Montag, 18. Mai 2026

Ross Montgomery: Tee, Tod und die versiegelte Tür (Rezension)

Ein unmöglicher Mord und ein unvergessliches Ermittlerduo
Cornwall, 1910: Ein Komet über England wird die Menschheit auslöschen, da ist der Viscount von World’s End sicher. Er lädt seine engsten Vertrauten in sein abgelegenes Landhaus und lässt zum Schutz jede Tür, jedes Fenster versiegeln. Doch am nächsten Morgen ist ausgerechnet der Viscount tot, erschossen in einem von innen verriegelten Raum. Der Verdacht fällt sofort auf Stephen Pike, den neuen Diener. Ihm bleibt nur eine Möglichkeit: den wahren Mörder finden, bevor er verhaftet wird. Dabei erhält er unerwartet Hilfe von der Tante des Viscounts, der mürrischen, aber brillanten – und so gar nicht ladyliken – Miss Decima. Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt, denn der Mörder ist noch im Haus …

Die Ausgangssituation von TEE, TOD UND DIE VERSIEGELTE TÜR ist nicht neu, da nützt auch ein Komet nichts. Und das Jahr 1910 ... das sorgt zumindest für historisches Flair und man mag sich an DOWNTON ABBEY erinnert fühlen. Ein Mord in einem verschlossenen Raum, das ist für die Ermittler und die Leser eine Herausforderung, die hier höchst amüsant präsentiert wird. Ein ehemaliger Verbrecher (natürlich die erste Wahl, wenn man einen Verdächtigen sucht) und eine resolute Dame (die man lieber in den hintersten Teil des Anwesens, oder gleich auf den Friedhof befördern möchte) versuchen zusammen mit einem Hausmädchen den Mord zu klären, weil die Polizei unfähig ist. Und ja, die Polizei ist unfähig, aber sorgt dafür, dass man doch einige amüsante Szenen bekommt. Da werden Verdächtigungen und Motive konstruiert, die von unglaublich bis megapeinlich sind. Ross Montgomery ist ein köstlicher Krimispaß gelungen, mit interessanten Charakteren und einem interessanten Schauplatz. Und ein Verbrechen, dessen Aufklärung zum einen höchst amüsant, aber gegen Ende auch höchst spannend ist. Es wird viel geboten und ich muss gestehen, dass mich der Tod eines meiner Lieblingscharaktere doch etwas schockiert hat (wobei... am Ende war ich dann doch zufrieden gestellt ... auf etwas seltsame Art). Nun, witzige Dialoge (und Monologe); überraschende Ermittlungen ... ich bin gespannt wie es weiter geht.
Freunde von historischen Krimis, Landhauskrimis, Morden in verschlossenen Räumen und Humor, sie alle werden zufriedengestellt und werden auf ihre Kosten kommen.

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