Hochkarätige Helfer unterstützen ihn dabei. Ehefrau Britta, Karl Lauterbach, eine Kellnerin mit österreichischem Migrationshintergrund, ein schlitzohriger Kleinganove, eine taffe Obdachlose. Zwischendurch muss er auch noch die Kids von Annalena Baerbock hüten. Robert Habeck nervt, Macron auch, und der Geschirrspüler gibt den Geist auf. Aber Olaf wäre nicht der Scholz, wenn er das nicht alles packen würde. Mit anderen Worten: Es brennt die Luft, wenn Olaf ermittelt!
Der Kanzler ermittelt. Okay, jetzt ist es der EX-Kanzler, aber irgendwann war Olaf Scholz Kanzler und statt sich um Regierungsgeschäfte zu kümmern, ermittelte er lieber. Zumindest wenn es nach Wolfgang Hofer geht. Olaf ermittelt ist der erste Kanzlerkrimi, den zweiten mit Friedrich Merz habe ich schon gelesen. Und zumindest das kann ich sagen: Hätte ich den Olafkrimi zuerst gelesen, ich hätte den Merzkrimi wohl nicht angerührt. Denn, so amüsant FRITZ UND DONALD auch war, so nervig war dazu im Vergleich der Olafkrimi, und das, obwohl viele Protagonisten die gleichen sind. An diese habe ich auch nichts zu meckern, Rocco und Konsorten sind durchaus unterhaltsam und in ihren Rollen glaubwürdig in Szene gesetzt. Olaf verblasst ein bisschen, es scheint fast als wäre er nur Beiwerk und kaum von Bedeutung. Die Geschichte ist ganz nett, der Kanzler, als Ermittler aber nicht wirklich überzeugend. Der Versuch ihn in einem anderen Licht zu zeigen, versagte auf der ganzen Linie. Oder war er wirklich so ein Langweiler, wie er im Buch den Eindruck erweckt? Nun, es gibt da die sehr amüsanten Miss Merkel-Krimis von David Safier. An diesen muss man sich schon messen, wenn man einen Politiker zum Ermittler macht. Zumindest meiner Meinung nach, denn die Merkelkrimis finde ich höchst unterhaltsam. Allerdings erinnert OLAF ERMITTELT doch stark daran. Da muss ein Hund her, kein Mops, aber ein Hund, und nennen wir ihn Schröder (nach einem anderen Kanzler der SPD), und dann spicken wir die Geschichte mit allerlei sinnfreien (oder sinnvollen, das muss der Leser wohl selber entscheiden) politischen Andeutungen (in denen Politiker und/oder ihre Entscheidungen durch den Kakao gezogen werden ...). Das wirkte aufgesetzt und nicht wirklich lustig. Für derartige Andeutungen hatte Safier das bessere Gespür. Ein paar Gags waren ganz witzig, die meisten nicht und der Schreibstil hat mich genervt. Beim Merzkrimi ist das entweder weniger oder besser pointiert, ich weiß es nicht, nur, dass man diesen lesen kann und den Olafkrimi nicht. Oder nur unter Schmerzen (des Humorzentrums).
OLAF ERMITTELT ist ein Krimi, der von den Nebenfiguren lebt, aber leider eine durchaus gute Krimihandlungen unter allerlei politische Andeutungen erdrückt. Muss man nicht lesen, und wenn man es tut ... kann man es danach auch wieder vergessen.
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