Die ersten Abenteuer des Meisterdiebs Arsene Lupin erschienen 1905 als Fortsetzungsroman, bilden aber eigentlich mehrere Kurzgeschichten, die auch unabhängig voneinander gelesen werden können. 1908 erschien der erste Roman ARSENE LUPIN GEGEN HERLOCK SHOLMES. Das Buch wurde mehrmals ins deutsche übersetzt, teilweise unter verschiedenen Titeln:
Der blaue Diamant. Schreiter, Berlin 1923
Die Judenlampe. Singer, Leipzig 1924
Die blonde Dame. Singer, Leipzig 1925
Arsène Lupin kontra Herlock Sholmes. Diogenes, Zürich 1983
Hätte ich mal besser recherchiert ... das Buch habe ich schon vor einiger Zeit gelesen, jetzt ist es im ANACONDA-Verlag in neuer Übersetzung von Felix Mayer erschienen. ARSENE LUPIN UND DER BLAUE DIAMANT ist ein literarisches Duell zweier Ikonen: des charmanten Meisterdiebs Arsène Lupin und einer unverkennbaren Parodie auf Sherlock Holmes, da Leblanc den Originalnamen aufgrund des Urheberrechts damals nicht verwenden durfte. Wen interessierts, damals wie heute weiß jeder wer gemeint ist. Leblanc schreibt leichtfüßig und unterhaltsam, mit einem klaren Fokus auf Tempo und Dialogen. Die Sprache ist weniger düster als in klassischen Detektivgeschichten, sondern eher lebendig und manchmal humorvoll. Die Spannung entsteht weniger durch Gewalt als durch die gegebene Situation und die Intelligenz Arsene Lupins. ARSENE LUPIN UND DER BLAUE DIAMANT ist ein kurzweiliges, clever konstruiertes Werk, das Krimi, Abenteuer und Humor vereint, dabei aber weniger ein klassischer Kriminalroman ist sondern ein spielerisches Kräftemessen zweier herausragender Denker.
Es ist schön, wenn ein Held (und das ist Arsene Lupin, auch wenn er eigentlich ein Verbrecher ist ...) aus der klassischen Literatur nicht in Vergessenheit gerät. Dank Neuauflagen der Bücher oder Neuinterpretationen für Kino, TV und Streamingdiensten.
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