Der rätselhafte Tod eines Babys führt Inspectora Amaia Salazar erneut ins beschauliche Baztán-Tal am Fuß der Pyrenäen. Für die Urgroßmutter des Kindes steht der Täter fest: Inguma, ein mythologisches Wesen, das schlafenden Kindern den Atem raubt. Amaia Salazar dagegen überführt den Vater, der seine eigene Tochter im Schlaf erstickt hat. Doch damit ist der Fall noch lange nicht abgeschlossen, denn die Ermittlerin stößt auf weitere ungeklärte Kindstode, die sich in der Gegend zu häufen scheinen ...
DER NÄCHTLICHE BESUCHER ist der dritte Teil der spannenden Baztan-Trilogie. Und man kann ihn wirklich als krönend bezeichnen, auch wenn man am Ende auch das Gefühl bekommt, dass die Geschichte um Amaia Salazar noch nicht beendet ist (was sie ja auch nicht ist, so ganz kann die Autorin von der Inspectora nicht abschließen). Mystisch erscheint die Geschichte, in der Wesen der baskischen Sagenwelt ihr Unwesen zu treiben scheinen. Mehr noch als im ersten Teil (DAS ECHO DUNKLER TAGE) spielen die Mythen eine Rolle und sorgen für eine bedrückende Atmosphäre. Hinzu kommt noch die realistische Darstellung von Salazars Ermittlungsarbeit und ... da geht es durchaus heftig zu. Amaia steht zwischen zwei Männern, ein Mord erschüttert selbst den Leser (vor allem, weil er so unerwartet kommt) und natürlich geistert Amaias Mutter bedrohlich durch die Nachbarschaft. Es passiert viel und doch schafft es Redondo die Geschichte im Baztan-Tal zu einem befriedigenden Ende zu bringen. Nichts für schwache Nerven, aber ein Highlight für jeden Thrillerfan. Der nächtliche Besucher ist (nebenbei bemerkt) der "Inguma". Der Dämon, der sich nachts auf die Brust seiner Opfer setzt und ihnen den Atem nimmt. Das Finale der Reihe bringt Stränge zusammen und verknüpft offene Enden, nur um dann mit einem kleinen Telefonat den Leser mit der Frage zurück zulassen: Was kommt jetzt?
Aber das mag erlaubt sein, in diesem fast perfekten Thriller.
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