Mittwoch, 28. Mai 2025

Derek Landy: Skulduggery Pleasant - Die Rückkehr der Toten Männer (Rezension)

Es herrscht Krieg! Doch diesmal stellen sich die Sanktuarien der Welt gegen das irische Sanktuarium. Denn Irland ist eine Wiege der Magie und das weckt Begehrlichkeiten. Und so kämpfen nun Zauberer gegen Zauberer in einem sinnlosen Bruderkrieg, während im Verborgenen Hexen und Warlocks nur darauf warten, die Zauberergemeinschaft an ihrer verwundbarsten Stelle zu treffen. Aber Irland hat eine Geheimwaffe – die Toten Männer. Jene unerschrockene Truppe von Helden um Skulduggery Pleasant, die schon gegen Mevolent gekämpft haben. Und mitten unter ihnen ein neues Mitglied: Walküre Unruh, Skulduggerys erwachsen gewordene Gefährtin. Niemand ahnt, dass Walküre selbst die größte Zerstörung bringen wird ...
DIE RÜCKKEHR DER TOTEN MÄNNER ist der 8. Teil der actiongeladenen höchst skurrilen UrbanFantasyReihe Skulduggery Pleasant. 

Dienstag, 27. Mai 2025

Walburga Hülk: Victor Hugo (Rezension)

Hunderttausende feierten am 26. Februar 1881 auf den Straßen von Paris den 79. Geburtstag einer Ikone, die Avenue d’Eylau, die bald in Avenue Victor Hugo umbenannt werden sollte, war erfüllt von den Rufen der Menge: »Vive Victor Hugo! Vive la République!« Wer so bejubelt wird, dessen Leben kann keineswegs nur eine Sache des Papiers sein.
Walburga Hülk erzählt einfühlsam und bildreich, elegant und mitreißend von Schicksal und Mythos des grand homme Victor Hugo als Intellektuellem, Schriftsteller und vielfach begabtem Künstler – und von seinen Visionen und Widersprüchen. Er liebte Pomp und Pathos, in seinen Büchern aber, allen voran Les Misérables, die zu Klassikern der Populärkultur wurden, erzählte Victor Hugo vom ganzen Leben.

Victor Hugo verfasste Gedichte sowie Romane und Dramen und betätigte sich als literarischer, aber auch politischer Publizist. Mehrfach war er als Angehöriger der Pairskammer Abgeordneter oder Senator und damit direkt politisch aktiv. Neben Molière, Voltaire oder Balzac gilt er vielen Franzosen als ihr größter Autor. 
Weltweit ist er durch Les Miserables und den Glöckner von Notre Dame bekannt geworden und geblieben. Zahlreiche Verfilmungen und Musicals rufen ihn immer wieder ins Gedächtnis und der Name Notre Dame ist auf ewig mit Victor Hugo verbunden. 
Man kann diesen großen Mann aber nicht auf diese beiden Werke beschränken und so bot mir diese Biografie nicht nur einen Überblick über das Schaffen des Autors, sondern auch über sein Leben und das liest sich fast schon selbst wie ein Roman. Schriftsteller, Politiker, Exilant, Frauenfreund und Helfer für Kinder in Not. Nie wird es langweilig und Literaturprofessorin Walburga Hülk schafft es, den Autor vor dem Augen der Leserschaft wirklich lebendig werden zu lassen. DAS ist gelebte Geschichte und erweitert nicht nur den Horizont des Lesers, sie macht auch Lust auf ein Buch von Hugo (oder eine entsprechende Verfilmung, ein Theaterstück, ein Musical, eine Oper ...).
Nominiert für den Deutschen Sachbuchpreis 2025. In meinen Augen zu Recht. 

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Der Deutsche Sachbuchpreis 2025 wird am 17. Juni verliehen. 

