Freitag, 16. Oktober 2020

Hans Jürgen Kugler: Pandemie (Rezension)

Ein Virus verändert die Welt. Es gibt eine Zeit vor und nach Corona. Wir alle erleben gerade eine Zeitenwende wie aus dem Szenario eines düsteren Science-Fiction-Films. Die 33 Autor*innen dieser Sammlung haben sich Gedanken über die Zeit nach Corona gemacht und aufwühlende, spannende und berührende Geschichten über das Leben mit dem Virus und das Überleben nach der Pandemie verfasst, aber auch bewegende Stories über die Liebe in Zeiten der Corona geschrieben und darüber, was das Virus mit uns macht. Denn das neuartige Virus tötet nicht nur, es hat auch tiefgreifende und nachhaltige Auswirkungen auf Demokratie und Gesellschaft. Diesem Prozess sind wir nicht hilflos ausgeliefert, wir können ihn mitgestalten. Es muss kein böses Ende geben. Die Zukunft entscheidet sich jetzt.
33 Autoren teilen ihre Gedanken zu Corona (oder anderen Krankheiten, die Pandemien auslösen oder ausgelöst haben) und weben ein sehr beängstigendes Bild unserer Zukunft. Dabei sind einige der Geschichten tatsächlich sehr realistisch, andere dagegen sehr fantastisch (vor allem, wenn Außerirdische ihre Finger im Spiel haben) und so isst es eine der wenigen Anthologien, die fast durchwegs gute Storys zu bieten haben.
Ich gebe zu, dass ich kaum einen der Autoren kenne, aber ein unbekannter Schriftsteller muss nicht zwangsweise schlecht sein (und manche namhaften Autoren sind ... nun ja, das ist alles die Frage des Geschmacks) und Anthologien sind oft ein Sammelsurium an Geschichten von unterschiedlicher Qualität. ich muss aber zugeben dass mir in Pandemie alle Geschichten au die eine oder andere Art gefallen haben, auch wenn mir das Bild, das sie entworfen haben nicht zusagt. Hoffnung findet man in dieser Anthologie kaum. 
Schade eigentlich, aber ... auch ohne Hoffnung ist es eine lesenswerte Anthologie. Wenn ... tja, es gibt tatsächlich ein aber und das ist es auch, was die guten Geschichten in einer ansonsten schlechten Anthologie vereinen. 
Wie das geht? Zuerst versuche ich mich zu rechtfertigen und hoffe, dass mein Bild nur durch mein eigenes Exemplar getrübt ist. ich habe Pandemie als Rezensionsexemplar über netgalley als ebook gelesen. 
Ich hoffe dass es sich dabei um einen Ausrutscher handelt und alle anderen Bücher (ob digital oder als print) anders sind. 
Es wäre wünschenswert. Das Problem: Fehlende Leerzeichen, manche Worte sind so aneinandergereiht, dass man Schwierigkeiten beim Lesen hat weil erst die einzelnen Teile entziffert werden müssen. Und manchmal sind das echte Lindwürmer.
Das stört extrem. Leider, denn es sind die Geschichten die darunter leiden.
Aber ich hoffe, dass das nur bei den Rezensionsexemplaren der Fall ist.

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