Samstag, 15. April 2023

Cecilia Sahlström: In eigenen Händen (Rezension)

Es ist Herbst in der schwedischen Universitätsstadt Lund. Während die Apfelbäume Früchte tragen und die Astern und Ringelblumen blühen, wird in einer Schrebergartensiedlung ein Mann grausam ermordet. Angeblich war der Tote bei allen beliebt – ein engagierter Sozialarbeiter und echter Musterbürger. Doch Kommissarin Sara Vallén ist skeptisch. Warum musste er sterben? Je tiefer Sara und ihre Kollegen in die Vergangenheit des Toten eintauchen, desto mehr düstere Geheimnisse kommen ans Licht. Gleichzeitig hat Sara mit eigenen Problemen zu kämpfen. Der Prozess gegen ihren brutalen Ex-Partner zehrt an ihr und reißt alte Wunden auf.
IN EIGENEN HÄNDEN ist nach WEISSER FLIEDER der zweite Fall für Sara Vallén. Und im großen und ganzen kann ich wiederkäuen, was ich bereits zum Vorgänger geschrieben habe, denn alles ist so wie es dort ist. Und das ist leider nicht unbedingt als positiv zu betrachten.
Das Buch weist vorwiegend kurze Kapitel auf, oft zu kurz, dass man leicht überfordert wird. Zudem ergießt sich die Autorin in zahlreiche Nebensächlichkeiten, die von der eigentlichen Handlung ablenken und dafür sorgen, dass es an Spannung fehlt, zumal sich IN EIGENEN HÄNDEN scheinbar diesen NEBENHANDLUNGEN mehr Platz einräumt als dem eigentlichen kriminalfall. Das mag bei Cosy Krimis nicht stören, wenn das Umfeld funktioniert, dann mag auch die banalste Nebensächlichkeit noch erheitern (und Cosy Krimis dieser Art gibt es in Mengen...), aber hier ist es störend zumal die Protagonisten auch nicht als sympathisch zu bezeichnen sind.
Man hat wieder das Gefühl dass Cecilia Sahlström zu viel in ihren Krimi pressen möchte, was allerdings mehr schadet als nützt und viel weniger wäre mehr gewesen.
Aber so ... kein Krimi, den man lesen muss und ich denke dass ich auch keine weiteren Teile, sollte es welche geben, lesen muss. Immerhin sind Vorkenntnisse aus Teil eins nicht nötig, allerdings ist es hilfreich um Teil zwei zu lesen wenn man Teil eins bereits kennt, da manche Storyline hier ein vorläufiges Ende findet. Aber ... empfehlen würde ich das Lesen der Krimis nicht.

Freitag, 14. April 2023

Catherine R. Striker: Die verlorene Erinnerung (Hörbuch)(Rezension)

Als Spross einer vermögenden Familie von Zauberern ist der junge James Gremory in jeder Hinsicht privilegiert. Mit seinen Eltern bewohnt er ein großes Herrenhaus und wird in Kürze die wunderschöne Elisabeth heiraten. Die Sorgen und Nöte anderer sind dem Einzelgänger fremd. Anlässlich der Verlobungsfeier seines Sohnes bereitet James' Vater eine besondere Darbietung vor, doch dabei geschieht etwas Unvorhergesehenes: Durch einen missglückten Zeitzauber reist James zehn Jahre in die Vergangenheit. Dort begegnet er nicht nur seinem jüngeren Ich, sondern sieht sich auch mit Personen und Geschehnissen konfrontiert, an die er sich nicht erinnern kann. Während James verbissen an einem Rückreisezauber arbeitet, droht sein Blick in die Vergangenheit seine gesamte Zukunft in Frage zu stellen. Welche Konsequenzen wird sein Erscheinen in der Vergangenheit für alle Beteiligten haben?
Hmmmm .... Zeitreisen .... Eigentlich ein interessantes Thema und oft unterhaltsam und wendungsreich umgesetzt. Und Zeitreisen eignen sich gut für vielerlei Genres. Und ich lese Bücher dieser Art sehr gerne. Auch auf DIE VERLORENE ERINNERUNG war ich gespannt, wobei eher der ZEITREISE-Aspekt interessant war als das drumherum. Aber es hätte ja interessant werden können.
Aber ich kann es kurz machen: Die Geschichte nutzt interessantes Potential nicht aus, am Ende bleiben mehr Fragen offen und überzeugen kann die Handlung nicht. Sie plätschert etwas uninspiriert vor sich hin und geht scheinbar jedem Konflikt aus dem Weg und selbst wenn man Spannung erwarten kann bleibt diese aus. Eigentlich schade, denn es wäre viel Potential vorhanden gewesen. Aber vielleicht ist sie auch zu kurz für gewisse Tiefe. Passend zur langweiligen Handlung sind die oberflächlichen Charaktere, zu denen mir der Zugang komplett fehlte und mir auch ihre Gefühlswelt, die bei einer Liebesgeschichte ja wichtig sein sollte, fremd blieb.
Leider wurde für die Vertonung auch kein geeigneter Sprecher gewählt. Béla Emanuel Bufe liest die Geschichte einfach nur ab, es fehlt die besondere Betonung um die Charaktere auseinander zu halten, so dass ich nicht wirklich sagen kann ob es am Sprecher oder an der Handlung lag, warum mich das Buch nicht fesseln konnte.
Es gibt bessere ZEITREISE-Geschichten ... diese kann ich nicht empfehlen... höchstens vielleicht als Einschlafhilfe.

