Detective Grace McKenna nimmt einen heiklen Auftrag an: Auf dem abgeschiedenen Schloss Traprain wurde ein einzigartiges Fabergé-Ei entwendet: ein Schatz mit kaiserlicher Vergangenheit. Der exzentrische Besitzer, der russische Sammler Sacha Komorov, vermutet den Täter im eigenen Haus und verlangt nach diskreter Aufklärung. Grace und ihr Team ermitteln verdeckt … und stoßen schon bald auf dunkle Abgründe.
Denn nicht nur das wertvolle Kunstobjekt ist verschwunden. Komorovs Ehefrau Katya bittet Grace heimlich um Hilfe: Ein Stalker verfolgt sie, doch sie darf unter keinen Umständen ihren Mann einweihen. Als einer der Verdächtigen tot aufgefunden wird, ist klar: Der Fall ist weit mehr als ein einfacher Diebstahl.
Zwischen Lügen, Loyalitäten und tödlicher Gier muss Grace all ihre Instinkte einsetzen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch der Mörder hat sie längst im Visier …
Grace McKenna und ihr Team ermitteln zum zweiten Mal.
Als Fabergé-Eier werden Schmuckgegenstände in Form von Ostereiern bezeichnet, die zwischen 1885 und 1917 in der Werkstatt von Peter Carl Fabergé in Sankt Petersburg angefertigt wurden. Dabei wird unterschieden zwischen Prunkeiern, die im Auftrag des Zaren hergestellt wurden (kaiserliche), und solchen als Auftragsarbeiten von Personen, die es dem Zaren gleichtun wollten. Damals wie heute sind die Fabergé-Eier ein Inbegriff höchster Goldschmiedekunst und ein Symbol für Luxus. Der überwiegende Teil der Eier ist aufklappbar, um eine im Inneren verborgene Überraschung offenzulegen. 52 kaiserliche Eier wurden hergestellt, sechs sind verschollen. Also genug Stoff für Spekulationen und spannende Krimis. Und als solchen kann man SCHATTEN ÜBER EDINBURGH durchaus bezeichnen. Punktet der Roman bereits durch das Ensemble um Grace McKenna, welches in DER TOTE IN EDINBURGH vorgestellt wurde, so hat er noch eine Menge mehr Inhalt, die dem Leser sehr viel Unterhaltung bieten. Ein gestohlenes Ei, eine russische Familie (und deren Anhänge), persönliche Probleme innerhalb des Ermittlerteams (trotz aller Harmonie ...), Geheimgänge und mysteriöse Puppenhäuser. Spannend und wendungsreich, manchmal etwas cosy, dann wieder sehr realistisch (wenn auch nicht brutal in der Beschreibung mancher Todesfälle). Manchmal ist man etwas verloren, bei der Fülle an Charakteren (und es ist zwingend notwendig den ersten Teil gelesen zu haben, damit man schon bei McKennas Ermittlerteam und familiären Verwicklungen den Überblick behält). Lässt man sich darauf ein, bekommt man einen unterhaltsamen Schottland-Krimi geboten.
Bisher sind zwei Teile übersetzt und in Deutschland erschienen (jeweils zweimal mit unterschiedlichen Titeln), ein dritter Band ist bereist vorhanden und man darf wünschen, dass dieser auch bald den Weg in die deutschen Buchhandlungen findet.
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