Samstag, 30. Mai 2020

M. C. Beaton: Hamish Macbeth ist reif für die Insel (Rezension)

Eigentlich will Hamish nur seinen Schnupfen auskurieren, als er die Einladung in ein Wellnesshotel auf der schottischen Insel Eileencraig annimmt. Seine Gastgeberin Jane dagegen bangt um ihr Leben und hofft, dass Hamish sie vor allem Arg beschützen kann. Kaum ist er da, gibt es tatsächlich eine Leiche. Allerdings musste nicht Jane ihr Leben lassen, sondern die schrecklich arrogante Heather. Verdächtige für die Tat gibt's unter der exklusiven Gästeschar genug - denn auch in der High Society tun sich erschreckende Abgründe auf. Einziges Problem für den schottischen Dorfpolizisten: Alle haben ein wasserdichtes Alibi ...
Der sechste Fall von Hamish MacBeth ....
Mir gefällt das Cover, Papageientaucher sieht man nicht sehr häufig dort und es sind schöne Tiere. Allerdings hat der Vogel mit der Handlung des Romans nichts zu tun und ich kann mich auch nicht erinnern, dass er irgendwo erwähnt wird... vielleicht in einem überlesenen Nebensatz... Aber das nur am Rande... normalerweise sind mir die Cover der Bücher ja egal. Ich muss aber zugeben, dass ich durch den Papageientaucher erst auf die Hamish MacBeth Reihe aufmerksam geworden bin.
Wer weiß ob ich die Serie weiter gelesen hätte, wenn ich mit diesem Band angefangen habe, denn soweit ich das nach sieben Teilen, die ich gelesen habe beurteilen kann, ist Hamish Macbeth ist reif für die Insel der schlechteste der Reihe.
Natürlich spielt auch hier das Verbrechen nur eine untergeordnete Rolle und der Roman lebt von der Beschreibung der Leute und ihrer Eigenheiten, aber ... irgendwie hat man alles schon einmal irgendwo gelesen, zumindest was die Betreiber und Gäste des Wellness Hotels anbelangt. Die Bewohner von Eileencraig sind etwas speziell und durchaus originell, aber der Rest ...
Ich gebe zu, dass ich wenig Spaß beim Lesen empfunden habe und tatsächlich öfter mit den Augen rollen musste, eben weil alles schon irgendwie da gewesen ist.
Was anders ist, ist Hamish selbst, der ein bisschen lustlos und planlos durch den Kriminalfall stolpert und nicht so richtig in Fahrt kommt, obwohl der anfänglich so hervorgehobene Schnupfen irgendwann keine Rolle mehr spielt.
Seicht, wie immer, mit bekannter Routine, aber etwas langweilig und kaum etwas Neues. Erstaunlich dass die Fortsetzung (Hamish Macbeth und der tote Witzbold) wieder besser wird.
Deswegen gebe ich der Reihe noch eine Chance... aber ... ein Highlight ist dieser Band nicht (abgesehen vom Papageientaucher auf dem Cover ....)

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