Donnerstag, 6. April 2023

Andrea Penrose: Mord in den Royal Botanic Gardens (Rezension)

Der Vorteil, wenn man im Strudel von Kleideranproben und Hochzeitsvorbereitungen gefangen ist: Charlotte Sloane hat kaum Zeit für irgendwelche Bedenken. Ihre Liebe zu Wrexford steht außer Frage, aber wird es ihr als Ehefrau – und als Gräfin – schwer fallen, ihre Unabhängigkeit zu wahren? Ganz zu schweigen von ihrer geheimen Identität als berühmte Satirikerin A.J. Quill. Als bei einem Symposium in den Royal Botanic Gardens ein Botaniker zusammenbricht, haben Sloane und Wrexford jedoch ganz andere Sorgen. Denn die Spuren von weißem Pulver in der Nähe des Mundes offenbaren die dunkle Wahrheit – der Botaniker wurde ermordet. Sloane und Wrexford werden in die Ermittlungen hineingezogen und erfahren, dass das Opfer an einer bedeutenden medizinischen Entdeckung beteiligt war. Da neben Ruhm auch ein gewisses Vermögen auf dem Spiel steht, mangelt es nicht an Verdächtigen. Doch weder Charlotte noch ihr zukünftiger Ehemann ahnen, wie nah die Gefahr ist – oder wie weit der Mörder bereit ist zu gehen …

Mittwoch, 5. April 2023

Julian Kappler: Die Steine der Götter 1 - Götterpfade (Rezension)

»Die Steine der Götter«
In diesem fesselnd geschriebenen Fantasy-Epos müssen sich der junge Krieger Gero und seine Gefährten mit Schwert und Magie gegen allerlei Gefahren behaupten: hinterhältige Schwarzmagier, blutrünstige Orks, Dämonen, finstere Verschwörungen und sogar leibhaftige Drachen.
»Götterpfade«
In einer Taverne im rauen Norden des Kaiserreichs der Menschen lernt Gero bei einer Schlägerei neben dem Magier Derio auch die bildschöne Kriegerin Esme kennen.
Ehe die Drei sich versehen, befinden sie sich auf einer rasanten, abenteuerlichen Mission, um die sogenannten Steine der Götter zu bergen. Allerdings ist noch jemand anders hinter diesen mysteriösen Artefakten her. So hilft den drei Gefährten nur Vertrauen zu den zehn Göttern und die Hoffnung, dass das Gute schneller sein möge als die Mächte des Bösen.Werden Geros Mut und Optimismus, Derios Weisheit oder gar Esmes Göttervertrauen der Schlüssel zum Sieg über die Diener des dunklen Gottes S'zaroz sein?
Von der geheimnisvollen dritten Macht, die beginnt, ihre Fäden im Hintergrund zu ziehen, ahnen die Drei noch nichts. So entfaltet sich langsam und zunächst unbemerkt ein komplexes Netz der Intrigen. Genauso wenig wissen die drei Gefährten etwas über die uralte Prophezeiung, in der sie eine zentrale Rolle spielen ...

Dienstag, 4. April 2023

Emily Hawkins: Atlas der verborgenen Welten (Rezension )

Ein Reiseführer zu magischen Orten
Dieser Atlas lässt legendäre Königreiche und mysteriöse Trauminseln, sagenumwobene Goldstädte und uralte versunkene Länder lebendig werden. Camelot, Troja, Atlantis, El Dorado und viele andere geheimnisvolle Plätze sind hier zu finden.
Rund um die Welt: Nach Kontinenten gegliedert werden hier die legendärsten Orte rund um den Erdball vorgestellt.
Zauberhaft illustriert: Das hochwertige Sachbuch ist wunderschön bebildert und entführt in geheimnisvolle Welten
Fakt oder Fiktion: Was steckt hinter den Legenden und Geschichten? Hier werden die Hintergründe beleuchtet und eingeordnet.
Ein schönes Geschenk: Zum Geburtstag, zu besonderen Anlässen oder auch für zwischendurch, für Kinder ab 10 Jahren, aber auch für Erwachsene. Sagenhafte Orte und ihre Geschichte
Ob Afrika, Asien, Amerika oder Europa jeder Kontinent hat seine eigenen mythischen Stätten und damit verbundenen Legenden, die hier wunderschön aufbereitet vorgestellt werden. Ein fantastisches Schmökerbuch für alle Fans von Mythen und Märchen ab 10 Jahren.