Dienstag, 14. April 2026

Rebekah Stoke: Das Insekt (Rezension)

Die Bestsellerautorin Sarah Thompson besteht auf den Kauf der alten, einsam gelegenen Kennedy-Farm bei Brooke Mine in Louisiana, was niemand, am allerwenigsten ihr Mann Matthew, verstehen kann. Den Grund will sie ihm nicht nennen, auch den nicht, warum sie sich verfolgt fühlt, warum sie in der Dunkelheit nicht schlafen kann und warum sie die geplante Einweihungsfeier plötzlich wieder absagt und stattdessen die Fenster ihres Hauses vernagelt. Auch im Leben ihrer engsten Familienangehörigen geschehen Dinge, die Sarah – wenn sie es wollte – erklären könnte. Doch Sarah schweigt. Sie schweigt selbst dann noch, als sie einen anonymen Brief erhält, in dem sich nichts weiter befindet als eine tote Libelle. Sie weiß, was der Absender ihr damit sagen will: Ich bin zurück und ich möchte spielen!
DAS INSEKT ist der Debüt-Roman von Rebekah Stoke, von der ich schon ein paar Bücher gelesen habe. Aber DAS INSEKT ist anders, als das mir bisher bekannte (IM TIEFEN DUNKLEN WALD, DAS SPIELHAUS) der Autorin. Schonungslos brutal, definitiv nichts für schwache Nerven. Schon der Anfang ist heftig. Danach geht es fast schon gemütlich zu, wenn die Autorin ihre Protagonisten einführt. Lange wird der Leser über die Ereignisse im Hintergrund, beziehungsweise die Verbindung der Charaktere im Dunklen gelassen, aber danach ... würde man sich wünschen wieder ahnungslos zu sein und zurück zur scheinbaren Idylle kehren zu können. Die Charaktere sind größtenteils glaubwürdig (nur bei Boe habe ich manchmal Schwierigkeiten seine Beweggründe zu verstehen), und es ist interessant zu sehen wie sich die Sympathien des Lesers ändern, je mehr er über die Vergangenheit erfährt. Stoke wechselt die Blickwinkel und Zeiten sehr oft, dass man manchmal etwas überfordert scheint, obwohl die Geschichte an sich sehr geradlinig und leicht zu folgen ist. Leichte Schwächen kann man aber verzeihen, wenn man sich auf die Geschichte einlässt wird man mit heftigem Popcorn-Kino belohnt. Brutal und Blutig, und wer Ekel vor Insekten empfindet wird noch einmal gestraft. Wenn man sich aber von grausamen Beschreibungen nicht abschrecken lässt, wird man gut unterhalten.

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