DAS STILLE VERMÄCHTNIS ist ein atmosphärischer, ruhig erzählter Roman, der weniger durch Action als durch Stimmung überzeugt. Roswitha Böhm schafft es mit wenigen Zeilen den Leser in ihre Geschichte hineinzuziehen. Kurzweilig erzählt sie von einem Antiquariat in dem man sich selber gerne umschauen möchte. Merle und Lennart sind sympathische und authentische Protagonisten, die zwar schnell zusammen finden, aber das passt zur Magie des Romans, ebenso wie Merles "Sicht" der Dinge, die dem Roman noch eine weitere interessante ebene verleiht. DAS STILLE VERMÄCHTNIS ist eine unaufgeregt erzählte Geschichte, kein Pageturner im eigentlichen Sinne, aber doch so faszinierend und einnehmend, dass man weiterlesen muss. Die Handlung erlaubt es dem Leser die Realität zu vergessen, und es ist leichter als gedacht. Leider ist die Geschichte auch schnell erzählt und dadurch beendet. Und eigentlich wünscht man sich mehr.
Die Stärke des Romans liegt im langsamen Aufbau des Geheimnisses und in seiner melancholisch-mystischen Stimmung. Dieses gemächliche Tempo passt aber durchaus zu einer Geschichte, die davon lebt, einzelne Puzzleteile nach und nach zusammenzusetzen.
DAS STILLE VERMÄCHTNIS vermischt magischen Realismus mit einer fesselnden Geschichte, welche durch die Erzählkraft der Autorin hervorhebt.
Ein lesenswertes Buch für alle, die mystische Geschichten mit emotionalem Kern und einem Hauch magischen Realismus mögen.
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Lieber Martin,
AntwortenLöschenvielen herzlichen Dank für diese wundervolle und feinfühlige Rezension! Es freut mich unglaublich zu lesen, dass dich die Atmosphäre im Antiquariat und die Reise von Merle und Lennart so mitnehmen konnten. 😊
Liebe Grüße, Roswitha