So, genug damit ... und Entschuldigung, ich konnte einfach nicht anders ... allerdings bin ich froh doch noch die Reißleine gefunden zu haben ... da gibt es noch so viel mehr... im Wahrsten Sinne des Wortes ein Welthit. Aber ... um diesen Dschingis Khan (oder die Gruppe) geht es nicht.
21.10.2026 bis 18.04.2027, James-Simon-Galerie
Dschingis Khan und die Welt der Mongolen
2027 jährt sich das Todesjahr Dschingis Khans, des Begründers des mongolischen Weltreiches, zum 800. Mal.
Aus diesem Anlass stellt das Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin diese zentrale Herrscherfigur in den Fokus einer großen Ausstellung und beleuchtet archäologisch die hierzulande nahezu unbekannte Welt der Mongolen.
In der Ausstellung werden hochrangige Exponate aus einem halben Jahrtausend reiternomadischer Lebenswelten in bisher noch nicht gesehener Vielfalt gezeigt. Archäologische Schätze aus der Mongolei, von denen viele noch nie in einer Ausstellung außerhalb der Mongolei zu sehen waren, werden bereichert durch Leihgaben aus Polen und Rumänien sowie aus dem Deutschen Historischen Museum, aus der Staatsbibliothek zu Berlin und aus anderen Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin. Sie geben einzigartige Einblicke in das „Mongolischen Jahrhundert“, das zwischen 1250 und 1350 die Welt nachhaltig veränderte.
Von besonderer Bedeutung sind dabei die Ergebnisse der mongolisch-deutschen Forschungen der letzten beiden Jahrzehnte, die unsere Vorstellungen vom Reich der Mongolen in vielerlei Hinsicht revidiert und erweitert haben. Die Eröffnung der Ausstellung in Berlin im Oktober 2026 wird in Anwesenheit des mongolischen Präsidenten im Rahmen eines Staatsbesuches in Deutschland stattfinden. Die Gesamtleitung des Ausstellungsprojektes liegt bei Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin. Kuratoren der Ausstellung sind Jan Bemmann (Universität Bonn) sowie Heino Neumayer, Anton Gass und Benjamin Wehry (Museum für Vor- und Frühgeschichte). Gefördert durch den Hauptstadtkulturfond.
Zusammen mit Gisela Graichen hat sich Matthias Wemhoff Dschingis Khan auch in Buchform angenähert:
Der Mongolenherrscher Dschingis Khan (ca. 1162 – 1227) begründete das größte Landimperium der Geschichte. Mit brutaler Härte einte er die zerstrittenen mongolischen Stämme, beendete die Willkürherrschaft der Stammesfürsten, setzte für alle geltende, schriftliche Gesetze durch und schuf in seinem Reich eine Ära der Stabilität und Sicherheit. Seine Eroberungen verbanden China und Europa und ermöglichten die Erfolgsgeschichte der Seidenstraße. Unter seinen Nachfahren drangen mongolische Reiterheere bis nach Wien und kurz vor Berlin vor.
Wie hat die mongolische Invasion die Geschichte Europas geprägt? Auf der Grundlage neuer archäologischer Entdeckungen erzählen Gisela Graichen und Matthias Wemhoff das Leben des so genialen wie erbarmungslosen Staatmannes sowie die Geschichte des mongolischen Jahrhunderts, das die Welt veränderte.
Dabei ist das Buch auch dem Laien leicht zugänglich. Graichen und Wemhoff schreiben nicht für ein akademisches Fachpublikum, sondern für historisch interessierte Leser. Ihre Darstellung erinnert oft an eine besonders gelungene Folge von Terra X: komplexe Zusammenhänge werden verständlich erklärt, archäologische Funde werden lebendig eingebunden, und immer wieder schlagen die Autoren Brücken zur Gegenwart.
Die Autoren vermeiden sowohl die romantisierende Verklärung des genialen Staatsgründers als auch die eindimensionale Darstellung eines blutrünstigen Eroberers. Stattdessen zeigen sie einen Herrscher, der mit äußerster Brutalität ein Weltreich schuf, gleichzeitig aber Verwaltungsstrukturen, Handelswege und Rechtsordnungen etablierte, die weit über seine Lebenszeit hinaus wirkten. Die Verknüpfung von militärischer Gewalt, politischer Innovation und kultureller Vernetzung gehört zu den interessantesten Aspekten des Buches. Spannend ist auch der archäologische Blickwinkel. Graichen und Wemhoff betonen neue Grabungen und Forschungsergebnisse. Dadurch erhält die Darstellung eine materielle und oft überraschend konkrete Dimension. Die Mongolen erscheinen hier nicht nur als Zerstörer, sondern auch als Katalysatoren einer frühen Vernetzung zwischen Ostasien, Zentralasien, dem Nahen Osten und Europa. DSCHINGHIS KHAN ist bei weitem kein trockenes Geschichtsbuch, es zeigt lebende Geschichte und zeigt eine historische Persönlichkeit ohne Heldenmythos oder glorifiziert als Schlager ...
Für Leser, die sich erstmals intensiver mit Dschingis Khan und dem Mongolenreich beschäftigen möchten, ist es eine ausgesprochen empfehlenswerte Einführung. Und als gute Vorbereitung auf 800 Jahre Dschingis Khan.
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(Ich kann's einfach nicht lassen ... und dabei hat das mit Dschingis Khan so gar nichts mehr zu tun, weder mit dem Lied von Ralph Siegel, noch mit dem Mongolenfürsten)

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