Samstag, 13. Februar 2021

Tina Lundgren: Tödliches Vergessen - Die Flucht (Rezension)

Als Strafverteidiger Tim Eichner sich auf ein letztes Treffen mit seiner Exfreundin Vanessa einlässt, hätte er nicht ahnen können, was ihn erwartet. Denn am nächsten Morgen wacht er in ihrem Bett auf, neben sich die blutüberstömte Leiche seiner Exfreundin. Panisch flieht Tim in eine einsame Waldhütte, denn eins weiß er sicher: Niemand wird ihm glauben, dass er sich an nichts erinnern kann. Bald schon ist ihm die Polizei auf der Spur, doch die junge Kriminalbeamtin Miriam Waltz, eine Bekannte von Tim, zweifelt an seiner Schuld. Kann sie den Fall lösen, bevor Tim den zehrenden Kampf gegen die Wildnis verliert?
Bevor ich auf das Buch selber eingehe eine Anmerkung: Das Buch erschien bereits 2020 unter dem Titel "Die Flucht". Ich verstehe das Marketingkonzept des dp-Verlags nicht, der innerhalb kürzester Zeit identische Bücher unter anderem Titel und neuem Cover zu veröffentlichen. Ich finde das etwas nervig bei Autoren, von denen man annimmt, dass sie endlich wieder ein neues Buch geschrieben haben, aber dann feststellen muss, dass man das Buch bereits vor drei Monaten gelesen hat. Das nur so nebenbei erwähnt.
Tödliches Vergessen ist ein Thriller ... und klingt sehr spannend wenn man alleine nach dem Klappentet geht. Aber ... wenn ich etwas positives sagen soll, dann dies: Die Ermittlungsarbeit von Miriam Waltz ist streckenweise interessant. Tatsächlich aber überwiegen die negativen Punkte, so dass man Die Flucht am Besten vergessen kann:
Die Reaktion von Tim Eichner auf die Tote finde ich nicht nachvollziehbar, wie die meisten der danach folgenden Aktionen.
Miriam schwärmt für Tim und will ihn schützen, glaubt natürlich auch an seine Unschuld, aber hat nur oberflächlichen Kontakt ... das nervt.

Es hätte durchaus ein spannender Thriller sein können, wenn es auch gewöhnungsbedürftig wäre einen Survivalthriller auf deutschem Boden zu lesen. Aber ich bin überzeugt, dass das auch funktioniert hätte. Wenn ... wenn Tim für seine Handlungen ein besseres Motiv hätte und selbst für eine Kurzschlussreaktion (die ich vielleicht noch nachvollziehen könnte) dauert seine Flucht zu lange.

So ist Tödliches Vergessen zu unrealistisch um wirklich spannend zu sein. Eine gute Idee, die an der Umsetzung scheiterte.


Keine Kommentare:

Kommentar posten

Durch das Kommentieren eines Beitrags auf dieser Seite werden automatisch über Google personenbezogene Daten erhoben. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung. Mit dem Abschicken eines Kommentars wird die Datenschutzerklärung akzeptiert.