Der zweite Fall der Sylter Kommissarin Lene Cornelsen...
Sebastian Thiel spielt hier mit den Legenden um Sylt, Rungholt und der Insel Strand. Dabei muss man mit den entsprechenden Begebenheiten nicht vertraut sein, die Mythen werden perfekt in Szene gesetzt und erklärt. Geheimnisvolle Schätze, ein Unwetter mit Vorzeichen, die auf den Untergang Sylts hinweisen, eine Frau in Rotem Kleid, Glockengeläut... Thiel erschafft eine mytstische Stimmung und beschwört mit einfachen Mitteln eine Atmosphäre des Untergangs. Die Protagonisten sind glaubwürdig (zumindest für den Leser, aber dieser hat einen anderen Blick auf die Dinge als beispielsweise Lenes roboterartiger Vorgesetzter). Manchmal ist die Geschichte etwas vorhersehbar, manchmal wird man etwas im Dunklen gelassen, aber wenn es spannend werden soll, dann ... wird es wirklich spannend. Ich bin kein großer Freund von Küstenkrimis, die wenigen die ich gelesen habe waren meiste her wenig überzeugend. Aber Lene Cornelsen hat es mir angetan. Ein spannender abwechslungsreicher Krimi, der mit den Sylter Legenden und den Vorstellungen/Erwartungen des Lesers spielt. Und das auf wirklich unterhaltsame Weise.
Was meiner Meinung aber gerne kürzer gehalten hätte werden können, waren die Rückblicke in das Jahr 1634 (dem Jahr der Burchardiflut). Das entschleunigte die Geschichte sehr und war für mich der langweiligste Teil ... weglassen oder kürzer wäre mehr gewesen. Aber es soll ja Leute geben, die solche Rückblicke mögen. Wenn sie gelungen sind stören sie mich nicht, hier habe ich wenig Mehrgewinn gesehen. Abgesehen davon: Ein gut geschriebener, sehr unterhaltsamer und spannender Küstenkrimi.
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Google, ChatGPT, Vergleichbares oder Terra X: Atlantis der Nordsee, ZDF-Dokumentation 2010 von Gabriele Wengler, Sandra Papadopoulos informieren über Sylt, Rungholt ....

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