Leo hat einen schönen neuen Namen: Jennifer. Woher sie ihren echten Namen kennt, weiß Jennifer selbst nicht. Aber sie ist sehr froh, eines Tages endlich mit ihm aufgewacht zu sein. Wie mit etwas, mit dem man besser atmen kann.
Nur die Erwachsenen kapieren es erst mal nicht. Die glauben tatsächlich immer noch, sie sollte weiterhin Leo sein, ein Bub. Ganz und gar nicht, finden der dicke Gabriel, Anne und Stella, weltbeste Freundinnen und treue Begleiterinnen beim Schuleschwänzen, Kleiderprobieren und Sichselbstfinden.
Achtung: Diese Geschichte spielt in Wien.
So beginnt ein herrlicher Spaß, der nicht nur für Kinder geeignet ist und auf unterhaltsame Weise ein sehr sensibles Thema anspricht. Verena Noll haucht der Geschichte sehr viel Leben und Wiener Schmäh ein und auch wenn einige Worte dem deutschen Zuhörer nicht unbedingt bekannt sind so vesteht man den Zusammenhang.
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Sonntag, 25. Juli 2021
Samstag, 24. Juli 2021
Anne Troja: Rheanne - An Bord der Adlerschwinge (Rezension)
Eigentlich hat die Ritterin Rheanne einen einfachen Auftrag: Sie soll ins ferne Land Genzabar reisen und dem dortigen Herrscher ein Geschenk überreichen. Doch an Bord der Adlerschwinge ereignet sich auf hoher See ein mysteriöser Todesfall. Ein Matrose ist ermordet worden, am Tatort findet sich schwarzes Blut. Rheanne beginnt zu ermitteln und findet ausgerechnet in dem attraktiven, aber geheimnisvollen blinden Passagier Cormac einen Verbündeten. Weitere brutale Morde geschehen, und Rheanne selbst gerät ins Visier des Täters. Längst ist ihr klar, dass der Mörder an Bord kein Mensch ist ...
Fantasykrimis gibt es selten, jedenfalls sind mir noch nicht so viele untergekommen. Deswegen hat mich dieses Buch schon sehr gereizt. Ich hatte einiges erwartet, aber ich sollte inzwischen auch gelernt haben, dass meine Erwartungen in den seltensten Fällen (aber doch hin und wieder) erfüllt werden. So leider auch in diesem Fall.
Der Schauplatz ist interessant und ungewöhnlich, nicht oft spielen Romane auf einem einzigen Schauplatz (in diesem Fall ein Schiff) und man hätte eine lustige Art Agatha Christie meets Fantasy erwarten können. Nur ... oder anders gesagt: Hercule Poirot wirkt nicht gerade sehr sympathisch, aber er hat eine Art, die ihn liebenswert macht. Von Miss Marple ganz zu schweigen, aber die ist ein anderes Kaliber. Ich will Rheanne nicht mit den beiden vergleichen und ich gebe zu, dass ich etwas vom Weg abgekommen bin, denn eigentlich wollte ich folgendes sagen: ich mag die Hauptperson überhaupt nicht. Sie ist mir zu überheblich, und doch verletzlich, zu männlich und doch zu sehr auf ihre Weiblichkeit bedacht und ein bisschen arrogant und sich selbst überschätzend ist sie auch. Und sexistisch ... Ich mag sie nicht ... und weil ich sie nicht mag ist es mir relativ egal, was sie macht und was mit ihr passiert. Also kein guter Einsteig in das Buch. Leider wird es nicht besser, daran ändert auch Cormac, den ich als interessanten und durchaus vielschichtigen Charakter betrachte (der seine Pluspunkte nur dadurch verliert, dass er mit Rheanne ... man mag sich denken können was passiert) und das Ende, das durchaus spannend ist und zeigt, dass An Bord der Adlerschwinge auch das Potential zum Pageburner hätte, wenn Rheanne nicht wäre.
"Mord im Orientexpress meets High Fantasy" ... was für eine Beleidigung für Agatha Christie. Es ist erstaunlich, dass so ein Werk bei einem renommierten Verlag erscheint, denn es wirkt zu unausgegoren.
Ein bisschen Fantasyblabla mit fremden Orten (eine Karte der Welt wäre auch hilfreich gewesen oder ein erklärendes Glossar, so waren die Ortsbezeichnungen nur nichtssagende Worte), ein paar Dämonen, ein uninteressantes Geheimnis und eine kleine Krimihandlung machen noch keinen Bestseller aus.
