Donnerstag, 17. Oktober 2019

Frida Mey: Manchmal muss es eben Mord sein (Rezension)

Büroleichen aller Art Wer andere schikaniert, lebt gefährlich – zumindest in der Umgebung von Elfriede Ruhland, die als freiberufliche Office Managerin von Büro zu Büro zieht. Dank ihr werden Arbeitsabläufe optimiert, Papierberge und Büroleichen aller Art verschwinden einfach. Denn ganz nebenbei, immer mit einem Lächeln auf den Lippen, entsorgt Elfie kurzerhand die wahren Problemfälle eines jeden Unternehmens – despotische Deppen mit Entscheidungsgewalt, intrigante Zicken aller Art, fiese Vorstandsmitglieder und perfide Controller. Wer auch immer auf seinen Untergebenen rumhackt, wird von Elfie mit geschickt inszenierten „Unfällen“ aus dem Weg geräumt. Ordnung muss schließlich sein. Doch dann geht etwas schief, und die junge Kommissarin Alex kommt ihr auf die Fährte. Obwohl die eigentlich ganz andere Sorgen und ebenfalls mit einem echten Drachen zu kämpfen hat – mit der herrischen Tante Agathe ihres Freundes Hubert, die mitsamt Mops bei ihnen einzieht und die sie nur zu gern zum Schweigen bringen würde. Ihr erster Auftritt: Selten wurde so nett und freundlich gemordet wie von Elfie Ruhland.

Warum wollte ich dieses Buch lesen?
Ich weiß es nicht mehr. Aber ich habe schnell gemerkt, dass ich zum einen wohl so gar nicht der Zielgruppe entspreche und ich mich noch nie so fehl am Platz gefühlt habe.
Und jetzt muss ich mich etwas zusammenreißen, um nicht beleidigend zu wirken. Und dabei nicht einmal den Autorinnen gegenüber, denn diese haben durchaus solide Arbeit geleistet, die mich nur überhaupt nicht angesprochen hat.
Während des Lesens kam mir allerdings das Bild derjenigen auf, die das Buch lesen könnten, und dann auch noch Spaß daran haben ... und das ist so klischeehaft.
Aber wenn ich ehrlich bin (Schwulsein, Klischees und Vorurteile mal beiseite gelassen), welcher Mann kauft sich ein Buch, dessen Cover vor Rosa nur so trieft (es geht noch schlimmer, aber das ist schon hart an der Grenze). Gut, es ist keine Liebesromanze sondern ein Krimi, aber einer der seichten Art. Natürlich spielt das Verbrechen keine so große Rolle, sowohl Täter als auch Ermittler haben ihre eigenen Probleme, die eher im Vordergrund stehen als vermeintliche Unfälle.
Aber ... mir war alles zu seicht, zu viel Weichzeichner und eher etwas, das strickende Hausfrauen beim Bügeln lesen (und dieses Bild vertiefen wir jetzt nicht, und ich hoffe es fühlt sich auch niemand angesprochen... wie gesagt, ich muss mich wirklich zurück halten um nicht die LESERINNEN dieses Buchs zu beleidigen ...).
Aber um es kurz zu machen: Es war kein Buch für mich. Die Charaktere waren mir zu blass, die Handlung nicht spannend und wenn es lustig sein sollte, war es eher nervig.
Da sind manche dieser Heftromane die man im Kiosk bekommt, interessanter (und auch diese habe ich schon gelesen).
Es gibt noch mehr Romane von Frida Mey aber ich werde keinen davon lesen.

Selten wurde so belanglos und uninteressant gemordet wie von Elfie Ruhland.

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