie die Vorgänger werden wieder zwei Geschichten erzählt, die Fragmente des neuesten (letzten?) Atticus Pünd und die Schwierigkeiten die Susan Ryland mit dem Autor und seiner Familie hat- Und was muss ich sagen ... was habe ich mich gelangweilt. Anthony Horowitz kann es besser, dass zeigt er immer wieder und die beiden anderen Atticus Pünd/Susan Ryland Bücher waren sehr unterhaltsam. Aber TOD ZUR TEESTUNDE ... es ist zäh und nicht wirklich spannend und ich könnte sagen, dass es das Papier nicht wert ist auf dem es geschrieben ist (keine Ahnung was das Gegenstück bei ebooks ist), aber leider (das muss man so schon fast sagen) wird das Buch gegen Ende wirklich gut, und zeigt dabei was hätte sein können. Davon hätte ich gerne mehr gelesen, denn die Familienverwicklungen in Vergangenheit und Gegenwart geben mehr her als die versteckten Botschaften im Pünd-Fragment (bei dem ich der Lektorin sogar Recht geben muss: Pünd in Frankreich? Das braucht es wirklich nicht, auch wenn es natürlich mit den "realen" Ereignissen zusammenhängt ... hätte man aber auch weniger langatmig erzählen können).
Horowitz kann schreiben und auch unterhalten, aber manchmal ... manchmal schafft er es nicht mich zu überzeugen. Und TOD ZUR TEESTUNDE ist ein netter Krimi, der allerdings im Vergleich zu DIE MORDE VON PYE HALL oder DER TOTE AUS ZIMMER 12 weit zurückbleibt und einen Tiefpunkt der Reihe darstellt. Das Potential wird sehr spät entfaltet und in meinen Augen nicht so genutzt wie es möglich gewesen wäre. Schade ...

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Dienstag, 3. Februar 2026

Kalayna Price: Gravewitch (Rezension)

The first book in the Alex Craft urban fantasy series about a Grave Witch who can talk to the dead. Perfect for fans of Charlaine Harris and Cassandra Clare.
Just because Grave Witch Alex Craft can speak to the dead, doesn't mean she has to like what they have to say . . .
As a private investigator and consultant for the police, Alex has seen a lot of dark magic. But even though she's on good terms with Death himself, nothing has prepared her for her latest case. Alex is investigating a high-profile murder when she's attacked by the ghost she is raising - which should be impossible. Then, someone makes a serious attempt on her life, thwarted only by Death's intervention. You know you're having a bad day when Death is saving your life.
To solve this case, Alex will have to team up with tough homicide detective Falin Andrews. Andrews seems to be hiding something, although it's certainly not his dislike of Alex. Despite all that, Alex is going to need his help to navigate the tangled webs of real-world and paranormal politics, and to track down a killer wielding a magic so malevolent, it may cost Alex not just her life, but also her soul . . .

Montag, 2. Februar 2026

Valentina Morelli: Kloster, Mord und Dolce Vita - Schwester Hildegards Geheimnis (Hörbuch)(Rezension)

Irgendjemand ist Schwester Hildegard auf die Schliche gekommen: Das Rezept für ihre preisgekrönte Tomatensoße - ein Verkaufsschlager des Klosters - ist nicht ihr eigenes! Und nun versucht dieser Jemand Hildegard zu erpressen. Die aus Deutschland stammende Schwester tut das einzig Richtige: Sie vertraut sich Isabella an und tut Buße. Doch die Erpressungsversuche hören nicht auf - kann es sein, dass es eigentlich um Hildegards anderes großes Geheimnis geht?
Inzwischen ist das schon der 32. Teil der (normalerweise) sehr amüsanten CosyCrime Reihe KLOSTER,MORD UND DOLCE VITA. Aber nachdem mir der 31. Teil schon weniger gefallen hat, stellt sich jetzt die Frage ob ich weiterhören soll. Natürlich ist Chris Nonnast wie immer, das ist keine Frage, sie haucht den Charakteren leben ein und versprüht genau die richtige Lebensfreude, die man von einem italienischen CosyCrime erwarten darf. Allerdings ist sie "nur" die Sprecherin, die Geschichte selbst stammt von jemand anderen und in diesem Fall ist es der Schwachpunkt. Vielleicht liegt es an der Kürze des Hörbuchs, oder daran dass manche Themen einfach nicht Cosy sind, auch wenn man versucht sie in das Genre zu packen. Aber ... an sich wäre die Geschichte von SCHWESTER HILDEGARDS GEHEIMNIS durchaus interessant, nur ... die Umsetzung war lieblos und einfach nur ... belanglos. Und leider versucht die Autorin zu viel in dieses kurze Hörbuch hinein zu legen, denn da ist zum einen der neue Bürgermeister (und der alte natürlich auch noch), erneut ein Wettbewerb um die beste Tomatensauce und dann die Sache mit dem Geheimnis (das nichts mit der Tomatensauce zu tun hat). Chris Nonnast gibt ihr Bestes, aber auch sie schafft es nicht, Spannung in die lahme Geschichte hinein zu bringen (und es tut mir fast leid das so auszudrücken, aber ich bin tatsächlich etwas enttäuscht). Fans der Serie haben besseres verdient. Aber vielleicht ist die Lust raus. Vielleicht muss man damit leben, dass die Verbrechen nur noch nebenbei passieren, aber auch sonst nicht wirklich etwas besonders geboten wird. Soll ich weiterhören? Wird es besser? Vielleicht sollte ich der Reihe wirklich nich eine Chance geben, denn eigentlich hat sie mich bisher gut unterhalten. Aber jetzt ... bin ich des Klosterlebens müde geworden? Oder gehen der Autorin die Ideen aus? Kann man hören, muss man aber nicht. Schade!!!

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