Montag, 5. Oktober 2020

Thomas Kowa: Schlafe tief (Rezension)

Ein revolutionäres Medikament. 
Opfer, die wie Versuchstiere getötet werden. 
Und ein Killer, der vor nichts zurückschreckt. 
Es verspricht, deinen Schlafbedarf auf eine Stunde zu verkürzen. 
Es verspricht, die Welt zu ändern. 
Es verspricht, dich zu ändern. 
Remexan ist eine Revolution. Doch Revolutionen bringen meistens Tote mit sich. So ereignen sich im Umfeld des verschwiegenen Pharmakonzerns GENEKNOV bestialische Morde, die Opfer wurden präpariert wie Versuchstiere. Während sich Kommissar Erik Lindberg in die Ermittlungen stürzt, kämpft er mit einer erschütternden Erkenntnis aus seinem Privatleben. Der Bundespolizeichef setzt ihn unter Druck und Lindberg läuft die Zeit davon. Gleichzeitig wird der verlockende Ruf des Remexans immer lauter ...
Ein Thriller, der ein klein wenig Science Fiction aufweist, was ich am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig fand. Zu utopisch klingt REMEXAN. Aber warum auch nicht, dadurch wird eine durchaus spannende, abwechslungs- und wendungsreiche Story geboten, die selten an Tempo verliert und  geschickt zahlreiche Handlungsfäden verweben kann. 
Flüssig geschrieben, sympathische Protagonisten (und weniger sympathische Antagonisten).
Die bestialischen Morde werden eher angedeutet (und anhand der Reaktion der Polizeibeamten beschrieben), so dass sie meiner Meinung nach wirkungsvoller sind, als wenn man sie direkt in all ihrer plastischen Grausamkeit beschrieben hätte. 
Manche Dinge wirken etwas konstruiert, aber wenn man sich auf die Existenz von REMEXAN einlässt, sind das vernachlässigbare Nebensächlichkeiten.

Gut geschrieben, gut recherchiert ... und zur Abwechslung tatsächlich mal ein Thriller, der sich auch Thriller nennen darf (denn in letzter Zeit habe ich so manches gelesen, was die Bezeichnung Triller nicht verdient hat.

Ich bin auf die Fortsetzungen gespannt. 

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