Freitag, 28. November 2025

Krystal Sutherland; House of Hollow (Hörbuch)(Rezension)

Als Iris und ihre älteren Schwestern Vivi und Grey noch Kinder waren, ist ihnen etwas zugestoßen, an das sie sich nicht erinnern können. Sie verschwanden einen ganzen Monat lang.
Danach veränderten sie sich: Zuerst wurden ihre dunklen Haare weiß, dann färbten sich ihre blauen Augen langsam schwarz …
Die Menschen finden die Hollow-Mädchen beunruhigend schön und irgendwie gefährlich.
Iris ist inzwischen 17. Sie hat versucht, die dunklen Erinnerungen zu verdrängen, die in ihr lauern wie klebriger Teer. Doch als Grey spurlos verschwindet, erwacht die Wahrheit und Iris begreift: Grey hat all die Jahre vor ihren jüngeren Schwestern ein schauriges Geheimnis verschwiegen.

Vielleicht bin ich nicht der Richtige für dieses Buch. Vielleicht entgeht mir etwas, das anderen zusagt. Jedenfalls waren es unter anderem die vielen positiven Meinungen, die mich dazu gebracht haben das Buch zu hören. Der Klappentext war ebenfalls vielversprechend. Wobei ... erst war es der Klappentext der mich auf das Buch aufmerksam machte, dann die Meinungen und der Verlag (FESTA), bei dem das Buch erschien, war ebenfalls nicht unbedeutend an meiner Entscheidung, auch wenn das Hörbuch bei einem anderen Verlag erschienen ist. Nun ja ... der Klappentext ist interessant, die Ausgangssituation auch und die Auflösung. Der Rest ... war einfach nur zäh und eher von geringem Interesse, man kann es langweilig oder langatmig nennen, aber so wirklich berührt hat mich das nicht. Auch nicht hilfreich war die Sprecherin, Alba Sentiadi, die ruhig, langsam und getragen durch die Geschichte führt. Ich kann ja schon froh sein, nicht eingeschlafen zu sein.
Das (Hör)Buch war eine regelrechte Enttäuschung für mich, da habe ich mehr erwartet und ... es wäre mehr möglich gewesen, denn die drei Schwestern hatten genug Potential für eine abwechslungsreiche, spannende Geschichte. Davon war nichts zu spüren. Ich kann nun aber nicht sagen, ob die Sprecherin das Buch kaputt geredet hat, oder ob die Story wirklich nicht mehr hergegeben hat. Das ist manchmal bei Hörbüchern schwer einzuschätzen, zeigt vor allem aber wie wichtig ein guter Sprecher ist. Hier war das leider nicht der Fall, und so konnte auch die Geschichte nicht zünden.
Sutherland schafft es zwar, eine düstere Stimmung zu erzeugen, lässt aber ihre Figuren eher schemenhaft agieren. Bei einigen Nebenfiguren hatte ich das Gefühl sie wären nur „Plot-Element“ oder Stichwortgeber.
Kurz gesagt: Eine interessante Idee wurde in den Sand gesetzt. Wer sich selbst ein Bild machen will sollte sich das Buch zu Gemüte ziehen... vom Hörbuch würde ich tatsächlich abraten... es sei denn man will es zum Einschlafen benutzen oder in mindestens 1,5 facher Geschwindigkeit hören.

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2 Kommentare:

  1. Hi Martin,
    dieses Buch habe ich mir von einer Freundin ausgeliehen, heißt, es soll dieses Jahr noch gelesen werden, damit ich nichts fremdes im alten Jahr bei mir behalte :)
    Nun sehe ich, dass es ein Hörbuch zum Buch gibt.
    Hörbücher funktionieren bei mir immer deutlich schneller, als Bücher.
    Auch wenn es dir nicht gefallen hat, habe ich mir das HB soeben gespeichert.

    LG Andrea

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    1. Hallo Andrea,
      Hörbücher gehen bei mir auch immer schneller, aber auf die kann ich zurückgreifen wenn ich kein Buch zur Hand nehmen kann (beim Arbeiten oder beim Weg von A nach B).
      Da vergehen die Stunden als beim Lesen eines Nichthörbuchs, das man auch nicht überall lesen kann-
      LG
      M

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