Samstag, 7. Februar 2026

Jackie Baldwin: Der Tote in Edingburgh

Nach einem persönlichen Schicksalsschlag wagt Grace McKenna einen Neuanfang als Privatdetektivin in Portobello bei Edinburgh. Doch der erste größere Auftrag lässt nicht lange auf sich warten: Die schillernde Witwe eines prominenten Mediums ist überzeugt, dass ihr Mann ermordet wurde – obwohl alles auf Selbstmord hindeutet.
Gemeinsam mit dem skeptischen, wenn auch charmanten, Journalisten Tobias Sloan nimmt Grace die Ermittlungen auf und stößt auf ein undurchsichtiges Netzwerk aus Betrug, spirituellem Geschäftssinn und persönlichen Abgründen. Die Spur führt sie direkt ins berüchtigte Merchiston College of Psychic Studies – und zu einer zweiten Leiche.
Während das Ermittlerduo den tödlichen Machenschaften immer näher kommt, geraten sie selbst ins Visier der Täter. Das Spiel wird immer gefährlicher – und die Grenzen zwischen Ermittlungen und persönlicher Verwicklung beginnen zu verschwimmen. Kann Grace den tödlichen Machenschaften ein Ende setzen oder wird sie selbst das nächste Opfer?

Der erste Teil einer "neuen" Krimiserie, aber auch die Neuauflage des bereits erschienenen Buchs "Schatten über Portobello". Aber egal, ob DER TOTE IN EDINGBURGH oder SCHATTEN ÜBER PORTOBELLO, der Titel wird dem Inhalt nicht gerecht, denn sowohl der eine wie auch der andere sind ziemlich nichtssagend. Das hat das Buch gar nicht verdient, denn so könnte es passieren, dass es einfach untergeht. Zu viele Krimis gibt es, da hat man es schwer Aufmerksamkeit zu erlangen. Und Tote oder Schatten gibt es wie Sand am mehr. Aber ich will mich nicht weiter über den Titel äußern, das ist wohl eher Geschmackssache (und/oder Marketing, das ich nicht durchschaue).
Der Inhalt: Es wird unter Hellseher im universitären Bereich ermittelt und das ist zum einen leicht mystisch angehaucht (ohne tatsächlich in den esoterischen Bereich abzutauchen), zum anderen sehr unterhaltsam. Das Ermittlerteam um Grace ist sympathisch, harmoniert gut und es macht Freude, ihren Ermittlungen zu folgen. Gleichzeitig taucht man in die intrigante, verlogene Welt der Hellseher ein. den Ermittlerinnen stehen ein Journalist zur Seite, der seine eigenen Ziele hat und auch ein Verdächtiger weckt Zweifel in Grace. Und das weckt auch Zweifel beim Leser. Ein wirklich spannender Krimi, mit überraschenden Wendungen und der Gewissheit, dass vieles nicht so ist wie es scheint (und wie gesagt, auch wenn es um Hellseher geht, die reale Welt verlässt die Autorin nicht, was den Lesespaß aber durchaus erhöht). Zwar wirken Ermittler, die von schweren Schicksalsschlägen geprägt sind, inzwischen etwas überstrapaziert (genauso wie psychisch auffällige), doch hier ist Graces Verlust glaubhaft und fügt sich gut in die Geschichte ein. Zumal, dadurch einige Schockmomente auch beim Leser durchaus ihre Wirkung zeigen. Ein wirklich spannender Krimi, den man ungern auf die Seite legen möchte. Und das Ende ist dann auch absolut schlüssig.
Ein gelungener, unterhaltsamer und spannender Krimi, der mehr enthält als es der Titel vermuten lässt.

Das Buch gibt es übrigens nur hier

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