Montag, 26. Mai 2025

Valentina Morelli: Kloster, Mord und Dolce Vita - Ein tödliches Rennen (Hörbuch)(Rezension)

Matteo ist ganz in seinem Element: Santa Caterina wurde als Etappenziel der legendären Oldtimer-Rallye Mille Miglia auserkoren. Noch besser: Er darf in einem alten Alfa Romeo an der Rallye teilnehmen! Fehlt nur noch der Co-Pilot - Schwester Isabella erklärt sich schnell dazu bereit. Die Bestürzung ist groß, als während des Rennens einer der Fahrer ums Leben kommt. Allem Anschein nach war es technisches Versagen, doch Isabella und Matteo erkennen schnell, dass mehr dahinterstecken muss. Während der Rallye durch malerische Landschaften und toskanische Städte wie Florenz, Pisa und Montepulciano finden die beiden heraus, dass der Verunglückte ein verdeckter Ermittler war, der einer großen Oldtimer-Intrige auf die Spur gekommen war ...

Freitag, 23. Mai 2025

Bernhard Kegel: Mit Pflanzen die Welt retten (Rezension)

Die Erde heizt sich auf. Sie tut dies in beispielloser Geschwindigkeit. Nicht wenige verfallen als Folge in Fatalismus, doch es gibt Hoffnung: Ohne zu beschönigen, versammelt Bernhard Kegel alle technischen und biologischen Möglichkeiten, um diese katastrophale Entwicklung zu stoppen. Denn es wird nicht reichen, unseren Ausstoß an Treibhausgasen zu reduzieren oder sogar einzustellen. Wir können die schlimmsten Auswirkungen nur dann abwenden, wenn wir der Erdatmosphäre zusätzlich in großen Mengen CO2 entziehen und in irgendeiner Weise klimaunwirksam lagern.
Genau das leistet die Fotosynthese. Das Spektrum möglicher Maßnahmen ist groß und reicht von der Revitalisierung der Moore über die Optimierung der Fotosynthese von Nutzpflanzen und das Bauen mit Holz bis hin zum künstlichen Blatt als Wasserstoff- und Energielieferant. Licht und Fotosynthese haben höheres Leben möglich gemacht und geformt, jetzt könnten sie helfen, es vor einer seiner schwersten Krisen zu bewahren.

Donnerstag, 22. Mai 2025

Stephen King: Die Augen des Drachen (Rezension)

König Roland von Delain wird ermordet, und man bezichtigt Peter, seinen Sohn und erben, der Tat. Hinter dem Ränkespiel steckt der mächtige Hofzauberer Flagg. Der Kampf um den Thron beginnt …
Stephen King schrieb DIE AUGEN DES DRACHEN ursprünglich für seine Tochter Naomi und den Sohn von Peter Straub schrieb. Der Roman erschien erstmals im Jahre 1983 in einer limitierten Auflage von 1250 Stück. Erst 1987 veröffentlichte der Viking-Verlag den Roman nach Erwerb der Rechte. Die deutsche Übersetzung von Joachim Körber erschien ebenfalls 1987.
Die erste deutsche Ausgabe des Romans ist stark gekürzt. So wurden beispielsweise ganze Buchseiten nicht übersetzt. Im Februar 2011 erschien die erste deutsche Komplettübersetzung des Romans. Kings Tochter und Straubs Sohn sind Namensgeber für im Roman auftauchende Personen.
Stephen King goes Fantasy und es hat gut funktioniert. Ich habe als Jugendlicher das Buch geliebt und bin auch jetzt noch fasziniert. Ein klassischer Fantasyroman (auch wenn die Drachen nur Randerscheinungen sind und man kaum von Mehrzahl sprechen kann und Magie ist auch eher selten, LOWFantasy) für jedes Alter. Eine Geschichte über Verrat und Loyalität, gute Zutaten um gut zu unterhalten und spannend ist es auch. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und die Handlung mag nicht unbedingt innovativ sein, ist aber eher dem Zielpublikum angepasst (und dadurch eher untypisch für King ... also keine ordinäre Sprache oder Sex) und vielleicht dadurch gerade zeitlos. Man wird leicht in diese mittelalterliche Welt von Delain gezogen, braucht kein großes Hintergrundwissen und darf teilhaben an dieser emotionalen Geschichte.

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