Montag, 27. Juli 2020

Helen Harper: Hex Files - Hexen gibt es doch (Rezension)

Fauler Zauber - leicht gemacht
Um eines direkt klarzustellen: Ivy Wilde ist keine Heldin. Eigentlich ist sie die allerletzte Hexe auf der Welt, die man rufen würde, sollte man magische Unterstützung benötigen (was nicht heißt, dass sie es nicht könnte!). Ginge es nach Ivy selbst, würde sie am liebsten den ganzen Tag auf der Couch hängen, Serien gucken, Junkfood mampfen und mit ihrer Katze Streitgespräche führen. Doch durch einen Bürokratiefehler wird Ivy Opfer einer vertauschten Identität und unfreiwillig - sehr, sehr unfreiwillig! - mitten hineingeschleudert in den Arkanen Zweig, der Ermittlungsbehörde des Heiligen Ordens der Magischen Erleuchtung. Rasend schnell vervierfachen sich Ivys Probleme, als dann auch noch ein wertvolles Objekt gestohlen und sie daher gezwungen ist, mit Adeptus Exemptus Raphael Winter zusammenzuarbeiten. Raphaels saphirblaue Augen lassen in Ivys Magen zwar irgendwie Schmetterlinge flattern, aber eigentlich zeigt der Adeptus all das, was Ivy aus tiefstem Herzen ablehnt: die freudlosen Tücken von zu viel stoischem Hexenwerk. Und je länger Raphael Ivy piesackt, desto größer wird ihr Verlangen ... ihn in einen Frosch zu verwandeln!


Bisher kannte ich von Helen Harper nur die Blood Destiny Reihe, die mir sehr gut gefallen hat.
Bei Hex Files erwartete ich etwas Ähnliches und hatte zugleich Sorgen, dass es ein zu großer Abklatsch von Blood Destiny wäre. Statt Werwölfen eben Hexen.
Aber .. ich wurde nicht enttäuscht. Natürlich ähnelt sich der Schreibstil und Ivy weißt auch gewisse Ähnlichkeiten mit Mack auf, es sind beides Frauen, die sich nicht viel von der männlichen Gesellschaft sagen lassen und ihren eigenen Kopf durchzusetzen wissen.
Ende der Gemeinsamkeiten.
Irgendwo hatte ich gelesen, dass die Blood Destiny Reihe sehr witzig wäre, aber das konnte ich nicht bestätigen. Gefallen hat mir die Reihe trotzdem.
Der Anfang von Hexen gibt es doch dagegen weißt schon eine Menge an Humor (und witzigen Situationen) auf, so dass man einen Vorgeschmack auf das bekommt, was nachfolgt. Denn es geht witzig weiter. Manchmal kann man schmunzeln, manchmal auch herzhaft Lachen und Katzenbesitzer werden an den tierischen Nebenpersonen ihre Freude haben.
Der Roman ist spannend und unterhaltsam, weist ein paar nette Ideen auf und liest sich schnell.
Die Charaktere sind liebenswert (manchmal auch etwas verpeilt) und dabei spielt es keine Rolle ob gut oder böse. Die HEX FILES sind ein bisschen überdreht; eine liebenswerte kurzweilige Komödie, die Lust auf mehr macht.

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