Mittwoch, 13. Januar 2021

Daniel Sand: Irren ist göttlich (Rezension)

In der Welt eines fehlerlosen Gottes zu leben, ist sehr angenehm. Solange er keine Fehler macht. Als er den jungen Thariel verflucht, glaubt erst mal niemand an dessen Unschuld. Also reist er in die Stadt des Allmächtigen, nur um zu erfahren, dass es nicht nur um Gott schlechter steht als befürchtet, sondern gleich um das ganze Königreich. Thariel gerät in Intrigen, legt sich mit finsteren Mächten an und strandet mit einem Zeitmaschinen-Prototypen außerhalb von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wird er den Fluch los und kann er nebenbei das Königreich retten?
Der Klappentext und auch das Cover sind sehr vielversprechend, wenn man skurrile Fantasy mag. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen. Aber leider konnte mich Irren ist Göttlich nicht ganz überzeugen. 
Ein bisschen fühlt man sich an Terry Pratchett und Douglas Adams erinnert, aber an den Witz von Douglas Adams kommt Daniel Sand nicht heran und was der Vergleich zu Terry Practhett anbelangt ... die einen mögen seine Scheibenwelt, andere nicht. Ich gehöre in die zweite Kategorie. 
Man braucht etwas um in die Würfelwelt eintauchen zu können und auch wenn die Idee der Welt (die NICHT auf einem sechsseitigen Würfel basiert) interessant ist, so spielt sie kaum eine Rolle, man hätte sich diesen Hinweis also auch sparen können ... es sei denn es gibt weitere Geschichten aus dieser Welt. 
Aber so ... könnte die Geschichte auch auf einer pyramidenförmigen oder runden Welt passieren.
Unterhaltsam (und ein bisschen naiv) ist die Handlung auf jeden Fall und hin und wieder sprudelt sie nur so über von merkwürdigen Ereignissen und Verwicklungen, manchmal ist es zu viel und dann wieder plätschert die Handlung inspirationslos vor sich hin, vor allem im Mittelteil. 
Die Regenwolke ist an sich eine nette Idee, bekommt aber auch nicht die Aufmerksamkeit die sie bekommen sollte und manchmal vergisst man ihre Anwesenheit.

Vielleicht mag der Pratchett-Fan seine Freude daran haben, ich kann nur sagen, dass ich zwar teilwiese gut unterhalten wurde, ich aber nicht ganz von Handlung und Stil überzeugt war.

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