Dienstag, 28. April 2026

Ben Aaronovitch: Ein Wispern unter Baker Street (Rezension)

Es ist ja nicht so, dass Peter Grant, Zauberer in Ausbildung und Police Constable in London, nichts für das Üben von Zaubersprüchen und das Pauken von Lateinvokabeln übrig hätte - bestimmt nicht! Aber es ist doch immer wieder schön, wenn zur Abwechslung auch mal reelle Polizeiarbeit gefragt ist. Eine unbekannte Person wird im U-Bahn-Tunnel nahe der Station Baker Street tot aufgefunden - erstochen, und es deuten unübersehbare Anzeichen auf die Anwesenheit von Magie hin. Ein Fall für Peter, keine Frage. Der unbekannte Tote stellt sich als amerikanischer Kunststudent und Sohn eines US-Senators heraus, und ehe man noch "internationale Verwicklungen" sagen kann, hat Peter bereits die FBI-Agentin Kimberley Reynolds mitsamt ihren felsenfesten religiösen Überzeugungen am Hals. Dabei gestalten sich seine Ermittlungen auch so schon gruselig genug, denn tief in Londons Untergrund, in vergessenen Flüssen und viktorianischen Abwasserkanälen, hört er ein Wispern von alten Künsten und gequälten Geistern ...
Teil drei der amüsanten Urban Fantasy-Reihe DIE FLÜSSE VON LONDON. Und was soll ich sagen. Ich bin überrascht, wie schnell man das Buch lesen kann, man kann es richtig wegsuchten, die Seiten fliegen nur so dahin. Nicht, dass besonders viel passiert, über 400 Seiten lesen sich auch normalerweise langsamer. Aber irgendwie fesselt Aaronovitch seine Leser von Beginn an, Peter Grant überzeugt auf jeder Linie, auch wenn die Magie eher dezent ist und auch das Übernatürliche, obwohl immer irgendwie präsent, doch eher im Hintergrund bleibt. Dafür gibt es viele witzige Wortgefechte, skurrile Personen und durchaus auch absurde Situationen. Auch die Spannung bleibt nicht auf der Strecke und so wird hier rundum ein gelungener UrbanFantasy geboten, der auf vielen Ebenen zu unterhalten weiß.

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