Wisting und der Atem der Angst ist der dritte Teil von Wistings Cold Cases, aber so kalt ist der Fall nicht, da er durch die Flucht des Täters an Aktualität gewinnt. Wisting muss den Täter und seinen Komplizen finden und muss dabei auch mit Schwierigkeiten aus seinem Umfeld kämpfen. An seiner Seite: Tochter Line mit Kamera.
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Samstag, 9. Januar 2021
Jørn Lier Horst:Wisting und der Atem der Angst (Rezension)
Ein Wanderer findet im Wald die menschlichen Überreste einer jungen Frau. Der Polizei ist schnell klar: Die Art und Weise, wie sie getötet wurde, entspricht dem typischen Vorgehen des Serienkillers Tom Kerr. Doch der kann es nicht gewesen sein, denn er sitzt seit mehreren Jahren im Gefängnis. Stimmen etwa die Gerüchte, dass er damals einen Komplizen hatte? Schon vor Jahren nannte die Presse diesen vermeintlichen Partner des Serienkillers „Der Andere“. Tom Kerr erklärt sich bereit, mit der Polizei zu kooperieren. Bei einer Tatortbegehung soll er wichtige Hinweise liefern. Doch dann passiert das Unfassbare: Dem Killer gelingt die Flucht. Wisting wird plötzlich zum Sündenbock und muss beide Täter dringend hinter Gitter bringen!
Freitag, 8. Januar 2021
Jörg Kleudgen & Uwe Vöhl: Stolzenstein (Rezension)
Als Gero Klueger das Haus seines Schriftstellerkollegen Wulf Loeve erbt, fährt er mit einer düsteren Vorahnung nach Stolzenstein. Loeves Geist scheint dort allgegenwärtig. Der frühere Freund hat ihm eine Reihe von Rätseln hinterlassen, die Klueger bald an die Grenzen seines Verstandes führen.
Stolzenstein ist der vierte Band der Schriften des Grauens und bisher der beste den ich gelesen habe, was allerdings auch nicht viel bedeutet ...
Interessant (aber nicht so ungewöhnlich) ist der Schauplatz: Deutschland. Aber die Autoren zeigen dass sich auch in Hessen atmosphärischer Horror á la Lovecraft aufbauen lässt. Und passend zu Lovecrafts Geschichten ist auch die Länge: zu lang für eine Kurzgeschichte, zu kurz für einen Roman.
Hinzu kommen auch zahlreiche Andeutungen, wie man sie auch aus den Geschichten des "Meisters" findet, allerdings haben die wenigsten einen Bezug zur Geschichte. das hätte man sich sparen können.
Im großen und Ganzen: Gut geschrieben, mit einem gewissen Maß an Lovecrafthorror, aber nicht so gut wie Lovecraft.
Besser als die Vorgänger der Schriften des Grauens, aber noch nicht unbedingt ein Highlight. Aber kurzweilige Unterhaltung für neblige Wintertage...
Zumindest erweist Stolzenstein eine gewisse Inspiration von Lovecraft, die man in den vorangegangenen Bänden vermissen musste.
Und man muss den Autoren zugute halten, dass es ihnen durchaus gelingt Neuengland-Horror auch in Deutschland zu verbreiten, auch wenn Stolzenstein zwar eine merkwürdige Stadt ist, aber natürlich kein deutsches Innsmouth.
Donnerstag, 7. Januar 2021
Amalia Zeichnerin: Post Mortem (Rezension)
London, 1878. Als die junge Sängerin Pauline Westray in einem Fotoatelier überraschend stirbt, stehen der Fotograf Clarence Fox und seine Ehefrau Mabel vor einem Rätsel – war die Praline, die sie kurz vor ihrem Tod aß, vergiftet? Während die Polizei keine Erklärung für den Tod finden kann und den Fall bald als natürlichen Tod zu den Akten legt, kann Mabel, die die junge Frau kannte, das nicht glauben. Mabel und Clarence beginnen, weitere Nachforschungen anzustellen. Schon bald stoßen sie auf mehr als nur einen Verdächtigen aus Miss Westrays Umfeld ...Ich lese viktorianische Krimis gerne und in letzter Zeit sehr oft. Aber manchmal werde ich hinsichtlich der Handlung doch enttäuscht und dann denke ich mir, dass ich es vielleicht doch lassen soll und etwas anderes lesen. Wenn dann nicht wieder ein Highlight kommt. Allerdings gehört Post Mortem nicht dazu.
Und wieder einmal das Problem mit der viktorianischen Zeit ...
Klassendenken und die verschiedenen Gesellschaftsschichten der damaligen Zeit, nehmen eine wichtige Rolle in diesem Buch ein. Am Anfang ist das noch amüsant, aber leider ändert sich im Laufe des Buchs nicht fiel, so dass die Spannung dem Klassendenken zum Opfer fällt.
