Freitag, 8. Januar 2021

Jörg Kleudgen & Uwe Vöhl: Stolzenstein (Rezension)

Als Gero Klueger das Haus seines Schriftstellerkollegen Wulf Loeve erbt, fährt er mit einer düsteren Vorahnung nach Stolzenstein. Loeves Geist scheint dort allgegenwärtig. Der frühere Freund hat ihm eine Reihe von Rätseln hinterlassen, die Klueger bald an die Grenzen seines Verstandes führen.
Stolzenstein ist der vierte Band der Schriften des Grauens und bisher der beste den ich gelesen habe, was allerdings auch nicht viel bedeutet ...
Interessant (aber nicht so ungewöhnlich) ist der Schauplatz: Deutschland. Aber die Autoren zeigen dass sich auch in Hessen atmosphärischer Horror á la Lovecraft aufbauen lässt. Und passend zu Lovecrafts Geschichten ist auch die Länge: zu lang für eine Kurzgeschichte, zu kurz für einen Roman. 
Hinzu kommen auch zahlreiche Andeutungen, wie man sie auch aus den Geschichten des "Meisters" findet, allerdings haben die wenigsten einen Bezug zur Geschichte. das hätte man sich sparen können.
Im großen und Ganzen: Gut geschrieben, mit einem gewissen Maß an Lovecrafthorror, aber nicht so gut wie Lovecraft. 
Besser als die Vorgänger der Schriften des Grauens, aber noch nicht unbedingt ein Highlight. Aber kurzweilige Unterhaltung für neblige Wintertage...
Zumindest erweist Stolzenstein eine gewisse Inspiration von Lovecraft, die man in den vorangegangenen Bänden vermissen musste. 
Und man muss den Autoren  zugute halten, dass es ihnen durchaus gelingt Neuengland-Horror auch in Deutschland zu verbreiten, auch wenn Stolzenstein zwar eine merkwürdige Stadt ist, aber natürlich kein deutsches Innsmouth. 

 

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