Ein Buch, das mehr verspricht und nichts hält und nachdem ich gesagt habe was es zu sagen gibt (und ich bereits bei meiner Abneigung gegen Rheanne hätte aufhören sollen) nur noch eins: Muss man nicht gelesen haben.
Fantasykrimis gibt es selten, jedenfalls sind mir noch nicht so viele untergekommen. Deswegen hat mich dieses Buch schon sehr gereizt. Ich hatte einiges erwartet, aber ich sollte inzwischen auch gelernt haben, dass meine Erwartungen in den seltensten Fällen (aber doch hin und wieder) erfüllt werden. So leider auch in diesem Fall.
Der Schauplatz ist interessant und ungewöhnlich, nicht oft spielen Romane auf einem einzigen Schauplatz (in diesem Fall ein Schiff) und man hätte eine lustige Art Agatha Christie meets Fantasy erwarten können. Nur ... oder anders gesagt: Hercule Poirot wirkt nicht gerade sehr sympathisch, aber er hat eine Art, die ihn liebenswert macht. Von Miss Marple ganz zu schweigen, aber die ist ein anderes Kaliber. Ich will Rheanne nicht mit den beiden vergleichen und ich gebe zu, dass ich etwas vom Weg abgekommen bin, denn eigentlich wollte ich folgendes sagen: ich mag die Hauptperson überhaupt nicht. Sie ist mir zu überheblich, und doch verletzlich, zu männlich und doch zu sehr auf ihre Weiblichkeit bedacht und ein bisschen arrogant und sich selbst überschätzend ist sie auch. Und sexistisch ... Ich mag sie nicht ... und weil ich sie nicht mag ist es mir relativ egal, was sie macht und was mit ihr passiert. Also kein guter Einsteig in das Buch. Leider wird es nicht besser, daran ändert auch Cormac, den ich als interessanten und durchaus vielschichtigen Charakter betrachte (der seine Pluspunkte nur dadurch verliert, dass er mit Rheanne ... man mag sich denken können was passiert) und das Ende, das durchaus spannend ist und zeigt, dass An Bord der Adlerschwinge auch das Potential zum Pageburner hätte, wenn Rheanne nicht wäre.
"Mord im Orientexpress meets High Fantasy" ... was für eine Beleidigung für Agatha Christie. Es ist erstaunlich, dass so ein Werk bei einem renommierten Verlag erscheint, denn es wirkt zu unausgegoren.
Ein bisschen Fantasyblabla mit fremden Orten (eine Karte der Welt wäre auch hilfreich gewesen oder ein erklärendes Glossar, so waren die Ortsbezeichnungen nur nichtssagende Worte), ein paar Dämonen, ein uninteressantes Geheimnis und eine kleine Krimihandlung machen noch keinen Bestseller aus.
Ein Buch, das mehr verspricht und nichts hält und nachdem ich gesagt habe was es zu sagen gibt (und ich bereits bei meiner Abneigung gegen Rheanne hätte aufhören sollen) nur noch eins: Muss man nicht gelesen haben.
Donnerstag, 22. Juli 2021
Till Martin: Die Phönix Initiative: Das Synonym der Zeit (Rezension)
Ein Asteroid von der Größe des Mondes rast auf die Erde zu. Doch selbst im 22. Jahrhundert fehlen der Menschheit die Mittel, ihn aufzuhalten. Eilig entwickelt die neu gegründete Phönix Initiative einen Plan zur Rettung des Planeten. Sechs Auserwählte sollen in der Zeit zurückreisen, um die Vergangenheit zu ändern und den technologischen Fortschritt zu beschleunigen. Eine von ihnen ist Mia, die in die Rolle der antiken Göttin Diana schlüpft. Gemeinsam mit ihren Mitstreitern muss sie die Herrschaft im Römischen Reich übernehmen. Hin und her gerissen zwischen dem notwendigen Streben nach Macht und ihren moralischen Grundsätzen kämpft Mia entschlossen für die Rettung der Erde. Doch sowohl in der Vergangenheit als auch in der Zukunft bedrohen Verrat und Sabotage die Mission ...
Ein interessantes Cover und ein Ankündigungstext der neugierig macht ... und dann natürlich das Zeitreise-Thema, das mir sehr gefällt und von Autor zu Autor immer wieder unterschiedlich interpretiert wird.