Ganz nett zu lesen mit sympatischen Charakteren und wenn man das ganze nicht als Krimi sondern als Gesellschaftsbild auffassen will, sogar gut lesbar. Man fühlt sich schnell in die Zeit versetzt.
Aber als Krimi nicht wirklich empfehlenswert.
Mittwoch, 6. Januar 2021
Andreas Ackermann: Das Mysterium dunkler Träume (Rezension)
In seiner wahnwitzigen Abenteuergeschichte konfrontiert der Autor den Filmvorführer Maxemilian Meissner mit dem lovecraftschen Grauen. Vor der Kulisse eines monströsen Prag der Zukunft, in der Magie gleichwertig neben überlegener Technik existiert, inszeniert er einen spannenden Wettlauf um Leben und Tod.
Die dritte Veröffentlichung der Schriften des Grauens, diesmal aus deutscher Hand.
Horror meets SF, könnte man sagen ... ein durchwegs faszinierender Ansatz, der mich aber sowohl von der Handlung, als auch vom Schreibstil, der mir manchmal doch sehr nüchtern erschien, nicht gefallen hat.
Vielleicht war es der SF-Aspekt der mich gestört hat, denn Prag selber würde sich als Schauplatz für Lovecraftschen Horror gut eignen, aber die Zukunftsversion der Stadt hat mir nicht gefallen.
Das Cover dagegen ist sehr vielversprechend und die zahlreichen Hinweise auf Aspekte der modernen Popkultur machen das Buch zumindest zeitweise zu amüsantem Lesestoff.
Der Autor bemüht sich Lovecraftschen Horror zu verbreiten und das gelingt ihm teilweise, andere Autoren versagen bereits bei diesem Aspekt (obwohl sie sich auf Lovecraft bemühen), aber die Dichte, die ich in den Geschichten Lovecrafts finde vermisse ich. Andererseits habe ich selbst auch Probleme wenn Autoren Lovecraft in die Gegenwart versetzen (für mich ist der Autor und seine Geschichten ein Phänomen der Vergangenheit und ich selbst empfinde aus den Geschichten der Vergangenheit, selbst wenn sie von anderen Autoren geschrieben wurden, eine besondere Art von Schauer).
Das Mysterium dunkler Träume mag Horrorfans, die auch dem SF-Aspekt nicht abgeneigt sind (und ich weiß wie schwierig es ist, SF und Horror zu verbinden, das gelingt nicht immer) ansprechen.
Mir hat es nicht gefallen.
Allgemein muss ich zu den Schriften des Grauens sagen, dass mich die drei von mir bisher gelesenen Bände nicht überzeugen konnten. Die Cover sind vielversprechend, aber der Inhalt ... aber ich habe noch ein paar Bücher der Reihe vor mir, vielleicht gibt es ja doch noch das eine oder andere Highlight, das auch dem Erbe Lovecrafts gerecht wird.
Dienstag, 5. Januar 2021
Andreas Suchanek: Heliosphere 1 + 2 (Rezension)
Am 1. November 2265 übernimmt Captain Jayden Cross das Kommando über die Hyperion. Ausgerüstet mit einem neuartigen Antrieb und dem Besten an Offensiv- und Defensivtechnik, wird die Hyperion an den Brennpunkten der Solaren Union eingesetzt.
Bereits ihr erster Auftrag führt die Crew in ein gefährliches Abenteuer. Eine Bergungsmission entartet zur Katastrophe. Umringt von Feinden muss Captain Cross eine schwerwiegende Entscheidung treffen, die über Leben und Tod, Krieg oder Frieden in der Solaren Union entscheiden könnte ...
Bereits ihr erster Auftrag führt die Crew in ein gefährliches Abenteuer. Eine Bergungsmission entartet zur Katastrophe. Umringt von Feinden muss Captain Cross eine schwerwiegende Entscheidung treffen, die über Leben und Tod, Krieg oder Frieden in der Solaren Union entscheiden könnte ...
Andreas Suchanek einmal anders ... bisher kannte ich ihn nur als Fantasy /und Krimiautoren) aber er scheint vor keinem Genre zurückzuschrecken und hat sich mit der Heliosphere-Reihe auch an Science Fiction gewagt, genauer gesagt an eine Space Opera in epischer Breite. Aber ... mein Geschmack ist das nicht. Vielleicht muss ich aber auch meine Meinung zu SF überdenken, denn bisher war ich der Meinung, dass mir Space Operas ziemlich gefallen: Fremde Welten, Aliens, Raumschiffe ...
Aber das, was ich in letzter Zeit gelesen habe, hat mir nicht wirklich gefallen. Und die beiden Heliospheren-Bände, die ich gelesen habe, gehören leider dazu.
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