Freitag, 9. Januar 2026

Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot (Rezension)

Holmes' und Watsons erster Fall: Ein Traumduo findet sich fürs Leben
Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt von Sherlock Holmes, dem wohl berühmtesten Detektiv aller Zeiten! Den Auftakt der Reihe bildet dieser Roman, in dem Dr. John Watson als Kriegsinvalide nach London zurückkehrt und jemanden sucht, mit dem er zusammenziehen und sich die Miete teilen kann – und findet in dem ebenso hochintelligenten wie skurrilen Sherlock Holmes den passenden Partner. In ihrem ersten Fall ist Spannung garantiert, geht es in ihm doch um Rache wegen eines lange zurückliegenden Mordes in einer Mormonengemeinde im amerikanischen Utah.
Der erste Roman der vollständig neuübersetzten Reihe der Sherlock-Holmes-Romane: ein Muss für alle Krimi-Fans!

Donnerstag, 8. Januar 2026

Karl H. Sodek: Untergang der Welten - Ende eines Zeitalters (Rezension)

An einem anderen Ende des Universums lebt auf dem Planeten Valderan eine fortschrittliche Zivilisation, die behutsam mit ihren Ressourcen umgeht. Der Lehrmeister Galduran feiert mit seinen Schützlingen Kalgira und Brandan während der Großen Vereinigung der beiden Sonnen Alderan und Aldera das Ende ihrer Ausbildung. Während Kalgira danach als Wissenschaftlerin die Sterne erkundet, zieht es Brandan auf den Meeren in unbekannte Gebiete. Die Wege der drei kreuzen sich wieder, als der Frieden auf Valderan durch einen Aufstand in Gefahr gerät und eine furchtbare Bedrohung aus den finsteren Weiten des Weltalls auf sie zukommt.
Sodek schafft mit UNTERGANG DER WELTEN eine reich ausgestaltete Sci-Fi-Welt, die nicht nur durch ihre physikalischen und gesellschaftlichen Details beeindruckt, sondern auch durch die Komplexität der Kultur und der politischen Strukturen auf Valderan.  Die Darstellung der Welt ist durchaus glaubwürdig, teilweise mit Anleihen, die an bekannte Sci-Fi-Klassiker erinnern, aber dennoch originell sind.
Sodek gelingt es, wissenschaftliche Prinzipien organisch in die Handlung einzubetten. Technische und physikalische Aspekte werden nicht einfach nur zur Schau gestellt, sondern sorgen dafür, dass die Welt logisch und konsistent wirkt, kurz gesagt, was das Worldbuilding anbelangt so hat der Autor gute Arbeit geleistet. Der große Schwachpunkt in meinen Augen ist die Handlung, bzw. die Verbindung mit dem Worldbuilding. Gerade am Anfang muss viel erklärt werden, was allerdings nicht in die Handlung eingebaut wird sondern fast schon wie eine Vorlesung wirkt. Das hätte besser ins Glossar gepasst. Durch diese Erklärung wird das Lesevergnügen geschmälert und die Handlung wirkt zäh und baut kaum Spannung auf. Erst gegen Ende nimmt die Geschichte Fahrt auf, allerdings vermisse ich im Großen und Ganzen den wirklich bedrohlichen Konflikt,
Wirklich überzeugt hat mich das Buch nicht, die Welt ist interessant und bietet viel Bekanntes (aber gerade in der Gesellschaftsstruktur einige interessante Aspekte, die zum Nachdenken anregen und schon fast philosophisch wirken), was die Glaubwürdigkeit unterstreicht, aber wo das Worldbuilding überzeugen kann, da versagt die Handlung. Die Charaktere sind etwas oberflächlich in ihrer Darstellung und lassen dadurch auch all die Intrigen und Verschwörungen weniger wirken als sie es könnten. Nun, wer sich am Herr der Ringe erfreuen kann wird vielleicht sogar diesem SF-Epos etwas abgewinnen können. Und es sieht so aus, als wäre das nur der Anfang. Nur, wie heißt es so schön: Für mich ist die Reise beendet.