Ein interessantes Cover und ein Ankündigungstext der neugierig macht ... und dann natürlich das Zeitreise-Thema, das mir sehr gefällt und von Autor zu Autor immer wieder unterschiedlich interpretiert wird.
Dienstag, 20. Juli 2021
Valentina Morelli: Kloster, Mord und Dolce Vita 9 - Verrat im Vatikan! (Rezension)
Schwester Isabella wird in den Vatikan geladen. Eine Audienz beim Papst! Dort muss sie Schreckliches erfahren: Ihr Kloster soll geschlossen werden. Denn seit ein Informant die Presse mit Infos über Korruption im Vatikan versorgt, schaut der Heilige Stuhl genau hin. Und im sowieso schon unrentablen Convento von Santa Caterina wurden offenbar jahrelang Gelder veruntreut.
Bevor Isabella diese Nachricht verdauen kann, kommt schon der nächste Schock: Eine Haushälterin in Isabellas Gästehaus ist tödlich gestürzt. Und Isabella glaubt nicht an einen Unfall. Hat am Ende gar die schmutzige Wäsche des Heiligen Vaters etwas mit dem Todesfall zu tun?
Verrat im Vatikan ist im Großen und Ganzen so wie man es von den vorangegangenen Teilen der Serie erwartet. Locker flockig erzählt Chris Nonnast mit Leichtigkeit und einem Hauch von Dolce Vita (passend zum Serientitel) die "Abenteuer" von Schwester Isabella und ihren Freunden. Und doch ist der neunte Teil der Serie etwas anders. Denn... Schauplatz ist (wie der Titel schon verrät) der Vatikan und Santa Caterina spielt keine Rolle. Nachdem Carabiniere Matheo und der Bürgermeister in Stimmen für den Tod die Hauptrollen spielten sind es nun die Schwestern Isabella und Immaculata die im Alleingang den Vatikanstaat auf Trab bringen. Freunde von Matheo werden das Nachsehen haben, aber ich denke der Carabiniere darf sich auch mal eine kurze Auszeit gönnen.
Unterhaltsam wie immer und sehr entspannend. Ein Krimi für die Seele zum Nebenbeihören.
Ich habe den Eindruck, dass es immer länger dauert bis es zu einem Verbrechen kommt und das sich alles viel zu schnell aufklärt. Spannung lässt dieser Teil vermissen, aber ich höre den Problemen der Klosterschwestern auch so gerne zu ohne dass sie sich mit einem Mord auseinandersetzen müssen. Cosy Crime in Reinkultur sozusagen ...
Man muss die anderen Bände nicht kennen, Wissenslücken werden nebenbei aufgefüllt (aber viele gibt es nicht, da das Kloster und seine Bewohner keine Rolle spielen) , aber wer diese Art von Krimis mag, versäumt vielleicht einiges an Charme und natürlich Chris Nonnasts angenehme Stimme.
Ich bin nach wie vor ein Fan der Serie, allerdings weiß ich nicht, ob ich die Bücher, so kurz sie auch sein mögen, auch mit demselben Spaß lesen würde wie ich die Hörbücher höre.
Bevor Isabella diese Nachricht verdauen kann, kommt schon der nächste Schock: Eine Haushälterin in Isabellas Gästehaus ist tödlich gestürzt. Und Isabella glaubt nicht an einen Unfall. Hat am Ende gar die schmutzige Wäsche des Heiligen Vaters etwas mit dem Todesfall zu tun?
Verrat im Vatikan ist im Großen und Ganzen so wie man es von den vorangegangenen Teilen der Serie erwartet. Locker flockig erzählt Chris Nonnast mit Leichtigkeit und einem Hauch von Dolce Vita (passend zum Serientitel) die "Abenteuer" von Schwester Isabella und ihren Freunden. Und doch ist der neunte Teil der Serie etwas anders. Denn... Schauplatz ist (wie der Titel schon verrät) der Vatikan und Santa Caterina spielt keine Rolle. Nachdem Carabiniere Matheo und der Bürgermeister in Stimmen für den Tod die Hauptrollen spielten sind es nun die Schwestern Isabella und Immaculata die im Alleingang den Vatikanstaat auf Trab bringen. Freunde von Matheo werden das Nachsehen haben, aber ich denke der Carabiniere darf sich auch mal eine kurze Auszeit gönnen.
Unterhaltsam wie immer und sehr entspannend. Ein Krimi für die Seele zum Nebenbeihören.
