Donnerstag, 2. Juli 2020

Stephen King: Die Leiche (Rezension)


Die vier besten Freunde Gordon, Chris, Teddy und Vern aus Castle Rock hören von der Leiche eines gleichaltrigen Jungen, die in der Gegend an den Bahngleisen liegen soll. Sie wagen sich auf einer abenteuerlichen Suche tief in die Wälder Maines, wo sie bei Sonnenschein und Blitz und Donner mehr über die Liebe, den Tod und die eigene Sterblichkeit erfahren, als ihnen lieb ist.
Es ist lange her, dass ich Stephen King gelesen habe. Als Jugendlicher habe ich seine Werke verschlungen, aber irgendwann habe ich dann die Lust verloren und den Autor aus den Augen verloren.
In letzter Zeit aber ist das Interesse wieder geweckt worden.
DIE LEICHE ist nicht neu, nur in dieser Ausgabe, aber es handelt sich auch nicht um eine Neuübersetzung (was man auch anhand der Sprache merkt. Ich glaube, wenn man die Geschichte heute neu übersetzen würde gäbe es manche Ausdrücke nicht mehr, da sie politisch wohl nicht mehr korrekt wären).
Die Geschichte wurde bereits (zusammen mit drei anderen großartigen Geschichten) 1982 in FRÜHLING, SOMMER, HERBST UND TOD veröffentlicht.
1986 erfolgte die Verfilmung als STAND BY ME.
Es ist eine sehr unblutige Geschichte des damals vor allem als HORRORAUTOR bekannten Stephen King. Aber es ist eine schöne ergreifende Geschichte über einen Sommer voller Ereignisse und verbindender Freundschaft.
Man fühlt sich selbst in die Zeit hinein versetzt, selbst als Europäer, der die damalige Zeit auch nicht miterlebt hat.
Hin und wieder erlaubt sich der Autor (Gordie, einer der Jungen) einen Blick in die Zukunft (seine Gegenwart) und wertet dadurch die Geschichte auf.
Zwei seiner Kurzgeschichten sind ebenfalls enthalten und auch wenn man am Anfang nicht verstehen mag, welchen Sinn und Zweck sie erfüllen, so passen sie doch in das Gesamtwerk von DIE LEICHE.

Ein früher King ... absolut lesenswert (und gar nicht gruselig)

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