»Menschen bummelten auf der Suche nach einem Platz durch die Straße oder standen an den Stehtischen, redeten und lachten und tranken Bier. Sie ahnten nicht, wie gefährlich ihnen die herannahende Dunkelheit werden könnte.«
Für die Jungmagierin Tessa wird es spannend: Sie arbeitet für eine Agentur, die gefährliche Geister und andere paranormale Wesen austreibt, und bekommt ihren ersten Auftrag zugeteilt. Dieser führt sie nach Düsseldorf, wo in einer Kunstgalerie seltsame Dinge vor sich gehen. Obwohl ihr Partner nicht erscheint und Tessa auf sich gestellt ist, geht zunächst alles gut. Doch dann stellt sich heraus, dass es sich nicht um einen einzelnen Geist handelt, sondern um eine ganze Flut paranormaler Wesen. Zum Glück findet Tessa Unterstützung in dem mysteriösen Ilham – aber kann sie ihm trauen?
RASTLOSE SEELEN klingt unterhaltsam und nach guter Unterhaltung. Vergleiche mit den Ghostbustern und C. K. McDonnell werden gezogen, aber was man davon zu halten hat weiß man ja ... und manchmal ist das mit Vorsicht zu genießen. Gut, ich gebe zu, dass der Vergleich mit Ghostbusters schon etwas zutrifft. Es werden Geister gejagt ... aber so ganz unfähig oder chaotisch wie die GBs sind Tessa und Ilham nicht. Mit C. K. McDonnell würde ich Ulrike Hanna aber nicht vergleichen, da liegen Welten dazwischen, aber oft sind es auch Geschmäcker (oder Marketingstrategien) welche Vergleiche wie diesen zustande bringen.
Ganz überzeugt hat mich die Geschichte nicht. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und scheint nicht so ganz in die moderne Zeit zu passen, was man teilweise auch von den Protagonisten behaupten kann. Andererseits wird dadurch auch ein gewisser Charme versprüht, der die Geschichte unterhaltsam macht, auch wenn die Handlung nicht zu Begeisterungsstürmen führt. Geradlinig mit wenigen wirklichen Überraschungen werden Charaktere und Leser durch die Geisterjagd geführt und auch wenn ich Potential für eine interessante Serie sehe ... die Begeisterung hält sich in Grenzen. Immerhin: Kurzweilig erscheint die Geschichte und ich werde versuchen der Reihe zu folgen, wer weiß wie es sich noch entwickelt.
Für einen Anfang ganz okay, aber nichts herausragendes. Aber ... das Potential für große Unterhaltung ist gegeben und vielleicht hinkt dann der Vergleich zu C. K. McDonnell nicht mehr.
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Freitag, 22. Dezember 2023
Donnerstag, 21. Dezember 2023
Nicholas Blake: Das Geheimnis der Silvesternacht (Rezension)
»Frohes neues Jahr und eine gute Jagd«
Der legendäre Privatdetektiv Nigel Strangeways verbringt die Silvesternacht in einem stattlichen Herrenhaus aus dem achtzehnten Jahrhundert im ländlichen England. Doch während überall im Land die Menschen das neue Jahr einläuten, läuft ihm die Zeit davon – denn das Leben eines Kindes steht auf dem Spiel.
Nigel Strangeways reist auf Bitte der britischen Regierung über die Weihnachtsferien ins verschneite Südengland, um den Professor Alfred Wragby und seine Familie zu schützen. Dem Physiker ist ein bedeutender wissenschaftlicher Durchbruch gelungen, und jemand ist hinter diesem streng geheimen Wissen her. Als Wragbys achtjährige Tochter Lucy auf ihrem morgendlichen Weg vom Gästehaus zum Briefkasten von russischen Agenten entführt wird, die den Professor erpressen wollen, findet sich Nigel in einem Wettlauf gegen die Zeit wieder, um das Mädchen zu finden und eine Tragödie zu verhindern.
