Freitag, 6. März 2026

Elizabeth George: Gott schütze dieses Haus (Rezension)

Jahrhunderte lag ein Dorf im englischen Yorkshire im Dornröschenschlaf – bis ein brutaler Mord die Idylle stört: Der Dorfpfarrer entdeckt die enthauptete Leiche seines treuen Schäfchens William in einer Scheune. Neben dem Toten kauert Roberta, seine leicht debile Tochter. Sie behauptet: »Ich war's.« Und verstummt.
Scotland Yard schickt Inspector Thomas Lynley und Seargeant Barbara Havers. Die beiden arbeiten zum ersten Mal zusammen und sind ein eher ungewöhnliches Team. Doch der Fall lässt ihnen keine Eingewöhungszeit. Vor Ort erwartet sie ein undurchsichtiges Gewirr von Geheimnissen und Abhängigkeiten – hinter dem sich eine grausige Wahrheit verbirgt ...

GOTT SCHÜTZE DIESES HAUS mag der erste Lynley-Krimi sein, denn Elizabeth George geschrieben hat, aber es ist nicht der erste. In MEIN IST DIE RACHE wird die Vorgeschichte erzählt, aber man kann die Bücher auch in der Reihenfolge lesen, in der sie geschrieben wurden. GOTT SCHÜTZE DIESE HAUS ist kein actionreicher Thriller, sondern ein klassischer britischer Ermittlungsroman mit starkem Fokus auf Charaktere und Atmosphäre. Und so lässt sich George auch Zeit, baut ihre Geschichte langsam auf. Auch mit der Vorstellung ihrr Protagonisten lässt sie sich Zeit, ohne dabei den Leser zu langweilen. Von Anfang an schafft sie es den Leser bei der Stange zu halten und so langsam sich ihr Fall aufbaut so langsam (aber nachhaltig) steigt das Entsetzen und der Unglaube des Lesers. Ein intelligenter, psychologisch ausgefeilter Krimi, der hinter die Fassade englischen Dorflebens blickt. Havers und Lynley harmonieren gut, auf ungewöhnliche Weise und trotz aller Unterschiede weiß Lynley Havers zu nehmen und sie in ihre Schranken zu weisen und sie gleichzeitig zu fördern. Und man merkt auch, welchen Einfluss Havers langsam auf ihren Vorgesetzten ausübt. Und so bietet GOTT SCHÜTZE DIESES HAUS nicht nur einen spannenden Krimi, der trotz fehlender Gemetzel durchaus nahegeht, sondern auch zwei faszinierende Ermittler, mit Ecken und Kanten.
Ein Muss für jeden Fan klassischer Krimis und es ist schon fast schade, dass ich sie erst jetzt lese obwohl ich das schon so lange vor hatte (seit der ersten Lynley Serie)

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2 Kommentare:

  1. Hi Martin!

    Ohhhh wie schön dass es dir so gut gefallen hat! Die alten Bände aus der Reihe sind ja schon etwas "angestaubt" *lach* Der Stil und das ganze zwischenmenschliche wirkt schon etwas antiquiert - aber ich mag die Reihe wirklich sehr!!! Ich hoffe, die Fortsetzungen lässt du nicht lange warten :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  2. Hallo Aleshanee,
    bisher habe ich ja nur zwei Lynley Bücher gelesen und mir ist das gar nicht so antiquiert vorgekommen. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich das eher als Charme der Vergangenheit sehe ... und das mag ich.
    Alle Bände habe ich nicht, ich glaube es sind nur die ersten 10 ... aber die werden wohl wirklich nicht so lange auf sich warten. Vielleicht gibt es da ja Potential für die Queens of Crime Challenge.
    LG
    M

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