Ich habe den Eindruck, dass es immer länger dauert bis es zu einem Verbrechen kommt und das sich alles viel zu schnell aufklärt. Spannung lässt dieser Teil vermissen, aber ich höre den Problemen der Klosterschwestern auch so gerne zu ohne dass sie sich mit einem Mord auseinandersetzen müssen. Cosy Crime in Reinkultur sozusagen ...
Man muss die anderen Bände nicht kennen, Wissenslücken werden nebenbei aufgefüllt (aber viele gibt es nicht, da das Kloster und seine Bewohner keine Rolle spielen) , aber wer diese Art von Krimis mag, versäumt vielleicht einiges an Charme und natürlich Chris Nonnasts angenehme Stimme.
Ich bin nach wie vor ein Fan der Serie, allerdings weiß ich nicht, ob ich die Bücher, so kurz sie auch sein mögen, auch mit demselben Spaß lesen würde wie ich die Hörbücher höre.
Montag, 19. Juli 2021
Scott Thomas: Kill Creek (Rezension)
Am Ende einer langen Straße mitten im ländlichen Kansas liegt einsam und verlassen das Finch House. Es ist berüchtigt, schließlich ereilte jeden seiner Bewohner einst ein grausames Schicksal. Könnte es eine bessere Kulisse geben, um die vier erfolgreichsten Horrorautoren der USA zu einem Interview zusammenzubringen und das ganze live im Internet zu streamen? Was als harmloser Publicity-Spaß beginnt, entwickelt sich schnell zum Albtraum für alle Beteiligten. Denn es kommen nicht nur die dunkelsten Geheimnisse der vier Schriftsteller ans Tageslicht, auch das Finch House selbst hütet ein dunkles Geheimnis. Aber anders als die vier Autoren möchte es dieses nicht für sich behalten. Und schon bald gibt es den ersten Todesfall ...
Kill Creek könnte man als klassischen Horrorroman bezeichnen und irgendwie auch typisch amerikanisch. Dem Schauplatz des Spukhauses wird nicht viel Neues hinzugefügt, aber das spielt keine Rolle, denn Freunde des klassischen Horrorromans (wie SHINING oder SPUK IN HILL HOUSE) werden auf ihre Kosten kommen. Es wird ne langweilig, auch wenn das Ende vorhersehbar ist. Aber bis dahin wird man gut unterhalten und bekommt das, was man erwarten kann: Typische Amerikaner (mit dem einen oder anderen Geheimnis), ein einsames Haus, das seinen eigenen Willen und merkwürdige Bewohner hat (oder hatte). Scott Thomas gelingt es, langsam eine immer größer werdende Spannung aufzubauen, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass er sich für den Anfang mehr Zeit gelassen hätte, vor allem beim ersten Aufenthalt der Protagonisten im Haus. Das letzte Drittel dagegen ist dann ein bisschen zu lang und ausführlich geraten. Der subtile Horror bleibt zu Gunsten von Action und fröhlichem Gemetzel auf der Strecke.
Aber kleine Schwächen darf jedes Buch haben (und die wenigsten haben keine) und für ein Debut ist es hervorragend gelungen.
Nicht wirklich neu, aber spannend umgesetzt.
Kill Creek könnte man als klassischen Horrorroman bezeichnen und irgendwie auch typisch amerikanisch. Dem Schauplatz des Spukhauses wird nicht viel Neues hinzugefügt, aber das spielt keine Rolle, denn Freunde des klassischen Horrorromans (wie SHINING oder SPUK IN HILL HOUSE) werden auf ihre Kosten kommen. Es wird ne langweilig, auch wenn das Ende vorhersehbar ist. Aber bis dahin wird man gut unterhalten und bekommt das, was man erwarten kann: Typische Amerikaner (mit dem einen oder anderen Geheimnis), ein einsames Haus, das seinen eigenen Willen und merkwürdige Bewohner hat (oder hatte). Scott Thomas gelingt es, langsam eine immer größer werdende Spannung aufzubauen, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass er sich für den Anfang mehr Zeit gelassen hätte, vor allem beim ersten Aufenthalt der Protagonisten im Haus. Das letzte Drittel dagegen ist dann ein bisschen zu lang und ausführlich geraten. Der subtile Horror bleibt zu Gunsten von Action und fröhlichem Gemetzel auf der Strecke.
Aber kleine Schwächen darf jedes Buch haben (und die wenigsten haben keine) und für ein Debut ist es hervorragend gelungen.
Nicht wirklich neu, aber spannend umgesetzt.
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