Montag, 19. Januar 2026

Tom Hillenbrand: Verhängnisvoller Champagner (Rezension)

Ein aufsehenerregender Mord in einer Kellerei – und Ermittlungen, die die dunklen Geheimnisse der Champagnerindustrie enthüllen.
Seine Lehre hat der Luxemburger Koch Xavier Kieffer einst in der Champagne absolviert. Als er dort einen alten Freund besucht, der inzwischen ein Champagnerhaus leitet, wird er Zeuge eines schrecklichen Unfalls. Oder war es Mord?
Kieffer beginnt zu ermitteln und muss feststellen, dass sich hinter den luxuriösen Fassaden der großen Champagnerhäuser allerlei Geheimnisse verbergen – und dass nicht alles, was perlt und moussiert, auch tatsächlich den Namen Champagner verdient.
Während seiner Recherchen in Paris, Reims und Luxemburg lernt der Koch, dass manchen jedes Mittel Recht ist, um im globalen Milliardengeschäft mit Schaumwein mitzumischen.

Der Champagner (französisch le champagne) ist ein Schaumwein, der aus Trauben hergestellt wird, die nach streng festgelegten Regeln in dem Weinbaugebiet Champagne (frz. la Champagne) in Frankreich gelesen werden. Er gilt in vielen Teilen der Welt als das festlichste aller Getränke. Die im Wein gelöste Kohlensäure (→ Kohlendioxid) entsteht bei einer zweiten Gärung in der Flasche (méthode traditionnelle oder méthode champenoise).
Die französische Bezeichnung „Champagne“ ist seit dem 29. Juni 1936 in Frankreich als Appellation d’Origine Contrôlée durch die INAO geschützt. Andere Schaumweine müssen nach deutschem Lebensmittelrecht, je nach Herstellung und Herkunftsland, als Sekt bezeichnet werden. Durch Flaschengärung hergestellte Schaumweine heißen in Frankreich und in Luxemburg Vin Mousseux oder Crémant, in Spanien Cava, in Italien Spumante Metodo Classico, in Deutschland Winzersekt und in Österreich Hauersekt, sofern die Grundweine aus einem einzigen Winzerbetrieb stammen und von diesem selbst oder in einer Erzeugergemeinschaft hergestellt worden sind.
Und mit echtem und falschem Champagner hat es nun auch Xavier Kieffer zu tun. VERHÄNGNISVOLLER CHAMPAGNER ist der achte Fall, in den Koch Kieffer verwickelt wird. Und ich habe mich köstlich amüsiert. Aber ich habe nichts anderes erwartet. Xavier stolpert wie immer durchs Verbrechen, diesmal wird er auch persönlich involviert, da einige seiner früheren Kollegen inzwischen in Champagner machen. Mehr oder weniger erfolgreich und mehr oder weniger gut. Und so ist es zum einen ein amüsantes Vergnügen wie Kieffer versucht die Puzzlestücke zusammen zu setzen, um den Tod seines Freundes zu klären, zum anderen ein lehrreiches (aber nicht langweilendes) Werk, das über den Champagner informiert. Und so kann man sagen: Alles ist so, wie man es von den Kiefferkrimis kennt. Und man muss Xavier einfach mögen, ebenso wie seinen Stammkunden Pekka, der gerne und oft mit Rat und Tat zur Seite steht (sofern er seinen Rivaner bekommt). Freunde kulinarischer Krimis werden auf ihre Kosten kommen und man muss sagen, dass, auch wenn viele Namen erfunden sind, man doch viel über die Champagne und den Champagner erfährt. Und eine spannende Reise in die Vergangenheit bekommen Xavier und der Leser auch geboten. Ich hoffe der nächste KIEFFER lässt nicht auf sich warten (denn ich muss sagen, dass darin auch die Stärke des Autors liegen, seine anderen Bücher, soweit mir bekannt und gelesen, haben mich nicht so fesseln können wie jeder einzelne der Kiefferkrimis.

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