Dienstag, 10. November 2020

Perry Payne: Occasion - Die zweite Welt (Rezension)


Unausweichlich rast ein gigantischer Planet auf die Erde zu. Die Prognosen für das Fortbestehen der Erde sind verschwindend gering.
Während auf der Erde das Chaos ausbricht, die Wirtschaft und jegliche gesellschaftliche Strukturen zum Erliegen kommen, versuchen die Menschen auf den unbekannten Planeten zu fliehen. Jedoch reichen die Kapazitäten der Shuttles nur für eine kleine Elite.
Ein heißer Kampf um die Flugtickets entbrennt weltweit, auch wenn niemand weiß, was die Menschheit auf dem fremden Planeten erwartet.
Acht Einzelschicksale in acht Geschichten, die miteinander verwoben sind, vor, während und nach der größten Katastrophe der Menschheit.
Die Grundidee des Romans gefällt mir, und erinnert mich an diverse SF-Filme aus den 1960erJahren (Klassiker, in Schwarzweiß und unerreichbar trotz modernster Technik). Die Umsetzung dagegen lässt etwas zu wünschen übrig. Das Erzähltempo ist anfangs sehr gemächlich, allerdings bleiben die Protagonisten sehr oberflächlich (und das ändert sich für viele bis zum Schluss nicht). Wirklich interessant wird es erst nachdem die ersten "Siedler" auf Occasion gelandet sind (und natürlich ist alles anders als gedacht), dann wird es teilweise richtig spannend (auch auf der Erde bei den Zurückgebliebenen).
Gegen Ende zieht sich die Geschichte wieder, aber davor gibt es noch die eine oder andere wirklich gut inszenierte und spannende Überraschung. 

Aber ... ich kann nicht sagen, dass mich OCCASION vom Hocker gerissen hat. Ansätze guter Ideen sind vorhanden, eine interessante Mischung aus Bekanntem und Neuem, durchaus so geschrieben, dass man für die knappen 500 Seiten nicht viel Zeit benötigt, aber es ist kein ScienceFiction-Roman, den man unbedingt lesen müsste. Dazu ist er in einigen Belangen zu oberflächlich und das was mich (persönlich) interessiert hätte (die früheren Erscheinungen des Planeten) kamen zu kurz (für meinen Geschmack, aber die Geschmäcker sind verschieden...)

Und etwas ganz anderes: Die Soontown-Blogtour startet heute bei lolobooks. Und auch hier gibt es ab 20 Uhr eine Lesung mit Clark C. Clever.

Keine Kommentare:

Kommentar posten

Durch das Kommentieren eines Beitrags auf dieser Seite werden automatisch über Google personenbezogene Daten erhoben. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung. Mit dem Abschicken eines Kommentars wird die Datenschutzerklärung akzeptiert.