Ein Herrenhaus, mietfrei, im Austausch gegen simples Housesitting. Als Cass und James dieses ungewöhnliche Angebot entdecken, scheint ihr Traum zum Greifen nah. Seit Jahren sparen sie für die Anzahlung ihres eigenen Hauses. Diese Chance können sie unmöglich ausschlagen.
Doch Newington House hat eine dunkle Vergangenheit. Fast dreißig Jahre steht es bereits leer, seit bei einem Einbruch fast alle Bewohner ums Leben kamen. Doch für das Paar überwiegt die Hoffnung, sich eine Zukunft aufzubauen.
Aber ist es den Preis wert?
Kurz nach ihrem Einzug nehmen die Dinge eine unheimliche Wendung. Gegenstände verschwinden und tauchen an seltsamen Orten wieder auf, die Uhr bleibt immer zur gleichen Zeit stehen, das Haus wirkt seltsam bedrückend und manchmal haben Cass und James das Gefühl, nicht allein zu sein.
Newington House mag eine schlechte Energie und einen dunklen Ruf haben. Aber es gibt doch sicher keinen Grund, warum sich die Geschichte wiederholen sollte, oder?
Zwischen unheimlichen Ereignissen, verdrängter Geschichte und der Frage, wem sie noch trauen können, geraten Cass und James an ihre Grenzen. Düster, nervenaufreibend und psychologisch tief: ein Mysterythriller, der sich langsam unter die Haut gräbt.
DIE UNGEBETENEN ist ein klassischer Mystery-Thriller, der mit der unheimlichen Faszination verlassener Häuser spielt und daraus eine dichte, zunehmend beklemmende Geschichte entwickelt. Schon die Ausgangssituation ist vielversprechend: Ein leerstehendes Herrenhaus, mietfrei im Austausch gegen Housesitting auf unbestimmte Zeit. Wer würde da schon nein sagen. Das Setting rund um Newington House ist dabei die Stärke des Romans. Das Anwesen mit seiner düsteren Vergangenheit wird stark in den Vordergrund gestellt. Jensen schafft dadurch eine besondere Atmosphäre aufzubauen, die durch die Ereignisse in Vergangenheit und Gegenwart noch einmal verstärkt werden, Allerdings ist die Handlung in gewisser Weise auch die Schwäche. Da hatte ich oft den Eindruck, dass sich die Autorin zu viel abverlangte.
Tatsächlich geht es am Anfang schon sehr heftig los. Danach wird die Geschichte in zwei Zeitebenen (Gegenwart und Vergangenheit) erzählt, allerdings scheint es mir so, als würde die Autorin die eigentliche Handlung zurückhalten wollen und nur nicht zu viel zu verraten. Dadurch plätschert aber die Handlung nur vor sich hin. Extrem langsam wird Spannung aufgebaut, aber man hat über einige Seiten hinweg den Eindruck, dass man kaum etwas neues erfährt. Dann plötzlich steigert sich das Tempo, und der Leser wird mit Wendungen und Überraschungen und Familiären Verknüpfungen (und brutalen Filmen) fast schon erschlagen. Das war etwas zu viel, da wäre weniger mehr gewesen oder eine bessere Hinführung zu ... (naja das will ich nicht spoilern, aber ... es wird schon sehr heftig ... nichts für schwache Nerven). Ja, das Potential für einen spannenden, durchaus brutalen Thriller sind vorhanden, nur leider hat mich die Umsetzung nicht ganz überzeugt. Kann man Lesen wenn man Häuserthriller mag (wie gesagt, der Schauplatz ist die Stärke in DIE UNGEBETENEN), muss man aber nicht.
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