Zu Susans Überraschung stellt sich heraus, dass Eliot Crace der Enkel der weltberühmten Kinderbuchautorin Miriam Crace ist, die 15 Jahre zuvor verstarb – ermordet, vergiftet, wie Eliot behauptet. Je weiter Susan in die Story eintaucht, desto klarer wird ihr, dass Eliot in Atticus Pünds letzter Fall die Geschichte seiner eigenen Familie und des Todes seiner Großmutter erzählt. Zugleich verhält er sich immer merkwürdiger, wird zunehmend aggressiv – und dann wird er bei einem Unfall mit Fahrerflucht getötet. War es Mord? Plötzlich ist Susan die Hauptverdächtige, und erschrocken wird ihr klar, dass sie das selber aufklären muss, um nicht das nächste Opfer zu werden …
TOD ZUR TEESTUNDE ist der dritte Teil in dem Susan Ryeland mit Atticus Pünd in Berührung kommt und das, obwohl der Erfinder/Autor des Detektivs bereits tot ist. Aber das kennt man ja auch von Sherlock Holmes oder Hercule Poirot ... andere übernehmen das was erfolgreich war und lassen manchen Ermittler unsterblich werden (in höherem Maße als er es schon ist). Atticus Pünd also ... und wie die Vorgänger werden wieder zwei Geschichten erzählt, die Fragmente des neuesten (letzten?) Atticus Pünd und die Schwierigkeiten die Susan Ryland mit dem Autor und seiner Familie hat- Und was muss ich sagen ... was habe ich mich gelangweilt. Anthony Horowitz kann es besser, dass zeigt er immer wieder und die beiden anderen Atticus Pünd/Susan Ryland Bücher waren sehr unterhaltsam. Aber TOD ZUR TEESTUNDE ... es ist zäh und nicht wirklich spannend und ich könnte sagen, dass es das Papier nicht wert ist auf dem es geschrieben ist (keine Ahnung was das Gegenstück bei ebooks ist), aber leider (das muss man so schon fast sagen) wird das Buch gegen Ende wirklich gut, und zeigt dabei was hätte sein können. Davon hätte ich gerne mehr gelesen, denn die Familienverwicklungen in Vergangenheit und Gegenwart geben mehr her als die versteckten Botschaften im Pünd-Fragment (bei dem ich der Lektorin sogar Recht geben muss: Pünd in Frankreich? Das braucht es wirklich nicht, auch wenn es natürlich mit den "realen" Ereignissen zusammenhängt ... hätte man aber auch weniger langatmig erzählen können).
Horowitz kann schreiben und auch unterhalten, aber manchmal ... manchmal schafft er es nicht mich zu überzeugen. Und TOD ZUR TEESTUNDE ist ein netter Krimi, der allerdings im Vergleich zu DIE MORDE VON PYE HALL oder DER TOTE AUS ZIMMER 12 weit zurückbleibt und einen Tiefpunkt der Reihe darstellt. Das Potential wird sehr spät entfaltet und in meinen Augen nicht so genutzt wie es möglich gewesen wäre. Schade ...
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