Dienstag, 3. März 2026

Arno Strobel: Ungelöst (Hörbuch) (Rezension)

Auftakt der brandneuen Thriller-Serie von Nr. 1-Bestsellerautor Arno Strobel: Luisa Menkhoff und Ramin Brunner sind die Cold-Case-Einheit!
Medizinstudentin Luisa Menkhoff kennt die verschwundene Frau auf dem Flugblatt. Es ist Jahre her, dass sie sie gesehen hat. Aber trotzdem kann sie sich erinnern, als wäre es gestern gewesen. Nicole Klement war die Lebensgefährtin des Mannes, der Luisa als Fünfjährige entführt hat. Und damals ebenfalls in die Sache verwickelt.
Luisa wendet sich umgehend an die Münchner Polizei und trifft auf Hauptkommissar Ramin Brunner, der gerade im Begriff ist, eine neue Cold-Case-Einheit aufzubauen, die alte Fälle mit modernen Mitteln aufklären soll.
Als Luisa ihm die Umstände ihrer Entführung als Kind schildert, ist Ramin verblüfft. Luisa hat ein eidetisches Gedächtnis und erinnert sich an jedes Detail einer einmal erlebten Situation. Und alles, was sie sagt, deutet darauf hin, dass ihr damaliger Entführer – Dr. Joachim Lichner – jetzt Nicole Klement in seiner Gewalt hat.
Luisa wird als externe Beraterin zu dem aktuellen Vermisstenfall hinzugezogen. Bis klar wird, dass sie sich getäuscht haben muss. Denn es gibt Hinweise, dass es Lichner nicht gewesen sein kann. Aber warum fühlt Luisa sich dann beobachtet? Zu spät erkennen sie und Ramin, dass sie etwas Entscheidendes übersehen haben, das allen Beteiligten zum Verhängnis werden könnte.
Ganz nett ... das kann ich zu diesem Thriller sagen. Es gibt ein paar Highlights in der Handlung und auch die eine oder andere Überraschungen, so dass der Leser durchaus ins Zweifeln gerät, was eigentlich die Hintergründe dieser Geschichte sind. Und ja, ich wurde gut unterhalten, aber etwas hat mir gefehlt. Das Besondere, obwohl sich Arno Strobel viel Mühe mit seiner Geschichte gibt. Die Protagonisten sind glaubwürdig und sympathisch, die Handlung ist ... manchmal etwas verwirrend, manchmal spannend, aber nicht so, dass man es als nervenaufreibend bezeichnen kann, trotz diverser Schockmomente (die vielleicht auch eher psychologischer Natur sind). Der Fall an sich war interessant, hat sich aber beim Spannungsaufbau Zeit gelassen. Wirklich spannend wurde es erst ab etwa der Hälfte und das Ende entlohnte durchaus für die etwas zähe Durststrecke am Anfang.
Ein Highlight stellte auch Dietmar Wunder dar, der auch James Bond in den neueren Filmen synchronisiert hat, und hier hilft, den Hörer durch die zahlreichen PlotTwists zu führen, so dass dieser nicht den Überblick verliert und diese auch glaubwürdig bleiben. Zurückblättern, wenn man etwas nicht verstanden hat, ist ja eher schwierig.
Wie gesagt ... ein netter Auftakt, bei dem sich noch zeigt, wie die Reihe (um die es sich handeln soll) weiter geführt wird, wenn die Protagonisten nicht so intensiv selbst betroffen sind. Ich kenne noch zu wenig von Arno Strobel, um ein definitives Urteil abgeben zu können, aber auch wenn mir das, was ich bisher von ihm kenne vom handwerklichen gefallen hat, bin ich mir hier etwas unklar. Aber es steckt durchaus Potential in den Protagonisten, das könnte noch mehr werden.

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