DAS GEHEIMNIS DER SILVESTERNACHT ist der zweite Roman, den ich von Nicholas Blake mit Nigel Strangeways gelesen habe. DAS GEHEIMNIS DES SCHNEEMANNS war noch sehr amüsant und auch wenn ich gerne weitere Bücher des Autors (wobei Nicholas Blake nur das Pseudonym des Autors Cecil Day-Lewis ist) gelesen hätte, hat sich das bis jetzt nicht ergeben. Es wird kalt und der Krimifreund wird verleitet sich mit diesem Buch in die warme Wohnung zu verziehen und ein paar amüsante Lesestunden zu erleben. Aber so ganz wurde ich mit dem Buch nicht warm. Die Charaktere sind interessant mit durchaus unterhaltsamen Macken, das Szenario wird gut genutzt, aber ... die Handlung an sich war nicht ganz überzeugend, beziehungsweise nett und vorhersehbar. Der amüsante Teil waren die Gespräche der Herrenhausbewohner bzw. -gäste. Die Entführung und das was danach passierte, einschließlich dem Entführungsende war ... sehr sehr cosy, bzw. nicht spannend. Man hat es halt gelesen. Irgendwie schade.
Der legendäre Privatdetektiv Nigel Strangeways verbringt die Silvesternacht in einem stattlichen Herrenhaus aus dem achtzehnten Jahrhundert im ländlichen England. Doch während überall im Land die Menschen das neue Jahr einläuten, läuft ihm die Zeit davon – denn das Leben eines Kindes steht auf dem Spiel.
Nigel Strangeways reist auf Bitte der britischen Regierung über die Weihnachtsferien ins verschneite Südengland, um den Professor Alfred Wragby und seine Familie zu schützen. Dem Physiker ist ein bedeutender wissenschaftlicher Durchbruch gelungen, und jemand ist hinter diesem streng geheimen Wissen her. Als Wragbys achtjährige Tochter Lucy auf ihrem morgendlichen Weg vom Gästehaus zum Briefkasten von russischen Agenten entführt wird, die den Professor erpressen wollen, findet sich Nigel in einem Wettlauf gegen die Zeit wieder, um das Mädchen zu finden und eine Tragödie zu verhindern.
DAS GEHEIMNIS DER SILVESTERNACHT ist der zweite Roman, den ich von Nicholas Blake mit Nigel Strangeways gelesen habe. DAS GEHEIMNIS DES SCHNEEMANNS war noch sehr amüsant und auch wenn ich gerne weitere Bücher des Autors (wobei Nicholas Blake nur das Pseudonym des Autors Cecil Day-Lewis ist) gelesen hätte, hat sich das bis jetzt nicht ergeben. Es wird kalt und der Krimifreund wird verleitet sich mit diesem Buch in die warme Wohnung zu verziehen und ein paar amüsante Lesestunden zu erleben. Aber so ganz wurde ich mit dem Buch nicht warm. Die Charaktere sind interessant mit durchaus unterhaltsamen Macken, das Szenario wird gut genutzt, aber ... die Handlung an sich war nicht ganz überzeugend, beziehungsweise nett und vorhersehbar. Der amüsante Teil waren die Gespräche der Herrenhausbewohner bzw. -gäste. Die Entführung und das was danach passierte, einschließlich dem Entführungsende war ... sehr sehr cosy, bzw. nicht spannend. Man hat es halt gelesen. Irgendwie schade.
Mittwoch, 20. Dezember 2023
Jim Butcher: Weiße Nächte (Rezension)
Mein Name ist Harry Blackstone Copperfield Dresden, und ich bin der mächtigste Magier Chicagos. Als solcher sehe ich es als meine Pflicht an, schwächere magische Talente zu beschützen. Besonders als irgendjemand – oder etwas – anfing, Jagd auf sie zu machen. Irgendwie war der Weiße Hof der Vampire in diesen Fall verstrickt. Aber warum sollten Gefühlssauger, die sich von Sex ernähren, Menschen ermorden? Wie wenig ich doch wusste …
WEISSE NÄCHTE, der neunte Teil der dunklen Fälle des Harry Dresden, ist vielleicht nicht einer der besten Romane der Reihe, aber schlecht ist er nicht. Im Großen und Ganzen bekommt der Fan/Leser das was er zu erwarten hat: Actionreiche, humorvolle und spannende Urban Fantasy. Allerdings hat sich der Anfang etwas gezogen und es dauerte bis die Handlung an Fahrt zunahm. Aber dann ... wird man mit einem unterhaltsamen Gemetzel belohnt in dem sich Harry und Murphy unter Vampire (des Weißen Hofs) und Ghule werfen dürfen. Andere bekannte Personen der Harry Dresden Romane spielen ebenfalls eine Rolle und ich gebe zu, dass das Ende doch sehr überraschend war. Wenn man sich den Klappentext anschaut, kann man auch nicht wirklich viel erwarten, jedenfalls ging mir das so, und so kann ich zumindest sagen, dass der Autor doch mit einem unterhaltsamen Roman aufwarten konnte. Nicht einer der Besten, wie gesagt, aber ... weit davon entfernt misslungen zu sein. Und natürlich muss man die Vorgänger kennen sonst ist man in dem ganzen Chaos ganz auf sich allein gestellt, denn Harry Dresden ist Chaos, anders kann man es nicht beschreiben. Aber bisher sind die neun bisher von mir gelesenen Teile sehr kreativ, wenn auch etwas blutrünstig, aber irgendwie verspüre ich nach wie vor die Lust weiter zu lesen.
