Dienstag, 23. Juni 2020

Ethan Cross: Ich bin die Angst (Rezension)

Der "Anarchist", ein mysteriöser Killer, verbreitet in Chicago Angst und Schrecken. Er trinkt das Blut seiner Opfer, bevor er sie anzündet. Schlimmer noch: Er zwingt sie, ihm dabei unentwegt in die Augen zu schauen. Denn sie sollen sein wahres Gesicht sehen. Nicht das Gesicht des liebevollen Ehemannes und Vaters, das er seit Jahren für seine Familie aufsetzt, sondern das Gesicht des absolut Bösen. Um den Anarchisten zur Strecke zu bringen, muss Marcus Williams von der Shepherd Organization sich ausgerechnet an seinen Todfeind wenden: Francis Ackerman junior, den berüchtigsten Serienkiller der Gegenwart.
Die SHEPARD-Reihe ist eigentlich eine Bücherserie, mit der ich gerne warm werden würde. Mein erster Eindruck von Francis Ackerman junior war ein guter (siehe hier), aber alles, was ich danach gelesen habe (und ICH BIN DIE ANGST ist inzwischen schon das vierte Buch, dass ich von Ethan Cross über Francis Ackerman jr lese) hat mich nicht überzeugt.

Tatsächlich ist ICH BIN DIE ANGST besser als ICH BIN DIE NACHT, aber ich werde die Shepard-Reihe nicht weiter verfolgen. Besser ist eben nicht gut genug, um überzeugend zu sein. Obwohl, die letzten Seiten mit einem überraschenden Moment aufwarten können. Aber ... das ist zu wenig.
Ich kann die Charakterentwicklung nicht nachvollziehen, weder von Marcus, noch von Ackerman, Ackerman hat auch eine eher geringe Rolle, die mehr Zufallscharakter aufweist und mich nicht überzeugen kann.
Ich gebe zu, die Geschichte ist durchaus spannend, wirkt aber leider an vielen Stellen zu sehr an den Haaren herbei gezogen und auch wenn das Erzähltempo ein rasantes ist ... es ist zu viel Effekthascherei und zu wenig Charakterentwicklung, so dass viele Handlungen einfach nicht nachvollziehbar sind.
Potential für einen interessanten Thriller sind vorhanden, als Popcorn-Kino würde der Roman vielleicht sogar funktionieren und hervorragend unterhalten, aber als Buch wirkt er stellenweise zu platt, teilweise zu vorhersehbar.

Ich weiß nicht, was schief gelaufen ist, aber vielleicht bin ich im Moment nicht bereit oberflächliche effekthaschende Thriller zu lesen.


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