Dienstag, 16. Februar 2021

Tharah Meester: St. Garner (Rezension)

Der stadtbekannte Pläsierer Liam Young ist fassungslos, als ihm ein neuer Freier gegenübersteht. Denn Galen Sinclair wird für seine Kälte und Gesetzestreue gleichermaßen respektiert wie gefürchtet. Dass er darüber hinaus der Gemahl eines Kunden ist, bringt Liam in eine missliche Bedrängnis, die ihn zur Zurückweisung zwingt. Doch der Colonel mit den strengen Zügen und dem matten Blick stellt ihn vor eine Herausforderung, die der Meister der Erotik nicht ablehnen kann. Er gesteht dem verschlossenen Offizier zehn Nächte in seinem Bett zu, aber schon bald ist es nicht nur dessen prekäres Problem, das ihn reizt ...
St. Garner - Eine undenkbare Affäre" ist der erste Teil einer neuen Serie, die in dem Venice spielt. Venice (und die Welt darum) ist eine fiktive, an das viktorianische Zeitalter angelehnte Stadt, in der gleichgeschlechtliche Beziehungen nichts ungewöhnliches sind (Frauen scheinen aber zumindest in St. Garner keine große Rolle zu spielen, es scheint eine von Männern dominierte Welt zu sein). Die Handlung ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig von den weiteren Werken gelesen werden. 

Erzählt wird eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, ein bisschen an PRETTY WOMAN erinnernd, aber doch anders. Tharah Meesters gelingt es mit Leichtigkeit den Leser von ihrer Welt zu überzeugen, schnell kann man sich dem Zauber nicht mehr entziehen. Die Figuren werden so lebendig beschrieben, man muss direkt mit ihnen leiden (aber man darf sich auch mit ihnen freuen). 
Es wird geratscht und getratscht, man trifft sich, man verführt sich...
Und hin und wieder gibt es einige amüsante Szenen, die über andere Probleme hinwegsehen.

Trotz der fiktiven Umgebung ist es ein ernstes Buch über Impotenz und die Gefühle eines Mannes, der sich nicht vollwertig fühlt. 

Die Erzählweise des Buchs ist eine ruhige, sehr entspannte, die auch nach dem Lesen noch anhält. Nie wird es langweilig und das obwohl diese Art von Geschichten (erst zieht man sich an, dann stößt man sich ab und natürlich Unmengen an eifersüchtigen Missverständnissen) schnell langweilen.
Bei St. Garner ist das nicht der Fall, es bleibt lesenswert (anders kann ich es nicht sagen, denn auf eine besondere Art ist die Geschichte nicht spannend, aber man bleibt trotzdem gefangen und will unbedingt weiter lesen) bis zum Schluss. 

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