Leider ist die Qualität der Bücher mehr oder weniger gleich, so dass ich eigentlich immer nur widerkäuen kann, was ich sonst auch sage. Aber ich kann zufrieden damit sein, denn der Unterhaltungswert ist nach wie vor hoch, auch wenn dieser Band schwächer anfängt und man erst einmal eine kleine Durststrecke zurücklegen muss, bevor es wirklich zur Sache geht ...
Und am Ende wird man mit einer höchst unerwarteten, höchst amüsanten Szene belohnt (und das wirft ein ganz anderes Bild auf die Vampire des Weißen Hofs) ...
WEISSE NÄCHTE, der neunte Teil der dunklen Fälle des Harry Dresden, ist vielleicht nicht einer der besten Romane der Reihe, aber schlecht ist er nicht. Im Großen und Ganzen bekommt der Fan/Leser das was er zu erwarten hat: Actionreiche, humorvolle und spannende Urban Fantasy. Allerdings hat sich der Anfang etwas gezogen und es dauerte bis die Handlung an Fahrt zunahm. Aber dann ... wird man mit einem unterhaltsamen Gemetzel belohnt in dem sich Harry und Murphy unter Vampire (des Weißen Hofs) und Ghule werfen dürfen. Andere bekannte Personen der Harry Dresden Romane spielen ebenfalls eine Rolle und ich gebe zu, dass das Ende doch sehr überraschend war. Wenn man sich den Klappentext anschaut, kann man auch nicht wirklich viel erwarten, jedenfalls ging mir das so, und so kann ich zumindest sagen, dass der Autor doch mit einem unterhaltsamen Roman aufwarten konnte. Nicht einer der Besten, wie gesagt, aber ... weit davon entfernt misslungen zu sein. Und natürlich muss man die Vorgänger kennen sonst ist man in dem ganzen Chaos ganz auf sich allein gestellt, denn Harry Dresden ist Chaos, anders kann man es nicht beschreiben. Aber bisher sind die neun bisher von mir gelesenen Teile sehr kreativ, wenn auch etwas blutrünstig, aber irgendwie verspüre ich nach wie vor die Lust weiter zu lesen.
Leider ist die Qualität der Bücher mehr oder weniger gleich, so dass ich eigentlich immer nur widerkäuen kann, was ich sonst auch sage. Aber ich kann zufrieden damit sein, denn der Unterhaltungswert ist nach wie vor hoch, auch wenn dieser Band schwächer anfängt und man erst einmal eine kleine Durststrecke zurücklegen muss, bevor es wirklich zur Sache geht ...
Und am Ende wird man mit einer höchst unerwarteten, höchst amüsanten Szene belohnt (und das wirft ein ganz anderes Bild auf die Vampire des Weißen Hofs) ...
Dienstag, 19. Dezember 2023
Natasha Pulley: Die verlorene Zukunft der Pepperharrow (Rezension)
»Hellseher haben eine besondere Begabung im Umgang mit der Zeit ― daher war es mehr als plausibel, dass Keita Mori ausgerechnet als Uhrmacher tätig war.« Leserinnen und Leser werden in »Die verlorene Zukunft von Pepperharrow« ins Japan der 1880er Jahre entführt, wo der Nationalismus auf dem Vormarsch ist und Geister durch die Straßen streifen.
Fünf Jahre, nachdem sich Thaniel Steepleton und Keita Mori in London kennengelernt haben, reisen sie, ein unscheinbarer Übersetzer, und ein Uhrmacher, der sich an die Zukunft erinnert, nach Japan, denn in Tokio gehen seltsame Dinge vor sich. Während Krieg mit Russland droht, tritt das Personal der britischen Gesandtschaft in den Streik, weil in ihrem Gebäude Geister ihr Unwesen treiben. Thaniel soll herausfinden, was hinter dem Spuk steckt. Doch dann beginnt er selbst, Geister zu sehen. Mori fürchtet sich, will – oder kann – die Gründe dafür aber nicht nennen. Und dann verschwindet er spurlos. Thaniel ist überzeugt, dass die magischen Dinge, die im ganzen Land vorgehen, etwas mit Moris Verschwinden zu tun haben - und dass Mori in großer Gefahr ist. So wird er mit der erschreckenden Offenbarung konfrontiert, dass die Zeit des Uhrmachers abgelaufen sein könnte.
