Mittwoch, 11. Februar 2026

Thomas Lang: Melville verschwindet (Rezension)

Ein Roman über den amerikanischen Jahrhundertdichter Herman Melville, den Schöpfer von »Moby Dick«
»Darum ging es in allem, was er tat: unterzugehen.«
Über das abenteuerliche Leben des amerikanischen Schriftstellers Herman Melville und den Stoff, der seine Werke zu Weltliteratur machte. Der Erzähler Meander, ein Mann der Gegenwart, hat einen Lebensbruch erfahren. Beim Räumen des elterlichen Hauses findet und liest er seinen unbeendeten Roman über Herman Melville wieder. In der abenteuerlichen, beinah tragischen Vita des amerikanischen Schriftstellers erkennt Meander die eigenen existenziellen Gefühle und künstlerischen Fragen wieder – oder ist es umgekehrt? Sein gefühltes Scheitern und das Gewinnen einer neuen Autonomie sind dabei Teil eines größeren Bildes von der sich rapide verändernden Gegenwart. Ein Roman über einen Neubeginn, der sich mit dem Lebensweg des Verfassers von Moby-Dick ebenso auseinandersetzt wie mit der härtereichen Gesellschaft in den USA jener Zeit, ihren Verwerfungen und Umbrüchen, die den heute weltberühmten Autor beinah zum Verstummen zwangen.

Ist das Kunst? Oder kann das weg? Das ist mir in den Sinn gekommen als ich die ersten Seiten von MELVILLE VERSCHWINDET gelesen habe. Mir hat der Zugang gefehlt und auch wenn ich bisher nicht viel von Nelville gelesen habe und ich auch wenig über seine Biografie weiß (außer das was ich in Zusammenhang mit Moby Dick und dem Walfang weiß), so konnte ich mich in diesem Roman, der ein bisschen Biografie, ein bisschen Versuch einen Roman zu schreiben, erzählt auf zwei Ebenen, nicht zurechtfinden. Ein wahres Durcheinander an Worten, die, selbst bei konzentriertem Lesen nicht unbedingt Sinn ergaben. Vielleicht ist das Kunst, vielleicht ist mein Verständnis für diese Art von Kunst und/oder Literatur einfach nicht vorhanden und ich muss zugeben, dass die Teile, die sich mit Melville auseinander gesetzt haben, durchaus interessant waren, wenn auch vielleicht nur deshalb weil die anderen Teile sehr wirr und unverständlich waren. Ich habe mich schwer getan, dieses Buch zu Ende zu lesen, geschafft habe ich es, aber zu welchem Preis? Kann ich das Buch empfehlen? Nein. Hat es mir irgendetwas gebracht? Vielleicht Kopfschmerzen. Manuskriptpassagen, historische Szenen, innere Monologe und gegenwärtige Beobachtungen verschmelzen zu einem Kauderwelsch, der sich meines Begreifen entzieht. Ja, ich will jetzt mehr von Melville Lesen (und auch Moby Dick wieder entdecken), aber das war vielleicht alles, was mir der Roman gebracht hat. Andere mögen das vielleicht nicht so sehen und für viele wird es eher eine Entscheidung zum Nichtlesen sein. Man muss sich auf den Roman einlassen können, was mir nicht gelungen ist, weshalb ich auch nicht wirklich etwas Positives sagen kann, und meine eigene Person eher etwas herabsetzen muss, denn: Ich habe das Buch nicht verstanden, ich habe nicht erkannt, was der Autor mir damit sagen will. Ich gebe die Entscheidung an den potentiellen Leser weiter, denn nur weil ich Schwierigkeiten damit hatte, heißt das nicht, dass es jedem so gehen muss. Wer allerdings leichte Lektüre oder gar eine interessante Interpretation einer Melville-Biografie erwartet ... der darf sich gerne in andere Gefilde begeben.

MELVILLE VERSCHWINDET bei amazon (AffiliateLink)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Durch das Kommentieren eines Beitrags auf dieser Seite werden automatisch über Google personenbezogene Daten erhoben. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung. Mit dem Abschicken eines Kommentars wird die Datenschutzerklärung akzeptiert.