Dienstag, 21. Juli 2020

Sebastian Thiel: Das Blut der Unschuldigen (Rezension)

Sie suchen die Wahrheit und finden menschliche Abgründe …
Für Victoria Lescale ist die Novizität in der Klosterschule endgültig beendet. Zu unkonventionell ist ihre Art, zu sehr eckt sie mit der Oberin an.Doch der Tod ihrer Zimmergenossin Fayola, auf den kalten Stufen der Abtei, verlängert ihren Aufenthalt auf grausame Weise. Die Polizei ist keine Hilfe und will den Fall schnell zu den Akten legen. Vom Täter fehlt jede Spur. Nur Kommissarin Carmen Schwarz glaubt, dass hinter dem Mord mehr steckt als ein fremdenfeindliches Motiv. Auf eigene Faust nimmt das ungleiche Duo die Ermittlungen auf und stößt dabei auf eine grausame Verschwörung, die bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft reicht …

Das Buch hat mich echt überrascht, obwohl ich am Anfang doch sehr skeptisch war. Die Zusammenstellung des Ermittlerteams klang zwar interessant, aber das hätte auch langweilig werden können. Aber ... DAS BLUT DER UNSCHULDIGEN ist alles andere als langweilig. Das Ermittlerteam ist erfrischend witzig, obwohl sie beide (natürlich) ihre eigenen Dämonen zu bekämpfen haben. Der Fall ist spannend von Anfang an und bietet genügend Spekulationen in falsche Richtungen und die eine oder andere überraschende Wendung.
Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen und wenn es vorbei ist will man mehr.
Sprache und Schreibstil überzeugen, die Charaktere überzeugen und dem Autor gelingt es der ernsten Geschichte auch ein paar humorvolle Momente abzuringen, meist in den Dialogen der Ermittlerinnen. Dabei schafft er es dennoch die Ernsthaftigkeit der Situation nicht aus den Augen zu verlieren.
Ich hoffe, dass man noch mehr von Lescale und Schwarz zu lesen bekommt.

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