Fünf Jahre, nachdem sich Thaniel Steepleton und Keita Mori in London kennengelernt haben, reisen sie, ein unscheinbarer Übersetzer, und ein Uhrmacher, der sich an die Zukunft erinnert, nach Japan, denn in Tokio gehen seltsame Dinge vor sich. Während Krieg mit Russland droht, tritt das Personal der britischen Gesandtschaft in den Streik, weil in ihrem Gebäude Geister ihr Unwesen treiben. Thaniel soll herausfinden, was hinter dem Spuk steckt. Doch dann beginnt er selbst, Geister zu sehen. Mori fürchtet sich, will – oder kann – die Gründe dafür aber nicht nennen. Und dann verschwindet er spurlos. Thaniel ist überzeugt, dass die magischen Dinge, die im ganzen Land vorgehen, etwas mit Moris Verschwinden zu tun haben - und dass Mori in großer Gefahr ist. So wird er mit der erschreckenden Offenbarung konfrontiert, dass die Zeit des Uhrmachers abgelaufen sein könnte.
Montag, 18. Dezember 2023
Helena Marchmont: Falsche Wahrheiten (Rezension)
Große Aufregung in Bunburry - denn das Dorf feiert sein 500-jähriges Bestehen! Die Vorbereitungen für die Party halten die Bewohner ziemlich auf Trab, und auch der Selfmade-Millionär und Hobbydetektiv Alfie McAlister ist aufgeregt, schließlich soll er dort eine Rede vor großem Publikum halten. Doch dann geschieht etwas vollkommen Unerwartetes: Das Denkmal zu Ehren des ersten Bürgermeisters, welches an diesem Tag enthüllt werden soll, ist verschwunden! Und nicht nur das: Auch die Postbotin Dorothy ist wie vom Erdboden verschluckt. Da geht doch irgendwas nicht mit rechten Dingen zu...
Falsche Wahrheiten ist der 16. Fall des Bunburry-Trios (oder der Serie "EIN IDYLL ZUM STERBEN") und nachdem ich bisher alle erschienen Teile gelesen habe kann ich nur sagen: Der Leser bekommt was er erwartet. Sympathische, leicht skurrile Charaktere, ein Dorf zum Liebhaben, an den Haaren herbeigezogene Situationen und eine liebenswerte, aber irgendwie belanglose, wenn auch unterhaltsame Krimihandlung. Vielleicht läuft alles etwas zu geradlinig ab und vielleicht ist das Thema Sklaverei etwas ungeeignet für einen Cosykrimi, zumal sie nur am Rande erwähnt wird und fast schon untergeht im ganzen restlichen Drumherum wenn sich Polizisten schlagen, Statuen vertauscht, Bücher verschwinden und Postbotinnen entführt werden. Es ist viel los in Bunburry, aber hin und wieder schadet so eine süße Belanglosigkeit nicht und wer des unblutig und kurz mag: Auf nach Bunburry (zumindest literarisch)
Falsche Wahrheiten ist der 16. Fall des Bunburry-Trios (oder der Serie "EIN IDYLL ZUM STERBEN") und nachdem ich bisher alle erschienen Teile gelesen habe kann ich nur sagen: Der Leser bekommt was er erwartet. Sympathische, leicht skurrile Charaktere, ein Dorf zum Liebhaben, an den Haaren herbeigezogene Situationen und eine liebenswerte, aber irgendwie belanglose, wenn auch unterhaltsame Krimihandlung. Vielleicht läuft alles etwas zu geradlinig ab und vielleicht ist das Thema Sklaverei etwas ungeeignet für einen Cosykrimi, zumal sie nur am Rande erwähnt wird und fast schon untergeht im ganzen restlichen Drumherum wenn sich Polizisten schlagen, Statuen vertauscht, Bücher verschwinden und Postbotinnen entführt werden. Es ist viel los in Bunburry, aber hin und wieder schadet so eine süße Belanglosigkeit nicht und wer des unblutig und kurz mag: Auf nach Bunburry (zumindest literarisch)
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