Sonntag, 12. Mai 2019

Mark Lawrence: Waffenschwestern (Rezension)

»Waffenschwestern« ist der Auftaktband zu einer neuen Fantasy-Trilogie von Bestseller-Autor Mark Lawrence.
Nona ist kein gewöhnliches Kind: Sie hat auffällig schwarze Augen und schwarze Haare und kann sich mit übernatürlicher Geschwindigkeit bewegen. Und sie ist erst acht, als sie ihren ersten Mord begeht. Nona steht schon im Schatten des Galgens, als sie von der Äbtissin des Klosters zur barmherzigen Gnade gerettet wird, wo sie man sie zur Kriegerin ausbildet. Doch der Mann, den sie getötet hat, gehörte einer der mächtigsten Familien des Reiches an – die alles daransetzt, sich an ihr und den Schwestern des Konvents zu rächen.
Doch Nona ist alles andere als leichte Beute. Im Kloster zur barmherzigen Gnade leben Mystikerinnen, die das Gewebe der Welt manipulieren, Schwestern der Verschwiegenheit, die sich der Kunst der Täuschung widmen, und hier werden die gefährlichsten Kriegerinnen des Reiches ausgebildet. Nona durchläuft ein rigides Trainingsprogramm, das sie mit dem mystischen Pfad vertraut macht, den geheimen Künsten des geräuschlosen Tötens und der Fähigkeit, mit den verschiedensten Waffen zu kämpfen. Mit den anderen Novizinnen ist sie in Freundschaft und Liebe – und manchmal auch leidenschaftlichem Hass – verbunden. Nicht alle werden es schaffen, aber diejenigen, die ihren Weg bis zu Ende gehen, werden Teil der Schwesternschaft. Sie werden die gefährlichsten Klingen des Reiches, sie werden Waffenschwestern sein.
Ich habe noch kein Buch von Mark Lawrence gelesen, kann also nicht sagen, ob diese besser sind, oder ob dieses Buch einfach nur das schlechteste des Bestseller-Autors ist. Allerdings darf man bei dem Begriff Bestseller-Autor auch gerne Vorsicht walten lassen und ich muss zugeben, dass ich von vielen Bestsellern-Autoren enttäuscht wurde.
Bei Waffenschwestern war es ähnlich, allerdings kann ich bereits sagen, dass mich der Klappentext schon nicht angesprochen hat. Warum ich das Buch trotzdem besitze und gelesen habe lässt sich leicht erklären: Leseflut (denn ich wusste nicht, was ich bekommen sollte).
Ich habe schon ein paar Bücher mit ähnlicher Thematik gelesen und in vielen Fällen wurde ich gut unterhalten und gefesselt (als Beispiel nenne ich nur DIE GILDE DER SCHWARZEN MAGIER von Trudi Canavan). Bei Waffenschwestern fehlte mir bis zum Schluss der Zugang und ich werde wohl auf die Fortsetzungen verzichten. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ein Mann versucht über Mädchen zu schreiben und auch wenn es manchen gelingen mag (als Beispiel fällt mir spontan CARRIE von Stephen King ein) so gelingt es Mark Lawrence nicht. Vielleicht liegt es auch daran, dass mir die Kirche seiner Welt, die Nonnen und ihre Kloster, zu suspekt sind und ich ihren Hintergrund und ihre Daseinsberechtigung nicht verstehe.
Manchmal ist der Schreibstil sehr brutal und bildlich (vor allem am Schluss), manchmal eher trocken.
Der Funke ist nicht rübergesprungen und es gibt bessere Fantasy-Epen die den Weg eines "einfachen" Mädchens zur Heldin (oder was auch immer) beschreiben.

Ich habe gelernt, dass man nicht unbedingt nach dem Klappentext eines Buchs gehen kann, aber Waffenschwestern hat mir gezeigt, dass ein Buch, dessen zu langer Klappentext schon mein Interesse nicht wecken kann auch auf den Seiten im Inneren des Buches nicht überzeugt.
Vielleicht ist es eine Ausnahme, aber die Lust an den Nachfolgebänden dieser Trilogie wurde nicht geweckt.

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