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Montag, 5. Januar 2026

C. S. Harris: Der Teufel von Bethan Green (Rezension)

Als der gutaussehende, aber sittenlose, junge Lord Ashworth brutal ermordet aufgefunden wird, liegt es nahe, dass Bow Street Magistrat Sir Henry Lovejoy den adligen Detektiv Sebastian St. Cyr, Viscount Devlin hinzuzieht, um bei der Suche nach dem Mörder zu helfen. Nur sieben Monate zuvor hatte Sebastian Ashworth verdächtigt, bei der Entführung und Ermordung einer Reihe schutzloser Straßenkinder geholfen zu haben. Aber Sebastian konnte Ashworths Mittäterschaft nie beweisen. Und noch schlimmer: Er konnte seine eigensinnige Nichte Stephanie nicht davon abhalten, eine verhängnisvolle Ehe mit dem gefährlichen Adligen einzugehen.
Sebastian entdeckt bald, dass ihre Ehe zu einer Farce verkommen war: Ashworth hatte seine schwangere Braut zurückgelassen und lebte weiterhin ein Leben als Junggeselle. Und immer mehr Beweise – von einem kleinen blutigen Handabdruck bis hin zu einem Seidenstrumpf – deuten darauf hin, dass Ashworths Mörder eine Frau war. Sebastian muss um jeden Preis das schockierende Geheimnis um Ashworths Leben aufdecken. Sonst wird es Stephanie sein, die für seinen Tod bezahlt …

Freitag, 2. Januar 2026

Maj Sjöwall/Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal (Hörbuch)(Rezension)

Roman über ein Verbrechen (schwedisch Roman om ett brott) ist eine zwischen 1965 und 1975 erschienene Roman-Dekalogie des schwedischen Autorenpaars Maj Sjöwall und Per Wahlöö. Die Serie war ein weltweiter Erfolg und wurde mehrfach verfilmt. Als grundlegende Neuerung im Kriminalroman gilt die realistische Darstellung der Ermittlertätigkeit als Zusammenspiel vieler Beteiligter. Bis dahin dominierte die Figur des genialen Einzelermittlers das Genre, so zum Beispiel Sherlock Holmes, Hercule Poirot oder Lord Peter Wimsey.
Hauptfigur der Reihe ist der Polizist Martin Beck, der zunächst Erster Kriminalassistent, dann Kriminalkommissar, später Chef der landesweiten schwedischen Mordkommission (riksmordkommissionen) ist.
DIE TOTE IM GÖTAKANAL ist der erste Band, erschien 1965 im Original (und 1968 als Übersetzung in der BRD, 1981 in der DDR). Seitdem sind mehrere Ausgaben erschienen, übersetzt von verschiedenen Übersetzern. Das Hörbuch basiert auf der Übersetzung von Hedwig M. Binder und wird gesprochen von Günther Harder. Martin Beck war auch Titelfigur in mehreren TV-Serien, die mehr oder weniger lose an den Büchern orientiert sind.

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Otfried Preußler: Krabat (Hörbuch)(Rezension)

Die Krabat-Sage spielt in der Lausitz und erzählt von der Verführung und Überwindung dunkler Macht. Der vierzehnjährige Waisenjunge Krabat folgt eines Tages einer geheimnisvollen Stimme, die ihn zur Schwarzen Mühle ruft. Dort wird er Lehrling eines Müllermeisters, der sich bald als mächtiger schwarzer Magier entpuppt. Gemeinsam mit elf weiteren Gesellen erlernt Krabat nicht nur das Müllerhandwerk, sondern auch schwarze Zauberkünste, die Macht und Vorteile versprechen. Doch Krabat erkennt schnell den hohen Preis dieser Fähigkeiten: Jedes Jahr in der Neujahrsnacht fordert der Meister ein Menschenopfer aus den Reihen der Gesellen. Wer versucht zu fliehen oder sich zu widersetzen, stirbt. Krabat gerät in einen inneren Konflikt zwischen Machtstreben, Angst und seinem wachsenden Wunsch nach Freiheit. Trost und Hoffnung findet er in der Liebe zu einem Mädchen aus dem Dorf, das ihm Mitgefühl und Menschlichkeit bewahrt. Als erneut eine Opfernacht bevorsteht, wagt Krabat den entscheidenden Schritt. Mit Mut, Selbstverleugnung und der Hilfe des Mädchens stellt er sich dem Meister. Durch Liebe und Standhaftigkeit wird der Bann der schwarzen Magie gebrochen, die Mühle verliert ihre Macht, und Krabat ist frei. Die Sage verbindet düstere Volksmythologie mit einer zeitlosen Botschaft über Freiheit, Verantwortung und die Überwindung des Bösen.