Dienstag, 9. Februar 2021

Nicki Fleischer: Blutprotokoll (Rezension)

Als in einem Frankfurter Pharmaunternehmen ein Mitarbeiter vergiftet wird, ist LKA-Kommissar Peter Groß und seinem Team schnell klar, dass der Mord mit den Versuchsreihen des Konzerns zusammenhängen muss. Doch wieso wurde der Mitarbeiter umgebracht und wer manipuliert die wichtige Forschungsarbeit? Als Peter Groß bei seinen Nachforschungen einem Pharmaskandal auf die Spur kommt, erhält er selbst Morddrohungen. Doch Aufgeben gehört nicht zu seinen Stärken, und er muss mit seinem Team unkonventionelle Methoden anwenden, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, an dessen Ende schließlich eine menschenverachtende Entdeckung steht …
Man muss sich auf den Stil einlassen, aber dann bekommt man einen spannenden Thriller geboten. Anhand von Vernehmungsprotokollen und persönlicher Notizen wird die Handlung vorangetrieben, und das sehr spannend. Durch die Erzählweise wird eine bestimmte Stimmung aufgebaut, die mich teilweise an diverse amerikanische Serien (CSI, Law & Order ...) erinnert. Sowohl die ermittelnden Beamten wie auch die Verdächtigen/Zeugen werden glaubwürdig dargestellt, die Story ist eines Thrillers würdig (halte ich allerdings für leicht unrealistisch, was dem Lesespaß aber keinen Abbruch tut).

Blutprotokoll ist ein Thriller nach meinem Geschmack. Spannend, abwechslungsreich, einfach gut geschrieben. Wenn man sich darauf einlässt... aber dann wird man belohnt. Und wer Einblicke in die streng geheimen Machenschaften der Pharmaindustrie werfen möchte ... bekommt viel Stoff für die eine oder andere Verschwörungstheorie. Und das ist auch irgendwie sehr spaßig. 
Wie gesagt, die Handlung finde ich etwas unrealistisch, aber ich muss auch gestehen, dass ich sie gar nicht so an den Haaren herbeigezogen finde ... schwarze Schafe gibt es immer. Und der Umgang mit Fremdfirmen und Personal ... wer etwas zu verbergen hat greift zu besonderen Maßnahmen. 

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