Samstag, 9. Januar 2021

Jørn Lier Horst:Wisting und der Atem der Angst (Rezension)

Ein Wanderer findet im Wald die menschlichen Überreste einer jungen Frau. Der Polizei ist schnell klar: Die Art und Weise, wie sie getötet wurde, entspricht dem typischen Vorgehen des Serienkillers Tom Kerr. Doch der kann es nicht gewesen sein, denn er sitzt seit mehreren Jahren im Gefängnis. Stimmen etwa die Gerüchte, dass er damals einen Komplizen hatte? Schon vor Jahren nannte die Presse diesen vermeintlichen Partner des Serienkillers „Der Andere“. Tom Kerr erklärt sich bereit, mit der Polizei zu kooperieren. Bei einer Tatortbegehung soll er wichtige Hinweise liefern. Doch dann passiert das Unfassbare: Dem Killer gelingt die Flucht. Wisting wird plötzlich zum Sündenbock und muss beide Täter dringend hinter Gitter bringen!
Wisting und der Atem der Angst ist der dritte Teil von Wistings Cold Cases, aber so kalt ist der Fall nicht, da er durch die Flucht des Täters an Aktualität gewinnt. Wisting muss den Täter und seinen Komplizen finden und muss dabei auch mit Schwierigkeiten aus seinem Umfeld kämpfen. An seiner Seite: Tochter Line mit Kamera.
Spannend bis zur letzten Seite, überraschend, manchmal (leider) auch vorhersehbar. Der Leser wird auf falsche Spuren gebracht. Manchmal (aber vielleicht notwendig) sind die Beschreibungen gewöhnungsbedürftig (und sehr unverblümt, nicht unbedingt für zarte Gemüter geeignet), aber die Charaktere sind authentisch und die Story gut durchdacht. 
Ich kenne den ersten Teil der Serie noch nicht, aber der Atem der Angst ist besser als Wisting und der fensterlose Raum was die Spannung anbelangt, gibt aber weniger Einblicke in die Ermittlungsarbeit was gut ist, weil man nicht ständig ähnliche Fälle lesen möchte).
Der Atem der Angst kann auch bedenkenlos gelesen werden ohne dass man die anderen Bände mit William Wisting kennen muss. 

Spannende skandinavische Krimikost ... mit Lust auf mehr.

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