Samstag, 26. Dezember 2020

Amy Myers: Das Varieté des Todes (Rezension)

Kent, 1926: Lady Ansleys alte Theatergruppe kommt für eine kleine Aufführung wieder auf Wychbourne Court zusammen. Chefköchin Nell Drury weiß, dass Lady Ansley nicht nur wegen der Reaktion ihrer Gäste nervös ist. Unter den schillernden Schauspielern entstehen schnell neue Spannungen und alte Konflikte. Bald werden längst vergrabene Erinnerungen aufgewühlt: Was geschah mit Mary Ann Darling, der jungen Varietee-Schauspielerin, die vor dreißig Jahren verschwand? Die Vorstellung neigt sich dem Ende zu, doch das wirkliche Drama beginnt gerade erst ...
Der zweite Teil der Nell Drury Reihe ...
Der Tanz mit dem Tod konnte mich ja nicht ganz überzeugen, aber ich hatte Das Varieté des Todes als Rezensionsexemplar angefragt bevor ich den ersten Teil der Reihe gelesen habe. Sonst würde es diese Rezension nicht geben. 
Aber der zweite Teil ist tatsächlich unterhaltsamer als der Vorgänger. Amy Myers ist zwar nach wie vor kein Highlight unter den historischen Krimis gelungen, aber sie bietet nette, kurzweilige Unterhaltung. Und die Geister (die auch diesmal eine Rolle spielen) sorgen dafür, dass die Krimis mit Köchin Nelly Drury sich von anderen Krimis dieser Epoche unterscheiden. 
Man muss aber auch sagen, dass die Reihe noch ausbaufähig ist. Genug Potential (auch dank der Geister) ist vorhanden. 
Wie auch beim Tanz mit dem Tod hätten die Charaktere besser ausgearbeitet und beschrieben werden können. Es gibt von ihnen zu viele und einige davon bleiben eher schemenhaft. Man hätte sie auch einfach totschweigen können, für die Handlung oder die Atmosphäre waren sie nicht nötig.
Es gibt zwar ein Verzeichnis der auftauchenden Personen aber ich bin es noch nicht sehr gewohnt in einem ebook hin und her zu blättern.

Ausbaufähig, aber eine Steigerung zu Teil eins. Ich denke, ich werde die Reihe noch weiter verfolgen, aber ... wenn die Geister nicht wären, wäre Das Varieté des Todes nicht ganz so interessant.
Ganz nette Unterhaltung für zwischendurch. Muss aber nicht zwingend gelesen werden... denn gerade auf dem Gebiet der Cosy Krimis gibt es Besseres (aber auch schlechteres, aber auf jeden Fall: Zu viel)

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